Stark - nur für mich

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war.

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32. Von goldenen Strumpfbändern

"Süße, komm her! Ich will dir was zeigen." ruft Tony von der Couch aus. Er liegt da mit seinem Laptop auf den Knien und surft im Internet.
"Sieh dir das an!" sagt er als ich mich neben ihn setze. "Hier, Fotots und Artikel über die Preisverleihung gestern."
"Cool! Zeig her!" rufe ich und entreiße ihm den Laptop. Ich sehe auf den Bildschirm und beginne zu lesen. Die Google Startseite war geöffnet und mein Name war eingegeben worden. Als erstes sehe ich ein Bild von mir in dem atemberaubenden Kleid, darüber steht "Susan Walters - sie wird Iron Woman."
Ich lese den Artikel, darin steht zusammen gefasst das ich gut aussehe, stil habe und alle gestrigen Abendgäste von mir begeistert waren. Eine weitere Seite lobt mich als gute Journalistin die das Glück ihres Lebens gefunden hat.
Die BBC gab eine kurze Zusammenfassung ihres Interviews mit mir raus. Da war beschrieben wie unsere Hochzeitsvorbereitungen bisher verlaufen waren und auch mein Kleid fand beachtung.
"Wir dürfen gespannt sein was wir von diesem Pärchen noch zu hören bekommen."
Und da war er, der Artikel den ich befürchtet habe,
"Iron Man feuert nicht nur Granaten auf böse Jungs ab. Er ist selbst eine." stand da.
Ich spüre wie ich einen hoch roten Kopf bekomme.
"Scheiße!" murmle ich.
"Was denn?" fragt Tony.
"Ach nichts." zische ich und klappe den Laptop ruckartig zu.
Er lacht, nimmt mir den PC aus der Hand und öffnet ihn wieder. Nachdem er die Schlagzeile gesehen hat, grinst er wie ein Honigkuchpferd und sagt "Das ist ja mal geil!"
"Was bitte ist daran geil?" frage ich. "Das hört sich an als würdest du mich in deinem Anzug ficken."
Ich bin wirklich aufgebracht.
Er nimmt mein Gesicht in seine Hände, sieht mich fest an und raunt "Schätzchen, das kann uns doch egal sein. Du und ich wissen doch wie unser Sex wirklich ist - nämlich episch! Lass doch die Öffentlichkeit denken was sie will! Scheiß drauf!" schließt er.
"Du bist echt mutig, weißt du das? Aber gut, wenn du es sagst, dann finde ich es eben auch okay.
Ähm, ich lese ... ich lese dann mal weiter." stottere ich und entreiße ihm wieder den Laptop um weiter zu lesen.
Ich setze mich im Schneidersitz auf den Boden und legte es auf meine Beine.
"Oh sieh mal da steht noch etwas.." beginne ich stoppe dann aber als ich etwas weiter lese.
"Was ist?" fragt er als ich nur noch den Bildschirm anstarre.
"Da steht wenn man das mal übersetzt, dass ich eine Geldgierige Schlampe bin, dich ausnutze und dich von deinen wirklichen Aufgaben ablenke, denen als CEO und als Superheld." stammel ich.
"Schatz, so ist es nicht! Das weißt du, das weiß ich." beginnt er. "Aber, wer hat das geschrieben?" fragt er noch und schon liegt der Lapton wieder in seinen Händen.
"Hey!" rufe ich.
"Dieses Klatschblatt kenne ich. Idioten! Gib nichts da drauf!"
Tony setzt sich hinter mich, legt seine Hände auf meine Schultern und beginnt meinen Nacken zu massieren. "Schatz, das war dir doch sicher auch klar, das es auch solche Schlagzeilen geben würde? Es gibt immer positive, aber eben auch immer negative.
Ich oder besser gesagt Iron Man, ach was, wir Avengers allesamt wurden schon verarscht, verurteilt, verunglimpft. Aber wir wurden auch schon in den höchsten Tönen gelobt." Ich schließe meine Augen, lege meine rechte Hand auf seine linke und schmiege meine Wange in seine Hand. "Ja, das weiß ich. Aber es ist doch sehr befremdlich für mich so etwas zu lesen." erkläre ich.
"Ich bin das nicht. Ich will nicht das die Öffentlichkeit diese Meinung von mir hat."
"Schatz, es ist egal, nein besser, es muss dir egal sein! Du musst stärker werden wenn du an meiner Seite leben willst!" sagt er dunkel.
"Hm."
"Du bist die zukünftige Ms. Stark. Du wirst unwahrscheinlich reich sein, einflussreich, begehrt für die Modeindustrie, du wirst in der Öffentlichkeit stehen, jeder deiner Schritte wird verfolgt werden und deshalb musst du stark sein!"
Ich drehe mich zu ihm um, um ihn direkt in die Augen sehen zu können. "Dann zeig's mir!" fordere ich mutig. Tony sieht mich verwundert an "Was?"
"Na, wie ich mich verhalten soll. Gib mir Nachhilfe darin du zu sein!" sage ich.
"Okay. Dann haben wir ja nicht viel mehr vor, als das wir dich, liebes, nettes Mädchen, in ein arrogantes, aufgetakeltes Miststück zu verwandeln." lacht er.
Ich starre ihn an.
"Nein quatsch, Schatz. Du sollst du bleiben, aber eben nur stärker, mutiger. Genieße den Luxus den ich dir bieten kann, nimm es an, das dir die Welt zu Füßen liegt! Unser Leben ist eine Show bei der du mitzuspielen lernen musst!"
"Ist gut." sage ich und nicke.
Das muss ich erst einmal verarbeiten. "Ist gut, Tony, ich werde mir Mühe geben die perfekte Frau an deiner Seite zu werden!"
"Na also." lacht er und küsst mich auf den Mund.
"Pepper kann dir sicher auch noch ein paar Tipps geben."
"Ist gut." sage ich erneut.
"Kannst du noch was anderes als "ist gut" sagen?" fragt er.
"Ja."
"Und was zum Beispiel?" lacht er. "Hm." Ich tue so als müsse ich überlegen "Ich liebe dich?"
"Das klingt wie eine Frage." stellt er entrüstet fest.
"Ja, ich frage mich nämlich gerade ob ich so leben möchte." versuche ich ihn rein zulegen.
"Du hast bereits JA gesagt, erinnerst du dich?" sagt er und scheint wirklich belustigt zu sein.
"Hm." Ich grinse ihn frech an. "Schatz, ja ich liebe dich! Und für dich würde ich fast alles tun. Sogar diese unglaubliche Herrausforderung im Luxus zu leben werde ich meistern." lache ich.
"Das ist ja unglaublich großzügig von dir!" spielt er den Staunenden und lacht. Er nimmt mich in die Arme und küsst mich immer wieder und wieder.

Noch knapp 3 1/2 Monate bis zur Hochzeit.
Wir haben uns für den Mittsommertag entschieden, der fällt dieses Jahr auf einen Sonnabend, also perfekt geeignet um zu heiraten!
Für heute Nachmittag habe ich mich mit Belle verabredet. Wir wollen gemeinsam die Brautaccessoires kaufen.
"Ron, können wir los?" frage ich meinen Leibwächter der wie immer brav die ganzen vielen Stunden vor meiner Bürotür gestanden hat.
Er nickt "Aber sicher doch!"
"Fahr mich bitte zur 5th Evenue. Ich treffe mich da mit Belle." bitte ich ihn während wir nach unten zum Wagen gehen. Dieser steht auf dem Firmenparkplatz geparkt.
Ron öffnet mir die Tür und wirft sie zu nachdem ich eingestiegen bin.
Als ich am verabredeten Treffpunkt eintreffe wartet Belle schon.
"Hi Süße!" begrüßt sie mich "Bist du bereit?"
"Bereit Geld aus zugeben? Na klar doch!" lache ich und werfe mir meine Handtasche über die Schulter.
Arm in Arm schlendern wir, dicht gefolgt von Ron die Straße entlang. "Und du hast dich informiert, hier gibt es einen Brautaustatter?" fragt sie mich sekeptisch.
Ich schubse sie mit der Hüfte an und sage lachend "Ja, das habe ich, beste Freundin. Und wir können doch wohl auch so noch etwas shoppen gehen oder hast du da was dagegen?" "Solange dein Mann bezahlt, ist mir alles recht." lacht sie.
"Appropo dein Mann. Wie läuft's mit Steve?"
Belle kneift mich in den Arm.
"Bist du heute neugierig! Aber wenn du schon so nett fragst, es läuft ganz gut. Wir treffen uns regelmäßig. Erst gestern wieder. Wir waren essen." erklärt Belle.
"Das klingt doch gut! Ich freue mich wirklich für euch! Ihr habt es beide verdient glücklich zu sein!"
Ich werfe einen Blick zu dem hinter uns laufenden Ron, ob er es auch nicht mitbekommt.
"Steve hat ja so viel verpasst, als er im Eis lag, meine ich, da kannst du ihm sicher noch so einiges beibringen." "Aber Hallo! Er war wie ein Novize. Ich konnte ihn mir hinbiegen wie ich ihn brauche.
Su, ich sage dir, es ist ganz schön sexy, wenn man Macht über einen anderen Menschen ausüben kann!" flüstert sie und wird einen Hauch rot.
"Für mich wäre das nichts." murmle ich.
"Oh, was glaubst du ist es für ein geiles Gefühl, wenn dieser große, starke, muskulöse Mann genau das tut was ich von ihm verlange?"
Ich sehe die 1,69 kleine Belle an und denke ja, das kann ich mir vorstellen. "Tony macht auch alles für mich. Aber Machtspiele, das ist nicht unser Ding." erkläre ich und stocke
"Obwohl ab und an sagt er mir schon wo es lang geht."
Belle sieht mich triumphierend an. "Nein, nicht so wie Dom und Sub oder so. Was denkst du von mir?" lache ich. "Und wiederum kann ich ihn so verführen das er mir völlig ausgeliefert ist."
"Das war jetzt sehr aufschlussreicht." zieht sie mich auf. "Wo ist denn nun dieser Laden?" wechselt Belle das Thema.
"Na, da!" rufe ich und deute auf den riesigen Laden auf der Ecke. In den Schaufenstern stehen Puppen mit den verschiedensten Brautkleidern.
"Wäre es okay für euch wenn ich draußen warte?" fragt Ron und wirft einen skeptischen Blick an der Hausfassade entlang.
"Aber sicher doch, Ron. Wir wollen dich doch nicht mit Mädchenkram belästigen." lache ich.
"Nein. Das eben hat mir auch schon gereicht. Danke." flüstert er mir an meinem Ohr.
Ich erstarre. Das war nicht für seine Ohren bestimmt. Er soll doch nicht wissen wie sein Chef im Bett ist. Scheiße!
Warum kann ich kein Fellnäpfchen auslassen?
"Wenn etwas ist und du Hilfe brauchst, benutz das Headset!" sagt er lauter und eine hochrote Susan Walters, baldige Stark betritt unter Glöckchenklang den Laden.

"Einen schönen Guten Tag die Damen!" begrüßt uns eine ältere Dame, sie musste die Verkäuferin sein. "Wie kann ich Ihnen helfen?"
Ich trete vor und sage " Ja, Hallo. Also ich heirate."
"Das haben die meisten Leute vor die in meinen Laden kommen, Schätzchen." antwortet die Dame und zwinkert mir zu.
"Ja natürlich. Also ich brauche noch Sachen... die eine Braut so eben braucht..." stammele ich.
Belle kommt mir zu Hilfe und wirft ein "Die Accesoisse braucht sie. Strümpfe, Strumpfband und son Zeug."
"Ich verstehe." sagt sie. "Setzen Sie sich bitte! Ich werde die Sachen für Sie zusammen suchen." und deutet auf ein rotes Chesterfield Samtsofa. Wir setzen uns artig hin und warten der Dinge die nun folgen würden. "Ein Kleid haben Sie schon, Schätzchen?" ruft die Dame aus dem hinteren Teil des Ladens.
"Oh ja, das habe ich... also bald... es wird noch genäht... Designerstück." stammle ich zur Antwort.
"Schön! Wie seiht es aus?"
"Also, es ist creme weiß, Schulterfrei, Bodenlang und besteht fast nur aus Spitze. Also an den wichtigen Stellen natürlich nicht nur." erkläre ich.
Belle legt mir beruhigend eine Hand auf den Oberschenkel. "Beruhig dich mal! Heb dir die Aufregung für die Hochzeit auf!"
Ich nicke stumm. Da kommt die Verkäuferin zurück. Sie ist mit etlichen Schächtelchen beladen.
"Das klingt doch nach einen wahrhaft schönen Kleid!" sagt sie freundlich. "Hier habe ich Seidenstrüpfe in creme weiß und hier..."
Sie packt es aus einem kleinen schwarzen Tütchen aus "...das Strumpfband."
Es ist golden. Das passt perfekt! Genau nach soetwas habe ich gesucht! Woher wusste sie das?
Als Assoziation zum Iron Man Anzug wollte ich irgendeine Kleinigkeit bei mir tragen. Ich möchte ihm damit signalisieren, dass ich ab da an Ms. Iron Man bin.
"Oh ja, sehr schön." strahle ich sie an, nehme das Band in meine Hände, drehe es hin und her und betrachte es. Goldene Spitze mit einem winzig kleinen rot goldenen Schleifchen daran.
"Gut, das hätten wir also schon einmal." wirft Belle dazwischen.
"Was brauchen Sie noch? Eine Tasche?" fragt die ältere Dame.
"Ja, eine die zum Kleid passt." "Selbstverständlich!"
"Moment! ... Wie wäre es mit dieser hier?" fragt sie und hält ein goldenes Spitzentäschen zirka 15 cm lang vor sich.
"Wenn Sie dann noch goldenen Haarschmuck tragen, passt alles forzüglich zusammen!"
"Das hatte ich vor." erwidere ich. "Haben Sie auch Schuhe?"
"Ja, aber das wird etwas länger dauern." antwortet sie und blickt zu Ron nach draußen.
"Wollen Sie den Bräutigam nicht hinein bitten. Jetzt ist ja alles was er noch nicht sehen sollte abgehakt. Es ist wirklich kalt da draußen. Er wird sich noch den Tod holen."
Ich folge ihrem Blick und muss lachen. "Nein, nein. Das ist nicht mein Zukünftiger. Das ist nur, nein, nicht nur, das ist ... also das ist mein Bodyguard." stammele ich wieder. "Ihr Bodyguard?" fragt sie ungläubig. "Okay, sind Sie eine Berühmtheit? Verzeihen Sie bitte, ich lese keine Klatschzeitschriften und Fernsehen tue ich auch sehr selten." entschuldigt sie sich.
"Ist schon gut! Es ist ganz angenehm wenn man mal nicht auf seinen Mann angesprochen wird. Sie sind sehr freundlich, alles ist gut!"
"Und sollte er da draußen nicht trotzdem lieber hinein kommen?" "Nein, er möchte nicht. Dieser Laden ist ihm wohl zu feminin." lache ich. "Keine Sorge, er ist abgehärtet." "
Na wenn das so ist. Ich werde Ihnen jetzt erst einmal etwas zu Trinken bringen."
"Champagner bitte!" wirft Belle dazwischen.
Ich sehe sie an.
"Was denn? Das gehört doch dazu wenn die Braut sich einkleidet." Kurze Zeit später sind wir umringt von Schuhen.
Weiße, champagner farbene, creme farbene, beige und auch zwei goldenen.
"Ich kann mich nicht entscheiden." jammere ich.
"Nimm die goldenen! Ich könnte noch, wenn du es möchtest, rote Schleifchen ranbasteln." schlägt Belle vor.
"Man muss es ja nicht übertreiben." sage ich trocken mit einem Seitenblick auf sie. "Okay, dann die goldenen Sandalen!" entscheide ich mich.
"Der Absatz ist mit 7 cm auch nicht all zu hoch, so das Sie gut den ganzen Tag darin gehen können." mutmaßt die Verkäuferin.
Ich nicke und besehe mir die Sachen. "Okay, ich nehme diese Sachen hier alle." verkünde ich und reiche ihr meine Platinkarte.
"Gute Wahl!" lobt sie mich und geht um meinen Einkauf in eine große weiße Papiertüte zu verstauen. "Erledigt. Wieder etwas abgehakt." seufze ich.
"Jetzt brauchst du nur noch den Kuchen zu verkosten oder?" fragt Belle während wir in aller Ruhe unseren Champaner austrinken.
"Ja, genau. Die Verkostung ist aber erst im Mai angesetzt." sage ich. "Und was machen wir jetzt?"
Da kommt die Verkäuferin zurück hält mir die Tasche hin und sagt "Kindchen, ich wünschen Ihnen von Herzen alles Gute! Möge Ihre Ehe vom ersten Tag an Glücklich sein!"

Ich bedanke mich und verlasse mit meiner besten Freundin den Laden. Draußen drücke ich Ron wortlos die Tüte in die Hand.
Er ist nicht einmal überrascht. Scheinbar lernt man das in der Ausbildung zum Bodyguard, das den Gepäckträger zu spielen.
"Dafür ist ein Bodyguard auch noch gut." witzel ich und Belle und ich lachen uns kaputt.
"Nichts für ungut, Ron! Ich weiß gar nicht mehr wie mein Leben ohne deinen Schatten war." Ich drehe mich zu ihm um und gebe ihm einen flüchtigen Kuss auf die Wange.
Jetzt ist er doch überrascht und fasst sich stumm an die Stelle wo meine Lippen ihn eben berührt haben.
"Darf man das mit seinem Bodyguard machen?" fragt Belle.
Sie ist genau so überrascht.
"Hm, weiß nicht! Aber er ist schließlich MEIN Bodyguard." antworte ich und gehe beschwingt weiter.

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