Kartoffel Winter

  • von
  • Jugendschutz:
  • Veröffentlicht: 20 Jan 2018
  • Aktualisiert: 2 Feb 2018
  • Status: Fertig
Jick, Dick und Matt sind die besten Freunde, die man je haben kann. Doch der verschneite Winter 1957, war für sie einige harte Wochen. Nicht nur, weil Jick's Freundin bei einem Brand ums Leben kam, auch das Matt's Vater und Dick's Onkel, sich Tag für Tag bekriegten. Die Freundschaft zerbrach und später fanden sich die besten Freunde in Philadelphia, bei einem Mordfall wieder ...

0Likes
0Kommentare
375Views
AA

12. Die Abreise

Matt wachte um 00.00 auf. Es war ein Albtraum und das gefiel dem damaligen Landstreicher gar nicht.

Er träumte von der Situation wehrend der Vernehmung im Revier. Was wenn sie doch etwas wussten. Etwas was sie Matt nicht sagen wollten, weil sie ihm nämlich nicht trauten.

Shit, das könnte etwas sehr Blödes sein. Er rauchte eine Pall Mall und machte dann das Radio und den Fernsehr an. Die Nachtshow kam und im Radio spielte AC/DC mit You Shooke Me All Night Long. Matt hörte gerne Rock, wie sein alter Freund Jick auch.

Das war wahrscheinlich auch nur die einzigste Gemeinsamkeit, die die beiden hatten. Es dauerte etwa eine Stunde, bis er sich zusammenriß und die Autowerkstatt anrief.

Gott, Matt warst du ein alter Schlapschwanz., dachte er sich und nahm den Hörer ab. Es dauerte einige Minuten, bis jemand da abnahm. Der zuständige Automechaniker, sprach in einem tiefen Unterton und meinte, dass das Auto Morgen - also Heute - fertig seie. Er könne es um 09.00 Uhr abholen. Matt war überrascht, wie schnell das ging. Er stimmte zu und legte auf.

Er hörte auf einmal ein Klappern. Wie eine Tür, die man abschloss. Er machte alles in seinem Zimmer leiser und spähte aus dem Türrahmen hinaus. Es war Jick der sein Appartment abschloss und weggehen wollte.

"Jick!", rief Matt und Jick drehte sich erschrocken um. "Wohin willst denn du noch so spät?" Jick stellte seine gepackten Koffer auf den Gang. Matt gab ein leises Ooh von sich und nickte. Jick lächelte seinen alten Freund zu und fragte, was los sei?

"Naja, ich habe etwas rascheln gehört und da hab ich rausgeguckt." Er kam langsam auf Jick zu. Im Schlafanzug stand er ihm gegenüber und sah ihn eine Zeit lang an. Dann: "Ich bekomme meinen Wagen morgen Früh wieder."

Jick gab nun auch ein leises Ooh von sich und nickte. Matt lächelte. Irgendwie brauchte Jick eine Zeit lang bis er begriff, dass er seine Schreibmaschine auf dem Bett liegengelassen hatte. Matt deutete drauf und meinte, dass er sie wohl hier lassen wolle und sich einen Laptop zulegen wolle?

Jick lachte und holte sie. Dieses Lachen war kein richtiges Lachen. Jick wusste, dass Matt dies merken würde, aber das war dem Autoren scheißegal. Sie schwiegen sich weiter an. Matt musste mal auf den Topf, aber in diesem Moment war ihm das auch vergangen.

"Naja", sagte Jick nun endlich. "Du weißt bestimmt, warum ich dich Feiertage über hier haben wollte, oder? Um dich etwas zu fragen?"

"Was?", fragte Matt und vor diesem Augenblick hatte er sich all die Jahre lang gefürchtet.

"Warum hast du sie sterben lassen, Matthew?"

Ein dumpfer Knall und ein Schrei konnte man dann, nur noch wahrnemen. Es war dann bloß noch der Gedanke des 58jährigen Landstreichers zuhören, der mit blutigem Schlafhemd da stand und auf die Leiche von Jick starrte. Er dachte: Delilah ... Und dann war Stille.

Melde dich bei Movellas anFinde heraus worüber alle reden. Registriere dich jetzt bei Movellas und teile deine Kreativität und deine Passion
Lade ...