He is just a player

"Gefällt dir was du gerade siehst und vorhin bestimmt gehört hast? Wir können genau dasselbe machen du musst nur Bescheid sagen " sagte er selbstbewusst und arrogant wie eh und je und zwinkerte mich an. Der Grinser verließ dabei nie seine Lippen. ~
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Wegen des Jobs von Emmas Tante Sandy, bei der sie lebte, mussten beide Deutschland für einige Monate verlassen und zogen derweil bei Pattie und deren Sohn Justin ein. Pattie war eine sehr gute Freundin von Sandy und da sich die beiden immer selten sahen war das die perfekte Gelegenheit um wieder etwas Zeit mit einander zu verbringen. Emma hingegen war alles andere als glücklich, den sie musste jetzt mit dem größten Player und Macho zusammen wohnen. Auf ängsten Raum. Macht euch auf ein Gefühlschaos der Superlative gespannt!

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1. Pilot

Glaubt ihr an ein Leben nach dem Tod?

Glaubt ihr daran, dass alle unsere Handlungen eines Tages uns in den Himmel oder die Hölle bringen werden? 

Wachen unsere geliebten verstorbenen jeden Tag über uns oder sind sie im ewigen Schlaf gefangen, in einen teuren Sarg in der Erde vergraben umgeben von Maden und anderen Insekten?

 

Immer wieder stelle ich mir diese Fragen. Seit dem Tag an dem die Tragödie stattfand, alles hätte so verdammt gut laufen können. Warum tat es dass auch nicht?

 

Wir rauschten an den Feldern vorbei Richtung Süden. Es war ein angenehmer heißer Juli Tag mitten in Deutschland. Die Wiese war bereits mehr bräunlich als kräftig grün, den die Hitze verbrannte die Pflanzen die sonst immer nur so vor Farbe strahlten. Verschiedene Schmetterlinge flogen über den kleinen Teich an den wir gerade vorbei fuhren. Auch eine Enten Familie schwamm über das klare Wasser auf dem die Seerosen wie roser Tupfer aussahen. 

Der Wind der durch das offene Fenster neben mir in das Fahrzeug drang ließ meine kurzen Haare, die ich nicht in den Zopf bekam, wie verrückt durch die Gegend tanzen. Mich kitzelte es die ganze Zeit an der Stirn, immer wieder versuchte ich die Haare etwas nach oben zu stecken mit den Haarspangen die ich in den Haaren hatte., aber natürlich war das zwecklos. Ich wippte mit den Füßen zu den Song die gerade im Radio liefen und nebenbei war ich auf meinen Social Media Seiten unterwegs. Die Konversation meiner Eltern konnte ich durch den Wind des geöffneten Fensters kaum verstehen. Zum Glück war gleich neben mir die Lautstärke box.  

Das war das letzte an das ich mich Erinnern konnte. Ich wachte in einem weißen Raum auf. Einige fremde Gesichter sahen auf mich hinab. Als ich mich langsam zu meiner Rechten wandte konnte ich doch ein familiäres Gesicht erkennen. Das meiner Tante Sandy. Sandy war die ältere Schwester meiner Mutter. Wir hatten immer viel Kontakt zueinander. 

"Emma.." hörte ich sie wispern als sie mir über die Wange strich und mir die Haarsträhne, die mir ins Gesicht hing, hinters Ohr streifte. Ich brachte kein Wort heraus. Mein Mund war wie ausgetrocknet. Es befand sich kein Tropfen Speichel in meinem Mund. "Was ist den.." ich stoppte mitten im Satz.  Der Blonden Frau liefen die Tränen über die Wangen. Eine nach der anderen. Sandy setzte sich auf die rechte Seite meines Bettes und nach meine Hand. Sie zitterte wie verrückt. "Emma... " begann sie und wischte sich die Tränen mit ihrer freien Hand vom Gesicht. "... du hast als einzige den Verkehrsunfall überlebt!"

Das Ganze war jetzt schon eine Weile her und ich zog zu Sandy nach München. Auch der Unfallverursacher hatte den Frontalcrash nicht überstanden. Im nachhinein erfuhren wir das der Mitte Vierzigjährige von seiner Frau verlassen wurde, sich dann volllaufen ließ und dann wollte er betrunken zu ihr fahren. Er hatte die Kontrolle über den Wagen verloren und dann erwischte er leider unseren Wagen. Ich war auch einige Zeit einmal in der Woche bei einem Psychologen. Es tat gut zu reden und den Frust raus zu lassen. Julien war ein guter Zuhörer und er brachte mich auch nach einiger Zeit endlich wieder zu lachen. Fünf Jahre waren nun vergangen und ich war mit meinen Sechzehn Jahren eine junge Dame geworden. 

 

 

 

"Schatz, los jetzt! Wir verpassen unseren Flug noch!" rief Sandy mir zu, die schon einige Meter weiter vorne war als ich. Eine Menge Leute waren heute hier am Flughafen in München. Überall standen sie mit Koffern in der Gegend und starrten auf die großen Display oder Wegbeschreiber die in der Halle verstreut standen. Ich versuchte so gut  wie möglich meiner Tante zu folgen, was gar nicht so einfach war, weil auch mein Schuhband jetzt offen war und ich versuchte nicht zu stolpern. "Emma!" hörte ich sie erneut. "Ja. Ich bin doch eh da!" Ich rempelte den Kerl der mir den Weg versperrte mit den Elbogen an und erntet einen wütenden Blick. 

Es war doch nicht meine Schuld, dass wir so spät dran waren hätte Tante Sandy eben nicht so lange mit dem netten Nachbarn von nebenan so lange am Abend gestern Wein trinken dürfen. Sie meinte immer nur, dass sie sehr gute Freunde wären, aber ich war da doch schon anderer Meinung.  Dafür sprachen einfach zu viele Indizien gegen ihr Argument. 

Nachdem wir es gerade noch rechtzeitig in den Flieger geschafft hatten, setzten wir uns auf unsere Plätze. Wir hatten unsere Plätze im Internet gebucht, also konnte ich auch sie auch auswählen. Ich reservierte mir einen Platz am Fenster, den ich wollte unbedingt das strahlend blau funkelnde Meer von oben sehen. Sandys Platz war zwei Reihen weiter vorne. Ich hatte es nicht absichtlich so gebucht aber es waren nur zwei Plätze nebeneinander frei die genau in der Mitte des Flieger waren. Eine gute Sache hatte es doch: Tante Sandy hat schreckliche Flugangst. Bei jedem ruckeln fürchtet sie schon um ihr Leben. 

Mich verwunderte es ja immer wieder, dass sie noch immer diesen Job machte. Sie musste sehr viel verreisen. Sie war eine Vertreterin eines sehr erfolgreichen Elektro Unternehmen das Standorte in der ganzen Welt hatte. So kam es auch dazu das wir nach Kanada flogen. Normalerweise blieb ich immer zu Hause und meine Oma kam auf mich aufzupassen damit ich nicht ganz alleine im Haus war. In den Sommerferien bin ich schon mal mit ihr nach Paris geflogen als sie geschäftlich dort hin musste für einige Tage. Doch diesmal kam alles anders. Sie musste nicht für ein paar Tage oder zwei Wochen weg sondern gleich für 6 Monate. So entschloss sie mich mitzunehmen. Wir hätten von der Firma aus ein kleines Haus gemietet bekommen aber Tante Sandy hatte eine, aus ihrer Sicht, viel bessere Idee. Wir werden bei Pattie unterkommen, einer alten Freundin von ihr. Sie kannten sich schon seit klein auf. Als sie noch in kleiner war lebte sie mit meiner Mutter und deren Eltern für einige Jahre in Ontario;Kanada. Ich kannte sie auch schon. Wir waren erst vor ein oder zwei Jahren bei ihr und ihren Sohn Justin. Pattie ist einfach wundervoll. Sehr liebenswürdig, gebildet und wunderschön eben genau das Gegenteil zu ihrem Sohn. Eingebildet, dumm und ein Aufreißer.   

 

 

 

"Em, Emma!" Ich spürte wie mich jemand wach rüttelte . Ich öffnete meine Augen und konnte meine Tante neben mir sehen. Der ältere verschwitze Mann neben mir war verschwunden, der bis ich eingeschlafen war noch neben mir saß. 

"Wir sind hier?" fragte ich sie und rieb mir erst mal die Augen. Sie nickte nur, drehte sich um und ging Richtung Ausgang. Kann die nicht mal auf mich warten oder was? 

Wir nahmen unsere Koffer und gingen zu den Taxis, die vor dem Flughafen bereit standen. Sofort steuerten wir auf das erste Taxi und ließen aus erstes unsere Koffer zu Boden fallen. Sandy hatte Zwei große und auch noch eine Umhängetasche, ich hatte hingegen einen großen und einen kleinen Koffer mit. Ich hatte beschlossen hier mir neue Klamotten zu zulegen. 

Der Taxifahrer verfrachtet unsere Koffer, also die zwei Koffer von Sandy in den Kofferraum und meine packte er auf den Rücksitz. Ich passte gerade noch hinten hin. Sandy händigte den Taxifahrer einen Zettel auf dem die Adresse stand. Nachdem er den Timer eingestellt hatte fuhr er endlich los. Wir fuhren eine Weile durch verschiedene Nachbarschaften und Freilandstraßen. Der Mann am Steuer pfiff bei verschiedenen Liedern oder klopft den Beat am Lenkrad mit.  Nach einiger Zeit bog er dann auf einen Allee. Man konnte schon die riesigen Häuser sehen. Eine Villa nach der anderen. 

 

 

Justins POV

 

Nach der langen Nacht gestern mit Ryan und Chaz hatte ich jetzt verdammte Kopfschmerzen.. Ich schaute in meinem Badezimmerspiegel: ich sah aus wie ein Geist mein Gesicht war total weiß, meine Haar hatten den Typischen Sex-Style und meine Augen waren rot. Gerade das was alle Mädchen so geil an mir fanden. Ich nahm meine Augentropfen und nahm eine schnelle Dusche, putze meine Zähne und stylte mir meine Haare. Ich nahm mir noch neue Kleider aus meinen Schrank und zog mich um und ging nach unten. Meine Mutter machte gerade Pfannkuchen. "Guten morgen Liebling" sagte meine Mutter, "Morgen", antwortete ich kurz und knapp. "Gut geschlafen", fragte sie mich. "Ja" antwortet ich ihr, während sie mir 2 Pfannkuchen auf mein Teller vor mich stellte und ich mir den Schokosirup gierig auf mein Essen lehrte.

 "Heute kommen Sandy und .. äh .." 

"Emma, ja richtig", unterbrach sie mich. Ja Emma war ihr Name. Ich erinnere mich an das sexy Mädchen, dass mich 2 Mal abblitzen lies. Die würde doch sicher nie etwas mit einem Jungen anfangen dachte ich mir und grinste. "Warum grinst du Justin?" Shit, als sie das frage fiel mir erst auf, dass ich sicher wie ein Trottel gerade aussehen muss. "Nichts .. Ich dachte nur nach " erzählte ich ihr. Sie muss ja nicht alles wissen.

 "Stell einfach keinen Blödsinn an", antwortete sie und wandte sich der Kaffeemaschine zu als ich mein Handy vibrieren fühlen könnte.

Eine neue Nachricht

 Von: Ryan Butler 

 Yo ich und Chaz gehen dann zu den neuen Skateboad Shop im Einkaufszentrum später um 4... kommst mit oder was 

To: Ryan Butler

 Klar

 

Ich steckte mein IPhone wieder in meine Hosentasche zurück und  begann meine Pfannkuchen zu essen. Als ich aufsah sah ich meine Mutter wie sie den Vorhang beiseite zog und einen genauen Blick aus den Fenster machte. Ihr Lippen wurden zu einen Lächeln. "Sie sind da!" 

Sofort stellte sie ihre Tasse Kaffee auf den Tisch und ging Richtung Eingangstür. Ich nahm noch einen bissen, wischte mit mit einer Serviette den Mund ab und folgte dann meiner Mutter. Sandy und sie lagen sich bereits in den Armen. Beide ließen von einander ab und gingen einen Schritt von einander weg. "Justin du kennst doch noch Sandy und.." 

"Hey Emma!", unterbrach ich meine Mutter mitten im Satz und sah sie grinsend an. Sie hingegen rollte mit dem Augen und sah auf die Seite. Emma hatte sich seit dem letztem Mal verändert: sie war ein Stück gewachsen und jetzt nur einen Kopf kleiner als ich, ihr braunen Haare hingen ihr über die Brust und die ist erst gewachsen. Sie trug jetzt auch Make-Up, dass hatte sie beim letzten Mal nur ganz dezent aufgetragen.  

Sie musste meine Augen auf ihr gefühlt haben, den sie sah zu mir und gab mir einen bösen Blick bevor sie sich umdrehte und einen der vier Koffer , die hinter ihnen standen, nahm. Bleib ruhig so lange du willst so gebückt stehen dachte ich mir und leckte mir über die Lippen. 

 

Ich war mir sicher, dass mir meine Mutter gleich anschaffen würde ihr bei den Koffern zu helfen also drehte ich mich um und ging die Treppen hoch in mein Zimmer. "Justin! Komm zurück und hilf Emma mit den Koffern!" hörte ich sie mir schon nachschreien. 

"Sie kann das auch alleine machen", schrie ich zurück und machte meine Zimmertür zu. Das kann ja ein lustiges Jahr werden...

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