Stark - nur für mich

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war.

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22. Tiffanys

Am Nachmittag wurde eine riesige Tanne geliefert.
"Die kommt aus unserem eigenen Wald, Tony." erklärte mein Vater stolz.
"Ordentlich!" sagt Tony anerkennend.                                         "Jedes Jahr das selbe. Seit meiner Kindheit." Ich schwelge in Erinnerungen.  "Weißt du noch Daddy, wie wir früher immer gemeinsam den Baum geschmückt haben?"                                "Aber sicher doch, Susi!" sagt er mit einem seeligen Lächeln auf den Lippen. "Und wie ich dich immer auf den Arm genommen habe das du oben von der Brüstung im ersten Stock den Stern auf die Spitze stecken konntest."                                                                         "Jetzt musst du mich nicht mehr hochheben dafür." sage ich.
"Nein. Wahrlich nicht. Jetzt trägt dich ein anderer Mann auf Händen."     
Er zwinkert Tony zu. Er hebt kurz die Hand zum Zeichen das er verstanden hat.   Am nächsten Morgen nach dem Frühstück beginnen Dad und ich mit dem Schmücken.                                  "Jetzt hatte er Zeit genug sich an das Klima zu gewöhnen und sich zu entfalten." erklärt mein Vater. 
Er holt einige Kartons aus dem Keller hinauf, darin befindet sich der Weihnachtsschmuck.                                                                                                                Gläserne Kugeln noch aus der Jahrhundertwende, Girlanden und selbst gebastelter Schmuck von mir als Kind. Andächtig hängen wir die Schuckstücke an die Zweige.      
"Guck mal, Daddy! Das habe ich in der ersten Klasse gemacht." rufe ich und halte einen goldenen Blechstern in die Höhe.
"Ich weiß es noch als sei es gestern gewesen, wie ich da mit einer Nadel das Muster eingeprägt habe."       
"Ja, mein Liebes." gibt er zurück. "Oh sieh mal, Susi! Das ist von deiner Großmama. Sie hat es vor den Nazis versteckt." Er hält eine silberne Glaskugel in die Höhe. "Die ist aus echtem Kristall mit echtem Silber überzogen. Ein echtes Juwel!"
Nachdenklich hängt er es an den Baum. So geht es immer weiter.      
Zu fast jedem Stück fällt uns eine Geschichte ein.                            Im Hintergrund spielt auf dem alten Plattenspieler meines Vaters eine Platte mit Weihnachtsliedern. Diese Platte haben wir früher auch immer während des Schmückens angehört.
Ich sehe mich in der Halle um. Es ist alles so herrlich friedlich, so heimelig. Ich habe das vollkommene zu Hause Gefühl erreicht. Hier ist meine Heimat, meine Familie.                
"Ob ich in ein paar Jahren ebenfalls mit meinen Kindern gemeinsam den Weihnachtsbaum schmücke? Und vor allem, wessen Kinder werden es sein?" überlege ich stumm.               
In diesem Moment, wie auf's Stichwort, betritt Tony die große Halle. Ich spüre sofort seine Anwesenheit. Er hat so eine bestimmte Aura. "Hi, Schatz." rufe ich ihm zu.
Er sieht mich auf der Leiter stehen, kommt zu mir herüber geschlendert, stellt sich neben die Leiter und winkt mit dem Zeigefinger in meine Richtung. Ich beuge mich zu ihm runter und wir küssen uns leidenschaftlich.                                                             Mein Vater beobachtet uns gerührt.
"Na, das sieht ja schon super aus!" lobt Tony uns als er sich den Baum betrachtet. "Ja, wie jedes Jahr. Alles ist genauso wie jedes Jahr. Nur eines ist neu..." sage ich, steige von der Leiter herunter, stelle mich neben ihn um seine Hand zu halten
"Ich bin nicht mehr allein." Ich sehe ihn direkt in die Augen, unsere Gesichter nähern sich an und wir küssen uns erneut.

Es liegt Romantik in der Luft, man kann sie förmlich spüren. Die Vorweihnachtszeit ist ja schon entspannt und schön, wie wird da erst Weihnachten selbst?            
Ich bin solch einer Hochstimmung das ich nun ernsthaft mit dem Gedanken spiele an Heilig Abend Susan die Frage aller Fragen zu stellen.                                                                                          Vorsorglich fahre ich am 23. Dezember allein mit Happy nach London City rein um bei Tiffanys einen Ring zu besorgen. Su liebt diesen Laden.                                                                             Happy findet nach kurzem suchen und einmal verfahren den Laden. 
Ich betrete das Geschäft durch die gläserne Schiebetür. Alles ist nobel, überall glitzert und glänzt etwas, viel Glas, viel Schmuck und ein goldener Weihnachtsbaum füllt die Mitte des Raumes aus.
"Kann ich Ihnen helfen?" fragt mich ein etwas zu kurz geratener Verkäufer im dunkelblauen Anzug. Das hervorstechendst an ihm war seine bunte große Fliege um den Hals und seine stahlblauen Augen.
"Ja, in der Tat, das können Sie." beginne ich "Ich suche einen Verlobungsring." "Sehr gern!" sagt dieser und geleitet mich zu einem Tisch auf der rechten Seite des Raumes.                


Er bittet mich Platz zu nehmen während er die Ringe holt. Etwas zu Trinken bietet mir ein junges Ding im kurzen Schwarzen an.
Mister Brown, wie es auf seinem Namenschildchen steht, stellt mir viele silberne und goldene Ringe vor, doch es ist keiner dabei der mich von den Socken haut. "Hören Sie!" beginne ich "Ich suche einen Ring für die hübscheste Frau der Welt! Sie ist etwas ganz besonderes. Verstehen Sie?"     
Brown nickt verständnisvoll und erhebt sich.
"Geld spielt keine Rolle." füge ich noch hinzu.                      
"Oh okay. Einen Moment bitte!" sagt der kleine Mann und verschwindet im Ausstellungsraum. Nach wenigen Minuten kommt er mit mehreren Kästchen zurück.                            
Er klappt das erste auf.
Darin befindet sich ein weißgoldener Ring mit einem eingefassten weißen großen Diamanten.
"Nein." sage ich.                               
Er klappt es wieder zu und öffnet das nächste Kästchen.
Ein matt goldener Ring mit einem Rubin.
"Nein der auch nicht."           
Er klappt das nächste auf.
Ein paar Versuche hat er ja noch. Ein silbener Ring mit einem moströs großen Diamanten. Ich schüttel mich. "Nein, nein."
Nach zwei weiteren erfolglosen Versuchen öffnet er schließlich das vorletzte Kästchen.                      
Darin befindet sich ein matt goldener Ring. Zwei Blätterranken schlängeln sich im Kreis um sich selbst und auf jedem Blatt ist ein winziger Smaragdsplitter eingefasst.         
Ich starre den Ring an und Mister Brown will schon das Kästchen schließen, doch ich hindere ihn daran.
"Nein bitte nicht! Der ist einfach perfekt!" flüster ich. "Den nehme ich!" sage ich entschlossen.

Auf Browns Gesicht breitet sich ein breites Lächeln aus. "Sehr gern! Folgen Sie mir bitte!"                         
Er steht auf und geht zu einer der Kassen. Ich folge ihm.                 
Ein angenehmes warmes Gefühl macht sich in meiner Brust breit.
Ich reiche dem Mann meine Platinkarte zum bezahlen. Dann reicht mir eine Verkäuferin eine kleine Papiertüte mit dem Tiffany Logo darauf. Ich nehme sie, verabschiede mich und verlasse glücklich den Laden.                                                                                             "Na, was schönes gefunden?" fragt Happy mich als ich zu ihm stoße.
"Darauf kannst du einen lassen. Dieser Ring passt zu Susan wie der Iron Man Anzug zu mir!" erkläre ich.
"Na dann." sagt er und öffnet mir die Tür des Autos. "Und wann wirst du sie fragen?"                                                                               "Das weiß ich noch nicht. Ich will den Ring einfach erst einmal da haben." erkläre ich.                   
"Wenn der richtige Moment gekommen ist bin ich schon einmal vorbereitet." sage ich mehr zu mir selbst als zu Happy.

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