Am Ende sind alle Einzelkämpfer, oder doch nicht?

Annabell muss in ein Internat, sie hat keine andere Wahl, ihre Eltern stecken sie dort hinein!
Dort trifft sie auf einen ganz besonderen Jungen...

0Likes
0Kommentare
249Views
AA

5. Kapitel

Es gewinnt Paul.

„Was habe ich gesagt, du bist halt nur die zweit beste“

„Ich habe dich doch nur gewinnen lassen, damit du nicht rumheulst, weil du nicht der Beste bist“

„Jetzt kommen die ganzen Ausreden!“

„Dann spielen wir nochmal“

„Okay“

Die Leute um uns herum kommen noch einen Schritt näher, um besser sehen zu können. Ich werfe den Ball ein und das Spiel beginnt.

Diesmal gewinne ich!

Paul sieht mich geschockt an.

„Nächste Woche ist ein Tischfußball-Wettbewerb, du musst mit machen!“, sagt Paul.

„Von mir aus“

„Ich wusste nicht, dass du so gut bist“, sagt jemand hinter mir, doch die Stimme kommt mir bekannt vor.

Bitte nicht der Typ von vorher!!!

Ich drehe mich langsam um und vor mir steht... der Typ von vorher!

„Stell dir vor, das wusste keiner!“

„Wieso rede ich überhaupt noch mit dir?“

„Das frage ich mich auch. Mir wäre es eh lieber, wenn du mich einfach in Ruhe lassen würdest!“

„Sag mir mal deinen Namen“

„Nein“

„Was ist so schlimm daran, ich werde es sowieso heraus finden!“

„Dann fang mal an, Detective!“

 

Ich drehe mich um und gehe zu meinem Zimmer, aber Paul holt mich ein.

„Warte mal, kommst du noch zu mir ins Zimmer?“

„Ja, okay“

Paul geht neben mir her und wir unterhalten uns über die Schule. Bei seinem Zimmer angekommen, sperrt er die Zimmertür auf und lässt mich herein.

Sein Zimmer sieht genau so aus wie meines, nur liegen die Schulbücher auf dem Boden verteilt.

Ich setze mich auf das Bett gegenüber von Paul.

„Wer ist mit dir im Zimmer?“

„Daniel“

„Das ist aber keiner von deinen Freunden.“

„Nein, aber er ist ganz okay“

Wir plaudern noch eine Weile, dann öffnet sich die Zimmertür.

Das darf doch nicht wahr sein, wenn das Daniel ist...!

Es kommt der Typ von vorher herein.

„Schatzi, du sitzt auf meinem Bett, geh rüber zu Pauls!“

„Du weißt also immer noch nicht, wie ich heiße“

Ich stehe auf und setzte mich neben Paul. Daniel legt sich in sein Bett und dreht sich zur Wand.

„Ich glaube du solltest in dein Zimmer gehen, es ist eh schon halb elf“, sagt Paul zu mir.

„Ja, das werde ich machen“

„Wenn du kurz wartest bring ich dich zurück, ich geh nur schnell aufs Klo“

„Ich warte“

Paul verlässt den Raum. Ich entdecke ein Foto auf dem Schreibtisch. Ich nehme es in die Hand und betrachte es genauer. Plötzlich steht Daniel hinter mir.

„Das ist meine Schwester, sie ist vor zwei Jahren gestorben und daneben steht meine Mutter“

„Das tut mir leid“, während ich das sage, drehe ich mich um. Ich bin überrascht, wie nah er bei mir steht. Er sieht mich an und greift währenddessen nach dem Foto. Er berührt meine Hand.

Plötzlich befinde ich mich in einer anderen Welt. Ich bin in einer Welt, in der nur wir beide existieren. Von seinen Fingern scheint Strom zu kommen, der durch mich fließt, bis zu den Zehenspitzen.

Wir sehen uns immer noch tief in die Augen. Daniel kommt noch einen Schritt auf mich zu.

„Wir können gehen“, ruft Paul. Jetzt geht alles blitzschnell. Daniel nimmt mir das Foto aus der Hand, geht mehrere Schritte zurück und stellt das Foto wieder auf seinen Platz.

Melde dich bei Movellas anFinde heraus worüber alle reden. Registriere dich jetzt bei Movellas und teile deine Kreativität und deine Passion
Lade ...