The House

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  • Jugendschutz:
  • Veröffentlicht: 10 Jan 2018
  • Aktualisiert: 18 Jan 2018
  • Status: Fertig
Frank und Rita Greenwood konnten ja nicht ahnen, das mit dem neuen Haus - in das sie 1975 einzogen - etwas nicht stimmte. Aus Idylle wurde urplötzlich eine wahre Hölle. Und dann tauchte auch noch Pete Glover auf.

Nach 29 Jahren, will die Polizei den Fall von damals wieder aufrollen. Kommissar Jenkins will Frank zu dem damaligen Horror befragen. Wird er seine Erfahrungen wieder preisgeben oder sich in tiefes Schweigen hineinversetzen ...?

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4. KAPITEL 3 - Blutige Äpfel

Der Baum. Die Äpfel. Das Blut. Das Haus. Sind alles Substantive, die man im täglichen Leben, im Gebrauch hat.

Manche würden mich jetzt für verrückt halten, wenn ich Ihnen das nun erzähle; aber das stört mich nicht, Jenkins. Überhaupt nicht. Denn für mich wirken diese Nomen, seltsam und sehr komisch. Und ein bisschen unangenehm, wenn man bedenkt, was ich in dem Haus mit Rita durchmachen musste.

Als ich diesen beschissenen Albtraum hatte, war es mir so, als wenn irgendetwas anders war. Verstehen Sie? Wahrscheinlich nicht, denn Sie sind auch so ein inkompetenter Wichser, der keinen Spaß oder Angst versteht. Okay, sorry! Wollte nicht, dass es so eskaliert. Setzen Sie sich doch, Jenkins. Ich höre jetzt auf, Ihnen etwas vorzuenthalten und sie zu beleidigen.

Es war etwas gottverdammt anders ... bloß was?

Das Feld war nicht abgebrannt oder der rote Truck vom Vermieter »parkte« nicht auf unserer Veranda. Das war schön. Nee, aber irgendeine Scheiße war doch wieder passiert ... Ah! Ich habs!

Der Apfelbaum. Ja, Jenkins. Ein großer, stämmiger Apfelbaum, der in der Blüte seines Lebens war! Gott, das war vielleicht ein toller Spaß! Im Sommer gingen wir immer zu diesem großen, prachtvollen Baum und pflückten einige Äpfel. Hmmm, schmeckten die gut!

Rita machte immer Apfelmus und Eierkuchen. Da brauchte man nie in der Hitze in die Stadt fahren und einkaufen. Die Zutaten hatte mir ja im Haus. Die Eier? Jenkins, wie blöd sind Sie eigentlich? Verzeihung, aber ich muss doch betonen, dass dieser Volldepp von einem Kommissar mir solche beschissenen Fragen stellt.

Geht nicht! Wir hatten hinterm Haus einen kleinen Hühnerstall, den ich neustreichen wollte. Doch, wie es eben so ist, habe ich das die Jahre über vergessen. Man kann sich eben nicht jeden Scheißdreck merken, Jenkins.

Ich war ziemlich erstaunt und schockiert, wenn Sie mich so fragen. Keiner von uns hätte es ja für möglich gehalten, dass dieser Kerl unsere komplette Hühnerzucht ausrottet.

Ja, hat er. Er hat unsere zwölf Hühner an den wundervollen Apfelbaum angehangen und hat sie – ausbluten lassen. Scheiße oder? Schlimmste war ja, dass meine Frau keine beschissenen Äpfel mehr wollte; denn das Blut der schicken Eierspender tropfte – immer noch – von den Hühnern auf die Äpfel hinunter.

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