My irish Stepbrother

Amaras leben stand Kopf, als ihr Mutter sich dafür entschied nach Mullingar, zu ihrem neuen Partner Bobby Horan zu ziehen. Als dann auch noch dessen Sohn Niall zu besuch kommt und seine Songs für sein eigenes erstes Album zu schreiben ist das Chaos perfekt!
Lasst mich eins sagen: Die Stiefschwester eines Superstars zu sein hat ihre Ups und Downs.

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6. Mullingar

Heute war ein kleiner Stadtbummel angesagt, ich wollte Niall zwar nicht nerven, den er musste ja schließlich seine Songs schreiben, aber als ich ihn fragte meinte er, dass er sowieso gerade ne Schreibblockade hatte und er nichts dagegen hatte mir die Stadt zu zeigen. 

Als wir auf den kleinen Parkplatz gingen warf er mir die Schlüssel zu und ich sah ihn verwirrt an. 

"Was soll ich den mit dem Schlüssel für deinen Range Rover?" 

"Ich lass dich fahren..." sagte er daraufhin als wäre es selbstverständlich, dass man jemanden noch fast Fremden mit seinen teuren Auto fahren lies.

"Ich habe doch gar keinen Führerschein!" erwiderte ich ihm und warf sie ihn wieder zu. Sein Mund klappte auf und er sah mich mit großen Augen an. 

"Du hast noch keinen Führerschein?" hackte er nach und sah mich geschockt an. 

Ich nickte und öffnete die Tür zu Beifahrerseite. Niall blieb noch kurz vor der Tür stehen bis auch er einstieg und die Schlüssel ins Zündloch stecke. 

"Tut mir leid, das habe ich nicht gewusst. Warum hast du noch keinen gemacht. Warte! Moment mal!?... Hab ich dich eigentlich schon mal nach deinem Alter gefragt?" er sah mich mit zusammen gezogenen Augenbrauen an. 

"Nein, ich glaube darüber haben wir noch nicht geredet." sagte ich und musste selber kurz darüber nach denken. 

"Ich bin 19 Jahre. Und ich habe deswegen keinen Führerschein, weil wir das Geld nicht dazu hatten. Ich bin bis vor kurzem noch in die Schule gegangen. Nicht jeder ist mit 19 Jahren Millionen schwer, Horan.." sagte ich und zeigte mit dem Zeigefinger auf ihn. 

"Hmm..." hörte ich ihn wispern und sah wie er dabei nickte. Als wir aus der Einfahrt hinaus fuhren drehte Niall den Radio etwas lauter, den er war so leise das man kaum etwas hörte. Während der gesamten fahrt lauschte ich Nialls Stimme, als er bei so gut wie jedem Lied mit sang. Warum können meine Stimmbänder nicht solche Töne erzeugen?

Die Sonne ließ heute nur vereinzeln ihre Stahlen durch die Wolken kommen, der Himmel war von grauen Wolken bedeckt, während der Wind die Luft abkühlte. Ich hoffe, dass es heute nicht zum Regnen beginnen wird, das würde ja gerade noch fehlen!

"Also, was zeigst du mir als erstes?" fragte ich Niall, der konzentriert auf die Straße achtet, während er mit den Fingern auf dem Lenkrad den Beat mitklopfte und sich die Seele aus dem Leib sang. Ja er war seeehr konzentriert!

"Es gibt nicht sonderlich viel in dieser kleinen Stadt, aber wenn du jetzt nach rechts schaust.." sagte er und ich sah zu meiner rechten. Wir fuhren gerade an einer Kirche vorbei. 

"Das besondere an dieser Kathedrale ist, dass sie die erste Kathedrale auf der Welt war. Darum heißt sie auch Christ the King (Christkönig) ." hörte ich Niall neben mit erzählen als ich mich auf das alte Gebäude konzentrierte, an welchem wir gerade vorbei fuhren. Ne Kirche eben. 

Später zeigte er mir noch seine alte Schule und kleine Pubs, in die er und seine Freunde gerne gingen. Die Stadt war nicht sonderlich groß, bei 20.000 Einwohner hatte ich aber natürlich auch nicht viel erwartet. Zum Schluss zeigte mir Niall noch den Lough Owel See. Rund um den See lagen Kieselsteine und auch eine große Menge an grüner Liegefläche erstreckte sich um den See. Das besondere an dem See war die kleine Insel, Church Island, die sich in der Mitte befand. Niall erzähle mir, dass der See bei Anglern sehr beliebt war. Man konnte auch mit einem Boot auf die Insel rüber fahren. Wie gesagt es war eine kleine Insel, da drüben gab es bestimmt auch nichts allzu Interessantes. 

Es musste bestimmt schon später nachmittag sein, den wir waren kurz nach Mittag weg gefahren. Ich spürte wie mein Magen langsam zu grummeln begann. 

"Niall, ich könnte jetzt was zum Essen vertragen. Gib es hier irgendwo was?" fragte ich ihn und er sah mich nachdenklich an. "Ich wüsste ein gutes Restaurant, aber es ist nicht in der Stadt. Wir müssten eine Weile fahren..." antwortete er und sah mich gespannt an während er seine Hände in seine Hosentaschen, seiner blauen Jeans, rutschen lies. 

"So schnell werde ich sicher nicht verhungern. Also, warum nicht?" ich hatte ja nichts dagegen Niall wieder etwas singen zu hören. Mich störte es auch nicht Zeit mit ihm zu verbringen, er war mir mehr als nur sympatisch. 

 

Wir verließen die Stadt und fuhren auf eine Autobahn auf. Wohin bringt mich dieser Typ?

"Wohin bringst du mich, Niall?" fragte ich ihn als ich zusah wie wir ein Auto nach dem anderen überholten. 

"79km noch.." hörte ich Niall sagen als wir an einer Tafel vorbei fuhren . Ich konnte noch einen kurzen Blick auf die Tafel erhaschen bevor wie an ihr vorbei waren, darauf war zu lesen 

'Dublin   79km'.

Langsam, aber doch verdichteten sich die grauen Wolken über unseren Köpfen und ließen dicke Tropfen auf das Auto regnen, auch der Wind wurde etwas stärker, man konnte es beim fahren deutlich spüren, wie es das Auto etwas hin und riss. 

"Das wird bald wieder aufhören, Amara. Nur keine Sorge." sagte Niall in ruhigem Ton. Er musste wohl gemerkt haben, dass ich meine Fingernägel in den Sitz seines Autos bohrte. Ich hasste es bei einem Unwetter im Auto zu sitzen, man brauchte doch nur mit dem Wagen rutschen und schon lag man auf den Dach! Wenn es jetzt auch noch dunkel wäre, hätte ich totes Angst. Mir hatte es gereicht als ich mit meiner Mutter eines Mal in der Nacht vor ein paar Jahren auf einen Berg fahren mussten. Es war verdammt nebelig, geregnet hatte es wie aus Eimern und dann dann ging auch nur EIN Scheibenwischer, zum Glück war es ihrer! Ich hatte ja nicht mehr damit gerechnet lebend aus den Wagen auszusteigen. Diese Nacht hatte mich geprägt!

Ich hatte meiner Fingernägel aus den Sitzen gezogen, konnte aber trotzdem nicht ruhig sitzen bleiben. Ich konnte nicht anderes als angespannt in meinen Sitz hin und her zu rutschen, bis ich plötzlich etwas warmes an meiner Hand spürte. 

Niall hatte seine Hand auf meine gelegt, ich wusste, dass es nichts mit Gefühlen zu tun hatte, er versuchte mich nur zu beruhigen und das tat es in der tat. 

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