Stark - nur für mich

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war.

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36. Wo ist sie nur?

"Jarvis, bist du noch wach?" frage ich als ich die Werkstatt betrete.
"Für Sie, Sir, immer." gibt dieser zurück.
Die Bildschirme schalten sich an und ich stelle mich vor einen von ihnen.
"Die Hawk müssen wir noch einmal durch gehen. Da gefällt mir was nicht." befehle ich.
"In Ordnung, Sir."
Wir arbeiten die ganze Nacht an dieser Waffe und kommen am Ende zu einem zufriedenstellenden Ergebnis.
"Morgen kümmern wir uns dann um das Zepter. Heute hatte ich einfach nicht die Nerven für ein anspruchsvolles Thema." verkünde ich. "Ist es gut verschlossen?" frage ich noch.
"Jawohl. Es liegt in Ihrem Spezialsafe." gibt Jarvis zurück.
"Ich werde dann mal..."
"Ja, Gute Nacht, Sir! Oder sollte ich lieber Guten Morgen wünschen?" sagt Jarvis. "Es ist bereits 5 Uhr Morgens."
"Gute Nacht. Ich werde mich noch ein wenig zu meiner Frau ins Bett legen. Vielleicht mache ich heute sogar blau." lache ich und will schon durch die Tür gehen,
als Jarvis mich informiert "Sir, Miss Susan ist nicht im Gebäude."
"Was?" rufe ich entsetzt. "Wo soll sie schon sein? Du musst dich irren."
Doch schon als ich es ausspreche weiß ich das, dass unmöglich ist. Mir wird heiß. "Kannst du sie nicht orten?" frage ich.
"Sir, Miss Susan hat gestern um 17:26 das Gebäude verlassen und ist seit dem nicht wieder zurück gekehrt."
"Was?" schreie ich. "Wo wollte sie hin, Jarvis?" "Ich weiß es nicht, Sir. Sie sagte nur sie geht dann jetzt mal." antwortet Jarvis.
"Zeig es mir!"
Und Jarvis zeigt mir auf einem der Bildschirme wie Susan in Sportkleidung das Penthouse verlässt, in den Fahrstuhl steigt, in diesem hinunter in das Foyer fährt und von dort aus das Gebäude verlässt. Sie zögert einen kurzen Moment und läuft dann nach links aus dem Bild.
"Sie ist joggen gegangen." rufe ich. Da fällt mir etwas auf. "Wo ist ihr Bodyguard? Er ist nicht dabei." murmle ich. "Jarvis, wo ist Ron?"
"Um diese Uhrzeit wird Mister Howard zu Hause sein." vermutet er.
"Lass ihn sofort hier her kommen!" befehle ich.
"Natürlich Sir. Sofort."
"Dann gehe alle Krankenhäuser und Polizeistationen durch und sieh nach ob Susan dort irgendwo auftaucht!" gebe ich weitere Anweisungen.
"Ja, Sir." Ich starre auf den Bildschirm auf dem noch ein weiteres Mal der kurze Film mit Susan abläuft.
"Warum bist du allein los? Wo bist du jetzt, Süße?" murmle ich und raufe mir die Haare.
"Sir, ich habe alle Krankenhäuser und Polizeistationen kontroliert. Nirgendwo taucht der Name Susan Walters auf. Und Mister Howard ist informiert. Er versprach sich sofort auf den Weg zu machen." informiert Jarvis mich.
Ich nicke stumm.
Eine halbe Stunde später betritt Ron den Stark Tower. Man lässt ihn direkt zu mir in die Werkstatt kommen.
Er betritt den Raum, da renne ich auch schon auf ihn zu.
Während ich auf ihn zu laufe legt sich mein Anzug um mich. Ron ahnt wohl was kommt, nimmt die Hände als Deckung vor das Gesicht und dreht sich etwas weg. Da trifft ihn schon meine Faust. Er wird nach hinten geschleudert.
Ich habe ihn nicht ernsthaft verletzt. Ich muss nur Dampf ablassen.
"Wo ist Susan?" brülle Ich.
"Woher soll ich das wissen?" brüllt dieser zurück.
"Sie ist gestern Abend joggen gegangen und zwar allein. Warum, frage ich Sie Ron?" "Sie gab mir den Abend frei. Wollte wohl etwas Sport machen." erklärt Ron gehetzt.
"Ja aber..." mir gehen die Worte aus. "Jetzt ist sie weg." flüster ich und sacke auf dem Boden zusammen.

Iron Man kauert wie ein geschlagener Hund auf dem Fußboden und hält die Hände vor die Maske.

"Sir, es tut mir leid! Sie hat mir wirklich frei gegeben. Wo ist sie denn hin gegangen? Sie kann doch nicht einfach verschwinden? Sie haben doch Jarvis, kann er nichts heraus finden?" stammelt Ron.
"Er kann die Öffentlichen Kameras anzapfen." fällt mir ein.
"Jarvis mach das! Finde meine Susan!"

Ich bleibe lieber liegen und rühre mich nicht mehr. Ich habe keine Kraft mehr weitere Schläge einzustecken.
Irgendwann, ich kann nicht sagen wie lange wir unterwegs waren, hält der Wagen kurz an.
Eine Wagentür wird geöffnet und jemand steigt aus. Dann höre ich das laute quietschen einer alten Stahltür oder eines Tores. Er schabt, klirrt und donnert als es gegen etwas gegen schlägt. Dann steigt derjenige wieder ein und fährt noch ein kleines Stück weiter. Danach verstummt der Motor und die beiden Männer steigen aus.
Ich setze mich auf und sehe abwartend zu der Tür. Doch nichts tut sich. Die Schritte verklingen.
Stille. Ich bin allein. In diesem Scheiß Wagen in irgendeinem Gebäude.

"Sir, ich habe es." verkündet Jarvis zirka zehn Minuten später.
"Auf den Schirm!" rufe ich.
"Also, Miss Susan verlies um 17:26 das Gebäude. Zuerst lief sie vom Tower nach links Richtung Central Park. Sie lief als erstes die 5th Avenue entlang, überquerte einige Querstraßen und erreichte über die 7th Avenue den Central Park. Dort lief sie eine Runde um den Pond. Dafür brauchte sie zirka 23 Minuten. Dann lief sie noch etwas durch den Park. Um 18:19 verlies sie den Park wieder und lief in Richtung des Stark Towers.Um 18: 52 lief sie an der Einfahrt zu der Tiefgarage vorbei. Und da passierte es." erklärt er.
Was da dann passierte sehen Ron und ich auf dem Bildschirm.
Susan läuft an der Einfahrt vorbei. In dieser steht ein schwarzer Mercedes Sprinter geparkt. Plötzlich springt eine schwarze vermummte Gestalt hinter dem Müllcontainer hervor und stürzt sich auf Susan. Sie bleibt stehen, schreit wohl auch, wird aber von dem Täter überrumpelt, festgehalten und zum Wagen gezogen. Bei diesem hatte inzwischen eine zweite Gestalt die Türen geöffnet. Beide Personen nehmen Su und werfen siewie einen Sack in den Wagen. Die Türen werden zugeschlagen, die Täten klatschen einander ab und steigen ein um los zu fahren. Man sieht noch, kurz bevor der Wagen aus dem Blickfeld verschwindet wie mehrere Dinge das Auto treffen.
Ich werfe einen Blick in den Schrank wo Susans Anzug hängt, er ist leer. Sie hatte also versucht ihren Anzug zu Hilfe zu holen.
"Sie wurde entführt." stellt Ron fest. Für diese überaus clevere Feststellung kann ich mich nicht beherrschen und haue ihm eine ganz ohne Anzug rein. Er lässt mich gewähren.
Ich reiche ihm ein Papiertuch um das Blut an seiner Lippe abzuwischen.
Er nimmt es schweigend entgegen. "Jarvis verfolgen!" befehle ich.
"Ich bin schon dabei, Sir." sagt Jarvis kurz. Während der Wartezeit laufe ich rastlos auf und ab. Ich kann nicht still sitzen. Mein Herz rast.
Warum entführt jemand Susan? Was wollen die Täter? Ich schlage mir mit der flachen Hand vor die Stirn, natürlich, sie wollen Geld.
"Sir, ich habe sie gefunden." verkündet Jarvis.
Jetzt geht alles ganz schnell. Ich ziehe mir meinen Anzug an und stoße mich vom Boden ab. Ich fliege durch meinen Ausgang hinaus in das Morgengrauen. "Jarvis, gib mir ihre Position auf das Interface!" Ein roter Punkt erscheint und ich fliege ihm nach. Ich komme dem Ziel immer näher. Nur wenige Minuten später erreiche ich einen alten Millitärstützpunkt außerhalb New Yorks. Ich sprenge das Stahltor eines Flugzeughangars auf. Mit dem Pulsor funktioniert es nicht sofort, also feuere ich eine kleine Rakete ab.
Das Tor fliegt aus seinen Angeln und landet krachend auf dem sandigen schmutzigen Boden.
"Jarvis check alles ab!"
"Keine Lebenszeichen, Sir."
"Was? Ich denke sie sind hier? Hast du doch gesagt." Ich bin verwirrt. "Das waren sie auch, Sir. Doch nun augenscheinlich nicht mehr."
"Augenscheinlich." sage ich abwesend. "Wo sind sie hin?"
"Sir, da sind Reifenspuren. Sie führen in den Hinteren Teil dieser Halle. Dort erkenne ich ein ausgebranntes Autowrack." Autowrack? Ich renne hin und lasse es von Jarvis skannen. Keine Leiche oder Leichenteile.
Ich atme erleichtert auf.
"Wo bist du Susan?" Mein Schrei hallt in der riesigen leeren Halle hunderfach wider.

Ich dämmere immer wieder weg.
Richtig schlafen kann ich nicht, dafür habe ich zu viel Adrenalin im Körper.
Da höre ich plötzlich wieder Schritte sich dem Auto nähern.
Ich stehe auf und sehe zur Tür, diese wird geöffnet und ein maskierter Mann springt auf die Ladefläche.
Er hält einen schwarzen Sack in den Händen den er mir blitzschnell über den Kopf wirft.
Er packt mich, wirft mich zu Boden, kniet sich auf meinen Rücken, dreht mir die Hände auf den Rücken und bindet sie mit etwas dünnen scharfkantigem zusammen.
Kabelbinder, zuckt es mir durch den Kopf. Dann zieht er mich wieder auf die Beine und raunt an meinem Ohr "So ist es brav! Weiter so und wir lassen dich am Leben."
Seine Hand streichelt meinen Arm. "Bist du brav?" fragt er noch einmal.
Mir schlägt das Herz bis zum Hals, ich habe wahnsinnige Angst, deshalb nicke ich stumm.
"Na also." raunt er, zieht den Sack etwas höher und küsst meinen Hals.
Mir wird übel. Nein, das darf nicht sein! "Bitte Tony, komm und hilf mir!" flehe ich stumm.
Der Mann zerrt mich zur Wagentür, springt raus und packt plötzlich meine Beine und hebt mich über seine Schultern. So trägt er mich sonst wo hin.
Ich wimmere. Was hat er mit mir vor?
Irgendwann setzt er mich wieder auf dem Boden ab.
"Bleib stehen!" befielt er.
Eine Tür wird geöffnet, er kommt zurück, nimmt mich am Arm und zieht mich mit sich.
"Steig ein!"
Beim einsteigen in was auch immer stoße ich mir den Kopf, dann schubst er mich voran.Ich lande auf weichen Polstern. Mir werden Kopfhörer aufgesetzt. Moment, Kopfhörer, entweder wollen sie mir zur Entspannung Musik vorspiele oder ich befinde mich in einem Hubschrauber. Scheiße, sie wollen weiter weg mit mir.
Meine Angst steigert sich noch etwas mehr. Kurz darauf startet der Motor und die Rotorblätter verursachen einen Lärm der aber durch die Kopfhörer gedämpft wird.
"Wo wollt ihr mit mir hin?" schreie ich.
Schon bekomme ich von links neben mir eine Ohrfeige.
"Wir haben gesagt du sollst still sein." sagt jetzt eine andere Stimme, die mir entfernt bekannt vorkommt.
Leider kann ich es ich noch einmal testen, da der Mann kein weiteres Wort mit mir spricht. Auch nicht als ich ihn aus der Reserve locken will und noch einen Versuch starte und sie beschimpfe.
Damit handel ich mir nur noch weitere Schläge ein. Ich schmecke das Blut das mir in den Mund läuft. Ich versuche meinen Mund am Sack mit Hilfe meiner Schulter abzuwischen.
"Bestimmt sehe ich mittlerweile wie ein blutverschmierter Zombie aus." denke ich stumm.

"Ich kann sie nicht weiter verfolgen, Sir. Hier gibt es keine aktiven Kameras. Es tut mir leid." verkündet Jarvis. Ich nicke. Doch vor Wut zertrümmere ich mit dem Pulsor hier einige Wände.
Na gut, als ich weg fliege steht in dieser Halle kein Stein mehr auf dem anderen.
"Was soll ich jetzt machen Jarvis?" frage ich während des Fluges zurück in den Tower.
"Sir, Sie sollten die Polizei einschalten." "Die Polizei? Ich bitte dich Jarvis. Wann haben denn jemals die Cops etwas ausrichten können? Ich bin ein Held. Ich befreie..."
Doch dann fällt mir was ein.
"Wir sind die Avengers." Meine Mine hellt sich auf.
"Jarvis, kontaktiere die anderen. Wäre doch gelacht wenn wir die Täter nicht ausfindig machen können."
"Sofort, Sir."
"Miss Romanoff und Mister Banner können leider nicht kommen. Sie sind auf einem Einsatz für S.H.I.E.L.D. in Mexico. Aber Mister Rogers ist schon auf dem Weg zum Stark Tower. Ebenso wie Mister Barton und Miss Maximoff." berichtet er kurze Zeit später. "Gut. Danke Kumpel!" danke ich ihm.
"Selbstverständlich, Sir."
Ich lande auf der Terrasse und lasse den Anzug verschwinden.
Ich gehe in die Küche, zum Kühlschrank und hole mir die Colaflasche raus. Ich trinke direkt aus der Flasche.
Da berichtet Jarvis das Cap eingetroffen und im Fahrstuhl sei. Die Türen öffnen sich und Steve kommt auf mich zugelaufen.
"Stark was ist passiert?" fragt er gehetzt. Ich will gerade beginnen alles zu erzählen was ich weiß als es an der Terrassentür klopft.
Es ist Wanda Maximoff. Ich bedeute ihr rein zukommen und sie öffnet per Gedankenkraft die schwere Glastür. "So ist es einfacher." sagt sie mit einem Schulterzucken als sie unsere Gesichter sieht.
Ich nicke. "Jetzt fehlt nur noch Hawkeye." "Da ist er schon." ruft Clint plötzlich hinter uns.
Er war unbemerkt mit dem Fahrstuhl vom Hangar hoch gefahren gekommen. "Hey, ich danke euch das ihr alle gleich gekommen seit!" begrüße ich sie. "Wir sind für Susan hier." erwidert Steve. "Mit dir habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen. Du hast das Zepter gestohlen."
"Ein Hühnchen zu rupfen? Ist das dein Ernst, Cap?" frage ich ihn. Dieser rollt nur mit den Augen und setzt sich auf einen Stuhl am Tisch.
"Also, wie wollen wir vorgehen?" fragt Wanda in die Runde.
"Wir finden diese Schweine, bomben sie aus und befreien Susan!" erkläre ich meinen Plan.
"Also die Hau-Drauf-Methode mal wieder." sagt sie.
"Und wenn wir erst einmal abwarten bis die Entführer sich melden?" fragt Clint. "Bei dir gibt's viel zu holen. Die werden dich erpressen!"
"Ich weiß es nicht. Ich würde natürlich jede Summe zahlen und dann die Schweine umnieten! Aber ihre Spur verliert sich auf diesem Millitärstützpunkt. Die sind einfach weg." sage ich und die Verzweiflung in meiner Stimme verrät meine Furcht um Su.
Cap steht auf kommt zu mir herüber gelaufe und legt die Hand auf meine Schulter.
"Wir finden sie, Tony. Wir holen Su da heil raus!" verspricht er während er mir fest in die Augen sieht. "Ja, na klar, wir müssen sie nur zuerst finden." wirft Clint ein.
"Jarvis hack dich bitte in die Luftraumüberwachung über New York und versuche ob du ein unbekanntes oder eben auch bekanntes Flugobjekt finden kannst!" schlägt Cap vor. "Sofort, Mister Rogers."
Doch diese Spur läuft ins Leere. Also waren alle Flüge in den letzten 24 Stunden angemeldet.

Ich gehe zu der Fensterfront und sehe hinunter auf das Häusermeer.
Es ist 7:35 und New York wacht langsam auf. Ich presse meine Stirn gegen die kühle Scheibe. "Ich finde dich, Darling!" verspreche ich leise.
 

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