Wahre Liebe?

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  • Veröffentlicht: 7 Mär 2018
  • Aktualisiert: 2 Aug 2018
  • Status: Fertig
Jemanden zu verlieren kann sehr weh tun. Ich habe diese Gefühle schon fast 2 Jahre in mir und ich muss sie mir von der Seele schreiben.

Eine wahre "Geschichte", die mir mein Leben täglich erschwert und von der ich trotzdem nicht los komme.


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4. 5 Monate und 21 Tage

Wenn mich heute daran zurück erinnere, dann verspüre ich ein stechen in der Brust.
Damals hattet ihr noch in der alten Wohnung gelebt, in der heute die Schwester einer meiner besten Freunde wohnt.
Was haben wir damals gemacht? Wahrscheinlich typische Pärchensachen. Ich erinnere mich noch wie wir bei Istaf-Indoor waren. Es war das erste mal, dass ich bei so etwas mit dabei war und für dich und deine Familie war es ganz normal. Es schien auch normal für euch zu sein mich einfach mitzunehmen. Ich habe das nie erwartet, nie verlangt. Selbstverständlich hab ich mich schon darüber gefreut, aber ich habe es nie als selbstverständlich angesehen.
Ich habe dich nie als selbstverständlich angesehen und ich war glücklich das du in meinem Leben warst. Ich habe mich über jeden Nachmittag gefreut den wir miteinander verbracht haben, über jeden Abend an dem wir einen Film gesehen haben, jede Nacht, die ich mit dir verbringen durfte. Ich habe es genossen für jemanden die Welt zu bedeuten.

Als du dich getrennt hast, sagtest du du hättest dich unter meinen Leuten, in meiner Welt nicht wohl gefühlt. Meine Frage wäre nur, woher willst du das wissen? Wann haben wir etwas mit „Freunden“ unternommen? Wenn ich mich recht ersinne haben wir nur 3 Mal etwas mit „Freunden“ von mir unternommen: Zu meinem Geburtstag, am Tag der offenen Tür meiner Schule und als du mit Fieber im Bett lagst und meine beste Freundin und ich mich um dich gekümmert haben.
Aber auch mit deinen Freunden haben wir kaum Zeit verbracht. Es hört sich jetzt ein wenig böse an, aber du hattest ja auch kaum Freunde. Auch ich habe mich unter ihnen nicht recht wohl gefühlt, vielleicht aber nur weil ich sie nicht kannte. Es hat mich verletzt, dass sie mich als eine eifersüchtige Freundin darstellten. „Deine Freundin ist da? Na dann heißt das wohl wir zocken morgen wieder.“, sagte einer deiner Freunde mal in einem Lifechat gerade als ich hereinkam. Nett oder? Als hätte ich ein Problem damit gehabt dich zu teilen. Du konntest nicht mit meinen Freunden und ich nicht wirklich mit deinen. Aber na und? Wir hatten doch uns! Hat dir das denn nicht gereicht?
Statt einander besser kennenzulernen haben wir lieber den Tag zuhause verbracht, im Bett gelegen, vor dem Computer gesessen oder Brettspiele gespielt. Nicht das ich es nicht schön fand, ich mochte diese entspannte Stimmung. Aber ich fand auch die Tage schön, an denen wir spazieren gingen, in Berlin waren oder sogar in Dänemark waren.

Dänemark – mein erster richtiger Ausflug in ein anderes Land. Und dann sogar ohne meinen Dad und nur mit dir. Zwei Tage vorher erfuhr ich überhaupt erst, dass du das Auto deiner Cousine dort hin fahren sollst und plötzlich lud mich deine Tante ein, sagt sie würde auch den Flug zurück bezahlen. Nur damit du nicht alleine bist. Du warst die erste Person mit der ich einen kleinen Teil dieser Erde erkunden konnte. Die Fahrt war schon ein Highlight für das es sich gelohnt hat. Du sangst die meisten Lieder lautstark mit und ich schwöre jedem der das hier liest DEINE STIMME IST EINE DER SCHÖNSTEN DIE ICH JE GEHÖRT HABE! In Dänemark waren wir zwar nur für einen einzigen Tag, aber dieser reichte vollkommen aus. Deine Cousine war wahnsinnig lieb. Wir waren zu dritt an der Nordsee, und haben mit dem Hund ihrer Gastfamilie gespielt. Simba. Am Morgen lagst du noch etwas länger im Bett und ich war wie immer schon früh auf den Beinen, spielte mit dem Hund und sagte „Na hol ihn“. Genau das tat Simba auch. Er sprang auf, schlug mir seine Pfote mit den Krallen übers Auge und lief zu dir. Durch den Schmerz fing ich an zu weinen und du kamst angelaufen und kümmertest dich um mich. Für dich war es nicht erstaunlich, dass ich mich dauernd verletzte. Du warst nichts anderes von mir gewohnt, aber du sorgtest dich trotzdem jedes mal um mich. An dem Tag flogen wir noch ach Hause. Mein aller erster Flug. Unsere Plätze wären hintereinander gewesen doch du warst so wahnsinnig lieb und batest darum neben mir sitzen zu dürfen. Ich war damals so voller Angst und Zuneigung. Höhenangst und dich neben mir.

Ein halbes Jahr und ich habe mehr mit dir erlebt als mit vielen Menschen, die ich schon seit Jahren kenne. Danke!

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