Stark - nur für mich

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war.

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29. Testflug

Ich boxe gegen die Wand neben dem Fahrstuhl als dieser sich öffnet und Su mit Happy aussteigen will.
"Mach das nie wieder!" fluche ich laut.
Susan erschrickt so sehr das sie die Arme über den Kopf zusammen schlägt und sich auf den Boden kauert.                                     Happy, ganz der Bodyguard, zieht sofort die Waffe und richtet die auf mich. "Scheiße, Boss!" schreit Happy. "Was sollte das?"           Ich erschrecke als ich merke was ich angerichtet habe. In der Wand ist ein Faustgroßes Loch und Susan hockt ängstlich am Boden. Ich hatte nicht bemerkt das ich den Handschuh angezogen habe. Das passiert schon einmal wenn ich sauer bin.
Schnell lasse ich ihn verschwinden, hocke mich neben sie und lege beruhigend meine Hand auf ihren Rücken.
"Scht, Süße. Es ist alles gut. Entschuldige bitte!" flehe ich.         
Su sieht mich an, in ihren Augen glitzern Tränen. "Spinnst du?" schreit sie so plötzlich das ich zusammen zucke. Sie rappelt sich hoch und rennt davon.                                                                    Happy lehnt an der Wand und schüttelt den Kopf. "Das hast du ja wieder prima hinbekommen, Tony!" Er klatscht in die Hände.         "Immer mit der Hau-Drauf-Methode. Typisch!"                               "Ach halt's Maul Happy! Pass du lieber auf das du nicht bald ein Kaufhausdetektiv bist. Ich feuer dich nämlich wenn du mir noch einmal so blöd kommst." drohe ich ihm.     
Doch er lacht nur höhnisch. "Ja klar. Ich bin zu gut. Du feuerst mich nicht." sagt er selbstsicher und geht  in Richtung seiner privat Räume davon.                                                                                  

Ich beginne Susan zu suchen. Im Schlaf- und Badezimmer ist sie schon mal nicht. Ich gehe zum Fitnessraum hinunter. Auch dort ist sie nicht.
"Jarvis, kannst du Su ausfindig machen?"                                      "Ja, Sir. Sie hat soeben das Gebäude verlassen." meint er.
"Was? Scheiße! Wo will sie denn hin?" brülle ich und denke daran wie sie mich das letzte Mal verlassen hat.         
"Also sie will wohl den Anzug den Sie ihr geschenkt haben ausprobieren." mutmaßt Jarvis.                      
Ich horche auf. "Was? Sie fliegt da draußen rum?
Ich kann es nicht fassen. Das hätte ich mir nie träumen lassen das sie ihn tatsächlich mal fliegen wird.
Ich renne auf die Terrasse, mache mich bereit die Anzugteile zu empfangen und warte bis sie alle an mir sind. Sofort hebe ich ab.
"Jarvis, wo ist sie?"
Auf meinem Interface erscheint ein kleines Kreuz.                          Ich fliege dem hinterher. "Süße, was machst du denn?" rufe ich Susan an. 
Sie antwortet nicht.                           
"Ist ja toll das du ihn ausprobierst! Aber warum allein? Du hättest mich doch zum Jungfernflug mitnehmen können!" witzel ich.
"Ach Tony, halt den Mund!" bittet ihre sanfte Stimme.                     Sie hört sich müde an.
"Süße, lande irgendwo!" bitte ich. "Du bist erschöpft. Lass uns nach Hause fliegen!"                                                                           "Woher willst du wissen ob ich müde bin? Ich bin so munter als hätte ich eine Kanne schwarzen Kaffee getrunken." gibt sie schnippisch zurück.                                                       

"Ich sehe deine Vitalzeichen auf meinem Interface." sage ich trocken.
Sie stöhnt auf. "Scheiße! Volle Kontrolle oder?" meint sie.        
"Ähm, ja. Das gehört dazu. Ich kann dich auch lenken wenn ich will." lüge ich.                                              
"Kannst du nicht." sagt sie "Sonst hättest du mich schon längst zur Umkehr bewegt und würdest hier nicht wie blöd hinter mir her hetzen."
Sie trifft den Nagel auf den Kopf. Mein schlaues Mädchen!
"Okay. Stimmt. Aber bitte Darling, lande!"                                   "Nein. Denn weißt du was? Es gefällt mir richtig den Anzug zu fliegen! Jetzt weiß ich wenigstens wie du dich fühlst wenn du ihn trägst. Und er verleiht einem eine enorme Kraft." plaudert sie während sie mit einem affenzahn über Wälder donnert.
Mit einem Mal macht sie eine Kehre, geht etwas tiefer und sprengt mit dem Pulsor einen Baum aus dem Weg. Dieser löst sich in unzählige Splitter auf.
Ich sehe ihr entsetzt zu.        
"Scheiße! Ich habe den Baum kaputt gemacht!" schreit sie plötzlich. "Ich habe einen Baum auf dem Gewissen. Oh nein." murmelt sie.  Da war sie wieder meine sanfte Susan.                                           Sie landet auf dem weichen Waldboden und lässt ihren Helm verschwinden. Nur eine Sekunde später lande ich ebenfalls, direkt neben ihr.
Sofort nehme ich Susan in den Arm um sie zu trösten, während sie von heftigen Schlurchzern geschüttelt wird.        
"Ist ja gut. Hier stehen ja noch ein paar von den Dingern rum." versuche ich sie zu trösten.                    
Sie grinst "Stimmt. Trotzdem, es ist nicht okay einen Baum einfach so abzuholzen. Das bin nicht ich, Tony."
"Glaube mir, die Avengers haben schon viel mehr als nur einen Baum während unserer Kämpfe zerstört. Ich müsste ein viel schlechteres Gewissen haben."
"Stimmt auffallend Iron Man."       
Ich hebe ihr Kinn an damit sie gezwungen ist mir direkt in die Augen zu sehen.
"Ich entschuldige mich, Su. Ich hätte nicht so austicken dürfen. Das war nicht richtig."
"Allerdings nicht. Ich habe doch meinen Kommunikator und das Headset habe ich auch. Wenn etwas passiert melde ich mich schon. Ich war nur mit meinen neuen Kollegen etwas essen um sie näher kennenzulernen." erklärt sie. "Du musst dir nicht immer solche Sorgen machen!" bittet sie mit flehenden Blick.
"Okay. Du hast ja recht, Süße! Ich werde mich in Zukunft zusammen reißen." verspreche ich.              
Ich sehe in den strahlend blauen Himmel hinauf und sage "Lust auf einen Rundflug über die City von New York? Der Central Park soll schön sein im Sonnenuntergang." versuche ich sie zu verführen.
Su lacht und willigt ein. "Okay, los geht's!"

Ich lasse den Helm erscheinen. Wie ich das mache, kann ich gar nicht sagen. Ich denke einfach an den Helm und er ist da. Das Interface erscheint in meinem Blickfeld.                   
"Bereit zum Start." meldet sich Jarvis. "Richten Sie Ihre Handflächen nach unten um zu starten."         
Ich strecke meine Handflächen nach unten und schon hebt mich der Rückstoß der Pulsoren vom Boden ab. Vorhin war der Start noch etwas wackelig, doch mittlerweile klappt es ganz gut.              
"Gut gemacht!" lobt Jarvis. "Jetzt ein kleines bisschen nach vorn lehnen!" Ich folge seinen Anweisungen und fliege los.                   "Du machst das gut!" lobt Tony mich.
"Danke." ich freue mich über sein Lob. Obwohl es sicher schrecklich unbeholfen aussieht wie ich so durch die Luft dümpel.                    Mit einem Seitenblick sehe ich Tony. Er fliegt neben mir und sieht mich in diesem Moment ebenfalls an. Seine Metallhände formen ein Herz vor seiner leuchtenden Brust.              
Ich muss lachen und werfe ihm einen Handkuss zu. Das hätte ich lieber bleiben lassen sollen, denn es bringt mich aus dem Gleichgewicht. Ich taumle und drifte zur Seite ab.  
"Hilfe Tony!" schreie ich.
"Stabilisieren!" befielt Tony Jarvis für meinen Anzug.                       
"Sofort, Sir. Susan ich stabilisiere Sie jetzt. Bleiben Sie ganz ruhig! Legen Sie die Arme bitte seitlich an!" bittet er mich.
Ich tue es. Sofort verhält sich mein Anzug still. Ich fliege einfach geradeaus.                                                                                      Tony folgt mir.
Bald sehen wir New Yorks Skyline vor uns.                                   "Lass uns zur Freiheitsstatue fliegen!" schlägt Tony vor.              "Okay, aber nur kurz." sage ich. 
"Folge mir!" sagt Tony über das Headset.
Jarvis hilft mir das ich das auch hinbekomme.                        
Wir sind so schnell das wir in wenigen Minuten die große Frau mit der Fackel erreichen.                                                                      Tony landet auf deren Krone und hält sich an einem Zacken fest.
Ich versuche es ebenso, rutsche jedoch beim Landungsversuch ab und drohe abzustürzen.                 
"Hilfe!" kreische ich und halte mich verzweifelt an der Statue fest.
Da greift sich Tony mein Handgelenk und zieht mich zu sich hoch. Ich rappel mich auf und klammere mich an ihn. "Okay, alles gut. Danke!"
"Ist das nicht eine tolle Aussicht?" fragt er mich.

Jetzt wo ich sicher stehe kann ich mich ja mal umschauen.              
Er hat recht, verdammt, ist das eine tolle Aussicht! Das Meer kann man zwar von hier aus nicht sehen, dafür ist New York zu dicht besiedelt, aber immerhin hat man um sich rum den Hudson River. Es ist windig und kalt hier oben. "Du Schatz, die Aussicht können wir auch von unserer Terrasse aus genießen." schlage ich vor. "Ich will nach Hause! Es war ein langer Tag."                
Tony sieht mich an und meint "Stimmt, du bist völlig erschöpft. Du gehörst ins Bett!"                                                                                Er lässt mich los stellt sich in Startposition. Ich mache es ihm nach.
"Bereit?" fragt er mit Seitenblick auf mich.
"Bereit wenn du es bist!" zitiere ich Gwendolyn aus Edelsteintriologie.         
Er grinst und lässt den Helm erscheinen und schon hebt er ab. Ich folge ihm.                                                                                          Ich bin heil froh das ich sicher und im ganzen Stück unser Dach erreiche.
"Bin da." rufe ich erschöpft.
"Ich auch." Tony steht schon in seinen Alltagsklamotten an der Wand gelehnt da und sieht mir zu.   
Ich stolpere bei der Landung und falle fast hin. Doch irgendwie macht das der Anzug selbst das ich sicher stehe.                   
"Streck die Arme zur Seite aus!" befielt Tony "Dann verschwindet der Anzug."                                        
Auch das befolge ich.
Einige Minuten später sitzen wir mit je einem Glas Rotwein auf dem flauschigen Teppich vor dem Kamin und sehen den Flammen zu. Tony hat seinen Arm locker um meine Taille gelegt und ich meinen Kopf auf seine Schulter.                                
"Also ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich den Anzug nur im Notfall einsetze." sage ich leise. "Das ist nichts für mich - die Fliegerei."                                                                                     "Okay. Hauptsache du nutzt die anderen Getgads!" erwidert er ebenso leise. "Wie gesagt, ich möchte dich in Sicherheit wissen!"
Ich nicke stumm.
"Das kann ja was werden. Überwachung auf ganzer Linie!" denke ich.                                                                                                   

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