Braunes Fell im Wind

Kai der junge Werwolf hat sich als Ziel gefasst ein Alpha zu werden, doch bringen ihn Mord, Intrigen und zu einem anderen Schicksal als erwartet...

Thalos trifft eines Tages einen dürren Jungen, dessen bernsteinfarbenden Augen im Dunkeln leuchten. Inzwischen steigt der politische Druck in einem Land voll Unruhe an. Kann er mit Hilfe seiner neuen Verbündeten das Land vor dem Untergang bewahren?...

[Erster Entwurf, Umfasst Prolog, Kapitel 1 und ein bisschen Kapitel 2, Achtung enthält Rechtschreibfehler!
Erste Veröffentlichung, bitte schreiben ob Interesse geweckt oder doch lieber was anderes (vom Storyboard) Schreiben...?]

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2. Kapitel 1


 

Knurrend beobachtete Kai den Mord. Seine Bernsteinfarbende Augen prägten sich die Gestalten ein die im Halbkreis um den Toten standen. Sie rochen abartig nach Rost, verbrannten Fleisch und Eisen, obwohl der berauschende Geruch von Blut sie fast zu überdecken schien.  Betäubt vom süßen Duft des Blutes stellten sich seine Nackenhaare, in seinen sonst so üblich glatten, braunem Fell auf. Nachdem die Blutgier ebenso schnell wieder verschwand, konzentrierte sich Kai auf den Mann, der auch das Schwert beim tödlichen Schlag führte. Die Fremden trugen die Leiche zu einem ihrer Pferde. Der Körper verrenkte sich unnatürlich und blieb regungslos auf dem Pferderücken liegen. Das dunkle Pferd auf dem die Leiche lag, bewegte unruhig die Hinterhand und kratzte mit den Vorderhufen auf dem Boden. Der Mörder schwang sich zuerst auf sein Pferd, den Rappen und jagte davon. Sein Gesindel folge ihm so schnell, wie sie ihre Tiere antreiben konnten. Was sie mit dem toten Mann wollten war dem Kai schleierhaft. Er wartete bis er die Pferde nicht mehr hören konnte und untersuchte den Schauplatz. Der Regen hatte viel vom Blut weggewischt, dennoch sah man ganz deutlich die roten Flecken. Ein Blick genügte ihm. Der Werwolf rannte los. Seine Pfoten prasselten über den Boden. Da er nicht viel Zeit hatte,  sprang er über jede Baumwurzel und duckte sich unter jeden Ast hindurch. Er hatte die Aufgabe seinen Leitwolf einen Bericht zu erstatten. Er selbst hatte das Verlangen ein Alpha zu werden. Das Kai ein Werwolf war hatte ihn nicht geschockt. Er wusste bereits vor seiner ersten Verwandlung von ihrer Existenz. Seine Eltern waren beide Werwölfe was ihm zusätzliche Kraft verleiht, doch der Alpha war in seiner Macht unantastbar. Er hat die ganze Kraft des Rudels hinter sich. Keiner würde es wagen sich ihm in den Weg stellen. Kai entdeckte den Ort den er gesucht hatte. Ein kleiner Wasserfall floss von einem Fels in einen kleinen See. Das sonst so entspannende Plätschern war nach den starken Regenfällen durch lautes tosen ersetzt worden. Kai lief einmal um den See und sprang dann mitten durch das tosende Wasser. Auf der anderen Seite der Wassermassen befand sich eine kleine Höhle. Sie wirkte ziemlich verlassen und staubig. Spinnenweben wiegten sich im Wind hin und her.  Als er in die Höhle eintrat wurde all das Licht von draußen nach wenigen Metern verschluckt. Je weiter er in die Höhle lief, desto schmaler wurde der Gang. Sein weiches Fell strich an beiden Seiten der Tunnelwand  entlang. Er musste sich mit seinen Schnurhaaren orientieren, denn selbst ein scharfes Auge nützt nicht in absoluter Finsternis. Allmählich wurde der Gang breiter und man konnte am Ende des Weges ein Licht erkennen. Je näher Kai dem Licht kam desto wärmer schien es zu werden. Er wusste genau wo dieser Weg hinführte, denn er war ihn schon tausendmal gegangen. Er kam dem Licht immer näher, bis er vom Licht verschluckt wurde.

Plötzlich war es so hell, dass Kai seine empfindlichen Augen zukneifen musste. Es war schlagartig wärmer als zuvor und er hörte Wasser plätschern und Vögel zwitschern. Als sich seine Augen an das Licht gewöhnt hatten ließ er seinen Blick über die Vertraute Landschaft werfen. Vor Ihm erstreckte sich Kilometer von Wälder und Wiesen. Alles schien prächtig zu blühen und kräftig zu wachsen. Ein großes Gewässer erstreckte sich rechts von ihm. Überall im Land wimmelte es von Leben. Langsam lief er genießerisch am Fluss entlang. Er schnupperte die frische Frühlingsluft. Und streifte mit seinen Pfoten über das klare Wasser. Das milde frische Wasser umspülte seine Pfoten. Fast hatte er seinen Auftrag vergessen. Wieder aufs Ziel gerichtet lief er zielstrebig in Richtung seines Rudels. Das saftig grüne Gras kitzelte seine Pfoten, als er über eine Wiese hechtete. Die Sonne schien ihn auf sein dunkelbraunes Fell. Die leicht hügeligen Wiesen hatte er schnell hinter sich. Der Boden wurde härter unter seine Pfoten. Der Geruch nach frischen Wiesen wich dem vom würzigen Hartz. Kleine Baumnadeln stachen ihm in seine Fußballen. Je weiter er lief, desto mehr Bäume umzingelten ihn. große Tannenbäume die zwar genug Platz für den jungen Wolf machten, jedoch ein Großteil des Sonnenlichts verschluckten. Über den Waldboden krabbelten Ameisen. Kai machte einen großen Sprung über sie, denn wenn diese erst einmal einen Eindringling ausmachten, wurde dieser mit Sekret bespritz, welches unheimlich stark juckte. Kai wurde langsamer und trabte nun. Er ließ seine Zunge heraus hängen und hechelte. Vor ihm erstreckte sich nun ein gewaltiger Krater. Steile Felshänge kreisten die Mitte ein. Ein hoher Fels markierte das Ende des Kliffs. Man konnte ihn an einer Seite besteigen und so einen Überblick über das Tal erlangen. Schleunigst rannte Kai an der nicht ganz so steilen Seite herab. Normalerweise verbrachten Werwölfe ihr Leben lieber in Menschengestalt, doch Kai und seine Geschwister hatten keine Familie und so wurde das Lager, ihr Rudel  ihr Zuhause. Es gab mehrere Vertiefungen in den Stein Wänden. Diese bildeten durch ihre feste Gesteinsform ein stabiles Dach. Er war zufrieden, denn noch konnte er seinen braunen Pelz an seine Geschwister kuscheln. Sie waren zu 4. Er hatte 2 Brüder und eine Schwester.  Unten im Tal angekommen kam sein Bruder Luke ihm entgegen. Sein dunkles Fell schimmerte im Licht. Er begrüßte ihn und eskortierte ihn ins Herz der Schlucht. Schließlich blieb er vor der Höhle des Alphas stehen. Kai stellte sich neben ihn. Bald hallten Pfoten Schritte aus der Höhlenöffnung. Ein weißer Kopf schaute hinaus, gefolgt von einem schlanken Körper. In dem hellen Licht erstrahlte ihr makellos weißes Fell. Aus ruhigen blauen Augen schaute die Wölfin ihn an. Sofort drückten sich beide Rüden mit ihrem Oberkörper nieder und zeigten ihre Kehlen. Die weiße Wölfin nickte kaum merkbar, Kai und Luke richteten sich wieder auf.  Diese nickte erneut. Kai ließ das was er gesehen hatte noch mal Revue passieren und ließ keine Einzelheiten aussprach. Die Jagd, der Mord, die Entführung des Leichnams. Die weiße Wölfin sagte mit schönen, aber bestimmter Stimme, sodass es Kai kalt den Rücken runter lief: „Danke Kai. Ich werde mich nun zurückziehen und über unsere derzeitige Situation nachdenken.“ Damit drehte sie sich um und verschwand wieder in die Höhle, aus der sie kam. Kai konnte ihre angespannten Muskeln und aufgerichteten Nackenhaare erkennen, doch  bevor er zum spekulieren kam sprang Luke ihn um. „Ey du Flohball, wie war es da draußen?“ Kai stieß ihn weg: „Es waren so viele neue Tiere… Und erst mal die ganzen neuen Gerüche.“  Schlendert ging er los. Aufmerksam folgte Luke ihm. „Durch diese Gegend zu streifen war … Unfassbar“. Er war der erste seiner Generation, der die stickige Luft außerhalb des Tunnels schnuppern durfte und er war froh endlich wieder die reine Luft des friedlichen Lages zu riechen.  Luke schaute ihn interessiert an. „Und!?“. “Und was?“ fragte Kai. „Was hast du alles gesehen? Und stimmt es das diese haarlosen Wesen, Wölfe fressen?“  Eine hell Hönig süße Stimme ertönte vom Felsen: „ Luke, das sind doch nur Legenden, Märchen damit die Welpen nicht einfach aus den Höhlen, in den Wald laufen!“ Die Wölfin sprang von Absatz zu Absatz, um langsam nach unten in die Schlucht zu kommen. Ihr helles Fuchsfarbendes Fell war kaum vom hellen Gestein hinter ihr zu unterscheiden. Sie kam den Rüden entgegen. Als sie vor ihnen stand steckte sie ihre Schnauze in Kai´s Fell. „Schön, dass du wieder da bist Kai.“ Grinsend schaute Kai sie an: „War es langweilig ohne mich Schwesterchen?“  Die Wölfin rollte ihre Augen und drehte elegant um, wobei sie mit ihren Schwanz über Kai´s schnauze zog. „Werd´ erwachsen!“ Und damit schritt sie den Pfad entlang, bis sie aus Kai´s Sichtfeld war. „ Das Fiala immer so angeben muss!“ Luke stupste ihn freundschaftlich an. „Und nun erzähl mir alles!“ „Aber bevor ich das mache,…“ entgegnete Kai „… muss ich was essen!“ Die beiden Brüder setzten sich vor ihrer Höhle hin und teilten sich ein Stück Beute. Das leckerste Stück Beute was Kai jemals gegessen hatte. Er Verschlang es förmlich, sodass Luke nach einiger Zeit immer wieder Nachschub holen musste. Dieser wartete gespannt auf das was Kai so erzählte…

 

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