Kartoffel Winter

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  • Jugendschutz:
  • Veröffentlicht: 20 Jan 2018
  • Aktualisiert: 2 Feb 2018
  • Status: Fertig
Jick, Dick und Matt sind die besten Freunde, die man je haben kann. Doch der verschneite Winter 1957, war für sie einige harte Wochen. Nicht nur, weil Jick's Freundin bei einem Brand ums Leben kam, auch das Matt's Vater und Dick's Onkel, sich Tag für Tag bekriegten. Die Freundschaft zerbrach und später fanden sich die besten Freunde in Philadelphia, bei einem Mordfall wieder ...

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1. Die Lederjacke

Es war ein hartes Jahr für die drei Freunde aus Sartes Smiths. Ein verdammt Hartes. Es war 1957, Winter und Elvis Presley war gerade in den Charts drinne.

Jick war der schlauste in der Klasse und schrieb immer Einsen. Die Lehrer bewunderten seine literarischen Ergüsse, die er immer - wie sollte es anders sein - in Literatur losließ. Er war der Beste in Deutsch und Mathe. Trotzdem waren alle anderen Fächer nichts für den Jungen Mann. Musik hasste er förmlich.

Er hatte damals im Sommer immer eine scharze Lederjacke mit der Aufschrift Rock & Roll drauf. Doch dies stimmte ja nicht. Er mochte nicht so gerne Musik. Nagut, hören tat er gerne, bloß einzelne Stücke oder Künstler konnte er sich nicht merken.

Dagegen war Matthew ein wahrer Musikkenner. Er liebte einfach die pfiffigen Texte und den Sound von damals. Er hörte immer gerne Musik. Er liebte diese Musik sogar so sehr, dass er beschloss sich so zubenehmen, wie die größten Rock-&-Roll-Musiker der Zeit.

Dickson Petterson mochte natürlich auch Rock & Roll. Er fand Ritchie Valens super. Immer wenn sie bei ihm waren, spielte immer sein Plattenspieler und spuckte Come On, Lets Go oder La Bamba aus.

Ehrlich gestanden sah von drei Jungs, Jick am schönsten aus. Er war auch der Erste, der eine echte Freundin hatte. Die Mädels lagen ihm aber schon vorher zu Füßen. Dickson konnte eigentlich gar keine Frau abbekommen, denn er hatte damals ein massieves Übergewischtsproblem. Und nun ja, bei Matthew war eben das Problem, dass er immer wieder Scheiße baute. Er war immer der Lauteste und der Beknackteste in der Klasse.

Das war nicht nur schlimm für die Klasse und den Lehrern, sondern auch für seine Eltern. Diese waren beide arbeitslos und hatten auch mal gar keinen Penny mehr. Dann musste die Mutter immer jobben und hoffen, dass sie ihre Arbeiten gut macht und etwas mehr bekam.

Der Vater war ja nee richtige Katastrophe, der hatte keinen Sinn für ordentliches Benehmen, geschweige denn für eine wohltuende Rasur.

Er lief immer (wenn der alte Fettsack mal n Bier brauchte und keiner seiner Lakaien da war) mit Unterhose und einem verschwitztem Hemd durch die Wohnung. Er sah sich Talkshows und Politikbesprechungen an. Er schlief auch immer im Sessel ein und kommandierte meist seine Family herum, als wären sie der letzte Dreck.

Das waren Zeiten, die die Familie nie wieder erleben wollte. Deshalb war auch Matt immer bei seinen Freunden; um nicht soviel mitzubekommen.

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