En blutiges Tänzchen

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  • Veröffentlicht: 2 Jun 2018
  • Aktualisiert: 2 Jun 2018
  • Status: Fertig
Vampire: The Masquerade - Eine Toreador auf Abwegen

Die Neonatin Tara hat zu einem lockeren Abend eingeladen. Die Zusagen häufen sich und sogar der Prinz ließ anmerken, gegebenfalls vielleicht zu erscheinen. Ihre Nerven liegen blank. Den Abend vor der Feier zieht sie los, um sich abzulenken.

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11. Ausgetanzt

Da sein Herz noch schlug, blieb sie einen Moment einfach da liegen. Die kühle Erde unter sich. Der Geruch von Heu und Blut in der Luft. Ihre Nase schmerzte. Ein Auge schwoll an und Blut lief ihr hinein. Sie richtete sich auf und spuckte aus. Mit der Zunge fuhr sie ihre Zähne entlang. Einer fehlte. Lachend sah sie sich um. Irgendwann musste sie den verloren haben. »Ich bin echt bescheuert.« Ihre Finger schmerzten und waren blutig geschlagen. Der Typ war ein ganz schöner Brocken.
Sie fischte die Tüte mit den Tabletten aus der Tasche und holte zwei heraus. Dann kroch sie auf den Dicken zu und schlug ihm vorsichtig ins Gesicht. »Hey Frank«, rief sie ihn vorsichtig beim Namen, doch er reagiert nicht. »Gut, dann eben so. Noch besser.« Sie zerbröselte die Tabletten, gab die Reste in seinen Mund, biss sich das Handgelenk auf und ließ etwas Blut hinterherlaufen, bis er automatisch schluckte. Rasch zog sie das Handgelenk weg und wartete ab. Frank schmatzte und schüttelte sich, sackte wieder ins Land der Träume.
Sie sah auf ihre Uhr. Wie lange brauchten die, bis sie wirkten? Dreißig Minuten? Eine Stunde? Solange könnte sie gerade noch warten, dann müsste sie langsam nach Hause. Sie machte es sich bequem, stellte ihren Timer im Smartphone auf 30 Minuten und wartete ab. Frank dämmerte selig hinüber in den Schlaf und fing irgendwann an zu schnarchen. Sie warf einen Blick auf seine Aura. Mal abgesehen von den Verletzungen, schien er einigermaßen fit zu sein. Sie hatte ihn nicht mal schlimm erwischt. Eine Rippe hatte sie vielleicht angeknackst. Seine Nase hatte sie erwischt, das war Absicht gewesen, weil er ihre gebrochen hatte. Ansonsten war echt glimpflich davon gekommen. Sie hatte weitestgehend ohne Kräfte gekämpft, deswegen auch mal wieder haushoch verloren. Man konnte kaum glauben, dass sie den Sabbat immer wieder überlebte, aber gegen einen Menschen verlor. Lachend lehnte sie sich gegen einen Träger und hielt sich die Seite. Das war die Krux mit dem Tier. Ließ sie es raus, starb der Mensch und nahm ein Stück von sich mit. Tat sie es nicht, musst sie richtig kämpfen. Ließ sie sich mit einem Vampir ein, durfte sie die Kontrolle auch nicht verlieren. Sonst endete das tödlich für sie. Wie sie es auch drehte und wendete, es war alles Mist. Seufzend schloss sie die Augen. Wenigstens hatte sie für ein paar Stunden ihre Party vergessen.
Als der Timer abgelaufen war, beugte sie sich vorsichtig über den Hünen, drehte seinen Kopf beiseite und biss ihn in den Hals. Das Blut lief langsam in ihren Mund, füllte ihn aus, bevor sie es genüsslich hinunterschluckte. Nach wenigen kurzen Schlucken ließ sie von ihm ab, verschloss die kleinen Male, auf das nichts von ihr blieb, außer seine Verletzungen.

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