Erblühen

Ein Umzug führt Fion in den Radius eines jungen Mannes, zu dem er sich recht bald hingezogen fühlt. Durch ein traumatisches Erlebnis führt dieser jedoch ein Leben voller Selbstzerstörung, Gleichgültigkeit und Ablenkung und so beginnt Fions Gratwanderung zwischen Zuneigung und Selbstschutz.

0Likes
0Kommentare
43Views

5. -5-

Astor machte seinen Standpunkt deutlich und mit der Art, wie er es tat, habe ich letztlich kein Problem.

Ich ging das Risiko eines Unwissenden ein und erntete, was ich säte.

Der Freitag endet auf diese Weise, doch nicht ohne eine weitere unerwünschte Erkenntnis.

Curtis, der Zuständige für Astors unteren Quadranten, stellt sich als Mitschüler heraus, der aus unerfindlichen Gründen in der nächsthöheren Klassenstufe herumlungert. Als wir aus dem Gebäude strömen, sehe ich sie zusammen und hätte ich mir je die Frage gestellt, wie Astor den Beginn des Wochenendes zelebriert, hier hätte ich meine Antwort gefunden.

Unweigerlich zerfurcht leichte Säuerlichkeit meine Miene, als ich Zeuge des unscheinbaren Schauspieles werde. Zwei Kumpel leisten sich auf dem Nachhauseweg Gesellschaft. Die inoffizielle Version ist weitaus unschöner und so besitzt es auch eine gänzlich andere Bedeutung, wenn Curtis‘ Hand scheinbar zufällig an Astor kleben bleibt.

Hier ein Tätscheln, da streifen sich mal ihre Hände und nicht zuletzt die offensichtliche Zufriedenheit des Ritters beschert mir einen wenig feierlichen Einstieg in die Freizeit.

Ich habe es nicht eilig, schließe mich einer kleinen Gruppe an und mache die Stadt unsicher. Ohne Ziel, auch ohne dass die Zeit von Bedeutung ist oder ich daran denke, was sich in diesen Momenten in der Wohnung über mir abspielt.

Auch als ich meine Wohnung erreiche, wahren meine Gedanken angenehmen Abstand und erlauben mir die Unbeschwertheit eines Abends, auf den kein weiterer Schultag folgt. Meine Schwester und ich zelebrieren die Stunden mit einem gemeinsamen Essen und Berichten über unseren neuen Alltag. Eve scheint sich in der Uni wohl zu fühlen, auch so etwas wie Freundschaften kann sie schon vorweisen und wie grüble ich, als sich meine Frage kurz daraufhin gegen mich wendet.

´Freundschaft´ ist ein kompliziertes Wort. Viel schwieriger, als es den Eindruck macht und letztendlich spreche ich nur von Klassenkameraden und möglichen Kandidaten. Hie und da scheinen die Voraussetzungen zu stimmen und die Zeit wird entscheiden, ob Sympathie über die Grenze der Bekanntschaft hinausführt.

Unseren Nachbarn erwähne ich nicht, denn auf der Bühne der feierlichen Freundschaft findet sein Auftritt nicht statt und allgemein frage ich mich, welche Rolle überhaupt angemessen für ihn wäre. Ich näherte mich ihm um einen Schritt, denn es gab nichts zu verlieren und letztendlich überlebte ich nicht nur das flüchtige Beisammensein, sondern auch sein Attentat auf meine Gefühle, das ich selbst in Auftrag gab.

Was von nun an folgt, ist nicht sicher, aber das muss es auch sein.

Keine Fragen, sondern nur die Richtung, die der Kopf vorgibt. Astor sagte es selbst und was bei seinem Angriff als Klinge diente, bleibt die Wahrheit. Am Sonntag suche ich also nicht nach Gründen und mache mir auch nicht den Umstand des Zögerns. Mir ist danach, andere Faktoren zählen nicht und so schlendere ich die Treppen hinauf, folge dem allmählich vertrauten Weg und bleibe auch dem gewohnten Ziel treu.

Der Ablauf bleibt derselbe, der Beginn bizarr identisch und so habe ich abermals die perplexe Miene Bluebells vor mir, nachdem das unangenehme Schellen der Klingel verstummt. Wieder stehen wir voreinander, wieder sind seine Haare durcheinander und wie leicht fällt mir das Grinsen, da mein Mund ebenso wenig nach Gründen sucht wie mein Kopf.

„Guten Morgen.“ Grüßend hebe ich die Kaffeetasse, die mich herbegleitete. „Ich komme dich besuchen.“

Meine dreiste, leicht provokante Heiterkeit kommentiert Astor mit einem Blick und der anhaltenden Starre seines Körpers. Er sieht müde aus. Vermutlich ist das Bett noch warm und die Engel mögen dafür sorgen, dass es nicht an Curtis liegt.

Astors Augen driften an mir vorbei, während sich der Denkprozess nur langsam anbahnt. Die Herausforderung des Tages kommt früh und unerwartet und ich lasse ihm die Zeit und genieße meinen Kaffee.

„Warum?“, offenbart er mir nach einer beachtlichen Zeit das Ergebnis und hebt verständnislos die Hände. „Wieso du? Warum machst du das?“

„Solche Fragen sind verboten. Lass uns nur unserem Kopf folgen.“

„Mein Kopf sagt ‚Aua‘.“

„Das ist okay.“ Genüsslich blinzle ich im Sonnenlicht. Hinter mir und im Geäst der Bäume zwitschern die Vögel. Es ist ein herrlicher Morgen, den Astor mit einem tiefen Durchatmen zu realisieren versucht.

„Es ist warm, es ist hell, es ist wundervoll“, fahre ich behaglich fort, während Astor hilflos seufzt. „Zu dieser Zeit schläft man nicht. Koch dir Kaffee, den Rest habe ich dabei.“

Trübe folgen Astors Augen dem Rascheln, als ich eine Tüte hebe. Die braune Struktur des Papiers ist durchsogen vom Fett des Inhaltes und es dauert eine Weile, bis er das Logo erkennt und die angemessene Reaktion erbringt. Seine Miene erwacht zu einem dezenten Leben.

„Du warst bei Yummy?“, nuschelt er dann, seiner alten Irritation wieder treu werdend. „Heute? Das ist echt weit.“

„Der Geruch sagt, das ist egal.“ Ich schwenke die Tüte, erfülle die Luft mit dem alles überragenden Odeur und sehe ein unterwürfiges Nicken. Womit auch immer er sich zur Wehr setzen wollte, die aus Zucker und Chemie bestehende Widerlichkeit entwaffnet ihn. Langsam streckt sich mir seine Hand entgegen.

„Du kannst mir das ruhig geben und dann mache ich die Tür zu und du wartest hier. Ich bereite in der Küche alles vor und hole dich, wenn der Tisch gedeckt ist.“ Seine Finger greifen ins Nichts, als sich die Tüte von ihm entfernt. „Ja, schon klar. Ich bin nicht so raffiniert, wenn ich müde bin. Dann komm halt rein. Erpresser sind hier immer erwünscht.“

 

Stockend nähert sich Astors Oberkörper der Tischfläche. Er kaut noch, während der Zucker seine Glieder lähmt und dann liegt er dort, sich ächzend und tapfer der letzten Etappe stellend. Zwei Donuts führten ihn an diesen Punkt und ich zupfe noch an meinem ersten, während mir die Glasur auf der Zunge zerschmilzt. Es ist ein wirklich abgrundtief bösartiges Naschwerk, das den Beginn dieses Tages zelebriert und wie seufze ich, während frische Brisen durch die offene Balkontür dringen. Es ist ein angenehmer Moment. Die Luft riecht nach Kaffee und künstlichen Zusatzstoffen, auch die Sitzecke nahe der offenen Küche ist bequem. Irgendwo tickt eine Uhr und verbindet sich dezent mit den nur zu erahnenden Geräuschen des Radios.

Astors Bewusstsein macht eine Pause und abermals habe ich die Gelegenheit, mich etwas umzuschauen. Ich erinnere mich an die Einrichtung dieser Wohnung, doch letztes Mal hatte ich weder die Zeit noch die Muse, sie mir zu betrachten. Dabei lohnt es sich durchaus.

Die gemütliche Sofaecke nahe der Fensterfront verrät Astors Neigung zu Videospielen. Mehrere Konsolen leisten dem Fernseher Gesellschaft, Zeitschriften und DVDs und selbst ein komisches, grenzwertig hässliches Kuscheltier erspähe ich zwischen zwei Kissen. Es könnte ein Bär sein, der ebenfalls Hasengene in sich trägt. Nur die orangene Farbe bleibt ein Rätsel. Absent zerdrücke ich das Gebäck zwischen den Fingern und spähe abermals zur offenen Küche, von der uns ein langer Tresen trennt.

Astor scheint alles zu haben, was er benötigt.

In seinem Alter schon eine eigene Wohnung zu haben, ist auch nicht zu verachten. Der Umstand schenkt ihm Freiheiten, die er ganz offensichtlich nicht sehr zaghaft auslebt. Stockend nähert sich seine Hand der Kaffeetasse und dann stöhnt er ein letztes Mal und rappelt sich auf. Seit ich ihn erfolgreich erpresste, macht er nicht den Eindruck, sich an meiner Gegenwart zu stören. Seine Scheiß-egal-Einstellung schwor ihm ewige Treue und so billigt er mein Eindringen ohne Verlegenheit oder Anspannung.

Träge kratzt er seinen Schopf, während er sich Koffein genehmigt und nur kurz mustere ich ihn, bevor ich die Stille enden lasse.

„Ich komme aus Toledo“, sage ich dann.

Über dem Rand der Tasse finden seine Augen zu mir.

„Meine Familie lebt noch dort aber ordentliche Universitäten sind dort nicht zu finden. Meine Schwester ist wegen ihrem Studium hergezogen und ich habe mich dran gehängt. Wenn die High-School nächstes Jahr endet, ist der Sprung einfacher. Ich werde mal Biologe. Ich will in die Forschung.“

„Ach, tatsächlich? Das finde ich ja schön.“

„Bisher gefällt mir die Stadt. Auch das Haus, die Wohnung, die Schule. Ist ein guter Start.“

Unter einem schwerfälligen Nicken rutscht Astor vom Stuhl. Seine Tasse ist leer und beiläufig hebe ich die Hand, als er auf die Kaffeemaschine weist. Ich habe genug und so schenkt er sich nach.

„Mit Eve zusammen zu wohnen, hat so einige Vorteile. Wir haben noch keinen richtigen Job, also ist es gut, zusammenzulegen. So kommt man über die Runden und eigene Wohnungen können wir uns immer noch suchen, wenn wir irgendwann ein gutes finanzielles Fundament haben.“

Gähnend schraubt Astor an der Milchflasche und ein flüchtiges Grinsen zuckt an meinem Mundwinkel, als ich nach meiner Tasse greife.

„Ist das nicht toll?“ Besonnen schwenke ich den letzten Schluck Kaffee. „Ich erzähle und du interessierst dich nicht dafür, aber du profitierst, denn du musst dich nicht konzentrieren und weißt, dass es mir egal ist. Auch reden musst du nicht. Darüber hinaus werde ich dir heute keine Fragen stellen. Das ist das Schonprogramm mit extra Weichspüler.“

„Sehr verbunden.“

„Kann ich mir kurz die Hände waschen?“

„Ich bitte darum.“ Eine angedeutete Handgeste weist mir den bekannten Weg zum Bad. „Tu es gründlich, denn da kleben überall Bakterien. Das lernst du noch in deiner Biologenausbildung.“

Ich schmunzle, während ich mich über das Waschbecken neige und meine Haut von der klebrigen Zuckerglasur befreie. Sie setzt sich zur Wehr, doch unterwirft sich letztendlich der Seife. Als ich nach dem Handtuch greife, dringt das Klicken eines Feuerzeuges zu mir und kurz darauf auch der dezente Geruch einer Zigarette.

Weshalb auch immer ich mich jetzt in dieser Wohnung aufhalte, denke ich mir, das Handtuch zurückhängend, es fühlt sich nicht falsch an und auch Astor offenbart einen erträglichen Level an Akzeptanz. Für seine Verhältnisse ist er vielleicht gar nicht so schlecht gestimmt und dabei werde ich es belassen, indem ich ihn nicht mehr allzu lange behellige.

Ich schöpfe tiefen Atem, richte mich auf und halte inne, als meine Augen auf die kahle Oberfläche der weißen Fliesen treffen. Es ist ungewohnt, denn ich erwartete mein Spiegelbild, doch über dem weißen Armaturenbrett über dem Waschbecken weisen lediglich die kahlen Wandhalterungen auf die allgemeine Gewohnheit hin. In diesem Bad gibt es keinen Spiegel und wie seltsam erscheint mir mein anhaltendes Zögern ob dieser scheinbaren Belanglosigkeit.

Es hat nicht viel zu bedeuten, denke ich in einem Moment und runzle im nächsten die Stirn.

Es ist auch nicht bedeutungslos, viel eher ein dezenter Hinweis und ich nehme mir die Zeit, ihm zu folgen.

Wie viele Spiegel befinden sich für gewöhnlich in der Wohnung eines jungen Mannes? Weniger als in der einer Frau. Es geschieht zufällig und aus einer Selbstverständlichkeit heraus. Als ich einen Schritt zurücktrete, fällt mein Blick durch den Flur direkt auf die Ecke des Schlafzimmers, die der Kleiderschrank für sich einnimmt. In dieser Wohnung gibt es zufällig keine einzige spiegelnde Fläche und wie absent betaste ich meine Hände.

Würde ich spekulieren, würde ich neben den fehlenden Spiegeln auch andere Faktoren bedenken. Sein blondes Haar, nun schwarz gefärbt, und sein Gesicht, das auf ewig das seines Bruders bleiben wird. Meine Schultern heben und senken sich unter einem weiteren tiefen Durchatmen, bevor ich das Bad verlasse.

Rauchend kauert Astor vor der offenen Balkontür und kurz darauf sitze ich wieder neben ihm und spiele die Dachszene nach. Wortlos wies er auf die Schachtel, wieder bediente ich mich und eine Weile pflege ich das alte Schweigen, bevor mir der Sinn nach Worten steht.

„Du warst also mal unter den Klassenbesten“, sage ich.

„Was habe ich davon, dass du keine Fragen stellst, wenn du stattdessen Bemerkungen machst, die eine Erwiderung fordern?“ Neben mir lehnt sich Astor in den Türrahmen. „Ja, war ich. Ich bin total klug.“

„Du wirkst nicht wie ein Mensch, der viel lernt. Vermutlich begreifst du die Dinge einfach sehr schnell.“

„Du bist so ätzend.“ Er verdreht die Augen, erstickt mein Grinsen in Nichtbeachtung und reagiert auch nicht, als sich das Klingeln des Telefons erhebt. Der Störenfried befindet sich auf der Küchentheke, doch Astor regt sich nicht. Sein Hinterkopf lehnt am Türrahmen, während er mit geschlossenen Augen den Rauch aus der Nase dringen lässt.

Zucker und Müdigkeit nehmen ihm offenbar die Lust an Bewegung und Telefonaten und so bleibe auch ich sitzen, tippe die Asche in den improvisierten Aschenbecher und höre kurz darauf das Piepen des Anrufbeantworters.

„Astor, geh bitte ran.“

Es ist die raue Stimme eines Mannes, die sich in unsere Stille schneidet. Ich höre sie hier nicht zum ersten Mal und unweigerlich ordne ich sie Astors Vater zu. Ein tiefes Durchatmen rauscht in der Leitung.

„Ich habe gerade zufällig Dr. Collins getroffen. Er erzählte mir, dass du die letzten beiden Therapiesitzungen nicht wahrgenommen hast. Genau wie er bin ich der Meinung, dass es sehr wichtig für dich ist. Wir haben darüber gesprochen und waren uns einig.“ Als er sich räuspert, blicke ich zu Astor, doch er verharrt noch immer mit geschlossenen Augen, entspannt die Zigarette zum Mund hebend.

„Wie auch immer“, dringt es vom Tresen zu uns. „Wir können dieses Thema nicht unbeachtet lassen. Du weißt, wie schnell du rückfällig wirst, also komme ich jetzt vorbei und dann reden wir in Ruhe darüber.“

Noch bevor sich abermals das Piepen erhebt, erwacht Astor zum Leben. Er löst sich vom Türrahmen und wie zielstrebig finden seine Augen zur nahen Uhr. In der Zwischenzeit werde ich zu einem irritierten Faktor dieser Situation und so blicke ich Astor nur nach, als er mit unerwarteter Behändigkeit auf die Beine kommt.

„Rauch in Ruhe“, sagt er, seine Zigarette in den Aschenbecher drückend. „Ich mach mich nur schnell fertig.“

„Hast du was geplant?“, erkundige ich mich, als er im Schlafzimmer verschwindet.

„Blödsinn.“ Seine Stimme erreicht mich gemeinsam mit dem Klimpern von Kleiderbügeln. „Ich muss nur weg, bevor er kommt.“

„Was ist, wenn er hier bleibt und wartet?“ Ich fühle mich angenehm unterhalten, als ich den Flug einer Hose verfolge. Sie fliegt durch den Türrahmen, landet im Bad und kurz darauf bringt auch Astor den Weg hinter sich. In Shorts und auf einem Bein, mit einem Strumpf kämpfend. „Woher weißt du, wann die Luft wieder rein ist?“

„Der wartet nicht.“ Das Rauschen des Wasserhahnes ertönt. „Dafür hat er keine Geduld.“

„Wo willst du hin?“

„Egal.“ Die Schnalle des Gürtels klimpert. „Irgendwohin.“

Unter einem belustigten Seufzen reibe ich mir die Stirn.

„Du kannst dich bei mir verstecken. Eve ist nicht da.“

Eine Deo-Dose geht scheppernd zu Boden, bevor er sich aus dem Bad lehnt. Seine Transformation ist beinahe abgeschlossen und die Flucht gesichert. Als ich aufblicke, erkenne ich Begeisterung in seinem Gesicht.

„In Ordnung. Dann könnten wir es ja treiben.“

„Wir könnten es auch nicht treiben.“

 

Diese Umstände sind es, die Astor zum ersten Mal in meine Wohnung führen. Er wirkt erleichtert, sobald er sich vom Ort der Gefahr distanziert und während er bei mir ist, könnte auch ich nicht behaupten, dass es mir unangenehm wäre. Es handelt sich nicht um einen wirklichen Besuch, es gibt nicht einmal ein passendes Fundament und Astor verhält sich dementsprechend. Meine Wohnung symbolisiert seine Flucht, auch am Rande gewinnt sie nicht an Bedeutung und so zeigt er weder Interesse an meinem privaten Umfeld, noch stellt er Fragen.

Die eineinhalb Stunden verbringen wir mit einer meiner Konsolen und rasch begreife ich, dass er im Anschluss nicht sofort in seine Wohnung zurückkehren wird. Er schreibt eine SMS, erhält eine Antwort, schreibt wiederum zurück und beendet unser Beisammensein letztlich mit einem undefinierbaren Seufzen, unter dem er den Controller zur Seite legt.

„Ich muss dann mal los“, salbt er meine längst erwachten Befürchtungen und streckt sich ausgiebig. Auch ich verliere das Interesse am Bildschirm.

„Ist Curtis dienstbereit?“

„Nicht Curtis, ein anderer“, berichtigt Astor. „Falls ich morgen nicht komme, sag den Lehrern, ich bin im Krankenhaus, weil mir das Hirn aus dem Schädel geknallt wurde.“

 

-tbc-

Melde dich bei Movellas anFinde heraus worüber alle reden. Registriere dich jetzt bei Movellas und teile deine Kreativität und deine Passion
Lade ...