En blutiges Tänzchen

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  • Veröffentlicht: 2 Jun 2018
  • Aktualisiert: 2 Jun 2018
  • Status: Fertig
Vampire: The Masquerade - Eine Toreador auf Abwegen

Die Neonatin Tara hat zu einem lockeren Abend eingeladen. Die Zusagen häufen sich und sogar der Prinz ließ anmerken, gegebenfalls vielleicht zu erscheinen. Ihre Nerven liegen blank. Den Abend vor der Feier zieht sie los, um sich abzulenken.

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3. Das Haus

Als sie heute Abend in ihrem Bett erwacht war, war nur noch wenig von dem Rausch über. Selbstheilung konnte die Hölle sein. Sie war mit diesem Kribbeln in den Fingern aufgewacht und wusste, es musste etwas anderes sein. Etwas, das ihre Rastlosigkeit ausglich. Das führte sie zu der Adresse auf dem Zettel.
Sie parkte ihren Wagen vor der Hausnummer, die man ihr mitgeteilt hatte. Mit solch einem Wagen musste man nicht vorsichtig sein. Dazu war er zu auffällig. Man konnte ruhig mit der Tür ins Haus fallen. Sie stieg aus, aktivierte die Diebstahlsicherung und schritt auf das heruntergekommene Hochhaus zu. Die obligatorischen Halbstarken, die auf der niedrigen Mauer vor dem Hauseingang saßen, gab es ebenfalls. Sie warf ihnen nur einen finsteren Blick zu und ging weiter. Als einer Anstalten machte sich ihr in den Weg zu stellen, zückte sie einen Hunderter, schob ihn in den Gummibund seiner Trainingshose und sah ihn aus ernsten Augen an. »Wenn nur irgendetwas mit meinem Babe da drüben passiert. Ein Kratzer, ein Fingerabdruck, ein falscher Blick, dann hat dein Schwanz zum letzten Mal das Tageslicht gesehen. Haben wir uns verstanden?«
»Ich denke«, sagte er und versuchte cool zu bleiben. Sie kannte den Ausdruck in seinen Augen. Zwischen Boss und Kinderzimmer. Jungs blieben Jungs, egal wie alt. Sie klopfte ihm auf die Schulter und ging weiter. Auf dem Flur erwartete sie der übliche Gestank der unteren Stockwerke. Urin, Schweiß, Kotze und Tod. Sie schritt auf den Fahrstuhl zu, dessen Metalltüren schon bessere Tage gesehen hatten. Graffitis und Tags zierten die Türen ebenso wie Aufkleber. Als die Knopf drückte hörte sie Mechanik im Schacht hinter den Türen. Kurz war sie versucht zu Fuß zu gehen. Ihr machten fünfzehn Stockwerke nichts mehr aus. Doch den Menschen würde es auffallen. Jemand mit ihrer Statur ging keine fünfzehn Stockwerke freiwillig, wenn der Fahrstuhl funktionierte. Jemand wie sie, würde nach vier Stockwerken, das erste Mal innehalten. Nach weiteren Vieren Luft holen und am Ende würde sie keuchend oben stehen. Die Fahrstuhltüren öffneten sich und sie trat ein. Geduldig wartete sie darauf, nach oben gebracht zu werden. Ignorierte die Geräusche aus dem Schacht. Das Knarren und ruckeln bis die Türen sich oben wieder öffneten.

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