Die Wölfe ~Patenblut~

"Mafia, Drogen, Auftragsmorde, du und ich, gegen den Rest der Welt. Das habe ich in Italien wahrlich nicht vermisst, aber New York ist mein Revier und wenn ich nicht darum kämpfe, wer dann?"

Enrico stürzt sich mit seinem Leibwächter Antonio in einen scheinbar aussichtslosen Kampf gegen den Clan der Red Dragons, um den Einfluss seiner Familie wieder herzustellen. Dabei verbindet die beiden Männer mehr als nur ein gemeinsamer Feind. Ihre heimlich Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, als Antonio Enrico verrät und ein Spiel auf Leben und Tod beginnt.

0Likes
0Kommentare
39Views
AA

4. 3. Kapitel ~Das letzte Stück Kuchen~

Das erste Licht des Tages, weckt mich aus unruhigem Schlaf. Ich öffne die schmerzenden Augen und kann mich nicht erinnern, eingeschlafen zu sein, doch draußen ist es bereits hell. Nur schemenhaft erkenne ich eine lange Fensterfront mit zertrümmerten Scheiben. Die Wände sind schwarz. Ich kann den Verkehr der Straße hören. Automobile? Hier an der italienischen Küste, mitten im Nirgendwo? Ich brauche einen Moment, mich an den vergangenen Tag zu erinnern. Das ist nicht Italien, ich bin in New York. Müde blicke ich mich in der verwüsteten Halle um. Bei Tageslicht wird erst das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Von der Decke hängen undefinierbare schwarze Verkabelungen und Reste des Dämmmaterials herunter. In großen Flächen bröckelt der Putz von den Wänden. Der Boden ist mit Holzbalken und Stuhlresten übersät, alles liegt unter einer dicken Ruß- und Staubschicht begraben. Es wird verdammt viel Arbeit sein und eine ganze Stange Geld kosten, diese Halle wieder bewohnbar zu machen. Das Beste wird sein, sie abzureißen und komplett neu wieder aufzubauen. 

 

Nachdem ich mir einen groben Überblick der Verwüstung verschafft habe, sehe ich mich nach meinem Begleiter um. Ich kann mich nur noch dunkel an den Streit mit Toni erinnern und erwarte, dass er sich irgendwo in meiner Nähe aufhält, doch ich bin allein. Das Einzige, das mich ahnen lässt, dass er noch einmal hier gewesen sein muss, ist sein schwarzes Jackett, das über mir liegt. Ich seufze genervt und schiebe es weg. Diese fürsorgliche Scheiße kann er sich sparen. Ich werfe es achtlos auf den Boden und will mich aufrichten, doch als ich mein Gewicht auf den rechten Arm verlagere, jagt ein jähes Stechen durch meine Schulter. Ich ziehe die Luft scharf zwischen den zusammengebissenen Zähnen ein und muss den anderen Arm zur Hilfe nehmen. Jeden Morgen derselbe Mist. Mühsam ziehe ich mir mein offenes Jackett von den Armen. Ich befreie mich von meinem Hemd und sehe mir die Schulter an. Mit den Fingern fahre ich über die große Narbe, die sich von einem Kreis ausgehend, in Sternform, über sie ausbreitet. Sie sieht nicht anders aus als sonst, dafür schmerzt sie ungewöhnlich stark. Ich versuche die Schulter zu bewegen, erst in kleinen Kreisen, dann in größeren. Es dauert eine Weile, bis sich die Verspannung löst und das Stechen erträglicher wird. Jeden Morgen habe ich damit zu kämpfen, und die Nacht auf dem verbrannten Sofa, hat es nicht besser gemacht. Unsere erste Anschaffung sollte ein Bett sein, am besten nur ein Einzelnes, damit Toni bei mir schlafen muss. Ich schmunzle bei dem Gedanken, doch als ich mich an seine letzte Reaktion erinnere, vergeht es mir wieder.

 

Knirschende Schritte nähern sich mir, reflexartig greife ich hinter mich in den Hosenbund. Ich spüre den Griff meiner Pistole. Meinen Blick wende ich in die Richtung des Geräusches, das im selben Moment verstummt. 

Toni steht mitten in der Halle. Ich ertappe mich dabei, wie mein Blick dem Verlauf seines Oberkörpers unter dem dünnen Stoff seines Hemds folgt, bis ich an einer gefüllte Papiertüte, in seinen Händen, hängen bleibe.

Er mustert meinem nackten Oberkörper ebenso prüfend. Seine Augen wandern von meinen Brust- zu den Bauchmuskeln und langsam tiefer. Ich ziehe eine Augenbraue fragend in die Höhe. Er fühlt sich ertappt und schaut betreten zu Boden. Idiot! Gestern hätte er mich noch haben können, heute kann er mich mal. 

Ich streife mir umständlich mein Hemd über, und kann noch immer seinen sehnsüchtigen Blick auf mir spüren. 

Als ich auch mein Jackett angezogen habe, steigt mir der Geruch von frischem Gebäck in die Nase. 

„Willst du dich einschleimen?“, frage ich gerade heraus. 

Toni stöhnt und rollt mit den Augen. Er tritt näher und wirft mir die Tüte in den Schoss. 

„Du musst was essen!“, fordert er streng. Mein Blick wandert von der Tüte zu ihm. 

"Ich hab keinen Hunger", lüge ich.  

Als ich mich erhebe, fällt sie zu Boden. Ich trete mit verschränkten Armen ans Fenster und wende ihm demonstrativ den Rücken zu. 

„Sag bloß du bist immer noch sauer wegen gestern?“, will er wissen. Ich antworte ihm nicht und betrachte stattdessen den Innenhof. Alles ist von Unkräutern und kleinen Büschen überwuchert. Die Steinplatten darunter sind zerbrochen. Hier und da liegt sperriger Metallschrott und Abfall herum. Mein Club und alles, was ich hier aufgebaut habe, ist nur noch ein Haufen verbrannter Müll. Ich verschränke die Arme vor der Brust und seufze tief. Tonis Schritte kommen näher. 

„Du bist das einzig Gute, in dieser verdammten Höhle und kaum sind wir ein paar Stunden hier, stößt du mich weg.“ Toni bleibt hinter mir stehen, ich spüre seinen warmen Körper im Rücken. Seine Hände umfassen meine Oberarme, den Kopf legt er auf meine Schulter und flüstert: „Es tut mir leid.“

„Kauf ich dir nicht ab ...“ Er schiebt mir seinen Zeige- und Mittelfinger in den Mund. Seine Lippen tasten meinen Hals entlang, sein heißer Atem jagt mir eine Gänsehaut den Rücken hinab. 

„Gib schon ruhe!“ Fordernd schiebt er seine Finger tief in meinen Mund und tastet über meine Zunge. Mit der freien Hand wandert er über meinen Oberkörper, langsam hinab. Ein Schauer der Erregung geht durch meinen Körper. Seinen Schritt drängt er gegen meinen Hintern, ich spüre sein Glied durch die Hose hart werden. Dieser verdammte Mistkerl, ich wollte ihn doch ignorieren, ihn mit Desinteresse strafen, doch allein seine Finger so tief in meinem Mund, reichen aus, um mir ein wohlig, warmes Gefühl in die Lenden zu zwingen. Seine freie Hand öffnet den Gürtel und die Knöpfe in meinem Schritt. Als er in meine Unterhose gleitet, beginnen meine Beine zu zittern. Nach Halt suchend stütze ich mich auf das Fensterbrett.

„Ich liebe es, wenn du so geil bist, dass du kaum noch stehen kannst“, flüstert er mir gehässig ins Ohr. 

„Arschloch!“, nuschle ich in seine Finger. Toni befreit mein Glied aus der Unterhose und fährt es auf und ab. Meine Beine beginnen noch heftiger zu zittern, ich beuge mich immer mehr nach vorn. Sein Härte reibt an mir, Hitze schießt unaufhörlich in die Lenden. 

Seine Finger verlassen meinen Mund. Ich atme heiß gegen das blinde Glas der zerbrochenen Scheibe. Wasserdampf beschlägt sie in immer kürzeren Abständen. Ein Glück ist hier alles so verrußt und dreckig, dass uns hoffentlich keiner sehen kann. Trotzdem jagt der Gedanke, ungeschützt am Fenster zu stehen, wilde Unruhe in mein Herz. 

Toni öffnet seinen Schritt, dann wandert seine Hand in meine Hose. Er zieht sie gerade weit genug hinab, dass ich seine Erregung zwischen meinen Pobacken spüren kann. Mein Atem beginnt zu rasen, mein ganzer Körper beben. Seine Hand legt er eng um mein Glied, mit dem Daumen fährt er in kleinen Kreisen um meine Eichel. Ein wildes Kribbeln erfüllt meinen ganzen Unterleib. Dieser elende Sadist. Ich bin doch schon längst geil genug. Immer wieder dränge ich mich seinem heißen Schritt entgegen, will seine Härte endlich in mir spüren, doch Toni hat damit keine Eile. Er leckt sich über die Finger und verteilt seinen Speichel zwischen meinen Pobacken und an seinem Glied. Während mich seine Hand im Schritt verrückt macht, gleiten seine Finger immer wieder nass in mein zuckendes Loch. Er dehnt es, spreizt Zeige- und Mittelfinger in mir. Ich  stöhne heftig gegen die Scheibe, der Wasserdampffleck wird immer größer. Das ist viel zu gut. Wenn er so weiter macht, dann komm ich schon, noch bevor ich ihn überhaupt in mir spüren kann. Krampfhaft versuche ich mich gegen die wachsende Hitze zu wehren, doch seine Finger reiben immer wilder über mein hartes Glied. Als sich seine Eichel endlich gegen mich drängt und sich seine Härte einen Weg hinein sucht, ist das Gefühl so überwältigend, dass ich nicht mehr gegen den Druck in mir ankommen. Heiß schießt die Lust durch mein Glied und gegen die Wand unter dem Fensterbrett.

„Dein Ernst? So schnell?“, mault Toni und reibt den letzten Rest meines Schusses aus mir heraus. 

„Was kann ich dafür?“, keuche ich atemlos, „Du machst mich doch so geil ...“ Um mich am sprechen zu hindern, schiebt Toni mir seine beschmutzen Finger in den Mund. Der derbe Geschmack lässt mich würgen. Ich drehe den Kopf weg. 

„Ablecken!“ befiehlt er streng und schiebt sie mir wieder in den Mund. Er drängt sich mit seinem Körper so eng an mich, dass ich mit dem Kopf nicht mehr zurückweichen kann. Seine Finger schiebt er mir so tief in den Rachen, dass ich nicht anders kann, als zu schlucken. Ich spiele für einen Moment mit dem Gedanken, ihm einfach zu beißen, doch eigentlich gefällt mir viel zu sehr, was er tut. Warum mag ich seine grobe Art auch noch? Sein heißer Körper, der mich einhüllt, sein hartes Glied, das er immer tiefer in mir versenkt. Er macht mich einfach wahnsinnig damit.

„Glaub ja nicht, dass ich schon fertig mit dir bin“, haucht er mir in den Nacken. Ich muss heftig schlucken und erschaudere am ganzen Körper. Ich bin doch schon gekommen, wenn er sich jetzt auch noch in mir bewegt, halt ich das niemals aus. Meine Muskeln ziehen sich jetzt schon schmerzhaft, um ihn zusammen. 

„Los dreh dich um!“, fordert er und zieht sich aus mir zurück. Ich atme durch und komme seinem Wunsch nach. Als wir uns wieder in die Augen sehen können, stemmt er beide Hände auf meine Schultern. Langsam aber bestimmt, drückt er mich an sich hinab. Ich gehe vor ihm auf die Knie und greife nach seinem Penis, doch als ich in die Hand nehme, stößt er meine Finger weg. Sein Glied drängt er mir ins Gesicht. Ich drehe den Kopf bei Seite und sehe skeptisch zu ihm auf.

„Der war in meinem Arsch!“, protestiere ich. 

„Wir haben seit vier Tagen nichts mehr gegessen, also hab dich nicht so!“ Seine Hände packen hart in meiner Haare, energisch zwingt er sich in mein Gesicht. Als ich nicht sofort den Mund öffne, hält er mir die Nase zu. Ich gebe nicht nach, bis mich der Sauerstoffmangel dazu zwingt, den Mund zu öffnen.

In seiner ganzen Länge drängt er sich hinein. Mir steigen die Tränen in die Augen, der Brechreiz lässt mich würgen. Beide Hände stemme ich gegen seine Hüften, um mich gegen ihn zu stemmen, doch er zieht mich am Kopf zurück. Wild und rücksichtslos beginnt er sich in mir zu bewegen. Immer mehr Tränen laufen mir übers Gesicht, doch er grinst nur selbstgefällig. Ich schaue finster Lächelnd zu ihm auf und ziehe meine Zähne eng um ihn zusammen. 

„Wage es dich, zuzubeißen und ich nehme deinen Arsch!“, droht er. Ich schlucke schwer und gebe seinen Penis wieder frei. Ungezwungen stößt er erneut zu. Ich gebe mir alle Mühe, den Brechreiz unter Kontrolle zu bringen und bremse seine wilden Bewegungen an den Oberschenkeln. Um seiner hemmungslosen Gier Herr zu werden, bewege ich den Kopf selbst vor und zurück. Sein Griff in meinen Haaren lockert sich. Er legt den Kopf zurück und schließt die Augen. Sein Stöhnen halt von den Wänden wieder. 

 

„Antonio? Bist du hier irgendwo?“, dringt die Stimme einer Frau bis zu uns herein. Erschrocken halten wir beide inne. Ich verschlucke mich an meinem eigenen Speichel und beginne heftig zu husten.

"Und du bist sicher, dass er hier ist?", folgt eine Zweite. Diesen Tonfall und diese Stimmlage, dass ist meine Frau, Judy. Dann gehört die andere Stimme sicher Anette, Toni Freundin. Augenblicklich schlägt mir das Herz bis zum Hals. Ich wische mir die Tränen und den Speichel von Wangen und Mund. Toni sieht ärgerlich auf mich herab. 

„Na toll! Warum lass ich mich auch immer von dir überreden?“, mault er mich an. 

„Von mir? Wer hat denn hier wen verführt?“, halte ich dagegen. Die Schritte im Innenhof kommen immer näher. Anettes Worte sind viel deutlicher zu hören: "Ich glaube schon? Ich habe Raphael und Susan in der Praxis darüber sprechen hören."

„Was jetzt?“, will ich leise von Toni wissen. Er zwingt seine hartes Glied in den hintersten Winkel seiner Hose und schließt die Knöpfe im Schritt. Zügig geht er zum Sofa und nimmt sich sein Jackett vom Boden. 

„Ich gehe ihnen entgegen und versuche sie abzuwimmeln und du bleibst hier. Wenn sie dich sehen, weiß bald ganz New York, dass du wieder da bist.“ Hastig schließt er die Knöpfe an seinem Jackett und lässt mich allein zurück. Ich seufze und kämpfe mich schwerfällig auf die Beine. Meine Hose ist von den Knien abwärts mit Ruß verdreckt. Ich versuche ihn vergeblich von dem Stoff zu klopfen. Vielleicht hatte Toni ja doch recht und wir hätten uns die Nummer für einen besseren Ort aufheben sollen. Auch die Ärmel meines Hemdes sind voller Asche und Dreck. Ich putze sie so weit möglich ab und richte ebenfalls meinen Schritt. Im vorbeigehen, nehme ich mir die Tüte, die Toni mitgebracht hat und fische eines der Kuchenstücke daraus hervor. Um den derben Geschmack los zu werden, schiebe ich es mir im Ganzen in den Mund. Während ich den viel zu großen Bissen zu bewältigen versuche, trete ich ans Fenster. 

"Ich schwöre, wenn er unsere Kinder Nachts hierher gebracht hat, reiß ich ihm die Eier ab", höre ich Judy sagen. Also ist unser Nachwuchs der Grund für ihr Kommen? Meine beiden Kinder und Tonis Tochter sind noch in Italien. So lange, wie hier das Chaos tobt, sind sie dort besser aufgehoben. Doch von all dem, wissen die beiden Frauen noch nichts. Ich möchte jetzt nicht in Tonis Haut stecken und ihnen das erklären müssen. Lieber fische ich mir noch ein Stück des Kuchens aus der Tüte und sehe mir das ganze aus der Ferne an. 

 

Eine junge Asiatin steht im Hof. Ihre Haare sind seidig glatt und reichen ihr fast bis zum Po. Sie stemmt die Hände gegen die Hüften und schaut Toni wütend an. 

„Was soll das heißen, sie sind noch in Italien? Bist du verrückt geworden? Du fährst sofort zurück und holst sie!“, schreit sie. 

„Wer kümmert sich denn dort um sie?“, wirft Anette ein. 

„Robin passt auf sie auf. Sie sind hier nicht sicher.“

„Meine Schwester? Das Miststück lebt noch? Ich will nicht, dass meine Kinder bei der sind!“, presst Judy heraus.

Diese Furie, ist also meine Frau? So hübsch habe ich sie gar nicht in Erinnerung. Das sie bereits Mutter ist, sieht man ihr gar nicht an. Ihre Figur ist tadellos, ebenso wie die Auswahl ihrer Kleidung. Ein seidiges Kleid mit Kirschblütenmuster, ähnlich geschnitten, wie die Kimonos in Chinatown. Zusammen mit den hochhackigen Schuhen, könnte man sie direkt bei einem Geschäftsessen als perfekte Frau an seiner Seite vorstellen. Dunkel kommen mir gleich ein dutzend solcher Gelegenheiten in den Sinn, bei dem sie an meiner Seite geglänzt hat. Na zumindest ist mein Frauengeschmack nicht so schlecht, wie ich befürchtet habe. Anette hingegen ist das genaue Gegenteil: Ein rundliches Gesicht, blonde kurze Locken und mit dem abgetragenen, lila Kleid und den großen Schulterpolstern, alles andere als ansehnlich. Dafür ist ihr Blick warmherzig und nicht so verschlagen, wie der meiner Frau. 

„Das nächste Schiff kommt erst in drei Monaten aus Italien zurück und auch dann bräuchte ich mindestens sechs Wochen für den Rückweg. Ihr beide könnt euch auf den Kopf stellen, aber die Kinder bleiben wo sie sind“, lässt Toni die beiden Frauen wissen. Die drei entfernen sich vom Fabrikgebäude, sie diskutieren weiter, doch ich kann sie nicht mehr verstehen. 

Gedankenverloren greife ich in die Tüte und fische mir noch ein Stück heraus. 

Judy und Anette lassen die Schultern hängen, meine Frau verschränkt die Arme und zieht mit der Spitze ihres Schuhs Kreise auf dem Boden, Anette hat den Blick gesenkt, schließlich verabschieden sie sich von Toni und verlassen das Grundstück. Ich sehe ihnen noch lange nach, auch als sich ihre Gestalt hinter dem Tor verliert. Ob ich Judy mal irgendwann geliebt habe? Sie gesehen zu haben, hinterlässt nur ein seltsam leeres Gefühl in mir. Wenn sie nicht von mir schwanger gewesen wäre und ihr Vater nicht so auf die Hochzeit bestanden hätte, ich hätte sie sicher nicht geheiratet. 

 

„So, die sind wir erst mal los“, höre ich Toni hinter mir sagen. Ich schrecke aus meinen Gedanken und drehe mich zu ihm.

„Sag mal frisst du den ganzen Kuchen ohne mich?“, flucht er. Ich schaue auf das angebissene Stück in meiner Hand und anschließend in die leere Tüte. Mir wird erst jetzt bewusst, dass es das letzte Stück ist. Schuldbewusst grinse ich breit und geh zu ihm. Den angebissenen Kuchen drücke ich ihm in den Mund, und die leere Tüte in die Hand. Mit einem Kuss auf seine Wange sage ich frech: „War echt lecker. Danke!“ Mit der flachen Hand klopfe ich ihm auf den Brustkorb und lasse ihn stehen. Er schüttelt mit dem Kopf und knüllt die leere Tüte zusammen. 

„Du bist so ein egoistischer Arsch!“, ruft er mir nach. Ich lächle belustigt und winke nur ab. 

„Das war die Rache für deinen dreckigen Schwanz. Ich brauchte immerhin etwas, um den widerlichen Geschmack loszuwerden.“

Melde dich bei Movellas anFinde heraus worüber alle reden. Registriere dich jetzt bei Movellas und teile deine Kreativität und deine Passion
Lade ...