A new year...

Durch ein Schulprojekt neue Leute kennenlernen?
Das kommt der absolut unbekannten Sophia gerade recht.
Doch als sich ihre Partner als Lars, einer der bekanntesten Schüler, und der ruhige, aber nicht weniger gut aussehende Oliver herausstellen, ist sie sich nicht mehr so sicher.
Wird sie es schaffen die beiden zu ihren Freunden machen zu können?
Oder vielleicht auch mehr?
Oder wird sie weiterhin unglücklich über ihre wenigen "Freunde" sein?
Das neue Schuljahr startet auf jeden Fall turbulent.

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5. 4

Ich erblickte einen großen Jungen, der sich etwas gelangweilt durch seine braunen Haare fuhr.

„Ah Lars, schön, dass du es jetzt zu uns geschafft hast“, meinte Frau Fuchs fröhlich.

„Wunderschön“, murmelte Oliver.

„Du magst ihn nicht besonders, oder?“, fragte ich ihn. Er zuckte mit den Schultern.

Lars sah sich um und setzte sich dann auf einen der Stühle neben ihm.

„So um uns alle besser kennen lernen, stellt sich jeder doch mal bitte vor. Name und Alter reicht für den Anfang.“ Frau Fuchs sah abwartend hin und her, aber als niemand etwas sagte, rief sie Lars auf.

„Ich heiße Lars und bin 18 Jahre alt“, sagte dieser monoton.

Ihr Blick wanderte weiter zu mir, also begann ich zu sprechen: „Ich bin Sophia und 16 Jahre alt.“

Meine Stimme zitterte leicht und klang deshalb leicht piepsig. Ich hasste es mich fremden Leuten vorzustellen, noch dazu wenn diese so einschüchternd wirkten, wie Lars.

„Ich bin Oliver und bin 17.“

Frau Fuchs nickte: „Gut! Bevor ihr euch näher kennenlernen könnt, möchte ich, dass ihr euren 1. Eindruck von den anderen aufschreibt. Diese Übung ist allein für euch, niemand wird das lesen außer euch. Am Ende des Experimentes wenn ihr euch hoffentlich gut kennt, bekommt ihr die Zettel wieder und könnt dann vergleichen, was sich an euren Ansichten verändert oder auch gleich geblieben ist.“

Ich holte also einen Stift und ein Blatt Papier aus meiner Tasche und begann zu schreiben:

Oliver: Ich kenne ihn zwar erst seit ein paar Minuten, aber dennoch finde ich ihn richtig nett. Als erstes ist mir sein Lachen aufgefallen und oh ja er ist hübsch! -Ich strich die letzten Wörter wieder, da ich mir nicht so sicher war, ob das wirklich niemand außer mir lesen würde.

Außerdem hat er freundliche, dunkelbraune Augen. -Meine Mutter meinte immer, man könne die Seele eines Menschen in den Augen sehen. Ob das wirklich stimmt, keine Ahnung. Aber ich vertraute jetzt einfach mal darauf.

Ich glaube -und hoffte-, dass ich mich gut mit ihm verstehen werde und wir sehr viel Spaß zusammen haben werden.

Lars: Gleich als er das erste Mal den Raum betreten hatte, spürte ich etwas Negatives. -Ich konnte es nicht beschreiben, aber es war irgendwie so gewesen.

Er ist groß und irgendwie ist er mir nicht ganz geheuer. Ich habe schließlich schon viele Gerüchte über ihn gehört. -Eigentlich gab ich nichts auf solche Gerüchte, aber irgendwie hatte sich das gerade geändert.

Er ist schließlich einer der bekanntesten Typen bei uns an der Schule und das nicht, weil er als besonders nett galt. Gut, auch nicht als besonders schlimm. -Wenn ich so darüber nachdachte, gab es mehr Gerüchte über Eric und Kilian und man wusste so gut wie gar nichts über ihn, aber dennoch war er ihr bester Freund.

Er hatte einen gelangweilten Blick, als er hier hereinkam, so als ob er sich für irgendetwas besseres halten würde.

Kann ich auch irgendetwas positives über ihn schreiben? Ich meine, ich kenne ihn ja überhaupt nicht. Das ist ja auch total unfair auf den ersten Blick beurteilt zu werden. Auf ihn wirke ich wahrscheinlich auf eine mit einer Piepse-Stimme, die total langweilig ist, weil er mich noch nie zuvor auf irgendeiner Party gesehen hatte und es auch keine Gerüchte über mich gab. Gut, jetzt fühle ich mich schlecht! Vorurteile sind scheiße, Sophia! Was ist positiv an ihm? Denk nach!

Sein Aussehen! Verdammt, das kann ich nicht schreiben! Sag mal, bin ich nur mit gutaussehenden Jungs in einer Gruppe? Kathi würde mich jetzt beneiden und ich? Ich finde nur negative Sachen an ihm! Und ich rede mit mir selbst! Warum rede ich mit mir selbst! Hör auf, Sophia!

„So, die Zeit ist um! Gebt mir bitte eure Zettel! Ich verspreche euch, ich werde sie nicht lesen! Danach könnt ihr dann nach Hause gehen.“

Ich seufzte. Gut gemacht! Du hast die ganze Stunde verplempert, indem du dir Gedanken darübergemacht hast, ob du Gutes schreiben sollst oder nicht, wenn es sowieso keiner liest. Mann, Sophia, du bist einfach zu nett!

„Tschau, Sophia!“, lächelte Oliver mich an. Ich blickte ihn verwirrt an, bis ich begriff, dass wir ja schon gehen durften. Ich lief knallrot an: „Tschüss!“ Schon wieder meine Piepse-Stimme!

Er lachte nochmal und ging dann. Ich blickte mich im Raum um, bemerkte aber, dass die anderen bereits gegangen waren. Ich ging in Richtung der Tür, als ich am Boden neben Lars‘ Platz eine Jacke liegen sah. Lars‘ Jacke!

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