Memories Last Forever

Fαιтн υɴd Hαrry.
Hαrry υɴd Fαιтн.

Zᴜ Zᴡᴇɪᴛ ɢᴇɢᴇɴ ᴅᴇɴ Rᴇsᴛ ᴅᴇʀ Wᴇʟᴛ.


Unterschiedlicher könnte das Leben von Zwillingen nicht sein.

Nach der schockierenden Diagnose Leukämie ihrer Mutter Jenette, kommen die eineinhalb Jährigen Zwillinge, Faith und Harry ins Heim.

Mit drei Jahren werden sie erneut aus ihrer Umgebung gerissen und von zwei unterschiedlichen Familien adoptiert.

Faith bleibt in Kalifornien in der Obhut eines Tyrannen und seiner Frau.

Harry bekommt dagegen die Chance auf ein neues Leben in England ...

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1. Prolog

„Ich werde nie eine gute Mutter werden! Ich würde es nicht einmal mit einem Baby schaffen und dann soll ich plötzlich Mutter von Zwillingen werden?“

 

Mit gemischten Gefühlen nahm ich am Sessel meines Arztes Platz, stützte meine Arme auf den Knien ab und vergrub meinen Kopf in ihnen. Ein Seufzer suchten seinen Ausweg aus meinem Mund.

„Hörn sie Mr. Benett, ich kann mich nicht um Zwillinge kümmern. Gibt es nicht eine andere Möglichkeit?“

Mein Arzt kam näher auf mich zu, stellte seinen Stuhl direkt gegenüber von meinem auf und nahm meine Hände in seine.

„Jenette, sieh mich an!“

Leicht hob ich meinen Kopf an und sah in seine besorgten Augen.

„Natürlich, es gibt mehre Möglichkeiten, jedoch würde ich keine von denen wirklich in Erwägung ziehen. Du bist noch sehr jung, keine Frage, jedoch bin ich mir sicher, dass du es schaffen würdest. So gar sehr sicher. Vor allem in so jungen Patientinnen, wie du eine bist, würde ich weder Abtreibung noch Adoption raten!“

„Wieso?“

Ich war kein unhöflicher Mensch, jedoch diese Situation erforderte es, unterbrochen zu werden.

„Liebes, aus genau einem Grund. Du wirst es bereuen und zwar dein ganzes weiteres Leben. Du wirst vielleicht eines Tages wieder schwanger werden, dann wirst du dich aber nicht auf dein Kind freuen können, weil du weiß, es sind bereits Geschwisterchen vorhanden. Schuldgefühle werden dich verfolgen und somit wirst du deinem Kind nicht die nötige Liebe, die es verdient hätte, schenken können. Willst du das?“

Wollte ich so etwas? Wollte ich von Schuldgefühlen heimgesucht werden? Ich konnte mir diese Frage nicht wirklich beantworten.

Mein Kopf stieß ein sachtes Schütteln aus.

„Jenette, wir beide schließen jetzt einen Kompromiss, heute in einer Woche sehen wir uns wieder. Ich gebe dir die Nummer einer gut befreundeten Hebamme von mir. Sie kennt sich mit Mädchen, die das gleiche durchleben wie du, gut aus. Bitte kontaktier sie. Bitte sprich mit ihr. Sie wird dir zuhören und die für alle Eventualitäten aufklären. Sie wird für dich, egal wie du dich letztendlich entscheiden wirst, auf deinem Weg begleiten.“

„Danke Mr. Benett.“

„Gerne Liebes.“

Mit einem gut gemeinten Händedruck verließ ich die Klink.

Mr. Benett, war der beste Arzt, den ich in meinem Leben bis her hatte. Ich konnte mich auf ihn verlassen und er nahm sich alle Zeit der Welt. In meinen unzähligen Vorstellungen entsprach er der typischen Vaterfigur, die ich nie hatte. Seine graumelierten Haarsträhnen fielen in sein, mit leichten Falten verziertes, Gesicht. Jedoch sah er für sein Alter, welches ich auf fünfzig bis fünfundfünfzig schätzte, nicht alt aus.

Ich wünschte mir schon lange einen Vater, der diesem Typus von Mann entsprach. Mein Vater war nie für mich da, auch nicht nach dem Tod meiner Mutter. Mama ist vor drei Jahren an Lungenkrebs im Endstadium verstorben, danach begann mein Vater noch mehr zu trinken und weiter abzurutschen. Die meiste Zeit traf man ihm sowieso nur mehr in irgendwelchen Kneipen mit zwielichten Gestalten, saufend, an.

Als ich unter Tränen meine Schwangerschaft verkündete war es sowieso aus. Mein Vater warf mich aus unserer Plattenbauwohnung und beschimpfte mich mit vulgären Ausdrücken der höchsten Schiene.

Vorsicht fuhr ich mit der Hand über meinen noch kaum bemerkbaren Bauch. Ein Träne nach der Anderen kullerte über meine blasse Wange. Ich kann mich nicht um meine beiden Kinder kümmern. Ich weiß, dass ich es nicht schaffen würde.

„Du bist eine Versagerin, eine undankbares Miststück. Lässt dich von irgendwelchen dahergelaufenen Typen schwängern. Würde deine Mutter noch am Leben sein, würde sie dich grün und blau prügeln. Im Grabe soll sie sich umdrehen. Du verdammtes Miststück, verschwinde aus der Wohnung und glaub ja nicht, dass ich einer Schlampe wie dir jemals helfen würde!“

Das waren die Worte meines Vaters. Und diese Worte stimmten. Ich konnte mich nicht um Kinder kümmern, ich war eine Versagerin.

Ich wusste nicht einmal den Namen des Vaters. Ich wusste nichts über seine Identität.

Im Schatten einer Laterne ließ ich mich zu Boden sinken  und ließ meinen Tränen freien Lauf.

 

-eineinhalb Jahre später -

„Ich würde mir auch wünschen, dir bessere Nachrichten aussprechen zu können! Es tut mir so leid.“

Das konnte nicht der Realität entsprechen, jedoch lebte ich genau diese Realität. Das konnte nicht wahr sein, doch es kam in Wörtern über die Lippen von Mr. Benett.

„Du hast Leukämie!“

„Du hast Leukämie!“

Ich hatte Krebs. Krebs.

Das konnte nicht der Wirklichkeit entsprechen, doch ich hatte es mit meinen eigenen Ohren gehört. Ich war krank. Todkrank.

 

„Es gibt eine Möglichkeit!“ – Waren die Worte die mich hellhörig werden ließen, jedoch im nächsten Moment hart in meinen Stuhl zurück sinken.

„Ruhe. Du brauchst viel Ruhe!“

Ich brauchte Ruhe. Ruhe.

 

Wie sollte ich die Zeit für Ruhe mit Zwillingen aufbringen. Die Frage nach dem ‘Wie‘ konnte mir diesmal mein so geliebter Arzt auch nicht beantworten. Ja, auch Dr. Benett war sprachlos. Sprachlos war er. Sprachlos.

 

                                     

 

Living a life is the hardest challenge in life, but remember 

                                        Memories Last Forever ♥

Memories are the unique things in life, which will last forever. Which don't care about time, place or a person.

Memories are there for ever and always.

It doesn't matter how much time passes by.

Only what you make in the end, counts.

 

So just remember ... Memories last forever ♥  F O R E V E R 

 

 

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Bєgιηη: 20. Aρяιℓ 2014

 

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