Stark - nur für mich

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war.

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42. Oh wie lecker!

Fünf Tage später haben wir Besuch. Der Konditormeister den wir mit der Herstellung der Hochzeitstorte beauftragt haben, ist mit zwei seiner Lehrlinge und jede Menge Torten im Gepäck zu uns gekommen. Diese sollen von uns verkostet werden. Ich, als bekennende Naschkatze habe mich sehr auf diesen Termin gefreut. Wann darf man schon einmal ohne schlechtes Gewissen sich durch einen Berg von Torten futtern?            "Hallöchen, hallöchen die Herrschaften!" begrüßt uns der Meister an der Fahrstuhltür im Penthouse.                                                Ich muss unwillkürlich grinsen.
"Hallo." grüßt Tony verwirrt, während er ihm zögerlich die Hand schüttelt.                                      
"Das ich kleines Licht mal die Ehre haben werde für den großen Antony Stark eine Torte zu backen, das hätte ich nie gedacht." ruft er erfreut. "Aber Sie haben sich absolut... " Küsschen rechts und links meines Gesichtes "... für den Richtigen entschieden! Meine Kreationen sind die exklusivsten in ganz New York!" schwärmt er.
"Jah, ähm, das wissen wir." erwidert Tony zögerlich.
Scheinbar weiß er nicht ganz wie er mit einem schwulen Konditor umgehen soll.                
Bei Tonys hilflosen Gesichtsausdruck muss ich gleich noch mehr grinsen.
"Kommen Sie bitte herein, Mister Gold." bitte ich höflich und deute zu unserem großen Esstisch. "Dort können Sie Ihre Kreationen aufbauen!"
"Danke, danke, danke, Miss Walters. Gerne doch. Jungs!" ruft er seinen Lehrlingen zu die still hinter uns gestanden und unter dem Gewicht der Kiste mit den vielen Kuchen fast zusammen gebrochen wären. Ihren Gesichtern kann man die Erleichterung endlich die schwere Last los zu sein deutlich ablesen.
Ich habe Mitleid und frage "Darf ich Ihnen eine kleine Erfrischung anbieten?"                                       
Der Meister reißt sofort alles an sich und ruft " Liebend gern, Miss. Ein Prosecco für mich bitte und die da ein Wasser." Er wedelt mit seiner Hand vor den beiden jungen Burschen herum.          
"Ich glaube ein Bier wäre denen lieber." murmelt Tony kaum hörbar.
Ich knuffe ihn lachend in die Seite.
Als die Männer sich etwas akklimatisiert haben bitte ich "Können wir anfangen; Mister Gold?" "Aber ja, meine Liebe. Natürlich! Also..." 

Er hebt einen blassrosa Tortenkarton aus der Kiste, klappt den Deckel hoch und zum Vorschein kommt eine weiße runde Torte mit rosa und roten Rosen darauf.    
"Diese wunderbare Torte ist mit einer leichten Jogurt-Mango Creme gefüllt. Sehr erfrischend an heißen Tagen."
"Hm lecker." sage ich und koste eine Gabel davon, aber Tony sagt "Ich hasse Mango."           
"Okay, dann die nächste." verkündet der Konditor.                  
Im nächsten Karton befindet sich eine cremefarbene, die laut des Meisters, mit Orangenfruchtcreme gefüllt ist. 
"Entschuldigung, aber diesmal habe ich etwas auszusetzen." gebe ich leise zu. "Ich mag keinen Orangen."
"Dafür mag ich Orangen." sagt Tony und kostet eine Gabel voll. Und noch eine und noch eine.
Der Konditor schaut ihm belustigt zu und sagt schließlich "Macht ja nix." und schiebt den Karton beiseite. "Dann vielleicht diese hier?" sagt er und öffnet den dritten Karton.
"Dies ist eine Pistaziencremefüllung. Sehr festlich. Gerade für Hochzeiten." Er strahlt uns an.                            "Nein." sagen Tony und ich gleichzeitig.
Der Zwirbelbart des Konditors zittert, er zögert, doch dann sagt er "Na gut." Er schiebt den Karton so schwungvoll zur Seite das ich die Befürchtung habe er würde vom Tisch rutschen.
"Vielleicht kann ja eine Jogurt-Erdbeer-Creme Sie überzeugen?" sagt er und zeigt den Inhalt des nächsten Kartons.                                                     "Ich liebe zwar Erdbeeren, aber..."
ich sehe ihn eindringlich an "Ich stelle mir für meine Hochzeit etwas anderes, spezielleres vor! Aber kosten werde ich sehr gern!"
Und das tue ich auch gleich. Wäre ja schade es verkommen zu lassen.  
"Ja ja ja, in Ordnung!" gibt er schnippisch zurück.
Tony lehnt sich in seinem Sessel, indem er zwischenzeitig platz genommen hat, lässig zurück. Na toll! Er überlässt mir das Ganze.     
"Dann vielleicht etwas anderes. Eine Latte Macchiato Sahne Füllung?" schlägt er vor.                  
"Als Hochzeitstorte?" ich bin entsetzt.
Tony lacht leise. Die zwei Lehrlinge lümmeln derweilen auf den Hockern an unserer Bar.            
"Ich meine, ich kann mir das nicht unbedingt als Hochzeitstorte vorstellen. Vielleicht könnte man ja auch jede Etage eine andere Geschmacksrichtung machen?" lenke ich ein.            
"Natürlich kann man das machen!" sagt Gold erfreut.
"Na also. Dann sage ich Ihnen jetzt mal was ich mir vorstelle." beginne ich. "Also, ganz unten eine Marzipanbuttercreme, aber nicht so schwer, dann etwas fruchtiges, eine Brombeer-Schokoladencreme-Mischung. Nächste Etage eine Mango-Jogurt-Creme."                                        Ich werfe einen frechen Blick zu Tony rüber, der das was ich eben gesagt habe wohl nicht verstanden hat. Ich grinse in mich hinein.                
"Und zum Schluss, ganz oben, eine Jogurt Limetten Sahne Torte."        
Ich sehe den Konditor erwartungsvoll an.       

                          
"Ja, so machen wir es. Und außen, Miss, wie stellen Sie sich die Außenhaut vor?"                          
"Oh, da mag ich diese weißen Fondant-Torten die mit silbernen Perlen bestückt sind, so das es aussieht als sei die Torte aus Stoff. Wissen Sie was ich meine?" beschreibe ich meine Traumtorte.  
Er kramt sein Smartphone hervor, tippt darauf herum und zeigt mir schließlich ein Foto.           
"So in etwa?"
"Ja, ganz genau so." freue ich mich. "Und dann möchte ich noch fliederfarbene Blumen aus Fondant oder Marzipan. Ansonsten viel Grün."                                                         "In etwa so?" fragt er und sucht ein neues Foto raus.
"Ja. Das ist mein absoluter Traum! Wenn Sie das für mich backen könnten, wären Sie mein Held." schwärme ich.
Da horcht Tony auf, kommt zu uns herüber und stellt sich hinter mich. Seine Arme umschlingen mich und er raunt mir ins Ohr "Ich dachte es gibt nur einen Helden in deinem Leben?"
Ich drehe mich um und küsse ihn. "Bisher schon. Aber dieser Mann hier kann dazu noch backen." Ich ziehe ihn auf "Was kannst du?"
"Dich auf Händen tragen." antwortet er lächelnd.
"So, und was machen wir jetzt mit all diesen herrlichen Torten?" frage ich und sehe bekümmert auf die Tortenschachteln.                                    "Was Sie damit machen weiß ich nicht, Miss Walters. Ich würde sie wegwerfen." antwortet Mister Gold.
"Oh nein! Wie traurig. Sie haben sich solche Mühe mit den Torten gegeben. Nein, die verschenken wir." bestimme ich.                                                              "Sie haben sie bezahlt, sie können damit machen was Sie wollen." 
"Okay, dann lassen Sie sie hier."

Wenig später sind wir wieder allein.
"Okay, und wem möchtest du nun die Torten zukommen lassen?" fragt Tony, der mich erneut umarmt.  
"Na, zuerst laden wir unsere Freunde zum Kaffee trinken ein. Auch Happy und Ron mit ihren Freundinnen." verkünde ich.                     
Er nickt er stumm.
"Jarvis, kümmerst du dich um die Einladungen?" frage ich.     
"Natürlich Miss Susan!"                
"Und was machen wir solange bis die Gäste kommen?" fragt Tony zwinkernd.                              
"Ich werde in die Wanne steigen." sage ich leise und drehe mich weg.
"Okay, mach das." sagt er und ich bemerke einen leichten trotzigen Unterton in seiner Stimme.
"Und du kommst natürlich mit!" vollende ich meinen Satz.               
Er folgt mir sofort.       

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