WeiblichGermanyMitglied seit 21 Aug 13Das letzte Mal online gewesen vor 6 Jahren

Das hier ist nur meine zweite Seite.
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My texts. My story- written by me.
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  • MyTextsMyStoryWrittenByMe

    mumbled "Kapitel 12 -Entsetzen-"

    Stumm vor Entsetzten hielt ich den Brief in Hand und starrte mit leerem Blick auf die Worte. Ich merkte erst, dass ich zitterte, als jemand mich fest umarmte und mir den Zettel sanft aus der klammen Hand zog.
    Dad's Atem stockte kurz, als er die ersten Sätze las, legte dann den Brief aufs Bett und drückte seine Arme fester um mich.
    "Schatz...", begann er zögerlich, doch ich wand mich aus seinen Armen!
    "Du wusstest es!", schrie ich, wobei mir die Stimme am Ende wegbrach. Die Tränen hatte ich gar nicht bemerkt.
    "Was hätte ich denn machen sollen?", murmelte er mehr zu sich selbst.
    "Wieso hast du nie etwas gesagt?! Wieso Jannis und ich sie nie kennen lernen?! Wieso hast du uns verschwiegen, dass es sie gibt?! Jahrelang hast du sie nie erwähnt! Sie ist meine Mutter!!"
    Jetzt war ich vollkommen außer Fassung. Meine Stimme brach einige Male weg und doch taten die Worte seine Wirkung. Dad schwieg und schaute mich nur mitleidig an. Doch das half mir nicht, im Gegenteil, das machte es schlimmer.
    Ich war mit dem Wissen aufgewachsen, dass ich einfach keine Mutter hatte und das es da auch nichts zu sagen, oder besprechen gab. Nun war sie tot, von uns gegangen, eine weitere vergessene Seele.
    "Vanessa..", hörte ich Dad's leise verunsicherte Stimme, doch ich hatte mich schon umgedreht und war aus dem Zimmer gestürmt.
    Ich wusste nicht wohin, deswegen rannte ich beinahe in Richtung Skatepark, als könnte ich so die vergangenen Minuten hinter mir lassen. Doch die Gedanken holten mich schnell ein und so ließ ich mich, endlich angekommen, im Gras nieder und weinte still in mich hinein.
    Um mich herum hörte ich Stimmen und doch nahm ich sie nicht wahr. Ich merkte, dass mir langsam kalt wurde, da ich mit meinem Schlaftop und meiner kurzen Hose rausgelaufen war, doch es störte mich nicht.
    Mein ganzes Denken kreiste um diese unbekannte Person, meine Mutter. Wie meine Kindheit gewesen wäre, wenn ich sie gehabt hätte. Wie ich aufgewachsen wäre. Ob ich sie gemocht hätte.
    "Natürlich", sagte ich mir. "Jedes Kind liebt seine Mutter!"
    So war es auch. Nur ich hatte keine gehabt.
    Obwohl ich sie nicht kannte, obwohl ich nicht wusste, was sie getan hatte, dass ich und Jannis ihr weggenommen wurden, liebte ich sie.
    Ihr Brief hatte mein Herz erweitert, weiteren Platz geschaffen, für mehr Liebe, doch ich merkte, dass dieser Raum für immer leer sein würde.

    Die Sonne stieg mit der Zeit immer höher und knallte mir in den Rücken, der Platz wurde voller und plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner Schulter und eine mir neue und doch so vertraute Stimme fragte mit wunderschönem Klang:
    "Van, was ist denn nur mit dir passiert?"
  • MyTextsMyStoryWrittenByMe

    mumbled "Kapitel 11 -Briefe aus dem Jenseits- (2)"

    ...Mein Schatz, es tut mir alles so leid. Ich kann dir nicht sagen, wie stolz ich heute auf dich wäre.
    In den letzten Jahren habe ich viel gelernt, über mich; über Tim, deinen Vater; über alles, was geschehen ist. Ich habe so viel falsch gemacht und meine eigenen Kinder mussten darunter leiden.
    Dieses ist deine einzige Nachricht, die du je von mir bekommen hast und auch je bekommen wirst.
    Ich bin ein Monster, ich weiß und ich habe auch eigentlich kein Recht, dir das Leben schwer zu machen, oder mich jetzt nochmal zu melden.
    Wenn du diese Zeilen liest bin ich auf dem Weg zum Sterbebett, oder vielleicht liege ich schon unter der Erde.
    Es wurde mir verboten mich mit dir zu kontaktieren, solange ich lebe.
    So musste es kommen. Ich wollte, dass du nicht mit einem schlechten Bild von mir aufwächst.
    Nur so kann ich dir sagen, was mir über Jahre verboten wurde.
    Du wurdest mir weggenommen, grade als ich dich gebar. Nicht einmal deinen ersten Schrei bekam ich richtig mit. Dein süßes Gesicht sehe ich trotzdem noch, eine Hand hattest du nach mir ausgestreckt und dein blutverschmiertes Gesicht war so traurig! Ich habe tagelang geschrien und geweint, sie sollen dich wiederbringen. Niemand hörte auf mich. Ich habe ihnen gesagt, dass ich geheilt war. Niemand glaubte mir und ich wurde in eine Zelle gesperrt.
    Nach 16 Jahren Dunkelheit und Einsamkeit merkte ich, wie es mit mir vorbei ging.
    So schrieb ich diesen Brief an dich, Begrüßung und Abschied zugleich.

    Mein Schatz, Mama liebt dich!
    Ganz doll! Ich habe nie damit aufgehört und selbst im Tod werde ich jeden Tag an dich denken und dir von oben zusehen!

    Ich vermisse dich und ich weiß, dass dieser Brief zu wenig um dein Leben heile zu machen. Ich weiß es und doch versuche es.
    Bitte weine nicht um mich, ich habe keine einzige deiner Tränen verdient, keinen Herzschlag, kein einziges der Bilder, die mir zugeschickt wurden.
    Und doch habe ich jeden Abend zu dir gebetet.
    Du bist so ein hübsches Kind und ich bin so stolz, so gerührt ein so tolles Kind zu haben.

    Ich liebe dich für immer! Und in deinem Herzen war ich schon immer!

    Deine dich liebende Mama!"
  • MyTextsMyStoryWrittenByMe

    mumbled "Kapitel 11 -Briefe aus dem Jenseits-"

    Am nächsten Morgen schaute ich als erstes aus dem Fenster und stöhnte auf. Es regnete und eine dicke Wolkenschicht hing tief über den Häusern.
    Mit Blick auf die Uhr sah ich, dass es lange noch nicht Zeit war aufzustehen. Trotzdem ging ich runter und holte die Post und die "Süddeutsche" aus dem Briefkasten.
    Bei einem Brief stutze ich. Er war an mich adressiert. Von dem ... Jugendamt?!
    Ungeduldig riss ich ihn auf und zuerst fiel mir ein etwas verblasstes Blatt mit ordentlicher Handschrift entgegen, der andere sah aus wie ein typisches Blatt vom Amt, dicht beschrieben und mit wichtigtuerischen Ausdrücken bestückt.
    Das andere Papier nahm ich vorsichtig mit in mein Zimmer, stellte mein Laptop an und ließ leise Musik erklingen. Die Stimme von Alex G. erklang und füllte den Raum mit wunderschönen Melodien.
    Langsam ließ ich mich aufs Bett sinken und begann den Brief zu lesen.

    "Liebe Vanessa.
    Mein Mädchen. Was habe ich dich geliebt. Es tut mir leid, was alles passiert ist. Wo du bist, dass du mich nicht kennst, dass du nie eine Mutter hattest.
    Für alles möchte ich mich entschuldigen. Auch dafür, dass ich nichts von dir mitbekomme. Dass ich dich an keinem deiner Geburtstage in den Arm genommen hab, dir gratuliert habe, dass du nie ein Geschenk von mir bekommen hast.
    Dafür, dass ich dich nie zum ersten Mal Autofahren gesehen habe, oder dir jeden Tag beim wachsen zusehen konnte, dass ich dir nie sagen konnte, wie hübsch du doch bist. Nie deinen ersten Freund kennengelernt habe und dass ich nie an deiner Hochzeit sein kann.
    Dass wir beide nie zusammen gelacht haben, nie zusammen geweint. Du nie, wenn du nachts Angst hast zu mir kommen konntest. Dass ich dich und Jannis einfach ohne Mutter gelassen habe.
    Es gibt so viele kleine und große Momente die ich mit dir geteilt hätte.
    Weihnachten, Ostern, deine ersten Schritte, die ersten Worte...


    (P.S.: Dieses Kapitel musste leider getrennt werden, da es ein bisschen zu lange war (; Im nächsten geht es weiter!)
  • MyTextsMyStoryWrittenByMe

    mumbled "Kapitel 10 -Ruhe-"

    "Wie wars so? Gefällt es dir hier?", begrüßte mich Dad zu Hause.
    "Es ist wunderschön!", seufzte ich. Er lachte, fragte aber nicht weiter.
    "Ich hab schon eine Pizza bestellt, damit ich dir das Kochen abnehme! Warst ja ziemlich lange weg!"
    Verwundert überlegte ich wie spät es wohl sein könnte. Anscheinend hatte ich den ganzen Tag bei den Jungs und Ash verbracht.
    Als die Pizzen kamen hatten Jannis und Dad sich bereits im Wohnzimmer ein Fußballspiel angestellt und ich hatte mich in mein Zimmer aufgemacht.
    Die beiden schienen heute noch ein bisschen was gemacht zu haben, denn es sah jetzt mit den kleinen Pflanzen und Dekostücken aus wie aus einem IKEA Katalog. Die stille Fürsorge der beiden rührte mich.
    Mit meiner Pizza auf dem Schoß und dem Laptop auf einem kleinen Tischchen machte ich es mir auf dem Balkon bequem und schrieb mit Emily, meiner besten Freundin aus meiner alten Heimat.
    Wir waren beide nicht sehr gesprächig und das einzige, dass ich erfahren konnte, war, dass sie sich ihre Haare wieder umgefärbt hat (ein roter Kurzhaarschnitt) und, dass Liam wieder eine neue Freundin hatte.
    Als ich sie weiter ausfragen wollte, wand sie sich raus. Auch als ich sie fragte, was sie jetzt so mache, antwortete sie nicht, sondern meinte nur: "Ich vermisse dich!"
    Nach kurzer Zeit beendete ich das Gespräch und betrachtete einfach die Sonne, wie sie sich langsam hinter dem Horizont versteckte und mir ihre letzten Strahlen schenkte. Ich ließ den Tag Revue passieren und freute mich diese Menschen kennengelernt zu haben.
    Verglichen mit meinen alten Freunden wusste ich, dass ich schon heute eine festere Bindung zu Lukas, Nick und Lukas bekommen hatte als zu ihnen. Vielleicht wussten sie einfach zu viel von mir. Dachten, dass ich verrückt sei, oder so etwas.
    Dabei war das doch alles gar nicht meine Schuld!
    Mit diesem Gedanken ging ich zu Bett und grade als der erste Regentropfen gegen mein Fenster klatschte verfiel ich in einen tiefen und traumlosen Schlaf.
  • MyTextsMyStoryWrittenByMe

    mumbled "Kapitel 9 -Ashley-"

    "So schlimm war's doch gar nicht!", sagte Nick und half mir vorsichtig vom Bord runter.
    Von wegen! Kurz nachdem wir losgefahren waren hatte ich schon das Kunststück vollbracht so vom Skateboard zu fallen, dass es gegen seine Wade geflogen ist und wir beide lachend auf dem Boden gefallen waren. Aber bis auf ein paar Schürfwunden an den Händen waren wir unverletzt geblieben und sind auch vorsichtig wieder zurück gefahren.
    Zu unserer Gruppe hatte sich jemand dazugesellt.
    Von weitem hätte man denken können, dass eine Elfe zwischen Malte und Lukas stand und heiter zu uns lächelte. Nick hatte meine Hand losgelassen und etwas genervt "Ashley!", gemurmelt, als wir uns den dreien genähert hatten.
    Sie war die Schönheit in Person.
    Ihre langen blonden Haare fielen in leichten Wellen an ihrem schmalen Gesicht entlang, ihre Augen hatten ein seltsames hellbraun, beinahe golden. Ihr schmaler Mund war zu einem breites Lächeln geworden und offenbarte eine Reihe perfekter, blendend weißer Zähne.
    Mit ihrer Ausstrahlung gab sie jedem Mädchen, das in ihrer Nähe war einen Hieb, mir eingeschlossen.
    Jetzt lief -obwohl man bei der Geschmeidigkeit ihrer Bewegungen eher 'tanzen' sagen müsste- sie auf mich und Nick zu und schaute ihn tadelnd an.
    "Was machst du denn hier?" Ihre Stimme war wie Musik, schimmernd wie eine Glocke.
    Er verdrehte nur die Augen. "Ich hab Ferien, vergessen?"
    Jetzt richtete sie ihre goldenen Augen auf mich und zog die Augenbrauen hoch. Nick bemerkte ihren Blick.
    "Oh, ja. Vanessa- Ashley, Ashley- Vanessa", sagte er, ironisch mit der Hand wedelnd.
    Ich lächelte sie schüchtern an. Sie grinste zurück und umarmte mich. "Nenn mich bitte Ash!", sagte sie, während ich von ihrer Offenheit überrumpelt war.
    "Van!", lachte ich, als sie mich losließ. Aus den Augenwinkeln sah ich Nicks spöttischen Blick, doch dann ging er weiter zu seinen Kumpels.
    "Van also..", murmelte Ashley neben mir und blickte mir ins Gesicht. Ich lächelte und nickte. Wir gingen in die entgegen gesetzte Richtung, die Nick gegangen war.
    "Du scheinst hier neu zu sein, sonst hätten wir uns bestimmt schon mal begegnet!" Sie fragte nicht, sie stellte fest.
    "Woran merkt man, dass ich hier neu bin?", fragte ich mit nunmehr echtem Interesse.
    "Wenn man hier neu ist, dann sieht man sich alles viel genauer an. Es ist zu offensichtlich. Du hättest natürlich auch ein Tourist sein können..." Sie grinste. Ich wusste nicht wieso, aber es schien sie zu amüsieren.
    Wir erreichten das Wasser und setzten uns auf den Boden um die Füße ins Kühle zu halten.
    "Wo wohnst du jetzt?"
    Ich deutete in die Richtung und fügte hinzu "Ist so 10 Minuten entfernt!"
    "Wie lange schon?", kam sofort die Gegenfrage.
    "Ein paar Tage. Bin heute das erste Mal draußen."
    "Und gleich ein paar Leute kennengelernt. Respekt!"
    Wir lachten und somit war das Eis gebrochen.

    Als ich mich später auf den Heimweg machte wusste ich: Diese Menschen behalte ich fürs Leben!
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