My last day on Earth

Finn steht an der Schwelle seines Todes unbemerkt und alleine gelassen auf dem riesigen Kirchturm seiner Stadt. Kurz vor dem Ende erinnert er sich zurück an seine Missetaten und die grausige Vergangenheit die er geführt hat.

Wie seine Entscheidungen und Fehler ihm zu diesem Punkt führen konnten.

Die Frage die er sich bis zu seinem Ende stellt, ist er ein guter Mensch? hat er trotz seine Missetaten vor dem Ende noch etwas gutes tuen können? Waren die Morde gerechtfertigt? Hat er es aufhalten können? geplagt von den Schmerzen und der qualvollen Vergangenheit erzählt er in seinen letzten Atemzügen wie alles begann..

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3. II.

Sie schaute wie an jedem Tag hinauf zur Kirche, die wie sie es sagt, so hoch sei das man sich vor Ihr wie ein Käfer fühlt der hinauf zu einem Menschen sieht. Sally ist ein Mädchen das täglich vor sich hin träumt, würde Ihre Mutter sagen. Sie stellt sich die Welt wie ein Theaterstück vor in der sie Regie führt und alles einfügen und entfernen kann wie sie will. Wenn sie sich vorstellt ein Käfer zu sein, dann spürte sie wie sich ihre langen Blonden Zöpfe in 2 dunkle und borstige Antennen verwandelten und auf ihrem Rücken eine roter Panzer mit genau 7 Punkten erscheinte. Es durften keine sechs oder acht Punkte sein, nein, es mussten genau sieben sein, da dies Ihre Lieblingszahl war. Sie war so begeistert von dieser Kirche und träumte davon eines Tages auf dem Höchsten Punkt des Kirchturms zu stehen und hinunterzuschauen, da sie noch nie zuvor in Ihrem gesamten Leben etwas höheres bestiegen hat als den Apfelbaum imVorgarten. Dieser ist gerade einmal 3 Meter hoch, für Sally jedoch war es das höchste das sie je erklungen hat und so voller Stolz sieht ein jeder der im Garten vorbeigeht die rote Fahne die sie an der Spitze des Baumes befestigt hat. Sally versuchte immer und immer wieder auf die Spitze der Kirche zu Steigen, doch bei den versuchen die ersten Stufen der steinernen Wendeltreppe zum Kirchturm zu erklimmen wurde sie von Pfarrer Rosenberg aufgehalten. Sie sei noch zu Jung, benutzte er immer wieder als Ausrede. Sie kennt nur diese Stadt und weiß nicht das noch Größere Gebäude außerhalb der Stadt existieren, deshalb stellt sie sich die Kirche als höchsten Punkt der Welt vor und bewundert diese aus ganzem Herzen. 

 

Aber heute war etwas anders, sie erkannte an den hellen und immer rein geputzten Ziegelsteinen ein paar Linien die sie nicht zuordnen konnte. Sie hatte diese noch nie zuvor gesehen und wunderte sich woher sie kamen, noch dazu das diese dunkelrot gefärbt war. Da sie erkannte das die Spur hinunterzulaufen schien, sah das kleine Mädchen hinauf. Stück für Stück immer ein kleines bisschen und bemerkte dabei das diese anfangs so schmalen Linien immer größer wurden und sich zu vergrößern schienen. 'Es ist flüssig', dachte sie, 'jedoch auch dunkelrot und dickflüssig'. Sirup schien Sie auszuschließen, da es nicht mit so einer rasenden Geschwindigkeit hinunterfließt. Sie schaute noch weiter hinauf und gerade in dem Moment an dem Ihre Augen die Spitze des Kirchturms erreichten und eine Silhouette von etwas erkannten, erreichte die rote Flüssigkeit nun den Boden und bildete eine große und dunkle Lache vor Ihren Füßen. Sally versuchte immer und immer wieder zu erkennen was diese Gestalt war die sich über den Kirchturm beugte. Nachdem sie ratlos schon seit zehn Minuten vor der Kirche stand gab sie auf. Sie wollte aber nicht gehen ohne die rötliche Flüssigkeit berührt zu haben. Da sie noch noch klein und Ahnungslos war führte Sie die Flüssigkeit zu Ihren Lippen und leckte sie sorgfältig von Ihrem Finger. Es schien Merkwürdig, doch Sie kannte den Geschmack dieser Flüssigkeit. Sie hatte diesen schon einmal Geschmeckt. Sie versuchte sich zu erinnern, "ja", schrie sie, "ich habe das schon einmal Geschmeckt, als ich vom Klettergerüst gefallen bin und mir das Knie aufgeschürft habe, es schmeckt wie das Zeug das mir aus meinem Bein geflossen ist, meine Mutter nannte es „Blut“. Nach diesem Gedanken hob Sally Ihren Plüschrucksack auf und ging die Straße gemütlich weiter und so sollte sie alles was sie heute gesehen hat, schon Morgen wieder vergessen haben.

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