Der verlorene König

Ein Königreich, das seinen König verloren hat. Eine alte Geschichte von der Niemand im Land mehr sagen kann, ob sie wahr ist oder erfunden wurde. Ein Bauernjunge, elternlos und allein, des Diebstahls angeklagt, gefoltert und für vogelfrei erklärt. Ein wegloser Wald in dem sich eine Bande Vogelfreier versteckt, die auf der Suche nach dem verschwundenen König sind. Wenn ihr Louis auf ein mittelalterliches Abenteuer voller Verschwörungen, Wirren und Herzschmerz begleiten wollt, dann seid ihr hier ganz herzlich Willkommen.[Larry-AU]

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71. Zeichen auf der Haut

Als das Wasser so heiß war, dass es angefangen hatte zu dampfen, schöpften sie Eimer für Eimer in eine hölzerne Wanne. Die Arbeit hatte sich gelohnt, denn die Wanne war beinahe bis zum Rand gefüllt. „Endlich.“ seufzte Harry, legte seine Kleidung ab und stieg in die Wanne. Louis folgte ihm und setzte sich vorsichtig. Das Wasser reichte ihm locker bis zu den Schultern und er ließ sich mit einem genüsslichen Seufzer zurück sinken. Noch nie hatte er in einer Badewanne gelegen, die so groß gewesen war. Die Wärme, die ihn umgab, war angenehm und tat seinen verspannten Muskeln gut. Harry saß ihm gegenüber und seine Füße streifte Louis Oberschenkel, als er sich soweit zurücklehnte, bis er mit dem Kopf unter Wasser tauchte. Als er wieder an die Oberfläche kam, waren seine Locken glatt und sein Haar wirkte eine Handbreit länger und reichte ihm nun fast bis zur Hälfte des Oberarms. Mit den Händen strich er sich das Wasser aus dem Gesicht und lachte Louis vergnügt an. „Das fühlt sich so angenehm an...allein, eine Badestube zu besitzen, war es wert, Jonathan zu töten.“ Wahrlich, das tat es. Louis streckte sich und schob einen Fuß spielerisch zwischen Harrys Beine und grinste ihn neckend an. Der König zog nur eine Augenbraue hoch, doch man sah genau, dass er amüsiert war. „Wollt Ihr mich herausfordern?“ frage Harry und schob sich Louis ein wenig entgegen, der auf die Knie ging und sich vorsichtig auf Harrys Schoß schob. „Das habt Ihr richtig erkannt, Majestät.“ Sie küssten sich gierig und Louis schmiegte sich an Harrys Körper. Das Wasser schwappte zwischen ihnen hin und her und die Haut fühlte sich samtig und weich an. Harry versteifte sich und drückte sich gegen Louis, tastete nach ihm und umschloss ihn mit einer Faust. Durch das Wasser schien seine Haut noch empfindlicher zu sein, als sonst und er schloss genüsslich die Augen. „Ich will dir nahe sein...ich habe dich so vermisst in den letzten Tagen...“ bettelte Louis und stieß in Harrys Faust. Er war so geladen, dass er es kaum abwarten konnte, mehr von Harry zu spüren. Er keuchte und weil die Geräusche in der Badestube laut widerhallten, dämpfte Louis sie schnell, indem er die Lippen gegen Harrys Hals drückte. „Ich hab ich auch so sehr vermisst.“ antwortete der König und saugte an der dünnen Haut  hinter Louis Ohr. Sein Haar wurde vom aufsteigenden Wasserdampf feucht und fiel ihm in Strähnen in die Augen. Ungeduldig wischte Louis es sich aus dem Gesicht. „Bitte Harry, lass mich doch nicht so lange leiden“, wimmerte er und sein Geliebter gab mit einem weichen Lächeln nach. Er umgriff Louis Hüfte und schob ihn noch ein wenig weiter auf seinen Schoß und beide schlossen die Augen.

Rumms!

Die Tür zur Badestube flog auf. Harry packte Louis instinktiv und tauchte mit ihm unter. Louis bekam Wasser in den Mund, weil er damit nicht gerechnet hatte und kam prustend wieder an  die Oberfläche. Das Wasser lief ihm in die Augen, weshalb er nur unscharf erkennen konnte, dass zwei Personen in die Badestube getreten waren. Erst nach mehrmaligem Blinzeln erkannte er Cuthbert und Leofwine. „Ich grüße Euch.“ sagte Cuthbert, dem offenbar nicht klar war, dass er sie gerade gestört haben könnte. Louis versuchte, nicht allzu verlegen drein zu blicken, und wischte sich unablässig das Wasser aus den Augen, obwohl er bereits wieder gute Sicht hatte, doch er brauchte etwas zu tun, damit man ihm seine Verlegenheit nicht ansah. „Wir haben gesehen, dass ihr Wasser geschöpft habt. Die Wanne ist recht groß. Dürften wir uns zu euch setzen?“ fragte Leofwine und Harry nickte rasch: „Natürlich. Wir haben genug Wasser.“ Louis nutzte den Moment, in dem sich die beiden Männer die Hemden über den Kopf zogen, um Harry entgeistert anzusehen. Er konnte doch wohl unmöglich zulassen, dass sie zu viert in einer Wanne saßen. Doch der König zuckte mit den Schultern und raunte ihm leise ins Ohr: „Wir waschen uns zügig und machen uns dann aus dem Staub, dann haben wir unsere Ruhe.“ Die beiden Männer hatten ihre Kleidung abgelegt und stiegen nun zu Harry und Louis in das warme Wasser. Natürlich schwappte die Wanne sofort über, doch sie hatten gut Platz. Louis saß eng bei Harry. Er wollte die beiden anderen nicht berühren, das wäre ihm eindeutig zu intim. Cuthbert, tauchte den Kopf ins Wasser fuhr sich mit den Händen durch das dunkle Haar und den Bart. „Ich denke, ich habe noch nie in warmem Wasser gesessen.“ sagte er und legte den Kopf schief, als dachte er darüber nach, ob wirklich stimmte, was er sagte. Harry griff indessen nach einem ledernen Lappen, drückte ihn ins Wasser und wusch sich grob damit ab, dann reicht er ihn an Louis weiter. Das Leder war angenehm weich auf der Haut, entfernte jedoch trotzdem den Schmutz, der sich in den letzten Wochen in den Poren festgesetzt hatte. „Ich mache euch ein wenig Platz in der Wanne.“ sagte Harry und erhob sich. Mit den Händen streifte er sich das Wasser vom Körper, stieg aus dem Holzzuber und stellte sich vor das Feuer des Kamins, um ein wenig zu trocknen. Louis tat es ihm gleich, allerdings vergewisserte er sich vorher, dass zwischen seinen Beinen wieder Ruhe eingekehrt war.
Die Flammen trockneten sie schnell und als sie sich die Kleidung wieder anzogen, waren auch Louis Haare beinahe wieder trocken.  „Meine Herren, ich wünsche Euch noch einen angenehmen Badeabend.“ sagte Harry zu Cuthbert und Leofwine, die es sich in der Wanne nun richtig bequem gemacht hatten und nickte ihnen zu. „Wir sehen uns beim Abendessen!“ Leofwine hob die Hand aus dem trüben Wasser und winkte ihnen zu, als sie sich umwandten und den Raum verließen.

„Es war befremdlich, mit den Beiden die Wanne zu teilen, findest du nicht auch?“ fragte Harry, als sie Hand in Hand den Flur zu seinen Gemächern entlanggingen. „Ja, sie kamen aber auch im ungünstigsten Moment...ähm Harry, wollen wir nicht in den Thronsaal zum Essen?“ fragte Louis und verlangsamte seine Schritte. „Ja, das werden wir gleich tun. Aber ich muss erst noch diese Sache zu Ende bringen, die wir gerade so angenehm angefangen haben.“
Die Tür der Schlafkammer war noch nicht ins Schloss gefallen, da fand sich Louis schon auf der weichen Felldecke wieder. Harry kniete über ihm und küsste ihn stürmischer, als vorhin. „Dieses Mal werde ich mich nicht unterbrechen lassen.“ murmelte er und küsste sich über Louis Mundwinkel hinab zu seinem Hals und in den Ausschnitt des Hemds hinein. Sofort war die Hitze wieder da, die vorhin so abrupt erloschen war und Harry löste mit eiligen Händen Louis Gürtel. „Harry...kannst du….“ fing Louis an und kniff kurz die Augen zu, weil er sich selbst nicht ganz sicher war, ob er es aussprechen sollte. „Was ist? Was soll ich tun?“ Der König sah zu ihm auf und das Licht der Flammen spiegelte sich in seinen dunklen Augen. „Ich will ein Zeichen von dir tragen...“ flüsterte Louis und schlug verlegen die Augen nieder. Er war sich nicht sicher, ob Harry seinen Wunsch nachvollziehen konnte. Doch er hatte unwillkürlich daran denken müssen, dass der König heute mit seiner Frau ein Kind gezeugt hatte. Lady Taylor würde also auf immer mit Harry verbunden sein. Er hingegen hatte nichts, das ihn mit dem König zusammenhielt. „Du willst ein Zeichen von mir?“ wiederholte der dunkelhaarige König und hielt einen Moment inne, um nachzudenken. „Ich gebe dir eines. Wenn du mir ebenfalls eines von dir verpasst.“ - „Liebend gern.“ Sie teilten einen erneuten Kuss und Harry fuhr fort, Louis die Kleidung abzustreifen, während seine Lippen über die frisch gewaschene, weiche Haut glitten. An der Hüfte hielt er inne, tupfte einen Kuss auf eine Stelle unterhalb seines Nabels und hob den Blick. „Hier ist es gut, meinst du nicht?“ Louis konnte nur nicken. Sein Herz klopfte schon jetzt rasend schnell und er zuckte zusammen, als er einen stechenden Schmerz in der Seite spürte. Harry hatte ihn gebissen, jedoch nicht stark genug, um ihn ernsthaft verletzt zu haben. Doch als Louis den Kopf erneut hob, sah er, dass Harrys Zähne einen Abdruck auf seiner Haut hinterlassen hatten, der ein wenig blutete. „Wenn wir Glück haben, bildet sich eine Narbe, dann hast du mich immer bei dir. Jetzt verpasse mir dasselbe Zeichen, Louis.“ verlangte Harry, zog sich das Wams aus und kniete sich vor Louis und zog ihn in eine sitzende Position. Auch die Haut des Königs war noch weich von dem warmen Wasser und Louis strich sanft mit den Händen über seine Brust und die Lenden. Zaghaft platzierte er einen Kuss auf der Linie aus Haaren, die unterhalb des Bauchnabels wuchsen, suchte sich dann eine Stelle und biss zu. „Nicht so zaghaft, ich denke du willst mir ein Zeichen ver...ahh.“ Louis hatte zugebissen und Harry verstummte. Obwohl es ihm zuwider war, Harry Schmerz zuzufügen, weckte diese Tat ihn Louis ein anderes Verlangen und er sah seinen König ernst an. „Lass es mich heute tun.“ verlangte er, doch Harry schüttelte den Kopf: „Nein. Ich muss meine Erinnerung an den Ehevollzug verbannen...ich werde es tun.“ Er wartete keine Antwort ab. Stattdessen, drehte Harry Louis so rasch um, dass dieser sich gar nicht richtig wehren konnte und befreite ihn von seiner Kleidung. Der Lockenkopf schien genau zu wissen, was er mit Louis vorhatte und seufzte erwartungsvoll, als er Louis die Hose von den Beinen streifte.

Ein ungewohntes Gefühl war es, von Harry so konzentriert zu erleben. Es schien, als wollte er unbedingt jede Erinnerung an die Nacht mit Lady Taylor aus seinen Gedanken entfernen. „Ich will dir nicht wehtun...du musst mir sagen, wenn du Schmerzen haben solltest.“ forderte er ihn auf und schob Louis Knie auseinander. Louis nickte und blickte ihn mit glühenden Augen an. „Du wirst mir nicht wehtun, da bin ich sicher.“ erwiderte er und zog sich kurz zu Harry, um ihn zu küssen. Noch während ihre Zungen miteinander tanzten, drang Harry in ihn ein und es war wieder einmal das beste Gefühl, das er jemals empfunden hatte. Sein Herz klopfte schnell und eine angenehme Wärme machte sich in ihm breit. Es war, als wären sie ein Schloss und ein Schlüssel, die genau zusammenpassten. Louis widerstand der Versuchung, die Augen zu schließen, denn er beobachtete Harry viel lieber. Der König hatte die Augen geschlossen und die Arme um ihn geschlungen und ein entspannter Ausdruck lag ihm auf dem Gesicht.

Harry so nahe zu sein war ein sehr angenehmes Gefühl. Louis seufzte und schlang die Beine um seine Hüfte. „Das ist...sehr schön...“ keuchte er und zitterte leicht. Dem konnte Harry nur beipflichten und er stieß ein wenig heftiger zu. Louis griff zwischen sie beide und umfasste sich selbst. Das Feuer wärmte sie so sehr, dass dem König ein Schweißtropfen über die Brust lief. Louis reckte den Hals und leckte ihn ab. Die Berührung seiner Zunge, gab Harry den Rest und  die Erlösung überkam ihn mit einem heftigen Zucken. Er drückte sich dicht auf Louis, der den Druck um sich verstärkte und den Rücken durchdrückte, als auch ihn die Erlösung traf.
Der König hatte kaum mehr Kraft in den Armen: erst der Schwertkampf, dann das Wasserschleppen und nun das. Vorsichtig zog er sich zurück und legte sich in seinen Arm. Ihr beider Atem ging stoßweise und schnell. „Das war unbeschreiblich, weißt du das?“ fragte Harry und küsste Louis auf die Stirn. „Ja, das fand ich auch...du fühlst dich gut?“ - „Ja.“ Sie blieben noch so lange liegen, bis ihre Herzen nicht mehr rasten, dann knurrte ihnen beiden der Magen so heftig, dass sie es kaum noch aushielten, rasch wieder ihre Kleidung anzogen und in den Thronsaal gingen.    
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