En blutiges Tänzchen

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  • Veröffentlicht: 2 Jun 2018
  • Aktualisiert: 2 Jun 2018
  • Status: Fertig
Vampire: The Masquerade - Eine Toreador auf Abwegen

Die Neonatin Tara hat zu einem lockeren Abend eingeladen. Die Zusagen häufen sich und sogar der Prinz ließ anmerken, gegebenfalls vielleicht zu erscheinen. Ihre Nerven liegen blank. Den Abend vor der Feier zieht sie los, um sich abzulenken.

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2. Die Halle

Gestern Abend war sie ohne Sam losgezogen. Sie hatte sich davon geschlichen, als müsste sie ihre Nanny austricksen. Dabei war es unnötig. Sam wusste ja, wie sie gerade drauf war. Wenn sie nur an die Ratten dachte, war sie auf 180 und das durfte sie nicht sein. Sie hatte eine Verantwortung. Eine Pflicht.
Sie war zu der alten Halle gefahren, die der Dealer ihr genannt hatte. Dort zogen sie sich zurück, um sich abzuschießen. Manche hatten dort ihr Zelt aufgeschlagen, andere nur eine Matratze. Nicht jeder lebte dort, doch viele verbrachten ihre Stunden in der Dunkelheit, während sie ihren Rausch ausschliefen. In einem alten Film hatte man solch einen Ort die »Enterprise« genannt. Weil die Menschen dort ihr Hirn weg beamten. Die Landung war manchmal ebenso schmerzhaft, wie ein missglückter Beamversuch und zerstäubte deinen Verstand in tausend Partikel, die im Kosmos verloren gingen. Sie hatte sich umgesehen und die »gesündesten« heraus gesucht. Sie hatte den Stoff und wollte nur ein wenig »Kuscheln«. Menschen in dem Zustand waren leicht manipulierbar. Dafür musste man kein Genie oder Ventrue sein. Sie hatte die Jungs abgefüllt mit Whiskey und Oxy und dann von ihnen getrunken. Es war göttlich. Ihr Verstand wurde sanft in Watte gepackt und blendete die Wut und den Hass aus. Ließ sie sanft dahintreiben, bis sie sich einigermaßen unter Kontrolle hatte.

Leichtfüßig, schwebend hatte sie die Halle verlassen, schlenderte durch die Nacht. Ließ ihre Gedanken treiben. Tara, ich kann alles sein für dich, was du willst.
»Wie wäre es mit tot?«, flüsterte sie leise und ging weiter. Nach all den Jahren war er wieder da. Sie ja auch. Welch Ironie, dass man immer da zusammenkam, wo alles anfing, oder endete. Sie wollte ihn nicht tot sehen. Vielleicht schon, nur nicht durch ihre Hand. Sie wollte ihn würgen. Ihn fesseln und anzünden. Er sollte brennen und fühlen, was sie gefühlt hatte. Gefesselt am Marterpfahl, die Flammen, die sich ihre Beine hinauf fraßen und sie verzehrten. All den Schmerz wollte sie ihn fühlen lassen. Sie hatte die Möglichkeit dazu, und die würde sie auch nutzen.

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