Warum Er?!

Rin Mazuoka ist ein siebzehn jähriges Mädchen, dass in der Nähe von Kyoto in Japan lebt. Sie möchte in Ruhe ihre Schule beenden und in die Welt der Erwachsenen starten. Doch die Ruhe wird durch den beliebtesten Jungen der Schule gestört. Haru Tanaka versucht unermüdlich mit ihr befreundet zu sein, was Rin überhaupt nicht passt. Sie hat viel mehr mit anderen Problemen zu tun...

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4. Ein verlorener Stift

,,Lassen sie mich los!“, brüllt Rin. Jedoch packt der andere Mann sie von hinten und hält ihr den Mund zu. Strampelnd versucht Rin sich zu befreien. Es bringt aber nichts. Rin verliert langsam die Hoffnung, dass irgendjemand ihr helfen wird. Ihre Schläge und Tritte verlieren an stärke, bis sie ganz aufhört. Rin schließt die Augen und merkt, wie ihr die Tränen an den Wangen runter laufen. Auf einmal packt jemand den Typen hinter Rin und schubst ihn zur Seite. Krachend fällt er in eine Gruppe Mülltonnen. Dann greift der Fremde nach dem anderen, der Rin an den Händen festhält. Kurz darauf hört auch Rin ihn zu Boden fallen. Sie traut sich nicht die Augen zu öffnen. ,,Wenn ihr es nochmal wagt sie anzufassen, dann kommt ihr mir nicht noch einmal davon!“, meint ihr Retter. Rin stutzt :,,Die Stimme kenne ich doch!“ Langsam öffnet sie ihre Augen. Vor ihr steht ein Junge, mit dem Rücken zu ihr gewandt. Vor ihm stehen die beiden Verbrecher. ,,Haru!“, staunt sie. ,,Bist du ihr Freund?“, lacht einer der Beiden. ,,Nein, bin ich nicht. Wir sind nur befreundet.“, antwortet Haru. ,,Wir wollten ihr nur helfen, da sie sich verlaufen hatte.“, meint der andere. ,,Stimmt doch gar nicht!“, kommt Rin hinter Haru hervor und streckt den beiden Männern die Zunge raus. ,,Na warte du Balg!“, faucht der eine. Sie drehen sich um und stapfen auf der dunklen Straße davon.

Haru dreht sich zu Rin um :,,Alles in Ordnung?“ ,,Ja, alles im grünen Bereich!“,lächelt Rin und flüstert noch hinterher :,,Mit irgendwer meinte ich nicht Tanaka.“ ,,Was?“, fragt er. ,,Ach nichts!“, beruhigt ihn Rin :,,Also danke für die Rettung. Ich sollte dich, für die Probleme die ich dir bereitet habe, entschädigen.“ ,,Ist nicht nötigt!“, winkt Haru ab. ,,Doch ist es! Auch wenn es mir nicht gefällt.“, meint Rin :,,Hast du noch etwas Zeit?“ Haru holt sein Handy aus seiner Hosentasche und guckt auf die Uhr :,,So spät ist es noch nicht und ich werde zuhause auch nicht erwartet. Also ja, ich habe noch etwas Zeit.“ Rin nickt :,,Gut, dann lade ich dich zum Abendessen ein.“ Harus Augen funkeln :,,Wirklich? Das wäre super!“ Rin verdreht genervt ihre Augen und geht los. Haru stürmt lächelnd hinter ihr her.

Zuhause angekommen macht Rin in der Küche das Licht an. Haru steht noch im Eingangsbereich und zieht sich die Schuhe aus. Als er auch in die Küche eintreten will, bricht er mit einem Fuß in den Fußboden ein. Die beiden bleiben erstarrt stehen. ,,Ich glaube der Boden ist morsch.“, meint Haru. Rin starrt ihn immer noch an und prustet dann los. ,,Hey was soll das?“, beschwert sich Haru. ,,Also meine Mutter und ich sind noch nie in den Boden eingebrochen.“, lacht sie :,,Ich glaube du bist einfach zu schwer.“ ,,Labere keinen Müll! Das sind alles Muskeln!“, antwortet er entrüstet. Nachdem sich Rin von ihrem Lachanfall wieder erholt hat, hilft sie Haru aus dem Loch raus. ,,Das wirst du reparieren!“, behauptet Rin. ,,Wieso ich? Ist doch euer Problem, wenn der Boden morsch ist.“, entgegnet Haru. ,,Gut, dann gibt es für dich kein Abendessen!“, meint sie und dreht sich von ihm weg. Haru guckt sie mit einem leicht wütenden Gesichtsausdruck an, entscheidet sich jedoch dann dafür den Boden zu reparieren. Während er über das Loch ein Stück Holz nagelt, kocht Rin das Abendbrot. Nachdem Haru fertig ist und das Werkzeug wieder weggepackt hat, schaut er ihr über die Schulter. ,,Hm, lecker Ramen!“, macht er sich bemerkbar. Rin erschrickt :,,Ja du Vollpfosten, du kannst ja schon mal den Tisch decken.“ Haru durchsucht die Schränke, um das passende Geschirr zu finden. Endlich ist der Tisch gedeckt und das Essen fertig. Rin und Haru sitzen sich gegenüber und danken für das Essen. Danach schieben sie sich die ersten Nudeln in den Mund. ,,Das ist echt lecker!“, lobt Haru. ,,Danke, das freut mich!“, lächelt Rin. ,,Also Rin-chan, was machen dein Eltern so?“, erkundigt er sich. ,,Meine Mutter arbeitet.“, antwortet sie und schlürft ihre Suppe weiter. ,,Aha und dein Vater?“, fragt Haru weiter. ,,Geht dich gar nichts an!“, sagt Rin. Haru schaut sie noch eine Weile an, entscheidet aber nicht weiter nachzufragen. Das weitere Abendessen verläuft ohne Worte. Nach dem Essen holt Rin eine Schüssel Erdbeeren aus dem Kühlschrank. ,,Hier, selbst angebaut.“, stellt sie die Schüssel auf den Tisch. Dazu stellt sie noch zwei Schälchen und etwas Sahne. ,,Wow, sieht lecker aus!“, sagt Haru noch und von einem Moment auf den nächsten ist die Schüssel leer. ,,Ich bin satt!“, rutscht Rin den Stuhl hinunter. ,,Danke für das Essen. Es war sehr lecker.“, bedankt er sich. ,,Vielen Dank!“, sagt sie und lässt den Kopf nach hinten fallen. Dabei fällt ihr Blick auf die Küchenuhr. ,,Oh Gott!“, meint Rin und erstarrt :,,Du musst sofort gehen! Jetzt!“ Sie springt auf und stürmt in den Flur. ,,Aber wieso?“, steht auch Haru auf. Rin kommt mit Harus Klamotten rein und wirft sie über ihn. Dann schiebt Rin ihn zur Haustür. Kurz bevor er die Haustür öffnet, dreht Haru sich um. ,,Sag mal, was ist hier los?!“, fragt er sie. ,,Ähm...nichts!“, zögert Rin. ,,Doch, irgendetwas stimmt nicht.“, lächelt er. ,,Nein, nein das bildest du dir nur ein!“, kratzt sie sich am Hinterkopf :,,Es könnte sein, dass meine Mutter gleich kommt.“ ,,Okay, das ändert die Sache natürlich. Ich glaube ich werde mal gehen.“, meint Haru und verabschiedet sich, doch schon dreht sich ein Schlüssel im Schloss. ,,Oh nein!“, flüstert Rin und zieht Haru eilig durch die Küche, zur Terrassentür :,,Du verschwindest jetzt bitte durch den Garten, okay?! Und wehe ich höre nur ein Sterbenswörtchen über dieses Treffen in der Schule, dann bist du so gut wie tot, klar?“ ,,Ähm...Ja, Glasklar. Und jetzt zieh nicht so!“, bemängelt Haru. Rin öffnet die Glastür und schiebt ihn hinaus. ,,Und jetzt geh! Sonst wird meine Mutter richtig sauer.“, erklärt sie, schließt die Tür und zieht die Vorhänge zu.

Rin dreht sich vom Fenster weg. Ihre Mutter steht in der Tür der Küche. ,,Ich hatte Stimmen gehört. Ist irgendetwas passiert?“, sagt sie mit einem besorgten Gesichtsausdruck. ,,Ach, gar nichts!“, lächelt Rin. ,,Und warum steht Geschirr für zwei auf den Tisch, obwohl die Schüssel schon leer ist?“, legt Rins Mutter den Kopf zur Seite. ,,Tja also...Hanabi war noch kurz da und da habe ich ihr die Erdbeeren angeboten. Ich habe nur noch nicht aufgeräumt.“, versucht Rin zu erklären. Ihre Mutter macht einen Schritt nach vorne, stolpert über die gerade reparierte Bodendiele und kann sich noch im letzten Moment abfangen. ,,Was ist das?“, erkundigt sie sich. ,,,Naja...ähm...lustige Geschichte...also ich habe meine Schultasche da fallen gelassen und sie ist einfach durchgebrochen.“, lügt Rin. ,,Was hast du denn in deiner Schultasche drin? Du solltest vielleicht etwas raus nehmen.“, meint ihre Mutter. ,,Jahaha, sollte ich mal machen.“, zuppelt Rin an einer Strähne, die vor ihrem Ohr hinunter gleitet :,,Ich geh dann mal ins Bett. Ist schon spät, also gute Nacht!“ Rin beeilt sich in ihr Zimmer zu kommen.

Oben angekommen, schmeißt sie ihre Schultasche auf das Bett und lässt sich auf den Schreibtischstuhl fallen. ,,Das war knapp!“, atmet sie auf :,,Warum habe ich ihn überhaupt eingeladen? Ich bin so blöd!“ , ärgert Rin sich und läuft eine ganze Weile fluchend das Zimmer auf und ab. Sie guckt auf den Wecker :,,Ich sollte jetzt ins Bett gehen. Aber morgen ist Sonntag. Da kann ich mich voll entspannen.“ Rin macht sich bettfertig und schlüpft unter die Bettdecke.

Den Vormittag verbringt Rin mit schlafen und steht erst um elf Uhr auf. Sie entscheidet sich für einen Spaziergang durch den Park, in dem viele Kinder an den Spielgeräten spielen und mit ihren Eltern sich einen schönen Tag machen. Rin schlendert am Spielplatz vorbei durch den Park. Viele Familie sitzen auf Picknickdecken, unter schattenspendenen Bäumen am Fluss. Rin kauft sich beim nächsten Eisstand ein Erdbeereis, welches sie genüsslich auf dem Weg isst. Es ist sehr entspannend die Allee entlangzulaufen und den Vögeln zu lauschen. Rin schließt die Augen und richtet das Gesicht gen Himmel. Manchmal fallen Sonnenstrahlen durch das schon dichte Laub und beleuchten den Weg. Nach einer Weil streicht etwas kleines weiches um ihre Beine. Verwundert öffnet sie die Augen und blickt zu ihren Füßen. Ein kleines Kätzchen streicht langsam um ihre Beine. Rin kniet sich nieder um die kleine Katze zu streicheln :,,Na, hallo! Ganz alleine hier? Wo ist dein Besitzer?“ Doch die Katze miaut nur und kuschelt sich an Rins Hand. ,,Was habe ich auch erwartet, dass sie mir antwortet?!“, lächelt sie :,,Du bist wirklich niedlich!“ Da raschelt es auf einmal in einem Gebüsch und ein etwas größere Katze kommt hervor gekrochen. Das kleine Kätzchen springt auf die andere Katze zu und die Beiden verschwinden zusammen hinter der nächsten Abzweigung. ,,Wow! Noch nicht einmal Katzen halten es lange mit mir aus. Ich werde alleine sterben! Ich kann noch nicht einmal eine alte Katzenlady werden!“, seufzt Rin und setzt ihren Weg fort.

Als sie den grünen und naturreichen Park durchquert hat, steht sie an der mit Autos verstopften Hauptstraße. Rin läuft an den Geschäften entlang, in denen sich viele Kunden aufhalten. Auch draußen ist viel los. Viele machen sich einen aufregenden Tag in der Stadt und schmeißen ihr Geld zum Fenster raus, meint Rin. Sie beobachtet von einer Bank aus eine Gruppe von Frauen, die sich auf einen Grabbeltisch stürzen. ,,Ihr Geld können sie auch für etwas sinnvolles ausgeben, wie Mangas. Das wäre eine gute Investition!“, lacht sie. Ihr Blick fällt auf eine weitere Gruppe von Jungen, die immer näher kommen. Der Junge, der die Truppe anführt, kommt Rin sehr bekannt vor. Es ist Haru. Sie sind schon zu nah, um möglichst unauffällig zu verschwinden. Panisch schaut sie sich um. In der Mülltonne neben ihr liegt eine alte Zeitung. Schnell zieht Rin das Papier aus dem Abfall und schlägt sie auf. Die Gruppe läuft lachend an ihr vorbei. Rin atmet erleichtert aus. Doch auf einmal zieht ihr jemand die Zeitung weg. ,,Kann es sein, dass du die Zeitung falsch herum hältst?“, lacht Haru. ,,Was willst du?“, dreht sich Rin mit ihrem Kopf angewidert weg. ,,Ich fand es nur seltsam, dass jemand hektisch in der Mülltonne wühlt, um dann die gefundene Zeitung falsch herum zu lesen.“, lässt er die Zeitung los. Rin schmeißt das Stück Papier wieder in die Tonne und überschlägt ihre Beine :,,Und was willst du noch? Stehen da hinten nicht deine Freunde!“ ,,Eigentlich schon! Aber sie würden es verstehen, wenn ich mit dir mitgehen würde.“, lächelt Haru und steckt lässig seine Hände in seine Hosentaschen. ,,Ich möchte das aber nicht.“, steht Rin auf :,,Ich möchte mit dir nichts zu tun haben!“ ,,Hey, Tanaka! Kommst du?“, ruft einer der Jungen. ,,Komme gleich!“, winkt Haru ihn ab und dreht sich wieder zu Rin :,,Willst du nicht mitkommen? Es wird sicher lustig.“ ,,Nein, danke! Ich habe heute noch andere Dinge zu tun.“, mault sie. ,,Was denn? Ein Buch falsch herum lesen?“, lacht Haru. ,,Sag mal tickst du noch ganz richtig?! Das geht dich einen feuchten Dreck an. Tschau!“, meint Rin, dreht sich zur Seite und läuft auf Harus Freunde zu. Sie stoppt nicht vor der Gruppe und geht einfach weiter. Die Jungs weichen vor ihr zur Seite und starren ihr nach. ,,Sag mal Tanaka, wer war das denn?“, hört Rin nur noch hinter sich, als sie in eine Seitenstraße abbiegt.

Wütend knallt Rin die Haustür zu. ,,Er treibt mich immer zur Weißglut! Ich kann ihn nicht ausstehen!“, zischt sie und ballt ihre Faust. ,,Wen kannst du nicht ausstehen?“, beugt sich jemand aus der Küchentür. ,,Mama!“, ruft Rin :,,Warum bist du schon da?“ ,,Ich wurde heute früher entlassen. Also habe ich mir gedacht, ich mache uns etwas leckeres zu essen. Aber scheint so, als hättest du Probleme.“, meint sie besorgt. ,,Nein, nein gar nicht! Ich komme damit selber klar.“, lächelt Rin und zieht ihre Schuhe aus :,,Was gibt es denn?“ ,,Ich hatte an etwas einfaches gedacht. Wie zum Beispiel Pizza“, überlegt Rins Mutter und geht dabei zurück in die Küche.

Auf der Küchenzeile liegt allerlei Gemüse und auf einem Blech etwas Teig. ,,Leider hat das Geld nicht mehr hergegeben.“, seufzt sie. Rin wäscht sich die Hände, nimmt ein Messer in die Hand und fängt an das Gemüse zu schneiden. Eifrig wird jedes vorhandene Gemüse kleingeschnitten. Danach wird die belegte Pizza in den vorgeheizten Ofen geschoben und ein wohlduftende Pizza wider heraus genommen. Schon bald ist die Küche mit dem Duft der Pizza vernebelt. Genüsslich lassen die Beiden es sich schmecken.

Mit vollem Bauch liegt Rin oben in ihrem Bett und liest ihren Manga. Das offene Fenster lässt die Geräusch der Stadt herein und der laue Frühlingswind lässt die Gardinen langsam vor und zurück gleiten. Rin ist so vertieft in den Manga, dass sie nicht hört, wie das Gartentor auf und wieder zu geht. Einen kurzen Augenblick später klopft es an der Tür. Unten öffnet Rins Mutter die Tür. ,,Schönen guten Tag! Ist Mazuoka zufällig zuhause?“, fragt ein Junge. ,,Rin, jemand ist hier, um dich zu sehen!“, ruft sie nach oben. Rin rollt sich vom Bett und geht zur Treppe. Als sie den Treppenabsatz erreicht, reißt Rin ihre Augen auf. Unten im Flur steht Haru. ,,Hallo, du hast heute morgen deinen Stift verloren und ich wollte ihn dir zurück bringen.“, begrüßt er sie. Rin winkt ihn hoch und geht dann zurück in ihr Zimmer. Sie setzt sich auf ihren Schreibtischstuhl und starrt zur Tür. Haru guckt vorsichtig um die Ecke. ,,Komm rein! Ich tu dir nichts. Noch nicht!“, deutet Rin an. Haru läuft langsam vorwärts und setzt sich auf den Boden. ,,Ich hatte heute morgen keinen Stift dabei.“, platzt es aus ihr heraus :,,Also was willst du wirklich?“ ,,Stimmt, ich braucht nur einen Vorwand, damit ich nicht wie ein Vollidiot an der Tür stehe.“, erklärt er :,,Dein Zimmer ist cool!“ Rin verdreht die Augen :,,Lenke nicht vom Thema ab! Was willst du?“ Haru lehnt sich mit dem Rücken an ihr Bett :,,Ich hatte einfach Lust mit dir etwas zu unternehmen.“ ,,Rin, ich gehe jetzt zur Arbeit!“, schallt es von unten und kurze Zeit später schließt sich die Haustür. ,,Ich will mit dir nichts unternehmen!“, verschränkt sie ihre Arme. ,,Und warum hast du mich dann hoch gewunken, wenn du wusstest, dass du keinen Stift dabei hattest.“,wundert er sich. ,,Ich konnte vor meiner Mutter keine Szene abziehen.“, erläutert Rin. ,,Warum nicht?“, hakt Haru weiter nach. ,,Weil sie jetzt schon besorgt ist, da ich im Moment so genervt bin.“, seufzt Rin. ,,Und warum bist du genervt?“, will er wissen. Rin springt von ihrem Stuhl auf :,,Na weil...warte...warum erzähl ich dir das überhaupt?“ ,,Ich bin ein guter Zuhören und man kann sich mit mir sehr gut unterhalten.“, prahlt Haru. Rin verschränkt wieder ihre Arme. ,,Ja, klar.“, antwortet sie mit einem spöttische Unterton :,,Da meine Mutter jetzt weg ist, kannst du gehen.“ ,,Du willst mich schon rausschmeißen?“, wundert er sich. ,,Ja, und jetzt geh!“, zeigt Rin auf die Tür. ,,Gut, wie du willst. Dann gehe ich. Aber von mir aus!“, sagt Haru mit einem etwas düsteren Blick. Er steht auf und steckt seine Hände in seine Hosentaschen, wie er es am Morgen getan hatte. Als Haru an Rin vorbeigeht, zieht er eine Hand aus der Tasche und klopft ihr leicht mit der Handfläche auf den Kopf :,,Bis dann, Tollpatsch!“ Haru ist schon aus dem Zimmer raus, bis Rin die Situation realisiert hat. Sie stürmt ihm hinterher. ,,Du sollst mich so nicht nennen!“, schreit sie die Treppe runter. Haru zieht seine Schuhe gerade an. Er öffnet die Haustür und dreht sich nochmal um :,,'tschuldige, kommt nicht mehr vor.“ Dann zieht Haru die Haustür hinter sich zu. Wütend steht Rin an der Treppe. ,,Dieser Nichtsnutz!“, faucht sie und stapft zurück in ihr Zimmer.

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