Vampire Dreams

In dieser Geschichte geht es um das Vampirmädchen Julie, das in eine neue Schule gehen wird, die extra für Vampire gemacht ist. Dort trifft sie einen Reinblüter, den sie anfängt zu mögen und findet einige Dinge heraus (vor allem über sich selbst).

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4. Der Traum

~Wo bin ich...?~   Kraftlos setzte ich mich aufrecht. Ich fühlte mich schwach. Als würde mein Herz keine Sekunde länger schlagen wollen und als ob jeder einzelne Muskel meines Körpers gegen mich rebellieren wollte. Ich schaute mich um. Ich war in keinem Raum, aber auch in keiner Gegend, die ich je gesehen hatte.... Alles war.. einfach nur rot.... Es sah aus wie roter Nebel, der durch einen unendlichen schwarzen Raum schwebte.  
"Du darfst sie nicht verlieren!", hörte ich eine tiefe, mir bekannte Stimme flüstern. Es war die Stimme eines Mannes. Das Flüstern wurde plötzlich immer lauter, bis es mir vor kam, als würde mir jemand direkt ins Ohr flüstern. Ruckartig drehte ich mich um, um sicher zu gehen, ob nicht doch jemand hinter mir steht. ~Nein..., hier ist nichts....~ 
'Krach!!'  Ich hörte auf einmal ein so lautes Geräusch, dass ich dachte ein Blitz würde direkt vor mir einschlagen. Ich drehte mich sofort wieder nach vorne....   "Du darfst sie nicht verlieren!"  Plötzlich stand Vater vor mir. In seiner Hand hielt er seine Kette... ~Ist das Blut an der Kette..?~ Vater kam mit leisen Schritten immer näher. Auf einen Schlag kamen die Stimmen wieder...:" Du darfst  sie nicht verlieren!", brüllte mich Vater auf einmal an. Er hielt mir seine Kette direkt vor mein bleiches Gesicht. Ich blickte Vaters Hals an..." Vater, du blutest..." , flüsterte ich erschrocken. Mein Herz fing an kräftig zu pochen. Es war ein langsames Pochen, aber so kraftvoll, wie ich es an mir noch nie gespürt hatte. Ich  streckte meine Hand langsam zu seinem Hals, um ihn vorsichtig zu berühren. Geschockt spürte ich sein warmes Blut und  genau in diesem Moment raubte mir etwas für eine Zeit meine Sicht. Als es vorbei war, war Vater verschwunden...
"Vater...? Vater wo bist du?!" , schrie ich erschrocken durch die endlose Gegend. Ich hörte ein leises und kaum verständliches Flüstern. ~Vater...?~ Für einen Moment blieb ich ganz ruhig, um zu verstehen was er mir zu sagen versuchte... "Du darfst die Kette nicht verlieren... Versprich mir das bitte." . "Vater wo bist du?! Bitte! Bitte komm zurück! Ich muss mich doch bei dir entschuldigen...". Fassungslos brach ich zusammen und brach in Tränen auf. "Vater... Vater, bitte..." , schluchzte ich auf dem Boden kniend. ´Versprich es mir...` . "Ja Vater, ich verspreche es dir!" , rief ich weinend in das weite Nichts.

Ruckartig hielt die Kutsche an. Erschrocken wachte ich auf und mir stockte der Atem. Es war nur ein Tram. Erleichtert blickte ich auf. "Fräulein?", nahm ich noch undeutlich und etwas benommen war. Müde drehte ich meinen Kopf zur Seite und blickte den Kutschier an, der sich leicht über mich gebeugt hatte. Der junge Kutschier hielt mir freundlich seine Hand zu. "Fräulein. Sie werden erwartet.", teilte er mir mit. Erst als ich es hörte, wurde mir klar, dass ich bereits angekommen war. Etwas nervös aber auch begierig zu wissen wie die Hochschule wohl aussähe, stieg ich aus der Kutsche. Ich hielt achtsam mein Kleid hoch, damit es nicht an den Stufen hängenblieb. Eingeschüchtert musterte ich das riesige Schloss, das mit einem Mal vor mir lag. "Fräulein,", machte mich der Kutschier auf sich aufmerksam, "der Page wird sich um die Koffer kümmern." Ein elegant gekleideter Mann nahm schweigend die Koffer aus dem Rückraum und verschwand kurzerhand ums Eck. Neugierig fasste ich alles genau auf, denn hier würde ich fünf Jahre lang weilen. Ich spürte so viele Menschen. Ich weiß nicht wie genau ich so etwas spüren konnte, aber ich spürte es. Ich spürte jede einzelne Aura von allem, was mich umgibt. Zu Hause fand ich es nicht so schlimm, doch hier, war das Gefühl gewaltig. Schon fast einschüchternd. Plötzlich spürte ich etwas Neues. Es fühlte sich stark und bedrohlich an. Das Gefühl schüchterte mich ein, da ich wusste, dass das, was ich spürte, viel stärker war als ich. Die fremde Aura kam leichtfüßig auf mich zu, mit einem gleichmäßigem Schritttempo. Es schien eine Art Mensch zu sein, nur mit einer starken und gefährlichen Aura. Es war kein Mensch. Es war ein Vampir. Aber das müsste mir doch gleich klar sein! Schließlich gehe ich ja auf eine Vampir Schule. Dieses Gefühl schien wohl nichts von all dem, was mich noch erwartet, zu sein. Mit pochender Brust drehte ich mich um 180°. Überrascht blickte ich auf einen Jungen, der ungefähr im gleichen Alter zu sein schien wie ich. Er hatte eisgraues Haar, das ich noch nie zuvor bei jemandem in meinem Alter gesehen hatte und bernsteinfarbene, fast gelbe Augen, die mich aufmerksam musterten. An seinem Körper trug er ein weißes Hemd mit einer schwarzen Krawatte und darüber noch einen elegant geschnittenen grauen Blazer. “ Bist du Julie McGregor?” , fragte er mich ernst anblickend. Mit einem kurzen Nicken bejahte ich seine Frage. Seine ernste Miene, wurde zu einem schüchterndem Lächeln: “Willkommen an der Sioline-Akademie, ich bin Adam Frazer, der Schülersprecher. Du wirst in die Klasse 1c gehen, das ist überraschender Weise auch meine Klasse.", ich bemerkte, wie er für eine längere Zeit mein Gesicht betrachtete. Stimmte damit etwas nicht?" Hmm. Du siehst müde aus... ich bringe dich lieber auf dein Zimmer. Die Besichtigung können wir ja auf morgen verschieben. Folgst du mir bitte?” Es war keine Bitte sondern eher eine Anweisung. Jedoch war es wohl kaum zu übersehen, wie müde ich nach dieser langen Reise und dem seltsamen Traum war. Ich blickte noch einmal auf die riesige Burg aus Stein ,bevor ich ihm anschließend hinterherlief. 
Wir standen schon nach wenigen Schritten vor dem großen Tor des Wohnhauses.

 

 

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