Rose

Maria erzählt über ihr tägliches Leben als 16 jährige. Ihre Gedanken erwachsen und sie beschreibt alles mögliche, das einem im Leben begegnet. Der Alltag steht im Fokus und sie geht auf viele Schichten im Leben ein.

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8. The darkness

Die Dunkelheit so verführerisch, aber gleichzeitig so verängstigend. Es ist dunkel und oftmals kalt. Im Sommer am Wasser ist es jedoch warm und angenehm. Der leichte Wind, der einem durch die Haare weht. Angenehm. Sanft. Weich. Romantik. Ruhe. Abends an einem Fluss, man sieht das Wasser fließen und der Sand klebt an den vom Wasser nassen Füßen. Ein gewisses Gefühl von Freiheit läuft durch die Adern. Man sieht die Lichter der Gebäude, die sich im Wasser spiegeln. Ebenso hört man die wenigen Autos, die noch leise durch die Dunkelheit fahren. Wenn man die Füße wieder in das Wasser hält, spürt man das leichte kühle Wasser, das langsam die Füße einhüllt. Es entspannt und kühlt. Man legt sich gerade in den Sand und kann zum Himmel hinaufschauen. Die Sterne funkeln am dunkel blauen Himmel. Der Mond strahlt, aber scheint nicht wie die Sonne. Die restliche Stille lässt einen den stressigen Alltag vergessen. Im Dunkeln zu joggen wäre eher abzuraten mitten in der Nacht, wo viele verrückte Menschen unterwegs sind. Man wird paranoid. Der Busch raschelt, dabei ist es nur der Wind. Gestalten rennen über die Straße, dabei waren es nur Katzen. Ein Kieselstein rollt über die Straße, dabei war man es selbst. Ein Husten von irgendwoher, dabei kam es nur aus dem offenem Fenster, das aus dem Haus neben einem stammt. Bei jedem Geräusch zuckt man zusammen. Man dreht sich um. Wenn man einen Menschen auf der Straße sieht, wechselt man automatisch die Seite. Man weiß ja nie wen man auf der Straße so trifft. Die gruseligen alten Leute, die keinen Scham besitzen und einfach auf der Straße rumlaufen um einem Angst zu machen. Die Augen verbunden. Man hat keine Orientierung und weiß auch nicht wo was ist. Die Hände festgebunden. Ein kleines Spielchen für den großen Akt bei Mann und Frau. Man legt das Vertrauen in die Hände eines Menschen. Die Angst vor der Dunkelheit wird demjenigen ebenfalls in die Hand gelegt. Es ist angsteinflößend. Die Macht wird einem Menschen gegeben. Die Macht über einen selbst. Die Hand des einen bestimmten Menschen liegt sanft auf dem Körper. Man weiß nie wo die Reise hingeht, nur wie sie endet. Der Punkt liegt hier, aber nicht beim Ende, sondern bei der Tatsache dass man hilflos in der Dunkelheit ist. Keine Macht. Keine Beherrschung. Angst. Vertrauen. Die Hilflosigkeit endet in der Angst. Ein Mensch will seine Selbstbeherrschung nicht verlieren. Er will auch genügend Macht über sich selbst haben. Die Angst will er überwinden und will allem überlegender sein. Wenn man jedoch auf jemanden angewiesen ist, ist man nicht so frei. Man gibt die Freiheit ab und ist eingeschränkt. Blind. Wie ist das? Wie fühlt sich das alles an? Hier entscheidet man nicht. Wenn man die Augen verbunden bekommt für Anregungen beim Sex ist das freiwillig. Man entscheidet die Macht abzugeben. Eine Art Liebesgeständnis. Blind sein kann man jedenfalls nicht selbst entscheiden und auch nicht verhindern. Man muss damit leben. Wie verändert das einen Menschen? Macht es ihm Angst in der Dunkelheit zu leben? Wenn man blind wird, ist das nicht grauenvoll? Der Körper ist nicht darauf eingestellt. Das Verstärken der Sinne ist noch nicht eingetreten. Alles wirkt lauter und macht Angst, aber man kann die Geräusche nicht zu ordnen. Die Familie streicht einem über den Arm, man weiß jedoch nicht wer es ist. Man vernimmt die Stimmen, aber in der Dunklen Welt ist die Zuordnung ein großes Problem. Blinde wirken wie Profis, wenn sie schon durch ein Husten wissen, wer neben ihm steht. Es muss angsteinflößend sein so stark auf sein Gehör angewiesen zu sein. Jedoch ist das Fühlen genauso wichtig. Man lernt auch Einzelheiten zu fühlen. Es ist erstaunlich. In der Dunkelheit ist man auf sein ganzes Gespür angewiesen, genauso auf seine Sinne. Das Gehör trickst einen aus. Man hört Dinge, die gar nicht existieren und wird dadurch paranoid. Jedoch ist das Gehör schärfer eingestellt, man hört selbst das leiseste Geräusch. Das Fühlen. Man ertastet das nichts. Man streckt die Hand aus und sucht. Die Hände strecken sich nach irgendetwas. Irgendetwas was man erfühlen könnte. Man streicht über die verschiedenen Dinge. Alles nimmt man stärker wahr. Man lebt in seiner eigenen Welt, jedoch muss man sich der anderen Welt ebenfalls anpassen. Verschiedene Welten. Tag und Nacht. Der Tag ist ebenfalls dunkel. Dunkel im psychischen Sinne. Das liegt einfach daran das der Alltag einen zerstört. Jeden Tag das Gleiche. Man hat keine Lebenslust mehr. Die Lebenslust verschwindet, wenn man im Dunkeln wandert. Das Dunkeln ist sehr angsteinflößend, aber gleichzeitig so spannend, interessant und verführerisch.
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