No Romeo (and) No Juliet

Meine erste Breaking Bad Fanfiktion mit Tuco Salamanca.

(Ich bin noch am lernen ;) )

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1. No Life

~~Das warme Wasser umhüllte ihren nackten Körper, ihr Gesicht auch hinunter getaucht. Ihr blondes langes Haar schwamm im Seifenwasser und der warme Dampf bedeckte den Badezimmerspiegel. Sie starrte an die Decke und ignorierte das leichte Brennen in ihren Augäpfeln.

Nicht mit dem Gedanken sich umzubringen, doch sie dachte darüber nach, einfach abzuhauen. Ihr Leben war so gut wie langweilig, auch wenn sie bald erst ihren 17. Geburtstag hatte, kam es ihr so vor, als wäre sie innerlich schon älter.

Vor einem halben Jahr verlor sie ihre heimliche Freundin. Sie war Meth süchtig und erstickte im Schlaf. Ihre Eltern wussten nichts über die heimliche Beziehung mit Evelyn. Dass sie nun tot war, war einer der Gründe weshalb sie aus dieser Stadt raus wollte. Einfach alles vergessen und ein neues Leben führen, entdecken, feiern.

Nicht nur dieser eine Grund brachte sie dazu abhauen zu wollen. Es waren ihre Eltern und ihre kleine Schwester Mary, die ihr deutlich auf den Keks gingen. Sie tauchte wieder bis zu ihrem Kinn auf und schloss ihre Augen, während das warme Wasser ihren Körper erhitzte und die kühle Luft an ihren Wangen trat.

Mary- ihre kleine besserwisserische Schwester - wurde betüttelt und wie eine Prinzessin behandelt. Nicht so Lisa. Ihre Eltern hatten damals - da war sie 13. Ihren Farbigen Freund aus dem Haus gescheucht und sie angeschrien, das er sie vergewaltigen hätte können,. Da er ja schwarz war und Schwarze waren böse, besonders diese, die aussahen wie aus dem Knast gekrochen oder dem Kartell entsprungen. Das bekam ihr Freund natürlich mit, hob seine Hände und meinte ganz locker, dass er schon abhaue.

Ein paar Tage danach sah sie ihn wieder. Lisa wollte zu ihm und sich entschuldigen, über das Aufführen ihrer Eltern und hoffte sie könnten immer noch miteinander gehen doch er meinte nur, er wolle nichts mit Rassistenschweine zu tun haben und ging an ihr vorbei. Sie musste ihre Tränen bis nach Haus aufhalten und verbarg diese sogar bei ihren besten Freunden. Sie lachte, tat so als wäre es ihr scheiß egal und heulte sich an diesem Abend die Seele aus dem Leib. Beim Abendessen, fragte ihr Dad was denn los sei und Mary schrie nur „Benny! Es ist wegen Benny!" Lisa starrte sie wütend an und sagte, sie solle die Klappe halten. „Lisa Schatz! Rede nicht so mit deiner Schwerster! „– schimpfte ihre Mom nur, nachdem sie stark ausatmete und ihren Kopf mit einer Hand massierte. Ihre Eltern versicherten ihr das es das Beste sein wird, denn Benny wäre zu alt für sie – er war zwei Jahre älter und trug auffällige Hip Hop Kleidung – und kein guter Einfluss gewesen wäre. Lisa schob das Essen in die Mitte, das das Bierglas ihres Vaters umkippte und stand auf. „Ich hasse euch! Ich will hier weg!" schrie sie, während sie schnell in ihren Zimmer rannte und wieder anfing zu heulen.

Dazwischen kamen auch Kleinigkeiten oder wie man es sonst so nannte.

Lisa Parker schlich sich gerne mal aus dem Haus um mit ihren Freunden feiern zu gehen und die Partyfotos mit anderen auf Facebook zu teilen. Nur sie wusste nicht, dass sich ihre Mutter auch eingeloggt hatte und sich als „Mandy Mills" ausgab um mit ihr befreundet zu sein, um zu prüfen, das sie ja keinen Scheiß verzapfte oder sich mit Typen abgab die nicht zu dem Bild ihrer Eltern passten. Lisa hatte keinen blassen Schimmer davon und war jedes Mal überrascht wenn ihre Eltern daheim auf sie warteten und anfingen sie wieder auszufragen. Bis eines Tages der Computer im Wohnzimmer an war und ein weißes „f" mit einer blauen Umrandung in der unteren Bildschirmleiste auftauchte. Als sie etwas für ihre Psychiologiearbeit Recherchen anstellen musste tippte sie verwirrt das Symbol an und sah den Account von „Mandy Mills"

Ein Klopfen an der Tür riss Lisa aus ihren Gedanken und zog sie wieder in die harte Realität.

„Lisa Schatz? Clair ist am Telefon. Möchtest du sie sprechen?"

Vor Freude, dass ihre große Schwester anrief, rutschte sie fast auf dem Boden aus, als sie die Wanne verließ. Sie schmiss sich nur ihren pinken Bademantel über, machte die Tür auf, riss das Telefon aus der Hand ihrer Mutter und lief in ihr Zimmer. Ihre Mutter rief noch hinterher das sie bitte das Wasser nachher ablassen sollte und es in zwanzig Minurten Abendessen gäbe.

Ihre Schwester Claire war für sie ein Vorbild. Direkt, ehrlich und mit einem Hauch von einer „Scheiß-drauf" Einstellung. Doch sie musste sich nicht sonderlich anstrengen, denn sie waren sich ähnlicher als ihnen je bewusst war.

Claire zog schon mit siebzehn Jahren aus, weil sie die Kontrolltaten und die strengen Erziehungsmaßnahmen eindeutig satt hatte. Eines Morgens war sie einfach weg. Nur eine Notiz lag auf den Tresen der Küche.

Bin weg. Meld mich irgendwann. Sucht nicht nach mir. Claire

Natürlich machten sich ihre Eltern sorgen und wussten nicht mehr was sie tun sollten. Doch am übernächsten Tag rief Claire tatsächlich an und meinte sie hätte einen Kerl kennen gelernt und wolle mit ihm zusammen ziehen. Lisa hörte nur wie hysterisch ihre Mutter war und wie ihr Vater sie zu beruhigen schien.

Nun war sie vierundzwanzig und lebte mit ihrem Freund in Albuquerque, quasi auf der anderen Seite Amerikas. Besucht haben sie Claire leider nie. Aber ihre Eltern sind nicht gerade vor Freude geplatzt, als sie letztes Weihnachten mit ihrem Bikerfreund vor der Tür stand und einem Drachentatoo auf der Schulter. Ihre Eltern waren so außer sich, das sie die zwei in einem Hotel schickten.

Lisa war nach dem Gespräch mit ihrer Schwester so gut gelaunt, das sie sogar den öden Spielabend mit Mary und ihren Eltern mitmachte, obwohl sie lieber feiern wollte. Maggie und Ronny – ihre besten Freunde – hatten sie überreden wollen in einem Club zu gehen und es so richtig krachen zu lassen. Doch ihre Eltern hielten ihr wiedermal eine riesige predigt von Drogen und bösen Männern.

Ab diesen Zeitpunkt war sie sich sicher, wie Claire an ihrem siebtzehnten Geburtstag abzuhauen und nur einen Zettel zu hinterlassen.

Bin weg. Meld mich irgendwann. Sucht nicht nach mir. Lisa

 

 

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