Im Unsichtbaren

Schwarz mit WEIßEN PUnKt.

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3. Wiederholender Mord

Mord

Das Essen war köstlich. Bratkartoffeln mit Blumenkohl. Es war bereits die 5 Portion die sich die drei in die Münder Schlangen und dabei heftig schmatzten. Zwei Frauen saßen am Nebentisch und schauten irritiert zu der kleinen verrückten Gruppe. Eine Kapuzengestalt, die ab und zu einmal nach rechts und nach links schaute. Eine kleine bucklige Frau mit einer Schere essend und eine Art weißes Laken um sie herumgewickelt, saß sie im Schneidersitz neben der Kapuzengestalt. Gegenüber den beiden merkwürdigen Personen, saß ein Mann der aussah als würde er gerade aus dem alten viktorianischen London kommen. Sein Zylinder thronte prachtvoll auf seinem Kopf und gab ihm ein Gefühl von Macht. Vor ihm stand ein Teller der randvoll mit Bratkartoffeln und Blumenkohl gefüllt war. Doch nach Ansicht des Hutträgers wäre es diese Mahlzeit nicht gut genug für ihn und entschied sich deshalb eher die weiße Wand gegenüber anzustarren. Er war wie in einer Art Trance und bekam gar nicht mit wie sehr die Kapuzengestalt zu röcheln anfing und sich auf dem Boden krümmte. Die Kapuzengestalt hatte etwas vergessen was er eigentlich vor dem Essen hätte tun sollen. Er war wütend. So was durfte nicht ihm passieren. Mit seinen Fäusten schlug er auf den Boden und schrie. Der Boden war hart, sehr hart. Ein unerträglicher Schmerz durchflutete seine Hände. Die Leute um sie herum schien das kaum zu stören. Sie kannten die drei Patienten schön und deren Macken. Deshalb war auch nichts an der Frau merkwürdig, die mir blutroten Händen aus dem nichts erschien. Sie sah nicht besonders begeistert aus, doch dadurch wurde sie noch ein wenig hübscher. Die Menschen nahe an den Patienten gingen fluchtartig aus der Kantine. Jeder wusste wie böse die Psychologin sein kann, wenn sie erst einmal wütend ist. Sie kam auf die Patienten zu und verschränkte ihre Arme. Dann sagte sie mit beherrschter Stimme: „Ich weiß nicht was ihr getrieben habt aber könnte mir einer erklären was eine Leiche, mit einer einzigen Spielkarte in seinem Körper, im Putzutensilienraum zu suchen hat?“ Die Kapuzengestalt stand auf, sagte aber nichts und legte seine Hände auf den Tisch. Der Hutträger starrte immer noch die weiße Wand an. Die bucklige Frau nahm ihre Schere und schnitt das Laken durch, nahm Nadel und Faden, überlegte und schaute die Psychologin an. „Nein! Ich werde ihnen nicht helfen das Lacken umzunähen. Das ist doch unglaublich! Ihr alle kommt jetzt mit.“ Die Kapuzengestalt stand erneut auf, streckte seine Hand aus und die Psychologin nahm sie dankbar an. An der linken Hand, die bucklige Frau. Doch der Hutträger dachte gar nicht daran aufzustehen. Schließlich gehorchte er nur einer Frau, der schönste Frau die er je gesehen hat. „Ich bin Königin Victorias und ich befehle dir jetzt mit mir zu kommen!“, sagte die Psychologin. Plötzlich regte sich der Hutträger, stand auf und setzte seinen Hut ab und verbeugte sich. „Jaja verstanden und jetzt kommen sie mit!“ Die Psychologin packte ihn hart an seinem Arm und schritt aus Kantine, in ihrer Hand drei Patienten.

 

Mord

Es gab kein Zweifel. Dieser Mann war tot. Besondere Merkmale war die große Blutlache in der, der Mann lag und eine einzige Spielkarte in seinem Körper. „Vielleicht schläft er auch nur!“, sagte die bucklige Frau. Das schien ihr eigentlich ganz plausibel zu sein. Zumindest hätte man es denken könne, da der Mann im Bett lag mit einer normalen Schlafhaltung. Nur leider konnte man nicht diese riesige Blutlache übersehen. Der Hutträger fand, dass dieses Rot sich bestimmt gut als Wandfarbe eignen würde. Doch er wusste nicht wie er dies Anstellen sollte. Zumal er den Verdacht hatte, das die Kapuzengestalt es bestimmt vorher an die Psychologin petzen würde. Die Kapuzengestalt stand ein wenig abseits der anderen und grübelte vor sich hin. Er müsse es einem verantwortlichen zeigen obwohl er es eigentlich nicht möchte. Er könnte die Leiche opfern und er wäre wieder frei. Nur einmal mit der Leiche allein hätte der Kapuzengestalt gereicht. Die drei Patienten standen vor dem Putzutensilienraum und waren in ihren Gedanken. Hinter ihnen stand die Putzfrau und schaute ein wenig gelangweilt, wenn auch überrascht. Als sie die drei Patienten rief und fragte ob sie das gewesen seien, sagten sie nichts. Das war vor gut zwei Stunden gewesen und die drei Patienten standen immer noch da. „Also ich bin kein Experte aber ich glaube der Mann ist tot! Das habe ich an der großen Blutlache erkannt. Es hat doch niemand ein Problem damit, wenig ich mir das Blut mal genauer ansehe?“ Niemand antwortete und der Hutträger ging ein Schritt in den Raum hinein. Doch bevor er irgendetwas machen konnte reagierte die Putzfrau sofort und zerrte ihn aus dem Raum raus. „Du fässt hier nichts an! Haben wir uns verstanden! Ich muss jetzt der Psychologin Bescheid geben. Wehe jemand kommt auf die Idee, irgendetwas anzufassen! Der kriegt`s sonst mit mir zu tun!“ Mit diesen Worten entschwand sie Richtung Empfangshalle. Jetzt wäre der beste Zeitpunkt die Leiche zu missbrauchen. Doch niemand bewegte sich. „Wir haben jetzt ungefähr 30 Minuten bevor uns irgendjemand etwas anhängen kann. Also mir ist egal, was ihr macht aber ich brauch nichts von der Leiche. Nur das Blut könnte nützlich sein.“ Der Hutträger war als erste der drei fertig und ging in sein Zimmer. Danach kam die Frau und ging vollgepackt in ihr Zimmer. Die Kapuzengestalt hatte extra gewartet sodass er allein mit der Leiche war. Die Gestalt wartete und lauschte ob sich jemand näherte. Stille. Stille. Stille. Die Kapuzengestalt lächelte und schloss die Tür. Niemand bekam etwas mit. Keine Leiche, keine Schreie, kein Geruch. Nichts. Alles hatte sich von selbst geregelt. Die Anstalt war ruhig und alles ging in gewohnten Geschwindigkeit weiter.

 

Mord

Das regelmäßige Ticken der Uhr war kaum zu ertragen. Es gab einfach an diesen Tag nichts zu tun. Kaum verwunderlich, was sollte man auch in der Anstalt den auch sonst als Empfangsdame tun. Nichts. Nichts. Ihr Fernseher der hinter einer Ablage stand, damit keiner ihn sehen konnte, war schon lange kaputt. Nichts. Nichts passierte. Sie nahm ihr Strickzeug wieder in die Hand und summte vor sich hin. Nach einer halben Stunde bemerkte sie, dass sie die ganze Zeit falsch gestrickt hatte und nun nur noch einen verschrumpelten Socken stricken könnte. Nicht schon wieder, dachte sie sich und schmiss das Strickzeug gegen die Wand. Zufälligerweise traf sie genau das Bild, was als einziges in der Anstalt hing. Yes! Sie sprang auf und riss die Arme nach oben und schrie: „Wer ist der größte? Ich bin der größte!“ Niemand war in der Nähe um ihre erstaunlich Wurfkunst zu bestaunen. War ja zu erwarten, wenn die Patienten gerade nicht im Hause sind ist auch nichts los. Das war irgendwie bedrückend. Sie hatte keine Möglichkeit sich zu beschäftigen, wenn keiner der Patienten da war. Meistens strickte sie mit der buckligen Frau um die Wette. Problem war nur, dass die bucklige immer gewann. Insgeheim übte die Empfangsdame zuhause. Sie ärgerte sich immer, wenn die bucklige gewann. Danach musste sie immer erst einmal 2 Malbücher ausmalen um sich zu beruhigen. Sonst war sie eigentlich ein friedvoller Mensch. Dennoch hatte sie das Gefühl, dass viele Angst vor ihr hatten. Während sie überlegte, ob sie jetzt noch ein Malbuch ausmalen wollte oder lieber Katzenvideos im Internet anschauen wollte, wurde ein Geräusch immer lauter. Es war kaum zu überhören uns nun bemerkte es auch die Empfangsdame. Es kam aus einem der Räume im unterem Bereich der Anstalt. Sie lauschte noch einmal um vielleicht irgendetwas zu hören. Doch kein Geräusch erfüllte die Anstalt. Sie ging um ihren Tisch herum und sagte leise: „Hallo? Ist da jemand?“ Niemand antwortete. Sie fand das jetzt auch nicht gerade beruhigend und schaute auf ihren Schreibtisch um irgendetwas zu schnappen was weh tut. Mit einem Stift in der linken und der rechten Hand bewaffnet, schritt sie nach unten in den Keller. Es befanden sich nur zwei Räume dort. Ein Putzutensilienraum und ein Raum für den Hausmeister. Der eine war immer abgeschlossen. Rechts oder links. Jetzt musste sie sich entscheiden doch sie blieb so stehen. Rechts gegen links. Ein Kampf in ihr verleitete sie dazu stehen zu bleiben und nichts zu tun. Es war wie eine unsichtbare Macht. Die Empfangsdame entscheid sich für links und drückte die Klinke nach unten. Sie öffnete sich. Der Putzutensililenraum war komplett leer. Nichts außer ein Eimer in der Mitte, dazu verschiedene Lappen, Schwämme, Scheuermilch, Glasreiniger und Essig. Es roch ziemlich stark nach diesem Zeug und die Putzfrau machte schnell die Tür wieder zu. Ihr Blick ging in Richtung der Tür des Hausmeisters. Normalerweise war sie zu. Doch diesmal stand sie ein Spalt breit offen. Ganz langsam ging sie in Richtung Tür. Das Geräusch war wieder da und diesmal kam es von oben. Sie rannte nach oben und stieß mit einem Mann zusammen der von oben bis unten voll mit Blut war und eine einzige Spielkarte in seinem Körper steckte.

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