13:37 - Deine Zeit läuft ab

Laura ist 16 Jahre alt und sie weiß, dass sie sterben wird. Doch gibt es eine Chance dem "Joker" zu entkommen? Laura James ist ein ganz gewöhnliches Mädchen, bis zu ihren 17 Geburtstag zumindest. An diesem besonderen Tag bekommt sie anonym weiße Lilien geschickt, was nicht ungewöhnlich ist, doch es sind nicht nur die Lilien, die sie geschenkt bekommt...

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1. Kapitel 1

Ich spürrte seinen warmen Atem in meinem Nacken und ich wusste, dass ich sterben würde. Doch das war der erste Zeitpunkt seit mehr als 13 Stunden, an dem ich keine Angst verspürrte. Das einzige was mir durch den Kopf schoss: "Werde ich sie je wieder sehen? Wird es weh tun? "

 

Noch 20 Minuten bis endlich der erlösende Klang ertönte und ich mir nicht mehr dieses Geschwafel von meinem sogennannten  Physiklehrer anhören musste. Als der Kong nach gefühlten Stunden ertönte und ich für den Rest des Tages machen konnte was ich wollte, versuchte ich so lange wie es mit nur möglich war unser Haus zu meiden.

Als mein Dad noch bei uns wohnte stritten meine Eltern den ganzen Tag über das was sie gerne hätten, was wir aber nie haben werden und über uns, mich und meinen Bruder Mike. Seit meine Eltern sich trennen übertreiben sie in jedlicher Hinsicht. Ansatt bei einer schlechten Note, den Fehler bei mir zu suchen, schieben sie es einfach auf den Anderen und behaupten es sei wegen dem Druck, der seit der Scheidung auf uns lastet. Doch ich bin froh, dass sie eingesehen haben, dass es keinen Sinn mehr hat zusammenzuwohnen. Zurzeit leben mein Bruder und ich mit unsrer Mutter in einem alten, kleinem Haus am Land. Mein Vater war nie begeistert von der Idee am Land zu leben. Ich hoffe jetzt hat er besser mit seiner neuen Freundin in der Stadt, aber bei uns braucht er sich nicht mehr blicken zu lassen. Er hat Mum in einer ihrer schwersten Zeit einfach alleine gelassen und um uns bemühte er sich schon lange nicht mehr. Das einzige was für ihn wichtig war, war seine Karriere als Anwalt.

 

Als ich das Auto meines Vaters vor meiner Schule sah, wurde mir unwohl. Seit Monaten hat er uns kein einziges Mal von der Schule abgeholt und überhaupt hatten wir ihn schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen, aber das hatte mich nicht weiter gestört. Ich hatte Angst etwas sei mit Mama passiert, aber als ich einstieg und erkannte, dass Mike und er sich prächtig verstande, verflog diese Angst. Den ganzen Weg sprach ich kein Wort, bis wir zur Tür herein kamen, da platzte es beinahe aus mir heraus. Erst nach ein paar Wörtern erkannte ich, dass ich vörmlich schrie. Auf meine Frage was er hier mache und wieso er sich so plötzlich wieder für uns interessiere, obwohl wir ihn die letzten 3 Monate egal waren, warf mir Mike einen strengen Blick zu. Mum und Dad versuchten mir zu erklären, dass sie sich vornehmen sich für einen kurzen Augenblick zusammenzureißen, sodass wir gemeinsam die Vorkehrungen für meinen Geburtstag, der kommenden Sonntag anstand, zu treffen.  Ich versuchte so überzeugend, wie es mir in diesem Augenblick nur möglich war, zu lächeln. Ich hatte keine Lust auf ein scheinheiliges Getue meiner Eltern, nur um mich glücklich zu machen, naja das glaubten sie jedenfalls. Sie wollen uns nicht verletzen, aber sie müssen einsehen, dass wir keine kleinen Kinder mehr sind und Verständnis dafür haben.  

Für heute hatte ich es geschafft mit Ausreden die Planungen auf einen anderen Tag zuverschieben, da ich noch viel für den nächsten Schultag zu tun hätte. Doch ich musste ihnen versprechen, dass ich morgen nach der Schule sofort nach Hause komme. Normalerweise merken sie es gar nicht ob ich Zuhause bin, Mum ist fast den ganzen Tag in ihrem Zimmer und muss sich von ihrer anstrengenden Kemotherapie erholen und Dad hat jetzt ein besseres Leben in der Stadt - ohne uns. 

 

Als ich den Wecker hörte, kam es mir so vor als sei ich gerade erst eingeschlafen. Nach kurzer Zeit raffte ich mich auf aufzustehen. Doch wie so oft in letzter Zeit war meine Laune den Rest des Tages schlecht. Nein. Mehr als schlecht!

Von dem Schultag bekam ich nicht wirklich viel mit, ich verbrachte die Zeit mir auszumalen wie schlimm es wird, einen Freitagnachmittag mit meinen Eltern zu verbingen. Kuchenbacken, das Haus dekorieren, Geschenke einpacken,... - wie eine normale Familie - doch wir waren keine normale Familie.

 

Als mich mein Leher aus meinen Tagträumereinen entriss und mich bat weiterzulesen, hatte ich keine Ahnung wo wir gerade waren. Ich stotterte zusammenhangslose Wörter vor mich hin und behauptete, dass mir unwohl seie, also rannte ich einfach aus dem Klassenzimmer.  Nach einiger Zeit hört ich Mr. Baker meinen Namen rufen, doch da ich nicht zurück wollte und ihm vor meinen gesamten Mitschülern zu erklären, wieso es mir nicht gut gehe, vertseckte ich mich auf der Mädchentoilette. Zur nächsten Stunde erschien ich wieder im Klassenzimmer, ich versuchte die abfälligen Bemerkungen meiner angeblichen Freunden zu ignorieren. Aber auch in dieser Stunde bekam ich nichts vom Unterricht mit, owohl ich mich bemühte konzentriert zuzuhören. Meine Gedanken schweiften anauernd ab. Als Mr. Baker mich wiedereinmal ermahnen wollte, da ich nur aus dem Fenster starrte, kam eine der Sekretärinnen in unsere Klasse gestürmt und bat mich völlig außeratem und sehr nervös ihr zu folgen. Auf dem Weg aus der Klasse hörte ich Glächter und Gemurmel, ich vermutet es gehe über mich. Nein, eigentlich wusste ich es. 

Die Sekretärin erklärte mir, dass sie einen Anruf meiner Eltern erhlaten habe und mein Vater vor der Schule stehe um mich abzuholen. Ich vertsand nicht was passiet war, aber sie wolte mir keine weiteren Fragen beantworten. Sie sagte nur mein Bruder sei schon im Auto und meine Eltern sollen mir erklären was geschehen ist.  Zuerst dachte ich das ist ein schlechter Scherz und meine Eltern konnten es nicht mehr abwarten mit mir Kuchen zu backen und all unsere - wohleher ihre - Vornahmen für meinen Geburrtstag vorzubereiten. Doch dieses Mal war es anders als letztes, niemand sprach nicht mal der leiseste Versuch eine Koversation zu führen. Ich fühlte mich unwissend. Ich wollte eingeweiht werden.

Schon von weitem hörte ich die Sirenen. Schon wieder schoss mir der gleiche Gedanke in den Kopf wie gestern. Ich musste es einfach wissen!

<< Hatte Mum einen Unfall?>> 

<<Nein, sie ist nicht die, um die wir uns Sorgen machen. Außerdem geht es ihr besser, momentan jedenfalls.>>

Ich brauchte eine Zeit um zu verstehen, dass er davon wusste.

Da fauchte ich Mike an: <<Hast du es ihm gesagt? Wir haben Mum versprochen es für uns zu behalten.>>

<<Ich war das nicht, ich dachte du hättest deinen Mund wieder nicht halten können.>>

<<Ich habe es von eurer Mum erfahren, gestern hat sie mir alles erzählt, dass sie Krebs im vorgeschrittenen Stadium hat und jetzt hört auf zu steiten, es gibt momentan wirklich wichtigeres.>>

Ich hatte kein Lust mehr auf diese ganzen Geheimnistuereien, ich wollte endlich wissen was los ist.

<<Wenn ihr mir jetz nicht sofort sagt um was es wirklich geht, dann steige ich aus und ihr könnt alleine weiterfahren. Jeder weiß bescheid, nur ich nicht.>>

Trotz meines ausfallened Tons reagierte Dad so ruhig er konnte, aber man sah in die Anspannung an. Er konnte sie nicht gut verbergen. Ich baruchte bloß in seine Augen sehen und die Angst sprang mich förmlich an. Ich merkte die Schweißtropfen auf der Seite seines Kopfes langsam herunterlaufen, obwohl es Herbst war.

<<Eure Mum hat mich gebeten dir vorerst nichts zu erklären sie würde das gerne tun.>>

 

Als wir Zuhause ankamen erkannte ich aus dem Auto heraus erst, dass die Sirenen die ich geört habe von einem Polizeiauto kamen, nicht wie ich vermutet hatte von einem Krankenwagen, der Mum ins Krankenhaus bringen muss.

Obwohl es Herbst war schien die Sonne, ihre agressiven Strahel belendeten mich als ich ausstieg, so dass ich nichts erkennen konnte. Nachdem sich meine Augen an das grelle Liche gewohnt hatten, bemerkte ich erst wie viele Ploizeiwägen angerückt sind. Unsere Tür stand offen. Ohne zu schauen, wo mein Dad und mein Bruder waren, rannte ich zur Haustür, durch den Gang, in die Küche. Ich sah meine Mum weinend am Küchentisch sitzen, während ein Polizist versuchte behutsam auf sie einzureden. Trotz der kurzen Strecke war ich völlig außer Atem. Als Mum mich sah stand sie ohne ein Wort auf, kam auf mich zu und umarmte mich. Ich wusste nicht was ich denken sollte, wie ich die Situation einschätzen sollte.

Nachdem Dad und Mike ebenfalls in Küche kamen, bat sie mich, mich hinzusetzen, sie und Dad hätten etwas wichtiges mit mir zu besprechen.

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