Nur ein kleines bisschen scheiße

Ein Fiktives Tagebuch basierend auf eigenen Erfahrungen

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1. Prolog

Ich sitze auf dem Fensterbrett am geöffnetem Fenster im dritten Stock,

Leicht kitzelt der Wind meine Nase und streicht mir sacht durch die Haare.

Ein kalter Windzug reist mich aus meinen Gedanken. Das leise rauschen des Windes der meine Ohren so sanft berührt… Auf dem Flur höre Ich noch die Stimmen der anderen Jugendlichen, doch der Innenhof der nun im Schatten der Klinik liegt ist schon seit Stunden wie Ausgestorben. Leicht lehne ich mich an das Ausgehakte Fenster, doch beuge mich schnell aber dennoch vorsichtig wieder nach vorn. Das Letzte was Ich jetzt gebrauchen kann ist, dass Dr. Meyer mich wieder in das Ü-Zimmer stopft. Dieser leere und stickige Raum dessen Wände scheinen als würden sie einen erdrücken wollen… Dieses grelle Licht dass durch das Fenster strahlt hinter der die dicke Nachtschwester immer sitzt. Gott wie ich sie hasse.

Es klopft. Schnell hüpfe ich von der Fensterbank und hänge das Fenster wieder ein. „Einen Augenblick!“ rufe ich. Doch das Klopfen wird energischer. „Komme ja schon!“ brülle ich jetzt fast. Ich ziehe mir meine Socken an und schlurfe zur Tür. Vor mir steht Dennis, mein einzig richtiger Freund hier. Breit Grinsend Strahlt er mich an. „Na du?“ fragt er. „Hast du´s schon mitbekommen? Ein neuer im Loch!“ Das Loch. So nennen wir das Überwachungs-Zimmer hier alle. „Echt jetzt? Ist ja was ganz Neues“ entgegne ich sehr sarkastisch und wenig begeistert. Doch Dennis lässt nicht von seiner Euphorie ab. Er ist immer ganz hibbelig wenn wir Neue auf der Station haben. Er packte mich am Arm. „Au! Pass doch auf!“ fauchte Ich ihn an. Er zog an meinem Ärmel vom Pullover und schleifte mich über den Gang.

Melanie, die dicke Nachtschwester, kümmerte dies allerdings wenig als mich Dennis, der nur in seiner Jogginghose steckte, mich an der Küche, den Bädern und dem Wohnzimmer vorbei weiter bis zum Ende des Flures zieht. Nun stehen wir vor dem Ü-Zimmer. Er Grinst mich an. „Na, was ist es?“ fragt er mich. Ich blicke missmutig durch die kleine Glasscheibe in der dicken Tür. Man sieht nur einen kleinen Umriss und die Silhouette einer kleinen Person.

Ich habe mich schon immer gefragt was für eine Faszination Dennis daran findet, dass wir neue Leute hier auf die Station kriegen. Ich meine, das passiert hier ständig. Manchmal bleiben sie für ein paar Stunden, manchmal nur ein paar Tage, und manchmal sind sie Wie Dennis und Ich Monate hier. Ich hatte damals Höllische Angst als sie mich eingewiesen haben. Dennis stand damals fast zwei Stunden vor dem kleinen Fensterchen und beobachtete mich. In dieser Nacht hoffte ich nur dass dieser Typ nicht verrückt genug und die Tür nicht stark genug war als, dass er hereinkommen und mich umbringen könnte. „Was weiß denn Ich. Juckt halt auch niemanden. Ich verzieh mich.“ sage Ich und will mich gerade umdrehen als Neben uns die Tür aufgeht. Malia steht in der Tür und zuckt zusammen als sie uns sieht. „Jungs, spinnt ihr?“ poltert sie los. „Ihr könnt doch nicht einfach so durch die Scheiben glotzen!“ Malia hält genau so wenig wie Ich davon, dass Dennis immer ins Ü-Zimmer spannt. Ich starte einen zweiten Versuch. „Ich geh jetzt ins Bett.“ Wieder drehe ich mich um und gehe schnurstracks auf mein Zimmer zu. Melanie sitzt mittlerweile wieder an ihrem Computer und vergewaltigt die Tastatur mit ihren dicken Wurstfingern. Als ich sie ansehe wirft sie mir nur einen kurzen Blick zu, sagt aber nichts. Ich schwöre, wenn blicke töten könnten wäre sie jetzt gerade von ihrem mickrig wirkenden Gymnastik-Hocker gefallen. Ich öffne die Tür zu meinem Zimmer und schließe sie leise hinter mir. Ich gehe auf mein Bett zu, ziehe meine Jogginghose und meinen Pulli aus und lege mich schlafen. 

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