Ten- Superheldenroman

" Was mich nicht umbringt, macht mich stärker."
- Friedrich Nietzsche-

So viel Macht. So viel Macht lag da um sein Handgelenk. Er fühlte sich wie ein Gott- unbesiegbar. Jedoch musste er bald lernen, wie schnell diese Macht sein Leben verstören konnte. Wie sie es zerfraß... wie ein Maden in einem Apfel.
Sein Leben war einmal so normal gewesen. Er hatte keinerlei Verlangen gehabt, hervorzustechen. Aber das Schicksal sucht einen nicht immer auf Wunsch heim. Bens leben änderte sich schlagartig, als er in den Besitzt eines uhrartigen Gerätes kommt, das ihm die Kraft verleiht, sich in bis zu 10 Aliens mit unterschiedlichen Kräften zu verwandeln. Er versucht sich als Superheld... träumt von Ruhm und Berühmtheit. Am Ende jedoch, ist er nur ein einsamer Wolf, dessen Rücken sich unter dem Gewicht seiner Taten beugt. Aber vielleicht gibt es doch noch Hoffnung auf ein Morgen?
- Superheldendrama-
Eine erwachsenere Version der Cartoonserie "Ben 10". -

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1. Kapitel 1: Jahre des Friedens

~~Er lief verträumt die Treppen des Schulgebäudes hinauf. Die anderen Schüler drängeln und quetschen sich auf der Treppe zusammen. Jeder versucht so schnell  wie möglich von A nach B zu kommen und vergaß dabei mal schnell die halbe Hausordnung. Er wurde herumgeschupst. Dann endlich kam er auf der Etage an, auf der sein nächstes Schulfach lag: Biologie. Er mochte dieses Fach nicht. Wenn er ehrlich  war mochte er gar keines der Fächer. Er entfloh  der Menschenmasse wie aus einer Stromschnelle. Gwen taucht neben ihm auf, ihre Biologiesachen wie ein Baby an den Körper gedrückt. Sie ist das genaue Gegenteil von ihm . Sie ist fleißig, belesen, gebildet...all das was er von sich nicht behaupten konnte. Er war Gamer aus Leidenschaft. Oft erledige er seine Hausaufgaben nicht, weil er schlicht gesagt einfach zu faul war und lieber zockte. Und obwohl sie so verschieden waren , sind sie beste Freunde. Vielleicht auch mehr, jedoch fehlte es ihm an Mumm sie nach einem Date zu fragen. Warscheinlich würde sie ihn nur lachend abblitzen lassen, dachte er sich. Sie  kannten sich schon aus Kindertagen. Sie sind  in den selben Kindergarten gegangen , wo sie sich dann kennenlernten. Erst wirklich befreundet hatten sie sich jedoch erst als die „Ihh-Mädchen"- Phase für Ben herüber war. Er durchtrat den Türrahmen zum Bilogiezimmer mit weichen Knien; ein Biologietest von letzter Woche strahlte ihm entgegen. Er hatte nicht dafür gelernt. Gwen in ihrer Art rannte sofort zum Lehrertisch um sich bei Ms. Terentyno nach ihrer Note zu erkundigen.
„Du bist mal wieder Klassenbeste Gwen. Herzlichen Glückwunsch.", antwortete sie mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Dann jedoch sah sie auf Ben und ihr Lächeln verschwand.
„Und du Miller hast es mal wieder fertiggebracht die schlechteste Leistung abzuliefern. Durchgefallen.", sie sah zu Gwen. „Ich glaube die Freundschaft mit so einem Versager tut dir nicht gut. Halt dich lieber fern von ihm, sonst steckt er dich noch an."
Er nahm diese Beleidigung schweigend hin und trottete zu seinem Sitzplatz. Gwen war seine Sitznachbarin und setzte sich links neben ihm auf den Stuhl und flüsterte ihm ins Ohr:
„Mach dir nichts draus, Ben. Terentyno ist immer so drauf. Ich bleib deine Freundin, glaub mir. Egal was passiert."
„Du kannst gut reden. Schließlich bist du nicht durchgefallen.", antwortete er energisch zurück.
„Man Ben...du kannst aber auch nicht dein gesamtes Leben mit Videospielen verbringen."
„Toll jetzt hörst du dich an wie meine Mom."
Er verdrehte die Augen und versuchte sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Seine Lehrerin gab die Tests aus. Sie lobte Gwen und schüttelte den Kopf, als sie seine Arbeit neben ihm  hinlegte. Schon in dem kurzen Augenblick konnte er ein fettes F auf der Ergebniszeile sehen. Sogar Gwen ließ sich anmerken, wie schlecht sie seine Leistung fand. Manchmal war sie total besserwisserisch. Eine der vielen Kanten in ihrem Charakter, die Ben manchmal hasste und manchmal liebte.

Nach Schulaus ging er ziemlich verträumt aus dem Gebäude. "Sicherlich muss ich zu hause wieder eine Standpauke ertragen", sagte er zu sich selbst


Gwen wartete draußen auf ihn

„Ach Kopf hoch, Ben. Mit mehr Übung werden deine Noten schon besser."

Diese ziemlich leeren Worte schafften es nicht ihn aufzumuntern. Wenn nicht einmal sie ihn aufmuntern konnte, wer dann? Seine Situation war nicht schönzureden. Er hatte mal wieder einen schlechten Tag gehabt. Gwens Vater fuhr in die von Linden gesäumte Straße der Schule ein. Sie sah noch ein letztes mal zu ihm, lächelte und verabschiedete sich mit einem „Bis Morgen". Dann stieg sie in den Combi ein und machte die Tür zu. Der Wagen fuhr los und ließ ihn stehen, mit all meinen Sorgen. Er musste nach Hause laufen. Gwens Eltern mochten ihn nicht, weshalb sie ihn nur selten oder gar nicht mitnahmen. Er trat den Weg an, mitten in den Dschungel der Stadt hinein.

Toronto war seine Heimatstadt mit einer schönen Lage zum Meer. Er lebte in einem der niedlichen Eigenheime am Stadtrand. Desto näher man jedoch dem Stadtzentrum kam, desto größer und höher wurden die Häuser, bis man in einer Skyline ankam. Gwen lebte in einem der Hochhäuser, mit unzähligen Nachbarn zusammen. Sie redete oft davon, wie gern sie aus dem Tower raus und in der Vorstadt leben wöllte. Nur leider waren ihre Eltern reiche Geschäftsleute, die im Stadtzentrum arbeiteten. Von ihrer Wohnung aus konnte man jedoch über die gesamte Stadt blicken. Wenn er aus dem Fenster seines Hauses sah, konnte er nur auf die Wand des nächsten Hauses blicken. Keine Skyline, kein Meer mit Strand, kein Garnichts. Er bog in die Vorstadt ein und suchte unter den fast gleich aussehenden Häusern mit den kleinen Gärten das seine heraus. Irgendwann fand er sein schlichtes, weiß angestrichenes Einfamilienhaus. Er wühlte in meiner Hosentasche nach dem Schlüssel. Als er das Metall zwischen seinen Fingern spürte, fischte er ihn mit Fingerspitzengefühl

heraus und ließ den Schlüssel im Schloss versinken. Zwei Drehungen später öffnete sich die Tür klickend. Langsam öffnete er sie und schlüpfte hindurch, in die vertrauten vier Wände.

„Hallo? Ist jemand zu Hause?", rief er.

Keine Antwort. Nur das Gurkeln des Geschirrspülers in der Küche. Seine Eltern waren noch nicht zu hause. Glück für ihn. Er hatte noch etwas Zeit, bevor die Bombe platzte. Er ging in sein Zimmer und schmiss sich aufs Bett. Neben seinem Kopf lag ein Superman-Comic. Er versank in dem Gedanken, wie es wohl sein würde, über so viel Macht zu verfügen. Ein Superheld zu sein musste toll sein. So müsste man sich nicht mehr mit Solchen Dingen wie Schule herumschlagen, sondern würde von allen angehimmelt werden. Man hätte doch das perfekte Leben. Oder?

  Ihm blieb jedoch nicht mehr viel Zeit darüber nachzudenken. Die Stimme seines Vaters drang durch die Tür.


„Ben? Bist du da drinnen? Ich komm jetzt rein, okay?"

Im nächsten Moment schwang die Tür auf und sein Vater in Schlips und Kragen standen in der Tür. Das Lächeln auf seinem Gesicht verriet, das er gut gelaunt zu sein schien.

„Wie war dein Tag?", fragte er und schien sich tatsächlich etwas Gutes als Antwort vorzustellen.

„Ich bin in Bio durchgefallen... mal wieder.", antwortete er matt.

„Junge!", sagte sein Vater.

„Du hast Videospielverbot für die nächsten drei Monate! Das Ding da"

Er deutete auf Bens Konsole.

„Bekommst du wieder, wenn deine Noten besser sind."

„Aber..."

„Kein Aber! Und jetzt geh mal ein bisschen raus in den Park, frische Luft schnappen. Ich glaube das tut dir gut."

Er stieß sich vom Bett ins Stehen auf und ging zur Tür hinaus, die Treppe hinunter und in den Vorgarten. Auf eine Gewisse Art und Weise hatte sein Vater doch recht. Er musste wirklich etwas ändern.

Er nahm sich sein Fahrrad aus der offenen Garage und radelte in die Stadt.

 

 

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