Suicidal Girl

Die Geschichte eines Depressiven Mädchens

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4. Markus

Ich weiß nicht mehr wie ich an diesem Tag nachhause kam. Ich glaube ich nahm ein Taxi. Völlig verstört stolpere ich in mein Zimmer und falle aufs Bett. Kaum dort breche ich in Tränen aus und beginne gegen die Wand zu schlagen. Warum? Warum hat es sie erwischt? Sie war doch immer so fröhlich und voller Lebensfreude. Warum hätte das Auto nicht mich treffen können? Einen Menschen der nichts mehr zu verlieren hat? Warum Sie?
Als ich meine Augen öffne ist es morgen. Wann bin ich eingeschlafen? Ich reibe meine Augen und sehe zur Uhr. Noch 5 Minuten. Schlafen lohnt sich nicht mehr. Als ich versuche aufzustehen merke ich wie ich zur Seite weg kippe und etwas unsanft auf dem Boden lande. Dann kommt die Erinnerung an den gestrigen Tag zurück. Die Bilder wie Mara auf der Straße in ihrem eigenen Blut lag. Mir wurde schlecht und ich übergab mich auf den Boden. Mindestens 10 Minuten saß ich auf dem Boden und starte an die Wand. Aus irgendeinem Grund beschloss ich zu Schule zu geh'n.
Vielleicht hoffte ich innerlich das Mara dort war. Dass das alles nicht passiert ist. Auch wenn ich wusste das es nicht so war.
Auf dem Weg zur Schule achtete ich nicht auf meine Umgebung. Ich starte nur auf den Boden. Als ich an der Schule ankam wartete niemand am Tor auf mich. Wie denn auch? Mara war tot kapier das endlich. Langsam ging ich zur Klasse. Es herrschte eine seltsame Stimmung. Sicher hatte jeder gehört was passiert war. Ich setzte mich auf meinen Platz. Vom Unterricht bekam ich nicht viel mit. Ich sah nur wie Mina sich immer wieder nach mir umdrehte. Ich sah weg. Aus dem Fenster. Nach dem Unterricht ließ ich mir viel Zeit damit alles den Raum vor mit verließen. Ich hatte beschlossen zu Maras Haus zu geh'n und nach ihren Eltern zu sehen. Ich war so sehr neben der Spur das ich beim Verlassen des Raumes vergaß erst die Tür zu öffnen so dass ich dagegen lief.
"Hey. Bist du ok?" Hörte ich eine mir unbekannte Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und sah einen großen schwarz haarigen Jungen vor mir stehen. Ich kannte ihn nicht.
"Ja nichts passiert." Sagte ich leise.
"Ein Glück das sah wirklich schmerzhaft Aus." Er lachte etwas. Dann wurde er ruhig und sah auf den Boden.
"Ähm... Ich hab gehört was mit deiner Freundin passiert ist. Mein Beileid."
"Danke." Ich sehe ihn nicht an. Als ich gerade gegen will hält er mich am Arm.
"Ich heiße übrigens Markus. Hättest du vielleicht Lust mit mir nach Hause zu laufen?" Ich sehe ihn verwundert an.
"Ich habe noch etwas zu erledigen."
"Dann begleite ich dich."
Wie aufdringlich er ist. Wir diskutieren eine Weile aber es hat keinen Sinn. Er bleibt stur also nehme ich ihn mit. Wir sprechen nicht viel. Hin und wieder sagt er Dinge wie. "Guck mal die schönen Blumen." Oder "echt tolles Wetter heute." Nach einer Weile beginnt er mir die vorbeifahrenden Autos zu erklären. Welche Marke es ist, den Motor, den Verbrauch. Ich kann damit nicht viel anfangen und sage daher immer nur "aha" "sehr interessant" und Dinge wie das. Nach einer Weile sagt er plötzlich "tut mir leid. Ich nerve dich bestimmt damit oder." Er lacht selbst ironisch. Ich gebe ein halbherziges lächeln zurück. Ich wannte meinen Blick wieder nach vorne und sah auf dem weg eine Katze sitzen, die ihre Pfote leckte. Sie war so süß ich konnte nicht anders als sie hoch zu heben. Dabei bemerkte ich dass ihre Pfote blutete.
"Was ist los?" Markus sah etwas verwundert auf die Katze.
"Sie ist verletzt." Sagte ich und zeigte auf ihre Pfote.
"Oh ja stimmt. Warte kurz." Er kramte in seinem Rucksack und reichte mir eine Wasserflasche.
"Hier damit kannst du die Wunde reinigen"
Ich nahm das Wasser und reinigte vorsichtige die Wunde vorsichtig und dann Verband ich ihre Pfote vorsichtig. Der kleine Fell Ball in meinem arm schnurrte freudig. Als ich sie auf den Boden setzte streicht sie etwas um meine Beine.

"Scheint so als wäre dir da jemand dankbar." Meinte Markus. Ich wurde etwas rot und ging weiter zu Maras Haus. Als ich dort ankommen sehe ich einen Polizisten der versucht Maras komplett aufgelöste Mutter versuchte zu beruhigen. Ich laufe hin. Als Maras Mutter mich sieht ruft sie "Lina gut das du da bist du musst mir helfen."

"Was ist denn hier los?" Verwirrt schaue ich zwischen dem Polizisten und Maras Mutter hin und her.

"Naja..." beginnt der Polizist und erklärt mir die Situation. Ich kann es nicht fassen. Der Fahrer des Wagens der Mara tötete hatte doch allen Ernstes Schadensersatz von Maras Eltern gefordert und sie jetzt auch angezeigt.

"Was soll der Mist? Ist sowas überhaupt rechtlich erlaubt?" Rufe ich wütend. Da spüre ich Markus Hand auf meiner Schulter. "Beruhig dich. Das bringt nichts wenn du dich aufregst." Er hat Recht.

"Ich würde ihnen empfehlen sich einen guten Anwalt zu nehmen. Damit kommen sie vor Gericht bestimmt durch." Meinte der Polizist. Maras Mutter nickte und der Polizist ging. Auch Markus verabschiedete sich weil er noch Termine hatte und so stand ich mit Maras Mutter alleine vor dem Haus.

"Sag mal..." begann sie. “Willst du mit uns essen? Das hast du früher so oft getan." Sie hatte Recht. Als Mara noch lebte war ich oft hier zum Essen. Ich habe mich hier immer willkommen gefühlt. Ich stimmte zu.

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