Stark - nur für mich

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war.

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28. Neustart

3 Monate später

Ich sitze in der U-Bahn Richtung Queens, dort habe ich ein Vorstellungsgespräch.                                                    Mal wieder. Das fünfte in der letzten Zeit.                                                                                                                   Zum Glück ist heute endlich mal wieder das Wetter besser.
Beim letzten Mal ging alles schief.             
Ich, natürlich top gestylt, trete aus der Haustür, es gießt wie aus Eimern. Nur auf dem Weg zur U-Bahn werde ich pitsch nass. Kaum steige ich aus der stinkenden Bahn aus, trete ich in einen Hundehaufen der mitten auf dem Gehweg liegt. Ich beseitige das Missgeschick auf der McDonalds Toilette und als ich damit endlich fertig bin, bemerke ich das ich schon 15 Minuten zu spät komme.           
Das müffelnde, nasse, hibbelige junge Ding das sich laut ihrer nassen Bewerbungsunterlagen als toughe Journalistin ausgibt hat man nur zu gerne wieder vor die Tür gesetzt. 
Klar könnte ich auch mit der Limousine zum Termin fahren, aber das möchte ich nicht. Ich will vermeiden das man mich da aussteigen sieht und falsche Schlüsse zieht. Ich will um meintewegen eingestellt werden und nicht nur weil ich Tony Starks Frau bin. Noch kann man es ja am Namen nicht ablesen.                                                                     Ich steige also, wieder top gestylt, pünktlich aus der U-Bahn aus.        
Es bleibt sogar noch Zeit für einen Coffee to go.
Um genau 5 Minuten vor 11 betrete ich das Verlagsgebäude. Ich möchte mich hier als Lektorin bewerben.
Eine hübsche dralle Blondine begrüßt mich an einem Empfangstresen. Ich sage ihr wer ich bin und sie bittet mich im Wartebereich Platz zu nehmen.
Ich setze mich auf einen bequemen Sessel. Nervös überschlage ich die Beine und streiche ich mir mein blaues Etuikleid glatt. Dann ziehe ich mein mitgebrachtes Buch aus der Tasche - Sturmhöhe.    
Ich beginne zu lesen und versinke so sehr in meiner Lektüre das ich Anfangs den jungen Mann im Anzug neben mir gar nicht bemerke.   
"Miss Walters." spricht er mich erneut an.
"Oh." ich sehe auf.

Er sieht fantastisch aus in seinem dunkel blauen Maßanzug, der rot-gold gestreiften Krawatte, seinen dunklem zerzaustem Haar und den stahlblauen Augen. Ein Frauenschwarm. Ich schätze ihn auf Mitte 30.                          
"Entschuldigen Sie bitte! Ich komme sofort." sage ich, stecke das Buch in die Tasche zurück und stehe auf um ihm zu folgen.
Er stellt sich mir als Steve Morgen vor und begleitet mich in den 8. Stock zum Büro der Chefredakteurin. Marylinn Morgen steht auf einem goldenen Schild neben der Tür. Mir fällt der Nachname auf und ich sehe Morgen an.                                        
Er sagt Achselzuckend "Sie ist meine Mutter." dann öffnet er mir die Tür.                                                                    Wir stehen in einem Vorraum Schrägstrich Büro ihrer Sekretärin.                                                                               "Miss Walters für meine Mutter." stellt Steve mich vor.
Die Sekretärin sieht kurz von ihrem Schreibtisch auf und deutet dann mit einem Kopfnicke Richtung Tür.     
Ich sehe mich nach Steve um "Nur zu!" fordert er mich lächelnd auf. "Ich warte hier auf Sie."               
Dazu reckt er den Daumen in die Luft.
Ich schenke ihm ein hinreißendes Lächeln und gehe zur Tür. Meine Hand liegt schon auf der Türklinke als ich ein letztes Mal tief durchatme, ich drücke sie herunter und die Tür zu meiner Zukunft öffnet sich.

 

"Wo ist Susan heute doch gleich nochmal?" frage ich Jarvis während ich an einer Rakete rumbastle.
"Sie hat ein Vorstellungsgespräch in Queens, Sir. Sie ist gesund dort angekommen, falls es das ist was Sie beunruhigt." erwidert er.         
"Okay. Wir sollten ihr für den Rückweg aber den Wagen vorbei schicken um sie abzuholen. Mir gefällt es gar nicht wenn sie die U-Bahn nimmt." murmle ich.            
"Sie könnte auch ein Taxi nehmen." schlägt Jarvis vor.                   
"Warum ein unbequemes Taxi nehmen wenn man eine Limo haben kann?" gebe ich nur zurück. "Kümmer dich darum!" befehle ich.
"Sehr wohl, Sir."
"Welcher Verlag ist es diesmal?" frage ich.                                                                                                          "Morgans Island Publisher. Kurz M.I. P. . Mrs. Morgen ist die Chefredakteurin." erklärt Jarvis. 
"Kennen wir sie? Ich habe den Überblick darüber verloren wo ich alles meine Finger drin habe."
"Der Verlag gehört nicht zu einem Ihrer Unternehmen. In einem von denen hat sich Miss Susan ebenfalls beworben, wurde aber abgelehnt."
Ich horche auf "Wie bitte? Welcher Idiot hat denn das verbrochen?" rufe ich und spüre wie ich wütend werde.        "Als Grund wurde Miss Walters Unpünktlichkeit und ihr ramponiertes Aussehen angegeben."                   
"Was soll das? Meine eigene Frau wird in meiner Firma abgelehnt. Jarvis, finde heraus wer das zu verantworten hat und feuere ihn!"
"Wie Sie meinen." sagt er.       
"Meinst du ich sollte mal diese Morgan zum essen einladen?" überlege ich während ich mir einen Kaffee in meiner kleinen Teeküche in der Werkstatt mache.                      
"Zu welchem Zweck, Sir?" fragt er mich.                                                                                                                       "Na um ein wenig Druck zu machen das sie Susan einstellen natürlich." erkläre ich lachend.                                   "Meinen Sie nicht, das Miss Susans Leistungen sie für diese Stelle ausreichend qualifizieren?"   
"Meinst du echt? Ich kenne ihre Zeugnisse nicht." erwider ich und setze mich in einen Sessel.                                 "Ich darf Ihnen versichern, Sir, Miss Susan hat sehr gute Noten und ausgezeichnete Beurteilungen. Sie wird es allein schaffen!"                                                                                                                                                                     "Okay, wenn du das sagst."
Ich grübel darüber nach wie es wohl sein wird wenn Susan arbeiten geht.                                                                  Dann werde ich viel allein sein, jetzt wo Pepper ausschließlich mit meiner Firma beschäftigt ist, seit ich sie vor einem Monat zur Geschäftsführerin von Stark Industries gemacht habe.                                  
"Ich werde einfach das tut was ich am besten kann. Tüfteln. Erfinden.                                                                         Und was ist eigentlich in der Welt los? Gibt es keine Gefahren für die Menschheit mehr die eines Superhelden bedürfen?" denke ich. 

"Gut, verbleiben wir also so." sagt sie und reicht mir mit gestrenger Mine die Hand.                                     
Ich ergreife sie und sage "Ich danke Ihnen, Mrs. Morgen. Auf Wiedersehen."                                                               Damit verlasse ich ihr Büro.          
Auf einem Stuhl neben der Tür wartet Steve Morgan auf mich. Er erhebt sich als ich neben ihn trete. "Und, wie lief es?"
Ich berühre leicht seinen Ellenbogen und bedeute ihm so mit hinaus auf den Flur zu kommen. Er folgt mir breit grinsend.
"Und?"
"Sie dürfen mich von nun an Ihre Kollegin nennen." sage ich freudig. 
Er schüttelt mir die Hand "Gratulation!"                                                                                                                            "Danke Steve! Ich hatte ja die Hoffnung jemals einen Job zu finden schon fast aufgegeben." gebe ich zu. "Doch es geschehen eben noch Wunder."                                                                                                                                   "So ist es. Wann fangen Sie an?" fragt Steve.                                                                                                          "Nächsten Montag." erwider ich.
"Bis da hin habe ich noch einiges zu tun." überlege ich. "Shoppen für die Arbeit. Ich habe nichts Verlagtaugliches im Kleiderschrank."                                                                                                                                                         "Was haben Sie jetzt vor? Ich habe jetzt Mittagspause und gehe mit einigen Kollegen einen Happen essen. Hätten Sie Lust uns zu begleiten?" fragt er freundlich.                          
"Ja, sehr gerne!" gebe ich zurück, stecke den Kommunikator wieder in meine Handtasche. Ich hatte ihn automatisch heraus geholt um Tony von meinem Erfolg zu berichten, doch das kann ich auch noch später machen.                    Ich folge Steve zu einem Büro das sich als sein eigenes herausstellt. Er wirft sich seinen Mantel über und schlingt sich einen langen Schal um den Hals. "Ich bin so anfällig." erklärt er kurz.                         
"Steve, kommst du?" fragt eine rundliche junge Frau die gerade ihren Kopf zur offenen Tür herein steckt.            "Molly, darf ich dir Miss Walters vorstellen?" ruft Steve. "Sie fängt am Montag hier als Lektorin an."
"Susan bitte." sage ich freundlich und reiche ihr die Hand.                 
Molly schüttelt sie und strahlt "Endlich Verstärkung im Team! Wir haben in letzter Zeit so viele Manuskripte durch zu lesen, dass wir paar Hanseln kaum noch hinterher kommen. Willkommen im Team!"
"Danke! Das ist sehr lieb." erwidere ich.                                                              

Wenig später verlassen wir gemeinsam mit drei weiteren Kolleginnen das Gebäude.       
Happy, der an den Wagen gelehnt dasteht und auf mich wartet, bemerke ich gar nicht.

"Tony." ruft Happy mich durch den Kommunikator.                                                                                                       Ich schmeiße meinen Schraubenzieher auf die Werkbank und tippe das Gerät an.            
Tonys Gesicht erscheint auf dem Bildschirm. Ich wische mit dem Finger auf dem Display nach oben und schon ist Happy vertikal als Hologramm zu sehen.                  
"Was gibt's?" frage ich genervt.
"Sollte das eine Verarsche sein oder was, das du mich zu diesem Verlag beorderst wo ich Susan abholen soll? Ich stehe mir hier nämlich seit einer gefühlten Ewigkeit die Beine in den Bauch und sie kommt einfach nicht raus." meckert er.
"Wieso? Wo ist sie?" rufe ich verärgert.
"Woher soll ich das wissen?"
"Woher? ... Du Trottel bist ihr Bodyguard. Du musst doch wissen wo Susan ist." schreie ich das Hologramm an.  "Hey, du hast mich nur vor das Gebäude bestellt. Du hast nicht gesagt geh hinein und suche sie."     
"Das ist es aber was ich von einem Bodyguard erwarte." schreie ich. "Such sie verdammt! Und gibt mir bescheid wenn du sie gefunden hast!" brülle ich.
"Okay." brüllt Happy und legt auf.  
Ich tiger in meiner Werkstatt auf und ab. Konzentrieren kann ich mch nicht mehr. Die Rakete muss warten. Wo könnte sie nur stecken?

Wir sitzen an einem viereckigen großen Tisch mit roter glänzender Tischplatte in dem Diner um die Ecke vom Verlag. Ein weiter Weg ist es nicht gerade, optimal für die Mittagspause! Da man nicht so viel Zeit mit dem Hin- und Rückweg verplempert.                
Das Diner ist um diese Zeit rappel voll und als das Essen kommt weiß ich auch warum.                           
Die Hamburger sind schmackhaft und riesengroß, die Pommes selbst gemacht. Ebenso wie die Soßen und das Ketchup. Mein Salat ist knackig und ebenfalls schmackhaft.           
Ich habe voll zu geschlagen. Ich hatte riesen Hunger. Vor Aufregung habe ich heute zum Frühstück nämlich nichts hinunter bekommen.       
Steve beobachtet mich amüsiert. "Wenn du immer so viel isst, hast du entweder eine super Fettverbrennung oder du bist pausenlos im Fitnesstudio." mutmaßt er.
"Hm, danke. Ja, ich gehe ab und an laufen." gebe ich kauend zurück.
Früher hätte ich mich nicht so benommen während eines ersten Treffens der neuen Kollegen, da war ich viel zu schüchtern. Doch mittlerweile bin ich eine selbstbewusste Frau die weiß was sie will. Steve und die anderen sind mir von Anfang an so symphathisch das ich keine Hemmungen habe mich natürlich zu verhalten.
Die allgemeinen Themen wie Wo hast du studiert? oder Wo kommst du her? haben wir schon abhakt, daher konnte ich schon darauf warten das bald die Frage zu meinem Beziehungsstatus folgen wird.
"Ich sehe den Ring an deinem Finger. Du bist verlobt?" fragt Samanta.                                                                     Und da ist sie auch schon. "Ja, ich bin verlobt. Seit Weihnachten." entgegne ich.                                         
"Ein fantastischer Ring! Wirklich wunderschön!" sagt Mary träumerisch und betrachtet den Ring an meiner Hand genauer.               
Und wie auf's Stichwort vernehme ich Tonys Stimme durch den Kommunikator. Ich hole ihn aus meiner Tasche und tippe auf die kleine Glasscheibe.
"Cool! Was ist das denn?" fragt Steve.                                                                                                                        "Ein Kommunikator. Hat mein Mann erfunden." erkläre ich und bemerke das das Gespräch schon aufgebaut ist. "Cool!" wiederholt Steve.
"Ja allerdings, das ist es!" ruft Tony "Darf man fragen wo du dich rum treibst?"                                        
"Mich rumtreibe?" ich verstehe nicht. "Ich bin in einem Diner mit ein paar neuen Kollegen. Denn, Überraschung, Überraschung, ich habe den Job!" rufe ich glücklich.                       
Meine Kollegen jubeln laut und mein Mann lässt ein "Ja super." hören.   
"Ja, super?" Ich merke wie ich sauer werde. "Das ist doch fantastisch, Tony? Freust du dich nicht für mich?" frage ich leise.            
"Ich würde mich freuen, wenn meine Frau zu mir nach Hause gekommen wäre und es mir persönlich erzählt hätte und nicht erst feiern geht. Du hast nicht bescheid gesagt, Su. Wir haben uns Sorgen gemacht." mault er.               "Wir?" frage ich.                    
"Happy und ich. Er sollte dich abholen und sucht dich überall." sagt er. "Jarvis hat sich ebenfalls Sorgen gemacht." fügt er noch hinzu.      
"Das habe ich zwar nicht gesagt, aber ja, wenn Mister Stark meint das es so ist, Miss Susan ich habe mir Sorgen gemacht. Obwohl ich die Definition von Sorgen machen nicht ganz verstanden habe."                          
Ich grinse.
"Mensch, ich hatte Angst um dich Darling!" ruft Tony so laut in das Gerät, das meine Kollegen mich interessiert ansehen. Ich bekomme einen roten Kopf.
"Ähm, ja. Das tut mir leid Schatz!" sage ich in das Gerät und zu meinen Leuten am Tisch sage ich "Entschuldigt bitte. Das ist mein Mann Tony. Er hat sich Sorgen gemacht weil ich abgeholt werden sollte nach dem Gespräch und ich aber stattdessen mit euch hier her gegangen bin." 
"Warum solltest du abgeholt werden? Nimmst du nicht die U-Bahn?" fragt Molly.                                      
Ich schüttle den Kopf. "Nein. Tony hat mir die Limousine geschickt."       
Aus dem Augenwinkel sehe ich das eben gerade der Wagen vor dem Diner vorfährt und Happy aussteigt. "Und da ist er auch schon. Ich werde dann jetzt mal los, Leute. Wir sehen uns am Montag. Auf Wiedersehen." rufe ich in die Runde.             
Steve steht auf, lächelt mich an und nimmt mich in den Arm. "Noch einmal, willkommen im Team, Susan!"
Das ist lieb doch eine Spur zu freundlich, finde ich, sage aber nichts. "Das ist lieb, Danke." erwidere ich. 
Ich winke den anderen, gehe zum Kellner an den Tresen und bezahle meine Bestellung, dann verlasse ich mein zukünftiges Lieblings-Mittagspausen-Restaurant.      
Happy hält mir mit mürrischer Miene die Wagentür auf und ich steige ein. 
"Happy, setz dich zu mir nach hinten und erzähl mir von deiner Freundin!" bitte ich ihn.                             
Er schaut überrascht, folgt aber meiner Einladung.                        
Bis wir im Stark Tower angekommen und oben im Penthouse sind kenne ich ihren Namen, ihren Werdegang und wie sie beide ihre gemeinsamen Tage um Silvester herum verbracht haben.

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