13:37 - Deine Zeit läuft ab

Hanna ist 16 Jahre alt und sie weiß, dass sie sterben wird. Doch gibt es eine Chance dem "Joker" zu entkommen?
Hanna James ist ein ganz gewöhnliches Mädchen, bis zu ihren 17 Geburtstag zumindest. An diesem besonderen Tag bekommt sie anonym weiße Lilien geschickt, was nicht ungewöhnlich ist, doch es sind nicht nur die Lilien, die sie geschenkt bekommt...

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6. Kapitel 6

Noch 10 Stunden und 56 Minuten:

Ich schrak hoch und fühlt jeden einzelnen Schweißtropfen, der mir meinen kalten Rücken hinab lief. Mein Körper war kat, aber innerlich brannte ich. Ohne einen weiteren Moment darüber nachzudenken, was gerade passiert ist, stürmte ich aus meinem Zimmer in die Küche. As ich meine Mum und meinen Dad an dem Tisch saßen sah, fühlte ich mich wie der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt. Ich lief zu ihnen und umarmte sie. 

<<Schätzchen, was ist mit dir passiert. Du schaust als hättest du einen Geist gesehen.>>

<<Mir geht es gut. Mach dir keine Sorgen Dad. Ich bin nur so überglücklich euch hier zu sehen.>>

<<Natürlich, wo hätten wir den sonst sein sollen? Ich glaube du musst uns echt aufklären.>>

<<Ich habe bloß schlecht geträumt. Aber jetzt ist wieder alles gut. Und Mike? Geht es ihm gut?>>

Plötzlich mischte sich Mr. Baker senior in unser Gespräch ein. <<Er ist gerade beim Baseballtraining. Mach dir keine Sorgen er wird von drei unseren besten Männern betreut. Sollte ihm etwas zu stoßen bin ich der Erste, der davon erfährt.>>

Einige Zeit später kam Thomas die Treppe hinunter in die Küche. Der Traum fühlte sich so echt an, deswegen wusste ich nicht wie ich mich verhalten sollte. Vielleicht hat mein Unterbewusstsein versucht mich so vor ihm zu warnen. 

<<Wo warst du so lange, Thomas? Deine Aufgabe ist eine einzige und sehr leichte. Lass Hanna nicht alleine. Aber es sieht so aus als würdest du nicht einmal das schaffen.>>

<<Es tut mir Leid Vater ich musste nur noch kurz... Ähm....>>

<<Versuch jetzt bloß nicht mit Ausreden deine Ungeschicktheit zurechtfertigen.>>

Als ich Thomas ansah, sah ich wie sehr er verletz war, immer wenn ihn sein Vater zurecht wies. Anfangs fiel es mir nicht auf, aber später erkannte ich, dass er sein Hemd gewechselt hatte. Natürlich die Wund, er durfte es nicht riskieren, dass jemand das Blut bemerken könnte. Er hatte erneut seinen Job für mich auf das Spiel gesetzt und die Demütigungen seines Vaters vor all seinen Kollegen und meiner Familie in Kauf genommen nur um unseren Plan zu schützen. Nun war es also Zeit, dass ich ihn beschütze. 

<<Es war nicht seine Schuld. Ich bat ihn, sich umzudrehen, weil ich mich umziehen wollte und dann bin ich einfach los gelaufen. Er konnte es nicht wissen. Bestrafen Sie ihn bitte nicht für eine Sache, die er nicht selbst verschuldet hat.>>

<<Es ist ja lobenswert wie du dich für meinen Sohn einsetzt, aber ich...>>

<<Ich möchte wieder zurück in mein Zimmer und da ich nicht alleine gehen kann, denke ich dass es das beste ist wenn Thomas mich begleitet.>>

 

Mr. Baker war sichtlich überrascht, dass ich ihm einfach ins Wort fiel. immerhin sollte eine junge Dame Respekt vor einem Polizisten haben. Aber das hatte nichts mit Respekt zu tun. Ich fand es einfach nicht gut, wie er seinen Sohn behandelt hat, obwohl er ihm alles zu verdanken hat.

Auf dem Weg zurück in mein Zimmer sprachen wir kein Wort, erst als ich die Tür hinter uns schloss, begann Thomas zu sprechen.

<<Danke, dass du das für mich getan hast.>>

<<Das musste ich ja, immerhin hätte ich fast unseren ganzen Plan auffliegen lassen, nur weil ich nicht nachgedacht habe.>>

Seit wir zurück in meinem Zimmer waren würdigte ich Thomas kein Blick. Mir war bewusst, dass es ihm früher oder später auffallen würde, aber ich hoffte, dass er es aus Höflichkeit einfach ignorieren würde.

<<Was hast du geträumt?>>

<<Ach, nichts. Wieso?>>

<<Dir muss doch bewusst sein, dass ich nicht völlig dumm bin. Außerdem vielleicht hast du es immer noch nicht verstanden, aber ich arbeite bei der Polizei und es ist so zusagen mein Job das Verhalten anderer Leute zu analysieren.>>

<<Na schön. Ich hab von dem <<Joker>> geträumt und davon, dass er meine ganze Familie getötet hat, weil er mich nicht erwischt hat. Außerdem sah ich dieses Mal ein Gesicht, das ich dem <<Joker>> zuschrieb.>>

<<Das hört sich schlimm an, aber vielleicht hast du unterbewusst den <<Joker>> nur mit den Material aus deinen Recherchen enttarnt. Genau das ist was die Polizei seit Jahren nicht geschafft hat und vielleicht hast du das in nur wenigen Stunden geschafft. Wessen Gesicht hast du denn gesehen?>>

<<Das ist ja das, was mir Sorgen bereitet, es war dein Gesicht. Und als ich dich versucht habe zur Rede zu stellen, hast du mich erschossen. Danach bin ich aufgewacht.>>

<<Oh, du hast recht das kam unerwartet.>>

 

Aus lauter Entsetzung musste er sich auf mein Bett setzen. Ich sah in seinen Augen, dass meine Wort ihn tief verletzten, aber was hätte ich sagen sollen? Er hätte es bemerkt, wenn ich ihn angelogen hätte. Plötzlich schoss mir wieder der Gedanke mit Lily in den Kopf. Er konnte gar nicht der <<Joker>> sein. Er hatte ja bei dem ersten Mord, mit dem alles anfing, ein wasserdichtes Alibi. Er war mit dem Rest seiner Familie verreist. Außerdem war er zu diesem Zeitpunkt noch sehr jung. Ich saß mich zu ihm und nahm seine Hand.

 

<<Hör mir zu. Das war alles nur ein blöder Traum und das hat nichts mit der Realität zu tun. Außerdem kannst du es gar nicht getan haben. Du warst bei dem ersten Mord mit deiner Familie verreist.>>

<<Wie du ja weißt, nicht mit meiner ganzen Familie, sonst wäre meine Schwester jetzt vielleicht noch am Leben und diese grausamen Morde hätten nie statt gefunden. Also wie du siehst bin ich doch für all das verantwortlich und dafür, dass du und deine Familie jetzt in Gefahr sind.>>

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