Projekt Love

Und plötzlich hatte sich alles verändert. Keine Liebe. Keine Zuneigung. Keine Gefühle. Sie waren nur noch zwei Menschen mit Erinnerungen. Doch wie kann man sich so schnell von jemandem entfernen? Von Jemandem, mit dem man sich die Zukunft ausgemalt hatte. Aber vielleicht war es besser so.

0Likes
0Kommentare
23Views

1. Unsere Geschichte

​​Dir widme ich diese Geschichte. Jeden Buchstaben. Jedes Wort. Jeden Satz. Jeden Punkt wie auch jedes Komma. Jeden Absatz und jede Seite. Jeden Kapitel. Sie gehört dir. Ich will, dass du dir Zeit lässt. Denn auch ich habe mir Zeit gelassen dir diese Geschichte zu schreiben. 

​Es ist eine sehr wichtige Geschichte in der sowohl du, als auch ich vorkommen. Es ist unsere Geschichte. Von mir für dich.

​Ich bin kein Dichter und auch kein Poet. Ich bin auch kein kreativer Schriftsteller, der Unmengen von Büchern veröffentlichen könnte. Aber eins weiß ich genau. Ich muss keines der Gleichen sein, um unsere Geschichte auf Papier bringen zu können. Alles was ich brauche, bist du. 

​Uns war von Anfang an klar, dass wir es nicht einfach miteinander haben würden. Dennoch hatten wir uns darauf eingelassen, uns zu lieben. Wir waren so verschieden, wie jeder funkelnde Stern im wolkenlosen Himmel. So verschieden, wie jede einzelne Blume auf einem endlos langen Feld. So verschieden, wie jeder wunderschöne Klang einer Note auf einem alten Flügel. So verschieden, wie jede pigmentierte Farbe auf der Holzpalette eines alten Malers. Wir waren eben anders. Aber wir lernten miteinander umzugehen und uns gegenseitig zu respektieren. Den anderen zu verstehen und deren Gedanken vollenden zu können.

​Es gab Tage, an denen ich stundenlang in deine Augen schauen und mich in den einzigartigen Farben deiner Iris hätte verlieren können. An denen ich dich pausenlos umarmen und deine Wärme und Zuneigung hätte spüren können. Es fühlte sich so schön an dich zu lieben. Dich zu lieben, weil du du ​warst. Weil ich spüren konnte, wie wohl du dich neben mir fühlen konntest, wie frei du in meiner Anwesenheit warst. Weil ich wusste, wie glücklich ich dich machen würde. Weil wir uns vertrauen konnten. Weil wir uns vertraut hatten. Weil du mich auch liebtest und ich deine Aufmerksamkeit und Anerkennung Tag für Tag spüren konnte. Weil ich dich und du mich zu schätzen wusstest. 

​Du musst wissen, es war mitten in der Nacht als mir der Gedanke kam, das alles festzuhalten. Denn zu diesem Zeitpunkt war alles, was ich genannt habe nicht mehr da. Keines dieser Dinge. Wir wurden uns mit der Zeit so fremd, dass mich jede Nacht die Verlustängste nicht schlafen ließen. Ich fragte mich, was wohl der Auslöser für unser Schweigen und unsere Entfernung war. Wie würde es weitergehen und wie schnell würde sich das Schweigen weiterverbreiten? Wie lange würden diese Gedanken noch in meinem Kopf herumkreisen? Wie viele schlaflose Nächte würde ich wohl noch verbringen? Und wieso ausgerechnet jetzt? Warum hatten wir uns ausgerechnet diesen Tag, diese Stunde und diese Minute dafür ausgesucht, uns voneinander zu entfernen? Ich konnte es mir nicht erklären. Ich glaube, du auch nicht. Aber weißt du was? Vielleicht war es besser so. Vielleicht mussten wir uns nur etwas Zeit lassen, um uns selbst wieder reparieren zu können. Um wieder etwas Freiraum für uns zu haben. Um uns auf uns selbst zu konzentrieren.

​Was meinst du, ist es nicht wirklich besser so? 

 

 

 

 

 

 

Melde dich bei Movellas anFinde heraus worüber alle reden. Registriere dich jetzt bei Movellas und teile deine Kreativität und deine Passion
Lade ...