Braunes Fell im Wind

Kai der junge Werwolf hat sich als Ziel gefasst ein Alpha zu werden, doch bringen ihn Mord, Intrigen und zu einem anderen Schicksal als erwartet...

Thalos trifft eines Tages einen dürren Jungen, dessen bernsteinfarbenden Augen im Dunkeln leuchten. Inzwischen steigt der politische Druck in einem Land voll Unruhe an. Kann er mit Hilfe seiner neuen Verbündeten das Land vor dem Untergang bewahren?...

[Erster Entwurf, Umfasst Prolog, Kapitel 1 und ein bisschen Kapitel 2, Achtung enthält Rechtschreibfehler!
Erste Veröffentlichung, bitte schreiben ob Interesse geweckt oder doch lieber was anderes (vom Storyboard) Schreiben...?]

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1. Prolog

 

Mit schnellen Schritten eilte der in Stoff gehüllte Mann in Richtung Kirche. Das einzige was lauter war als der prasselnde Regen war der Donner, der steht’s nach einem grellen Blitz folgte.


Das Kirchentor öffnete sich nur sehr schwer als der unbekannte sich mit aller Kraft dagegen stemmte. Dabei verursachte das Tor laute quietschenden Töne, die jedoch im grollen des Gewitters kaum auszumachen waren. Wenn nicht gerade ein Blitz über den Himmel zuckte, war es finster,  über eine der losen, großen Bodenplatten zu stolpern wäre für den unbekannten der Tod. Im schnellen Tempo überquert er den Friedhof.  Gerade als er dachte er sei sicher, vernahm er erneut das Quietschen des Kirchentors. Fluchend, aber keinesfalls langsamer als zuvor rannte der Mann weiter. Pferde Hufen trommelten über den unebenen und nassen Boden. Sie waren schneller als er und er wusste dies auch. Der Weg führte links, er jedoch machte eine scharfe Kurve nach rechts, durch ein offenes Tor, mitten in das kleine Wäldchen nahe dem Friedhof. Die Bäume schufen einen Überdachten Weg durch den Wald. Doch das machte den starken Regen nur noch unnachgiebiger, denn statt des gleichmäßigen Regens, tropften nun vereinzelte große Tropfen von den Bäumen, die sich über seine Augen wie ein Schleier legten bis der Wald vor seinen Augen verschwamm. Schnell holten die Pferde auf. Der Weg war nicht mehr weit, er konnte jedoch keine Menschen mit hindurch nehmen. Metall rieb über Metall. Die Soldaten kamen näher. Als ein großer Blitz über das Himmelszelt schoss konnte man im Gesicht des unbekannten  die nackte Angst erkennen. Immer schneller legten sie die Strecke zurück, die sie von dem verhüllten Mann trennte, sicher dass sie ihre Beute fast hatten. Mehrmals kurz bevor sie ihn eingeholt hatten schoss er ins Gestrüpp, doch nach jedem Ausweichmanöver wurde er erschöpfter und unvorsichtiger.  Bis er schließlich über eine große Baumwurzel stolperte, die im dunklem Schatten einer großen Eiche sich versteckte. Liegend lag der Mann auf dem Boden. Als ein Blitz den Himmel durch zog, spiegelte sich die Baumwurzel, die vom Regen glatt und ölig wirkte. Das Plätschern und Trommeln wurde lauter, und er war sich sicher, das waren nicht nur der Regen und das donnernde Grollen über den Baumkronen… Unter Thalos lief sein Hengst schnell und trittsicher den Weg entlang. Sein Ziel lag vor ihm. Er war Kopfgeldjäger im Auftrag des Königs.  Einen unbewaffneten Flüchtigen zu morden wäre gewiss ein Willkommener Auftrag für die neuen Soldaten, aber keinesfalls für ihn. Dennoch tat er wie ihm erteilt wurde und verfolgte den Flüchtigen nun mehr als 2 Wochen. Sein Hengst sprang in kräftigen Galopp Sprüngen voran. Es schien als würde er noch Jahre so weiter rennen können. Der Regen hatte ihn sowie sein Pferd vollkommen durchnässt. Doch keiner der beiden fröstelte im vollen Galopp. Geschmeidig ritt er um die Kurve. Es schien dem Hegst eine Freude zu bereiten, denn er verlängerte seine ohnehin schon langen Galopp Sprünge. Als ein Blitz über den Himmel zuckte konnte Thalos eine kleine Gestalt am Ende des Weges ausmachen. Leise vernahm er das Geräusch vom Tor vor ihm. Dieses Gebäude konnte nur eine Kirche sein, denn ein großes Kreuz spiegelte sich im Unwetter auf dem Dach.  Thalos zügelte sein Pferd. Elegant trat er am Pferd herab und stieß das Tor mit seinem Stiefel auf.  Seine Soldaten kamen nun ebenfalls zum Stehen. Er trieb sein Pferd an und führte seine Gruppe wieder im vollen Galopp hindurch, dieses Mal jedoch etwas langsamer, denn der Boden war übersät mit Kaputten Bodenplatten. Der Mantel seines Zieles wehte im Wind. Als ein Blitz den Himmel erhellte konnte Thalos kurz das Gesicht des gejagten erkennen. Er war ein älterer Mann, vielleicht Mitte 40. Sorgen hatten ihm Falten ins Gesicht getrieben, welches vor Angst verzehrt war. Plötzlich rannte der umhüllte Mann rechts in ein kleines Wäldchen. Lediglich ein kleines Tor war im hohen Zaun verankert. Dennoch war es zu klein um hindurch zureiten. Anstatt sein Hengst zu zügeln, gab er ihm die Sporen. Mit einem gewaltigen Satz sprang er über den Zaun. Seine Soldaten folgten ihm, begnügten sich jedoch damit, über das kleine Tor zu segeln welches nicht annähernd so hoch war wie der Zaun.  Als der letzte seiner Gruppe jedoch das Tor ins Visier nahm und sprang, blieb hängen und überschlug sich mit seinem fuchsfarbenden Pferd. Verdammt! Trauern konnten sie später. Nun nur noch ehrgeiziger sein Ziel zu erreichen, trieb Thalos sein Pferd an. Immer näher kamen sie ihm. Durch viele Kurven versuchte der alte Mann zu entkommen. Das verzögerte aber nur das unvermeidliche. Manchmal war er ein paar Sekunden außer Sichtweite, doch schnell tauchte er wieder vor seinen Augen auf. Die Pferde zeigten keine Anzeichen für Müdigkeit, der unbekannte Mann jedoch ließ an Tempo nach. Und so kamen sie immer näher. Und plötzlich stolperte der Mann und fiel hin. Gekrümmt lag er auf dem Boden. Vor Schmerzen war sein Gesicht verzerrt. Sein Arm war unnatürlich verrenkt. Seine Truppe umzingelte ihn. Thalos sprang vom Pferd und baute sich vor seinem Opfer auf. Der Schatten seines großen Körpers fiel auf den gekrümmten Mann. Dieser verbarg sein Gesicht in seinem Mantel. Kriechend und mühselig richtete sich der Mann soweit auf, dass er kniete. Thalos zog sein Schwert und legte seine Schwertspitze an das Kinn des Mannes, sodass dieser ihm direkt ins Gesicht schauen musste. Er konnte es nicht fassen was er dann sah. Der Mann lächelte. Er war kurz davor seinem Schöpfer entgegen zu treten, doch anscheinend kümmerte es ihn nicht. Sein teuflisches Grinsen breitete sich in seinem ganzen Gesicht aus. Und er lachte. Fragend sahen sich seine Soldaten an. Thaloss Gesicht jedoch war ein unveränderbares Bild. Immer noch am kichernd fing der Mann an zu sprechen. „NIEMALS werdet ihr sie bekommen.“ Und dann fing er an zu singen:

„Der König ist gierig und will Macht, wer hätte das gedacht?

Die Klinge erhoben, will er ihn holen.

Doch dieser ist versteckt und wird nicht entdeckt.

Jedoch kommt ein Krieger, den mag das Schicksal lieber.

Und zeigt ihm die Wahrheit. Das gibt neue Klarheit.

Dennoch muss er dem Bösem im Weg stehn´, sodass wir nicht alle untergehn´

Ihm ist ein großes Schicksal vorbestimmt, auf das alles ein gutes Ende nimmt!“

Wieder und wieder sagte er vor sich diese Verse und lachte dabei. Seine Stimme hallte im Wald wieder und wieder zurück. Doch plötzlich verstummte er. Stattdessen röchelte er nur. Er packte sich an seinen Hals und entdeckte eine schmierige Flüssigkeit die aus einer Wunde am Hals heraus lief. Ein Blitz erhellte den Himmel. Er versuchte etwas zu sagen, doch nur ein Schwall Blut flutete seinen  Mund und lief über seine Lippen. Ein zweiter Blitz zeichnete sich über dem Himmel ab. Mit blutüberströmten Händen hielt er sich am Bein des vor ihm stehenden Mannes fest. Er blickte in das Gesicht seines Mörders. Dieser schaute angewidert auf sein Bein und zog es vom sterbenden zurück. Der blutige Mann fiel vor ihm auf den Boden. Mit letzter Kraft drehte er sich auf den Rücken damit er in den Himmel schauen konnte. Warmes Blut strömte aus seiner Kehle und vermischte sich mit einer Pfütze neben ihn. Das Letze was er sah, war ein dritter Blitz. Dieser zuckte in nur Millisekunden über das Geschehen, doch für den sterbenden fühlte es sich an wie die Ewigkeit.  Der Regen floss über die Falten des alten Mannes. Doch es störte ihn nicht. Er fühlte das letzte Mal die Erde unter ihm, die kalt und feucht war und zwischen seinen Fingern hindurch sickerte. Er hörte das letzte Mal das Grollen eines Sturmes. Er schmeckte den Kupferartige Geschmack seines eigenen Blutes auf der Zunge und blieb regungslos liegen.Thalos wischte das Blut von seiner Klinge. Angeekelt wendete er den Blick vom Toten ab. Sein Hengst scharte ungeduldig mit seinem rechten Vorderhuf auf dem Boden. Als er sein Schwert wegsteckte bemerkte er, dass der Regen langsam nachließ. Als er in den Himmel schaute, erkannte er auch, dass dich die Wolken langsam lichteten. Thalos warf den Leichnam auf den Rücken seines Pferdes und zog sich selbst mit Leichtigkeit in den Sattel. Nun mussten sie nur noch die Reise zurück zum Königshof antreten. 

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