Suicidal Girl

Die Geschichte eines Depressiven Mädchens

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2. Der erste Brief

Zuhause hatte ich Minas verhalten schon wieder vergessen. Meine Tante war nicht da. Sie musste schon lange weg sein die Post lag noch vor der Tür. Ich sah sie durch. Rechnung Rechnung Rechnung und plötzlich ein Brief für mich. Handgeschrieben und ohne Absender. Von dem der wohl war. Ich legte die Rechnungen auf den Küchentisch und ging mit dem Brief in mein Zimmer. Obwohl ich alleine war Schloss ich trotzdem die Tür ab. Sicher ist sicher. Ich setze mich aufs Bett und öffne vorsichtig den Brief. Darin befindet sich ein schwarzer Zettel. Drauf stand in weißen Buchstaben. "ICH WILL DICH SEH'N. DU BIST SO HÜBSCH." Ich weiß nicht warum aber als ich diese Worte sah erschrak ich und ich warf den Brief durch mein Zimmer. Dabei fiel noch etwas aus dem Umschlag. Es waren Bilder. Vorsichtig hob ich die auf und erstatte. Es waren Bilder von mir. In der Klasse. Auf dem Pausenhof. Und am schlimmsten in meinem Zimmer. Wurde ich gestalkt? Schnell lief ich zum Fenster und schloss die Vorgänge. Ich zitterte am ganzen Körper und mir wurde schlecht. Ich überlegte kurz ob ich Mara anrufen sollte. Nein sie hat genug um die Ohren mit ihren kleinen Schwestern. Langsam ließ ich mich aufs Bett sinken. Ich starte an die Wand. Wer hatte bloß diese Fotos gemacht?
Am nächsten Morgen wache ich sehr früh auf obwohl es Samstag ist und ich sonst sehr lange schlafe. Ein seltsames Geräusch vor dem Haus hatte mich geweckt. Etwas grummelig zog ich mir etwas über um nachzusehen. Als ich die Treppe runter kam fiel mir eines direkt auf. Niemand war da. Oder besser noch immer war niemand da. Meine Tante schien gar nicht mehr nachhause gekommen zu sein. Die Rechnungen lagen immer noch unberührt da so wie ich sie gestern hinterlassen habe. Ein leichtes Gefühl von Unbehagen stieg in mir hoch als ich mich zur Haustür begab.  Ich nahm meinen Schlüssel von Schlüsselbrett. Der Schlüssel meiner Tante fehlte. Zögernd öffnete ich die Haustür und ging nach draußen. Ich ging einmal um das ganze Haus herum fand aber nichts was das Geräusch hätte verursachen können. Etwas verwirrt ging ich zurück ins Haus und beschließe erstmal etwas zu essen. Ich esse nicht viel aber doch mehr als sonst. Danach geh ich in mein Zimmer. Mein Blick fällt auf die Bilder die ich gestern mit dem Brief bekommen habe. Sie liegen offen auf meinem Schreibtisch. Wieder bekomme ich Angst. Aber dieses Mal ist es nicht nur Angst. Es ist Panik. Aus Reflex greife ich nach dem Cutter Messer das auf meinem Schrank liegt und richte es auf die Bilder. Plötzlich höre ich eine Stimme in meinem Kopf.
"Du wertloses Miststück hast Angst vor Bilder? Wie erbärmlich bist du denn bitte. Aber Hey wenn du solche Angst hast dann lauf doch weg. Flüchte dich in den Tod. Dann ist alles vorbei."
Wie in Trance bewege ich das Messer über meinen Arm. Ich scheide hinein. Immer wieder immer tiefer. Kaltes rotes Blut fließt meinen Arm herunter bis ich plötzlich beim Schneiden einen Nerv erwische. Der Schmerz durchströmt meinen ganzen Körper. Ich lasse das Messer fallen und merke was ich gerade getan habe. Schnell laufe ich ins Bad und suche einen Verband oder irgendwas um meine wunden zu versorgen. Ich reinige die Wunde und binde sie zu. Langsam beruhige ich mich und rutsche an der Wand runter auf den Boden. Nach dem ich mich etwas beruhigt hatte beginne ich das auf  den Boden geflossene Blut aufzuwischen. An die Bilder denke ich gar nicht mehr.
Der Tag vergeht nur langsam.
Ich beschließe zur Ablenkung etwas mein Zimmer aufzuräumen. Dabei fallen mir alte Zeichnungen und Fotos in die Hände. Ich habe früher gerne gemalt und auch sehr viel auch wenn ich nie gut war. Ich sehe meine Zeichnungen durch. Nichts Besonderes dabei. Dann schaue ich auf die Bilder. Es sind Bilder aus der Grundschule. Auf einem Bild sind ich und ein anderes Mädchen. Ach ich erinnere mich. Das war mal meine beste Freundin gewesen. Leider ist sie nach dem Verlassen der Grundschule weg gezogen und ich habe nie wieder etwas von ihr gehört. Ich betrachte ihr Gesicht etwas und versuche mich an ihren Name zu erinnern. Plötzlich fällt er mir ein. Mina! Aber das kann doch nicht sein oder? Das meine ehemalige beste Freundin genau so heißt wie unsere neue Schülerin. Ich überlege kurz aber verwerfe den Gedanken wieder. Nein. Das ist nur Einbildung Mina ist ein ganz normaler Name. Es ist bestimmt nur Zufall. Zurück blickend wünsche ich mir ich hätte dieses Bild nie gefunden und diese Erinnerung nicht wieder erweckt. Vielleicht wäre Mara dann noch am Leben wenn ich mich nie erinnert hätte.
Mara rief ca. 2 Stunden nach Fund der Bilder an und fragte ob wir Montag nach der Schule nicht shoppen gehen wollten. Sie brauche ein neues Kleid für die Hochzeit ihrer Schwester. Ich sage sofort zu. Das hatten wir schon ewig nicht mehr gemacht. Ich freute mich richtig drauf.

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