My irish Stepbrother

Amaras leben stand Kopf, als ihr Mutter sich dafür entschied nach Mullingar, zu ihrem neuen Partner Bobby Horan zu ziehen. Als dann auch noch dessen Sohn Niall zu besuch kommt und seine Songs für sein eigenes erstes Album zu schreiben ist das Chaos perfekt!
Lasst mich eins sagen: Die Stiefschwester eines Superstars zu sein hat ihre Ups und Downs.

0Likes
0Kommentare
96Views
AA

1. Pilot

Eine Woche war in zwischen vergangen seit dem wir hier lebten. Und mit hier, meinte ich die Stadt Mullingar, in Irland. Für mich fühlte sich das alles hier noch immer ein klein wenig unreal an, als würde ich jeden Moment in meinen Bett zu Hause in Österreich aufwachen, die Decke beiseite schlagen, mich fertig machen und mich dann auf den Weg zur U-Bahn machen. Den Lärm und die Abgase der vielen Autos zu hören und zu riechen und mich dann in die U-Bahn zu quetschen. Aber hier, war alles anderes. Man öffnete die Fenster und die Frische Luft kam einen direkt entgegen, ab und zu fuhr mal ein Auto vorbei und das war es dann auch schon. Einfach Idyllisch. Die saftig grüne Wiese übersteckte sich so weit das Auge reichte. 

Wie es dazu kam, dass ich im Hause Horan landete fragt ihr euch? Ganz einfach, indem meine Mutter bei einem Skikurs ihrer Firma teilnahm und dort lernte sie Bobby kennen. Es war ein hin und her. Sie war ständig am Telefon, schlimmer als ein Teenie, und nach unzähligen Videochats flog meine Mutter auch schon mal zu ihm und er auch schon zu uns. So kam es dazu, dass ich ihm schon ein wenig kannte. Er war mir eigentlich sehr sympathisch. Bobby wusste eine Menge Witze bei denen er schon meisten mitten im Satz anfangen musste zu lachen und ich fast nie das Ende hörte, weil er mich schon mit seinem lachen dazu brachte immer mit zu lachen. Also sein lachen war eigentlich witziger, als der Witz selbst. 

Ich wusste natürlich das mit Bobby Horan, aus Mullingar, natürlich Niall Horans Vater gemeint war. Ich hatte ihn zu beginn gleich mal gegoogelt. Was für ein Zufall, das war ja zu verrückt um wahr zu sein. Nach 11 Monaten, hin und her reisen, zogen wir schließlich nach Irland. 

Niall hatte ich bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nie getroffen, geschweige mit ihm am Telefon gesprochen. Er war schon mal am Hörer aber ich war viel zu nervös um mich auf die Englische Sprache konzentrieren zu können, um auch nur ein Wort mit ihm zu tauschen. Meine Mutter sah mich an als wäre ich komplett verblödet. Tut mir ja leid das er ein Superstar ist! Ich kann doch nicht einfach mit ihm sprechen!

Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht ein übergroßer One Direction Fan. Ich kenne einige Lieder, aber das ich jetzt genau wusste wer wann Geburtstag hat oder was sie am liebsten aßen.. da seid ihr bei mir an der falschen Adresse. 

Ich stand schon einige Minuten vor meinen, viel zu großen, Spiegel der sich in meinem Zimmer befand. Ich zupfte noch etwas an meinem Haaren herum, den es sollte schlussendlich ein Messy-Bun sein. Ich hatte mir auch ein rotes Bandana in die Haare gemacht und dazu trug ich in der selben Farbe einen roten Lippenstift. Ein normales großeres Top, Hotpants und Sneakers dazu, genau das trug ich gerade am Leib. Ich liebte diesen Style abgöttisch. 

Ich hatte schon vorhin einen lauten Tumult gehört, dass musste wohl heißen das Niall schon hier war.  Er wird jetzt für einige Zeit hier sein um sein Album zu schreiben und natürlich meine Mutter Kate und mich besser kennen zu lernen. 

Mit kleinen Schritten machte ich mich auf den Weg nach unten. Mein Zimmer war gleich neben den Treppen, deswegen kam ich auch in kürze am Flur im Erdgeschoss an und ging zum Wohnzimmer. Ich sah Bobby und meine Mutter die mit dem Gesicht zu mir standen und mit dem Rücken zu mir gewandt stand der jetzt braunhaarige junge von One Direction. Sein lachen schallte durch den geräumigen Raum. Es war ein süßes lachen, wie das seines Vater zum Anstecken. 

Ich sah, dass der Blick meiner Mutter über Naills Schulter glitt und sie mich wie verrückt angrinste. Das hatten jetzt auch die beiden Iren gemerkt und wanden sich zu mir. 

"Hallo" grüßte ich schüchtern und wusste nicht so recht wohin ich meine Hände hätte hin tun sollen. 

"Na endlich! Ich dachte du kommst gar nicht mehr runter Amara!" hörte ich meine Mutter sagen als sie auf mich zukam und mich in den Arm nahm. Sie hielt mich etwas länger als man es sonst tut bei einer normalen Umarmung. 

"Schatz, blamiere uns beide bitte nicht ok?" flüsterte sie mir in mein Ohr. Als wir uns lösten sah ich sie entsetzt an. Warum soll ich uns beide blamieren? Wie kommt sie den bitteschön auf den blödsinn?  Sie lächelte mich nur kurz an und wannte sich wieder in die andere Richtung. 

"Also, Niall. Das ist meine Tochter Amara!" hörte ich meine Mutter sagen. 

"Hallo Amara. Schön dich mal kennen zu lernen. Ich habe schon eine Menge von dir gehört" grüßte mich Niall und kam auf mich zu. Er wollte mich gerade in eine Umarmung ziehen, als ich einen Schritt nach hinten machte und ihn meine rechte Hand hin streckte. 

Er runzelte die Stirn und sah dann auf meine Hand hinab. "Ähh... okay" hörte ich ihm leise murmeln bis er mir auch schließlich seine Hand reichte. Ich mochte es einfach nicht von Fremden umarmt zu werden, egal wie bekannt er ist oder nicht.  

Nachdem ich einige Zeit wieder unbeholfen im Raum stand als sich Bobby, Niall und meine Mutter köstlich unterhalten hatte gab es dann endlich Mittagessen. Meine Mutter hatten ihren berühmten Braten gemacht. Bei dem Geruch alleine lief mir schon das Wasser im Mund zusammen. 

"Kann ich dir irgendwie helfen Mum?" fragte ich sie als sie gerade dabei war den Braten aus dem Ofen zu heben. "Ja Schatz, wenn du so nett wärst und die Teller und das Besteck zum Tisch mit nimmst, wäre mir das schon eine große Hilfe." antwortete sie als sie den Braten auf den Herd abstellte. Ich nickte und nahm die Teller, auf denen ich gleich das Besteck gelegt hatte. Auch Niall half und und holte den Salat und die Gläser aus dem Schrank. 

Wie vorhin auch waren die drei beim Essen auch wieder in ein Gespräch vertieft und ich schwieg. "Und Niall wie ist das für dich den jetzt ohne deine Bandkollegen?" fragte meine Mutter Niall der gegenüber von mir saß. Er nahm einen Schluck von seinem Getränk bevor er antwortete " Es ist ungewohnt. Ich war nie alleine, ich war immer von 3 anderen Jungs Umgegeben, aber jetzt schon. Ungewohnt, würde ich mal sagen, aber ich freue mich schon darauf meine Songs mit den Fans zu teilen."

Plötzlich hörte man den nur allzu bekannten iPhone Klingelton. Niall griff mit seiner Hand nach unten in seine Hosentasche und entschuldigte sich dann kurz und verließ den Tisch. Ich aß inzwischen den letzten Rest auf und stellte mein Geschirr zum Geschirrspüler. Mum und Bobby hatten sich schon einen Kaffee gemacht und blieben noch am Tisch sitzen, als ich gerade wieder in mein Zimmer gehen wollte. 

"Amara, warte ich hab noch einen Kuchen.." rief mir meine Mutter nach aber ich winkte ab. Kurz hatte ich nicht aufgepasst und schon war ich in Niall gelaufen der gerade um die Kurve kam. "Tut mir leid.." murmelte ich und sah ihn entschuldigend an. "Sorry.. das war meine Schuld.." hörte ich ihn erwidern. 

"Wo gehst du hin?" fragte er mich und sah mich verwirrt an. "Ich geh wieder hoch" antwortet ich und wollte gerade an ihm vorbei gehen als er mich an der Schulter leicht nahm und stoppte. "Bleib doch noch. Wir haben bis jetzt kaum miteinander gesprochen. Du bist doch jetzt so zu sagen meine kleine Schwester"

"Na gut." seufzte ich und setzte mich wieder an den Tisch. Meine Mutter war so nett und hatte mit nen Latte Macchiato gemacht, der einzige Kaffee den ich trinke, und stellte mir auch ein Stück Kuchen dazu. Auch die beiden die Horan Männer hatten sich zwei große Stücke genommen. 

"Ich werde heute Abend später nach Hause kommen. Damit ihr euch nicht wundert. Ich treffe mich mit meinen Freunden im Pub am Abend." erzählte Niall und steckte sich ein neues Stück Kuchen in den Mund. 

"..wie wärs Amara willst du mitkommen?" fügte der dann noch hinzu. Ich versuche nicht an meinen Kuchen zu ersticken und trank von meinem Kaffee. Ich? Ich soll mit ihm in ein Pub gehen? Ich will nicht! Ich war noch nie der Typ der sich in Pubs oder Discotheken betrinkt. In der gesamten letzten Woche hatte ich noch nie das Haus verlassen und jetzt soll ich mit ihm zu fremden Leuten in ein Pub gehen? Nein, danke. Ich habe heute schon ein Date mit meinem Laptop. Wir müssen netflixen. 

Meine Mum wird mich bestimmt nicht lassen. Ich werde mal die 'Mein-Mutter-lässt-mich-nicht-Karte' ausspielen. 

"Niall, das ist ja echt nett, aber ich darf sicher nicht. Nicht recht Mum?" gefakte fragend sah ich sie an. Sie setzte ihr nachdenkliche Miene auf und sah zu Bobby. Warte, was?

"Du wirst auf sie achten, Niall. Verstanden!" hörte ich Bobby sagen und meine Mutter nickte zustimmend. 

Mir klappte der Mund auf. Das ist jetzt bitte nicht wahr. "Bleib immer schön bei Niall, Schatz. Okay?" sagte meine Mutter und sah mich gut gelaunt an. 

"Ja, bestimmt. Ich kann es kaum erwarten!" 

Nicht!

 
Melde dich bei Movellas anFinde heraus worüber alle reden. Registriere dich jetzt bei Movellas und teile deine Kreativität und deine Passion
Lade ...