Am Ende sind alle Einzelkämpfer, oder doch nicht?

Annabell muss in ein Internat, sie hat keine andere Wahl, ihre Eltern stecken sie dort hinein!
Dort trifft sie auf einen ganz besonderen Jungen...

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3. Kapitel

Ich wache um sieben auf, gehe ins Bad und schminke mich ein bisschen. Danach suche ich eine Jeans und ein schwarzes T-Shirt im Kasten. Nachdem ich alles gefunden habe, ziehe ich mich an und gehe zum Frühstück.

 

Es ist noch niemand da, weil der Weg zur Schule nur zwei Minuten dauert. Die meisten werden wahrscheinlich um halb acht kommen.

Ich nehme mir ein Tablett, stelle einen Kaffee und eine Semmel mit Wurst darauf. Ich drehe mich um und sehe Paul, der mich zu sich winkt. Ich setze mich neben ihn.

„Bereit für den ersten Schultag?“, fragt er.

„Nein“

„So viel gute Laune am Morgen hält ja niemand aus!“

„Lass mich doch einfach, ich hab echt keinen Bock auf Schule!“, antworte ich augenverdrehend.

Wir essen unser Frühstück, danach machte ich mich auf den Weg in mein Zimmer und packte alles für die Schule ein.

Der Schulweg ist, wie schon erwähnt, sehr kurz, deshalb bin ich die Erste. Ich sehe auf den Plan und suche meine neue Klasse.

Ich begegne niemandem im Schulhaus und das ist gut so!

Ich setze mich in die letzte Reihe, dort lege ich meinen Kopf auf den Tisch und beginne ein bisschen zu schlafen.

 

Mich weckte jemand auf, als ich meinen Kopf hob, stand ein Mädchen mit braunen Haaren vor mir.

„Hey, ich bin Paula“

„Verpiss dich!“

Sie sieht mich kurz geschockt an, dreht sich dann um und setzt sich auf ihren Platz. Die Lehrerin kommt in die Klasse und begrüßt uns.

„Annabell, möchtest du dich nicht vorstellen?“

„Nein, will ich nicht“

„Okay, dann fangen wir mal an“

 

Ich gehe zurück ins Internat. Paula geht noch einmal auf mich zu.

„Warte mal“

„Kannst du mich nicht einfach in Ruhe lassen!“

„Ich versuche nur nett zu sein, außerdem wird es echt zach, wenn du keine Freunde in der Klasse hast“

„Freunde bringen dir nichts! Am Ende sind wir alle Einzelkämpfer!“

Paula seufzt, dreht sich um und geht in dir andere Richtung.

 

Im Zimmer wartet ein Mädchen mit braunen Haaren auf mich. Sie sieht aus, wie ein Papagei, so bunt ist sie angezogen.

„Was ist mit dir passiert? In 10 verschiedenen Farbtöpfe gefallen oder was?“

„Du bist aber lustig“, antwortet sie und sieht mich skeptisch an.

„Ich bin Melissa“

„Das weiß ich schon, wer sollst du sonst sein, wenn du in diesem Zimmer sitzt“

„Du bist ja mega anstrengend! Kannst du nicht einfach höflich sein und dich vorstellen?“

„Nein, kann ich nicht!“

„Gut, dann nicht, Annabell. Bist du auch der Typ, der keinen Smalltalk betreibt oder geht das noch?“

„Kommt darauf an, worüber du reden willst“

„Ich erinnere dich nur ungern daran, aber wenn du Pech hast, bist du bis du die Schule abgeschlossen hast mit mir in einem Zimmer, als reiß dich bitte zusammen!“

„Du gehst mir jetzt schon am Arsch...das wird was werden!“

Sie zieht eine Augenbraue nach oben, dreht sich um und setzt sich auf den Schreibtisch, dort holt sie ihre Schulhefte aus der schwarzen Tasche und beginnt mit der Hausübung.

Nebenbei gesagt, die Tasche ist das einzige schwarze, das ich bei ihr entdecken kann.

„Kann man hier irgendwas machen oder muss ich warten, bis du fertig bist?“

„Geh in den Aufenthaltsraum, dann gehst du mir nicht auf die Nerven und du lernst andere Leute auch noch kennen, was du ja so gerne tust“, antwortet sie sarkastisch.

„So schlimm bin ich nicht, ich sitz beim Essen immer bei Paul!“

„Das heißt nichts, wahrscheinlich ignorierst du ihn“

„Tu ich nicht!“

„Ich will meine Hausübung machen, kannst du dich bitte verpissen!“

„Du bist aber nett“

„So wie du“

„Ich geh ja schon“

 

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