En blutiges Tänzchen

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  • Veröffentlicht: 2 Jun 2018
  • Aktualisiert: 2 Jun 2018
  • Status: Fertig
Vampire: The Masquerade - Eine Toreador auf Abwegen

Die Neonatin Tara hat zu einem lockeren Abend eingeladen. Die Zusagen häufen sich und sogar der Prinz ließ anmerken, gegebenfalls vielleicht zu erscheinen. Ihre Nerven liegen blank. Den Abend vor der Feier zieht sie los, um sich abzulenken.

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8. Gekauft

Misstrauisch beäugte er sie, aber sie wusste, sie hatte ihn am Haken. Es war verrückt, ja. Idiotisch, auf jeden Fall. Doch genau das wollte sie jetzt. Sie könnte auch einfach irgendwo eine Schlägerei anfangen, doch das konnte schnell nach hinten losgehen, wenn sich zu viele einmischten oder sie aus Versehen jemanden erledigte. Nein, ein kontrolliertes One-on-One war da schon besser. Mit einem Menschen zwar immer noch gefährlich, aber was sollte sie tun? Sie wollte Sam nicht fragen. Das wäre ihr peinlich und der Brujah wohl auch. Außerdem wäre es wohl zu schnell vorbei. Sie wollte ja nicht nur bei sich das Blut fließen sehen. Sie wollte gefordert werden, aber auch den Erfolg sehen. Das Tier füttern. Den Vogt konnte sie schlecht darum bitten. Außerdem traute sie ihm nicht, wegen seiner Krallen. Dirk hätte auch nur gelacht. Sie war immerhin eine schlechte Kämpferin. Es sollte auch kein Kampf sein, sondern eine Prügelei. Rau, grob, wild, urtümlich. Sie hätte Erich bitten können. Doch der hätte sich vielleicht auch nicht wirklich getraut, sie zu verletzen. Freunde zu schlagen, war etwas anderes als den Feind. Mit Freunden trainierte man, doch man schlug sie nicht. Nicht mal Torres würde das tun. Allerdings hätte sie in seiner Gegenwart auch nicht solche Gedanken. Es lag einzig an den Nosferatu.
»Was ist jetzt? Fällt dir wer ein oder fühlst du dich fit genug?«, herausfordernd sah sie ihn an.
»Wie du willst.« Er zückte sein Smartphone, entsperrte es und scrollte durch sein Telefonbuch.
»Ach ja, denk daran, das er vielleicht ein paar Tage ausfällt. Also am besten niemand Wichtigen.«
»Keine Sorge, du bekommst schon, was du willst. Was bist du bereit zu zahlen?«
»Wie viel ist dir dein Kollege wert?«
»Dreihundert.«
Sie zuckte mit den Schultern, zog ein paar Scheine aus der Hosentasche und zählte die gewünschte Summe ab. Sie legte einen Fünfziger oben drauf. »Ich hätte gerne noch ein paar Oxys.«
Er nahm das Geld, erhob sich umständlich, umrundete das Sofa und verschwand Richtung Schlafzimmer. »Hey Frank, ich bin’s. Hast du heute noch was vor? ... Ich hab hier ne Braut, die sucht nen starken Kerl. ... Keine Ahnung, die will es auf die harte Tour.  ... Hundertfünfzig springen dabei für dich raus. ... Ja ... Alles klar.«
Kurz darauf kam er wieder, warf ihr ein Tütchen mit Pillen auf den Tisch und einen Zettel mit einer Adresse. »Viel Spaß. Wenn du es überlebst, kannst du mir ja davon berichten.«
»Möchtest du mein Krankenpfleger sein?«
Er lachte gehässig. »Träum weiter, Mädchen.« Er deutete mit dem Kopf Richtung Tür. »Jetzt zieh Leine.«
Sie nahm die Sachen, verstaute sie in ihren Hosentaschen und ging. Auf dem Flur warf sie einen Blick auf den Zettel. Die Adresse war ihr unbekannt. »Na dann... auf zu Frank.«

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