Suicidal Girl

Die Geschichte eines Depressiven Mädchens

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6. Der erste Kuss

Als ich meine Augen wieder aufschlage liege ich im Krankenhaus. Langsam drehe ich meinen Kopf zur Seite und sehe Markus neben meinem Bett sitzen. als er bemerkt das ich wach bin sagt er "ein Glück du bist endlich wach"

"Was ist den passiert" die Erinnerung an das was passiert ist, ist nur sehr schwach.

"Ich habe dich im Wald gefunden du warst schwer verletzt am Arm und hast stark geblutet"

"Woher wusstest du wo ich bin?"

er wird ruhig "weil... Ich zu dir gegangen bin um zu sehen ob du heil zuhause angekommen bist und da habe ich gesehen wie du das Haus verlassen hast in den Wald da hab ich dich erst verloren und dann..." sein Blick geht zu Boden.

"Es tut mir leid das ich dich nicht dies gefunden habe sonst hätte ich dich beschützen können."

"Du bist mir gefolgt? warum?"

"Weil... Ich dich mag und ich mir sorgen gemacht habe"

"Du magst mich?"

er wird rot "ja sogar sehr"

Ich schweige und sehe an die Decke.

Das war das erste Mal dass jemand mir sagt dass er mich mag. Ich werde selbst rot.

Eine Krankenschwester betrat das Zimmer und sieht das ich wach bin. Sie überprüft meinen Zustand und bittet Markus dann zu gehen. Ich bräuchte Ruhe. eigentlich wollte ich nicht dass er geht aber ich habe mich nicht getraut ihm das zu sagen.

Ich liege die ganze Nacht wach und denke nach. über mich mein Leben meinen Selbstmordversuch und vor allem über Markus und was er gesagt hat. Er mag mich. aber warum mich? ich bin nichts Besonderes. Ich bin nicht sonderlich hübsch ich bin nicht schlau und ich bin nicht Reich. warum ausgerechnet mich? In keinem Moment hätte ich jetzt Mara so sehr gebraucht. Meine beste Freundin wusste immer einen Rat. Ich begann zu weinen.

3 Tage musste ich im Krankenhaus bleiben. Anscheinend wusste niemand dass ich versucht hatte mich umzubringen weshalb ich so früh schon wieder gehen konnte. Markus holt mich am Empfang ab und bringt mich in seinem Auto nachhause. Ich hätte das Auto das Mara tötete nicht gesehen sonst hätte ich schon auf dem weg vom Krankenhaus nachhause gemerkt das ich mich von Markus fern halten sollte.

Meine Tante erwartet mich schon zuhause und sie ist nicht alleine. Meine Mutter war bei ihr völlig aufgelöst.

"Lina! Du bist zuhause!" Rief sie und umarmte mich fest. Dann fiel ihr Blick auf Markus. "Und wer sind sie junger Mann?"

"Markus ich bin ein Freund ihrer Tochter."

"Ah verstehe komm doch mit rein und setz dich."

"Oh danke sehr gerne."

Wir setzen uns an den Küchentisch. Lange herrscht ein Schweigen bis meine Tante fragt "wie hast du es geschafft dich so schlimm zu verletzten Lina?" Ich überlege kurz was ich sagen soll. "Ich... weiß es nicht. Ich bin Schlaf gewandelt."

"Schlaf gewandelt?" Fragt meine Mutter ungläubig. "Das hast du doch nie gemacht." "Aber ich weiß nicht was passiert ist..." verteidige ich mich.

"Ähm... Sie ist einen Hang runter gefallen und an einem Metallrohr hängen geblieben." Markus hat sich schnell eine Geschichte ausgedacht.

"Woher weißt du Das?" Fragt meine Mutter.

"Ich habe sie ja gefunden." Antwortet er selbst sicher und überzeugend.

"Oh wirklich? Dann vielen Dank das du meiner Tochter geholfen hast."

"Kein Problem." Sein Blick geht zur Uhr. "So ich bedanke mich für Ihre Gastfreundlichkeit aber ich muss jetzt wirklich los."

"Oh natürlich. Lina bringst du ihn noch zur Tür."

Ich nicke stumm und wir stehen auf. An der Tür kann ich meine Frage nicht mehr für mich behalten.

"Warum hast du für mich gelogen?"

"Mmmh? Weil ich dich mag kleines." Seine Hand streicht über meine Wange.

"Du magst mich?" Frage ich ungläubig.

"Um ehrlich zu sein... liebe ich dich Lina." Er zieht mich zu sich und küsst mich. Ich spüre wie ich rot werde aber ich kann mich nicht bewegen. Es scheint eine halbe Ewigkeit zu vergehen bis er mich wieder los lässt. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht sagt er " bis morgen in der Schule." Dreht sich um und geht. Total überfordert sinke ich vor der Haustür zu Boden. Das war mein erster Kuss.

Langsam erhebe ich mich vom Boden und gehe in mein Zimmer.

Mein erster Blick wandert zum Fenster. Es ist repariert. Vorsichtig streiche ich mit meiner Hand darüber. Wieso war es zerbrochen? Mein Blick wandert durchs Zimmer und bleibt an einem Karton hängen in dem ich alte Sachen aufbewahre von denen ich mich nicht trennen will. Ich setze mich auf den Boden und öffne ihn. Ich nehme ein Fotoalbum hinaus.

Ich blättere durch die Seiten. Mein Blick bleibt an einem alten Bild aus der Grundschule hängen. Doch bin ich zu seh'n und Mina. Ich überlege lange und packe dann das Bild in meine Tasche.

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