Stark - nur für mich

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war.

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43. Happy Birthday, Tony!

Anfang Mai steht Tonys Geburtstag an. Noch zwei Tage zuvor hatte er mich während des Frühstücks reingelegt. "Morgen fliege ich dann mit den Jungs zum Kurztrip nach Vegas okay? Ein bisschen Spaß haben." Er zwinkert mir zu während mir der Mund offen stehen bleibt.
"Du... du willst... du willst deinen Geburtstag ohne mich feiern?" stottere ich.                                   
Ich falle aber auch immer auf seine Scherze rein.
"Du glaubst echt alles." lacht er. "Ein Scherz, Süße. Nur ein Scherz." beruhigt er mich.             
"Okay und was willst du stattdessen machen?" frage ich.                                 "Ich dachte an ein Barbecue hier bei uns." schlägt er vor.                    
Damit bin ich einverstanden. "Aber ein Barbecue für normale Leute." bestimme ich. "Es gibt Knabberkram, normale Burger, Würstchen und Fleisch. Kartoffel und Nudelsalat und so etwas. Ich kümmere mich um alles."
"Okay, wie du willst, Süße! Und was mache ich?" sagt er.
"Du darfst dich um die Getränke kümmern." Ich zwinkere ihm zu. "Damit kennst du dich besser aus als ich."                        
Tony lacht. "Gut, mache ich."
Also gehe ich am nächsten Tag gemeinsam mit Ron einkaufen. Wir fahren in einen Supermarkt und kaufen Knabberkram, Eiscreme und die Zutaten für die Salate.             
Zum Glück hatte sich Belle sofort bereit erklärt mir bei der Zubereitung von den Salaten zu helfen. Ich bin ihr echt dankbar deswegen! Da hatte ich den und wohl etwas zu voll genommen. In einer Fleischerei gab ich einen Großauftrag für Fleisch, Würste und Hackfleisch auf. Der Fleischermeister versprach mir alles am heutigen Abend nach Hause zu liefern.                        
Langsam schlendern Ron und ich zurück zum Auto.                               "Möchtest du ein Eis?" frage ich ihn, doch er verneint.       
Ich habe aber einen wahnsinnigen Appetit darauf und stoppe an einer Eisdiele. Hier gab es neben den bekannten Sorten auch ausgefallene Kreationen wie Chilli-Schoko, Pistazie-Honig, Senf-Dill oder Basilikum-Tomate.
"Bä, ist das widerlich!" entfährt es mir als ich die Schildchen in den Eisbehältern lese.                   
Ron grinst.
"Ich will doch kein Eis mehr." sage ich, drehe um und verlasse das Geschäft.         
Kaum bin ich draußen, bekomme ich doch wieder Appetit auf Eis.  
"Kannst du bitte für mich da rein gehen und ganz normales Eis kaufen?" bitte ich Ron und klimpere mit den Wimpern.
"Du musst gar nicht versuchen mich zu bezirzen. Ich gehe auch so für dich da rein. Was willst du denn für Eis?" erwidert er.
"Himbeere, Zitrone, After Eight, Karamell und Jogurt-Kirsch." zähle ich auf.                                     
Ron hebt eine Augenbraue. "Du denkst dran das du bald Heiraten willst? Wenn du das alles verputzt passt du sicher nicht mehr in dein Kleid." warnt er mich.            
"Meinst du echt?" frage ich.   
Plötzlich stehen mir die Tränen in den Augen. Ich will so gerne das Eis, aber ich will auch in mein Traumkleid passen. Was soll ich nur tun?                                                             "Hey, schon gut. Ich hol es dir ja. Das war ein Scherz, Susan. Entschuldige!"                                     "Okay." rufe ich erfreut. Ich lehne mich an die Glasscheibe der Eisdiele und scheuche Ron mit einer unmissverständlichen Geste in den Laden hinein.          
Kurz darauf kommt er mit einer riesigen Eiswaffel beladen mit bunten leckeren Eiskugeln wieder heraus. "Hier. Wohl bekommt's!" wünscht er und reicht mir die Eistüte.         
"Ich danke dir! Du bist mein Retter!" schwärme ich. "Ich hätte es nicht durch gehalten da noch einmal rein zu gehen. Das war ja widerlich!"
"Hm." macht Ron nur.

Am Abend ruft die Lobby an und berichtet uns das eine Fleischlieferung eingetroffen sei und man diese unverzüglich zu uns nach oben schicken wird.
Belle ist auch schon da und sofort machen wir uns an die Vorbereitungen.
"Wie bist du nur auf die Idee gekommen dir solch eine Arbeit zu machen?" schnauft Belle und wischt sich mit einem Geschirrtuch Schweißperlen von der Stirn.      
"Ich möchte Tonys Geburtstag eben ganz besonders gestalten. Sein Geschenk ist ja auch besonders." erkläre ich.                               
"Echt?" Belle verharrt in der Arbeit, lehnt sich an die Arbeitsfläche und sieht mich an.              
"Was schenkst du ihm denn?"      
"Ich war die letzten drei Wochen drei Mal wöchentlich heimlich bei einem Maler. Ich habe mich Portraitieren lassen." Stolz füge ich hinzu "In Öl."     "Wow. Ja das ist was besonders! Was sollte man auch einem Mann schenken der schon alles hat und sich obendrein alles kaufen kann was er will."                                                 
"Es ist so schön geworden, Belle, das glaubst du gar nicht! Es ist nun leider schon eingepackt. Aber du siehst es ja dann morgen." schwärme ich.       
Wir arbeiten weiter. Legen Fleisch in selbstgemachten Marinaden ein. Schnippelt Gemüse für die Salate.
"Und hat sich bei dir schon etwas ergeben?" fragt Belle mit einem frechen Grinsen auf den Lippen.
"Inwiefern?" Ich weiß nicht was sie meinen könnte.
"Na damit." Sie deutet auf meinen Bauch.
Da begreife ich. "Nein. Nein, nein, Belle, vergiss es. Da wird sich auch nichts ergeben." schwöre ich ab.  
"Oh, ich fände es so schön, wenn ihr ein Kind bekommen würdet!" schwärmt Belle. "Dann könnte ich Babysitten. Ich liebe Kinder!"   
"Dann mach dir selber eines!" schlage ich belustigt vor.
"Spinnst du? Steve und ich sind doch noch gar nicht so lange zusammen. Es würde ihn sicher abschrecken." ruft sie aufgeregt.                              
"Siehst du, Tony sicher auch." sage ich.                                                              "Ach wart's ab!"

Am nächsten Morgen überrascht mich Su mit Frühstück im Bett.     
Ich schlage die Augen auf und das erste was ich sehe, ist meine halb nackte wunderschöne Frau mit einem Tablett in der Hand auf dem die leckersten Sachen stehen. Sie hatte Pancakes gemacht. Dazu gab es Ahornsirup, Marmelade und Schokosoße. Rühreier und Speck. Ach einfach alles was ich eben gerne esse.
"Guten Morgen Geburtstagskind! Happy Birthday!" flüstert sie in ihrer sexy Stimme und küsst mich leidenschaftlich.                                       "Guten Morgen." flüstere ich zurück.
"Ich hoffe du hast Hunger!" sagt sie.    "Und wie, aber zuerst möchte ich das Dessert." fordere ich.                       
"Na normalerweise gibt's das ja nicht, Freundchen. Aber weil du heute Geburtstag hast..."   
Und damit stürzt sie sich auf mich.
Ein Gentleman genießt und schweigt, aber so viel kann ich verraten - es war der perfekte Start in den Tag! 
Als Su später mit dem Kopf auf meiner Brust neben mir im Bett liegt sagt sie "Dein Geschenk bekommst du heute Abend, wenn es okay ist." 
"Hm." ich tue eingeschnappt. "Na gut, in Ordnung!"

Ich hatte mir extra für diesen Tag ein neues Outfit gekauft. Einen Hosenanzug a' la Marlene Dietrich in creme weiß. Zudem hatte ich mir eine Stylistin für 14 Uhr in den Tower bestellt.         
Belle und ich wollten uns zurecht machen lassen. Wir hatten vor im Partnerlook heute aufzutreten. Auch Belle hatte sich einen Hosenanzug gekauft, allerdings in schwarz.     
Die Stylistin schminkte uns im Stil der 20'ìger Jahre und legte unsere Haare in Wellen.              
"Wir sehen fantastisch aus!" lobte ich ihre Arbeit als Belle und ich anschließend vor dem Spiegel im Schlafzimmer stehen.                          "Ja, so können wir uns sehen lassen." findet auch Belle.
"Vielen Dank Dianne!" sagte ich zu der Stylistin und schüttelte ihr die Hand. "Ich freue mich schon auf unser nächstes Treffen!"
an Belle gewandt erkläre ich "Dianne wird uns auch zur Hochzeit zurecht machen. Mich und alle meine Brautjungfern."                                        "Klasse!" freut sich Belle. Auch sie war von Dianne's Atbeit begeistert.
"Ja, den Tag vor der Hochzeit übernachten die Mädels alle hier und Dianne hat sich auch bereit erklärt mit hier zu bleiben. Das wird mein Junggesellinnen Abschied, eine Pyjamaparty hier im Tower." erkläre ich erfreut.
Belle nickt. Obwohl wir in den letzten Wochen unsere Konflikte hatte deswegen. Belle wollte das ich mit den Mädels durch die nächtliche City ziehe und eben Dinge tue die Bräute sonst so bei einem Junggesellinnen Abschied machen. Küsse verkaufen und so. Weil ich aber weiß das Tony da nie mitgespielt hätte, habe ich mir das überlegt. Außerdem bin ich gar nicht der Typ dafür.
"Ja, wir sehen uns dann am 14. Juni. Und für heute erst einmal ganz viel Spaß Mädels!" verabschiedet sich Dianne von uns und verschwindet beladen mit ihren zwei Köfferchen im Fahrstuhl.

"Jarvis wann kommen die Gäste." frage ich und sehe mich nach Tony um. "Und wo ist Tony eigentlich?"
"Miss Susan, die Gäste sind für 18 Uhr eingeladen und Mister Stark ist in seiner Werkstatt."      
Ich rolle mit den Augen. "Belle könntest du dich bitte gemeinsam mit Ron darum kümmern das sein Geschenk zentral im Wohnbereich platziert wird?" frage ich sie.         
Sie nickt und ich befehle weiter "Jarvis, gib bitte Ron bescheid! Er soll jetzt hoch kommen!"
"Sehr wohl, Miss Susan!"
"Ich werde mal das Geburtstagskind fertig machen." sage ich und gehe zur Treppe Richtung Werkstatt.
Unten angekommen sehe ich Tony kurz dabei zu wie er an einem seiner Anzüge rum schraubt, dann gebe ich die Zahlenkombination in das Tastenfeld an der Glastür ein und betrete seine Werkstatt.           
"Schatz, es wird Zeit das du dich fertig machst!" begrüße ich ihn.
Tony sieht von seiner Arbeit auf "Hallo Schatz. Ja, ich bin hier gleich fertig. Sind denn schon Gäste da?"
"Noch nicht. Aber es dauert nicht mehr lange. Bitte, komm jetzt mit mir!" bitte ich freundlich.
"Noch diese eine Schraube und das hier..." erwidert er, zieht noch eine Schraube fest und knipst mit einer Zange einen Draht durch oder ab oder so. Dann schmeißt er scheppernd den Schraubenzieher in einen Werkzeugkoffer und nimmt meine Hand. "Du siehst fantastisch aus, Darling!" lobt er mich.
"Danke. Du sicher auch gleich!" sage ich lächelnd.
Gemeinsam gehen wir hoch ins Schlafzimmer. Ich konnte ihn erfolgreich an dem riesigen in goldenen Papier eingepackten Geschenk vorbei schleusen.       
Tony verschwindet im Badezimmer zum duschen. Ich gehe derweilen wieder hinunter zu Belle. Da entdecke ich Steve und Clint. Dieser hatte heute auch seine Frau Laura und seine Kinder dabei. Zwei sehr süße Kinder.                                                        Ich begrüße sie alle mit Handschlag. Clint umarme ich freundschaftlich. Ich habe ihm so viel zu verdanken. Schließlich habe ich dank ihm keine Narben von meiner Entführung davon getragen.                           
"Su, das ist Laura, meine wunderbare Frau! Laura das ist Susan, von der ich dir erzählt habe." stellt uns Clint vor.  "Ich hoffe du hast meinen völlig blöden Fehler dabei ausgelassen!" sage ich lächelnd und ergreife Lauras Hand und schüttle sie. "Schön Sie endlich kennen zu lernen!"       
"Alles gut." sagt sie freundlich "Er hat nur gutes erzählt."                       
"Na dann ist ja gut. Bitte setzt euch doch. Was möchtet ihr trinken?" frage ich.                               
Ich versorge alle mit ihren Getränken. "Tony ist noch nicht ganz fertig. Er kommt aber gleich." "Das kenne wir ja nicht anders." erwidert Steve.   
Alle lachen.                     
In diesem Moment kommt auch schon ein durchgestylter Tony die Treppe zum Wohnraum herunter. Er sieht umwerfend aus. Ein weinroter Anzug mit goldener Krawatte. und dazu goldene Turnschuhe.
Er küsst mich zur Begrüßung und wendet sich dann den anderen zu.                                             
"Happy Birthday, Blechkopf!" wünscht Steve und klopft ihm auf die Schulter. "Ja, danke dir Cap!"                    
Tony gibt Laura zuerst die Hand und lässt sich beglückwünschen. Sie umarmt ihn anschließend.
Clint und er begrüßen sich per Handschlag. Belle erscheint wieder, sie war auf der Toilette. Nun wird sie noch von allen begrüßt. Sie hatte Tony heute Morgen schon gratuliert.
"Miss, die restlichen Gäste sind auf dem Weg nach oben." meldet sich Jarvis.                                
"Dann mach mal bitte Musik, Jarvis!" fordere ich ihn auf.
Tony sieht mit großen Augen auf das Geschenk. Es ist ja nicht zu übersehen mit dieser großen roten Schleife. "Was ist da drin, Schatz? Ein Kleinwagen?" scherzt er.                       "Lass dich überraschen!" sage ich geheimnisvoll.                                          Da öffnet sich die Fahrstuhltür und heraus kommen Natasha, Bruce, Thor, Sam, Wanda, Rhody und sogar Bucky. Das er auch gekommen ist verwundert mich. Er ist so undurchsichtig. Nie weiß man: ist er gerade in einem Einsatz, eingefroren oder einfach nur Steves alter Kumpel Bucky.     
Ich begrüße sie nachdem sie Tony beglückwünscht haben und versorge alle, ganz die gute Gastgeberin, mit Getränken. Nur Mixen muss ich nicht selbst, dafür haben wir heute einen Barkeeper eingestellt.
Im Hintergrund dudelt leise Musik, wir stehen in kleinen Grüppchen herum und unterhalten uns. Auf der riesigen Terrasse wird derweilen das Buffet aufgebaut. Happy beaufsichtigt die Arbeiten. Er ist, ebenso wie Ron mit Begleitung, mit seiner Freundin heute hier eingeladen. Ron hat Mary dabei. Meine Kollegin aus dem Verlag. Ich habe sie nun schon seit einigen Wochen nicht gesehen. Ich habe gekündigt. Falls das überhaupt nötig war, denn ich war dort ja nur eingestellt worden um mich auszukundschaften.                                Den Entschluss zu Arbeiten habe ich mittlerweile auf Eis gelegt. Es will einfach nicht klappen. Gerade fragt mich Clint deswegen und ich antworte "Ich habe einfach kein Glück bei der Arbeitssuche hier in New York. Vielleicht sollte ich einfach ein eigenes Buch schreiben? Mein Leben an der Seite von Iron Man." scherze ich.   
"Genau genommen brauchst du ja nicht mehr arbeiten gehen." meint er. "Tony sorgt doch für dich."      
"Noch so einer." sage ich und verdrehe die Augen. "Ich möchte aber gerne etwas tun. Ich kann mir einfach nicht vorstellen nur zu Hause rum zu sitzen und darauf zu warten das mein Mann nach Hause kommt. Und nur sein Geld auszugeben. So bin ich einfach nicht, Clint!" erkläre ich.
"Ach Süße. Das darfst du so nicht sehen. Tony hat eh mehr Geld als er ausgeben kann."             
"Ich brauche eine Beschäftigung!"
"Dann renoviere hier doch!" scherzt er. "Wenn ich zu Hause bin mache ich das auch. Bei einem Haus findet man immer was. Gib dem Penthouse hier einen weiblichen Touch!"           
Ich sehe mich um. Eigentlich gefällt es mir so wie es ist, doch nach einer Frau sieht es hier wirklich nicht aus. Ich verspreche ihm es mir zu überlegen.                                                 Da sehe ich Happy auf mich zukommen. "Susan, das Buffet ist fertig aufgebaut und das Fleisch wird gegrillt." raunt er mir zu.
"Okay, danke Happy! Bei so vielen Helden heute Abend dürfte ja nichts passieren. Mach jetzt Feierabend und hab Spaß!" erwidere ich.                 
Er dankt mir und verschwindet Richtung Terrasse wo eine junge Frau in einem unscheinbarem Kleid auf ihn wartet. Das muss seine Freundin sein. Hoffentlich habe ich später noch Gelegenheit sie kennen zu lernen! 
Ich gehe zu Tony, lege meinen Arm um ihn und flüstere "Schatz, eröffnest du das Buffet?"           
Er nickt, läuft vor die Fensterfront und ruft laut in die Menge "Ihr Lieben, ich hoffe ihr habt ordentlich Hunger mitgebracht! Das Buffet ist hiermit eröffnet!"                         

Alle klatschen und gehen langsam auf die Terrasse. Da fällt mir siedendheiß ein das das Geländer nicht gerade hoch ist und Kinder anwesend sind.                                                            Da sehe ich schon die Kleine Tochter draußen am Geländer stehen und raus schauen.                 
Es ist ja nicht so das das Geländer aus Glas ist, sie könnte durch schauen, aber nein, sie stellt sich auf Zehenspitzen um drüber sehen zu können.                                                      So schnell es meine High Heels es zulassen renne ich hinaus und umschlinge sie von hinten mit dem Arm um sie zurück zu ziehen.
"Oh Schätzchen. mach das bitte nie wieder. Schau, du kannst doch auch durch das Glas sehen." zeige ich ihr. Mein Herz rast.        
Die Kleine sieht mich überrascht an. "Gefällt es dir hier?" frage ich sie freundlich. Sie zuckt mit den Schultern und sagt in ihrer bezaubernden klein Mädchenstimme "Ja, aber es ist auch etwas langweilig. Ihr habt kein Spielzeug hier."       
"Ja, das stimmt. Wir haben ja auch keine Kinder. Aber..." ich sehe sie verschwörerisch an            
"Soll ich dir mal was cooles zeigen?"
"Ja." flüstert sie.
"Okay, dann suche mal deinen Bruder, ladet euch die Teller mit Essen voll, und kommt zu mir!" befehle ich.                            
Sofort läuft sie los um diesen auszuführen. Ich nehme mir auch einen Teller und schaufle mir Kartoffelsalat darauf. Dazu hole ich mir von einem der Grills ein Steak ab.                                           
Da sehe ich die Kinder auf mich zukommen. Aufgeregt mit leuchtenden Augen bleiben sie vor mir stehen. Sie haben sich nur Kuchen und andere Süßigkeiten auf ihre Teller gepackt.          
"Enni meinte Sie wollen uns etwas zeigen." sagt der etwas ältere Junge.
"Zuerst einmal sagt ihr nicht Sie zu mir. Ich bin Susan." erwidere ich freundlich. "Folgt mir. Ich sage nur schnell noch euren Eltern bescheid. Nicht das sie sich Sorgen machen."
Ich gehe zu Clint und Laura hinüber "Hey ihr beiden, ich entführe mal eure Kinder. Denen ist das hier sicher zu langweilig zwischen den ganzen alten Leuten." scherze ich. "Ich bringe sie hinunter in unser Kino. Da können sie Filme schauen. Essen nehmen sie mit runter. Sie haben sich schon ihre Teller vollgeschaufelt." sage ich lachend und deute auf ihre Teller.
"Oh ja, sehr nahrhaft." lacht Laura "Aber heute ist es mal okay. Dann geht mal mit Susan mit."
"Moment." bremst Clint uns. "Ihr seit lieb und hört. Und stellt da unten ja nichts an! Eine Reparatur können wir uns nicht leisten." scherzt er.       
Ich boxe ihm gegen den Oberarm und lache "Das sind doch total liebe Kinder!" Ich zwinkere ihnen verschwörerisch zu.                    
Dann gehen wir zum Fahrstuhl und ich fahre mit ihnen in den 25. Stock. Dort befindet sich unser Heimkino. Es gibt hier alles was man von einem Kino erwartet. Einen Kinosaal mit 200 Sitzplätzen, einen Vorführraum, eine Theke mit Bar und Popcornmaschine. Ein Traum eben. Tony und ich haben hier schon einige romantische Stunden verbracht.                          
"So ihr Süßen, was wollt ihr euch ansehen?" frage ich die beiden die sich bereits in die roten großen Sessel lümmeln.                                 
"Star Wars." ruft Ben laut.       
"Nein, das will ich nicht! Ich will Tinkerbell!" ruft Enni.
"Auf keinen Fall." ruft wiederum er.
"Doch doch doch!" brüllt sie.
"Dann mache ich jetzt mal einen Vorschlag." rufe ich dazwischen. "Wie wäre es mit Hotel Transsilvanien?"
"Na gut." gibt Ben lahm nach. "Aber danach etwas cooleres!"      
"Okay. Dann schaut ihr danach eben die Eiskönigin. Cooler geht's ja kaum noch." lachte ich und zwinkere Enni zu. Sie lacht Glockenhell über meinen Scherz.                                                        "Die Kleine ist so süß!" denke ich und sage laut "Wenn irgendwas ist, ruft einfach laut Jarvis!"
"Wer ist denn Jarvis?" fragt Ben.
"Jarvis ist eine künstliche Intelligenz. Er ist hier überall. Ihm könnt ihr sagen was ihr euch ansehen wollt oder wenn eben etwas ist. Er sagt dann uns bescheid."                     
"Aber wo ist er denn?" fragt Ben nochmal.                                                    "Er ist überall. Passt auf!" sage ich und rufe laut "Jarvis melde dich!" 
"Ja, Miss, was kann ich für Sie tun?" fragt er.
Die Kinder staunen mit offenem Mund. "Cool!" erfährt es Ben. "Und was kann der alles?"
"Einfach alles." gebe ich so stolz an, als hätte ich ihn entwickelt. "Er ist wie ein Butler. Nur das er nicht real existiert. "
"Was ist ein Butler?" fragt Ben.
"Was ist existieren?" fragt die kleine Enni.                                                           Ich lache "Ähm ja, ein Butler, ist ein Mann oder eine Frau die alles für einen macht. Konzertkarten kaufen, einkaufen, Telefonieren, Termine ausmachen. Jarvis kann sogar Maschinen hier im Haus bedienen. Und er sieht wenn es dir schlecht geht. Jarvis ist einfach toll! Und existieren bedeuten das es dich wirklich gibt."     
So, ich hoffe mit meiner Erklärung nun alle Fragen ausgeräumt zu haben.                                     
"Okay." sagt Ben und sieht zur Leinwand wo bereits der Film gestartet wurde. Enni hatte schon gar nicht mehr zugehört.                 
"Gut, wenn also etwas ist, sagt ihm einfach nur bescheid!" sage ich noch und verschwinde wieder nach oben. Ich habe mich um unsere Gäste zu kümmern.                          

Die Grills waren nun aus. Alles Fleisch war gegrillt, das Buffet schon gut geplündert und die Gäste stehen zufrieden drein schauend mal hier mal da herum.                              
"Sie sehen jetzt Hotel Transsilvanien." berichte ich Clint.                           
Er steht gerade mit Thor beisammen und isst an einem Bistrotisch sein Steak.                           
"Hm. Gut. Hast du schon etwas gegessen?" fragt Clint.                   
Ich schüttle den Kopf "Nein noch nicht. Aber jetzt. Ich habe einen Bärenhunger."                            
Ich gehe zum Esstisch wo ich meinen Teller abgestellt hatte und koste eine Gabel vom Salat. Eben noch hatte er gut geschmeckt, jetzt nicht mehr. Was ist denn jetzt los?                                     Ich bringe den Teller in die Küche und werfe den Inhalt in den Müll, gehe zurück zum Buffet und nehme mir einen neuen Teller voll Kartoffelsalat.                                           Plötzlich steht Belle neben mir "Schmecken klasse deine Salate! Das sagen alle." lobt sie.
"Echt?" freue ich mich. "Nur mir nicht." denke ich. "Wo ist Steve?" frage ich sie.                                  
"Er diskutiert gerade mit Tony und Rhody über irgend einen Einsatz in Was-weiß-ich-wo." gibt sie genervt zurück.                                                       "Dann komm mit zu uns!" fordere ich sie auf und ziehe sie zu dem Tisch wo Clint, Laura und Thor noch immer zusammen stehen. Ich stelle Laura und Thor noch einmal Belle vor, weil ich der Meinung bin sie kennen sich noch nicht. Ich koste eine weitere Gabel vom Salat. Kaum hat dieser meinen Magen erreicht, breitet sich ein dumpfes Gefühl in meinem Bauch aus. Ich muss würgen.                 
"Bäh, ist der eklig!" fluche ich leise.
"Wieso? Uns schmeckt's!" erwidert Clint der mich gehört hat.                  "Mir wird schlecht." rufe ich leise.
Belle sieht mich komisch von der Seite an.
Mit einem Mal meldet sich Jarvis zu Wort. Ich denke schon es ist etwas mit den Kindern im Kino, doch als ich höre was er zu sagen hat brechen bei mir alle Dämme.                      
"Kein Wunder. Ich stelle bei Miss Susan eine gesteigerte Durchblutung und einen erhöhten Puls fest. Wenn man ihr jetzt Blut abnimmt, würde man sicherlich auch eine Vermehrung der weißen Blut-körperchen feststellen."
"Hä, was ist los?" fragt Clint.
Laura lächelt wissend sagt aber nichts.
Belle ruft "Was soll das heißen Jarvis?"                                                        "Ich will damit sagen, das Miss Susan mit 99 % Wahrscheinlichkeit Schwanger ist."                     
Alle haben es gehört, alle sehen zu uns herüber. Tony wirkt wie erstarrt.
Ich sehe mich gehetzt um, öffne den Mund um "Stimmt gar nicht!" zu rufen, komme aber nicht dazu weil der Würgereiz immer stärker wird und ich mich schwallartig vor Clints Füße übergebe.
Dieser sieht mir ungerührt zu und meint trocken "Ja, ich muss ihm recht geben. Eindeutig schwanger!"
Ich erhebe mich wieder, ergreife die Serviette die Thor mir reicht und wische meinen Mund ab.
"Jetzt wo er es sagt, bemerke ich auch eine Veränderung an unserer baldigen Ms. Stark." sagt Thor amüsiert.                                                   "Ähm, entschuldigt mich bitte einen Moment!" stammele ich und renne ins Badezimmer hinauf.
Belle folgt mir auf dem Fuße. "Ich hab's dir ja gesagt, Süße! Wie geil ist das denn!" ruft sie freudestrahlend als sie zu mir ins Bad kommt und die Tür hinter sich zuzieht.                 
"Ja, sehr geil! Ich kotze vor den Gästen mitten auf die Terrasse. Klasse! Jetzt ist allen sicherlich der Appetit vergangen." maule ich. "Belle..." Ich sehe sie direkt an "Ich glaube ich bin wirklich schwanger."
"Natürlich bist du es! Ich denke mal so 4. oder 5. Woche." sagt sie fröhlich. Belle scheint meinen Fauxpas schon vergessen zu haben. "So, jetzt putz dir kurz die Zähne, restauriere dich und dann nix wie hin zum werdenden Vater." befielt sie.                            
Ich gehorche und tue was sie gesagt hat.                                                               "Du hättest mal Tonys Gesicht eben sehen sollen." lacht Belle als wir wieder hinunter zu der Feier gehen.
"Echt? Wie hat er reagiert?" frage ich doch bevor Belle antworten kann, werde ich schon von Tony gepackt und wild im Kreis herum gewirbelt.
"Ich werde Vater. Wie geil ist das denn!" ruft er erfreut. "Ein besseres Geschenk konntest du mir gar nicht machen, Süße! Ich freue mich so!"
"Na genau genommen hast du dir das Geschenk ja selbst gemacht." sage ich zögerlich. "Du freust dich wirklich?"
"Aber natürlich! Su, du bist die Frau mit der ich mein restliches Leben verbringen möchte! Und jetzt gründen wir dazu noch eine Familie. Ich bin so glücklich Su! Ich liebe dich!" schwärmt er.
Ein Stein fällt mir vom Herzen. "Ich liebe dich auch. Tja dann, Überraschung! Happy Birthday, Schatz!" rufe ich erleichtert.
Unsere Gäste hatten sich im Kreis um uns herum gestellt und applaudierten nun. Glückwünsche wurden gerufen, Hände geschüttelt, Umarmungen verteilt.                                                       Ich strahle über das ganze Gesicht.
Tony bleibt an meiner Seite, die Hand auf meinem Bauch. Noch sieht man nichts, aber wir wissen das du da bist. Der intelligenteste künstliche Butler der Welt hat es schließlich bemerkt.

Ich werde Vater, wie geil ist das denn? Glücklicher hätte ich heute gar nicht mehr werden können. Früher waren mir Kinder ein Graus. Manchmal sind sie das heute auch noch. Aber alles ändert sich sobald dein eigenes Kind unterwegs ist. Die wunderbarste Frau der Welt schenkt mir ein Kind.
Ich würde am liebsten die ganze Welt umarmen.
Klar, als sie sich vorhin mitten vor Clints Füße übergeben hat, dachte ich schon "Oh mein Gott", aber als Jarvis den Grund verkündete, war es mir scheiß egal. Einer vom Tower Personal kam und hat es sofort weg gemacht, damit die Feier nicht unnötig gestört wird. Und kurz darauf kam sie zurück. Strahlend schön wie eh und je, und dazu noch schwanger.
Man sieht es ihr noch nicht an, klar, aber sie strahlt von innen heraus.
Alle sehen uns zu wie ich sie im Arm nehme uns herum wirbel und wir uns küssen. Dann hagelt es Glückwünsche und Umarmungen.                       
Nur Romanoff würde ich am liebsten erwürgen. Ich habe sie dabei erwischt wie sie Bruce zugeraunt hat "Oh mein Gott! Nicht noch so einer! Hoffentlich wird das Kind nicht genauso narzisstisch und arrogant!"
Aber Bruce antwortet ihr "Sicher nicht. Schließlich ist das Kind nur zu Hälfte Tony, die andere Hälfte ist sanftmütig, freundlich und liebenswert."                                             Da hat er recht. Romanoff scheint es auch so zu sehen. "Ach Bruce. Ich freue mich ja für die beiden! Sie werden sicher gute Eltern! Tony hat sich ja auch schon geändert. Nicht wahr, er ist ruhiger geworden?" fragt sie ihn.                                
Bruce nickt und sie fährt fort. "Ich bin nur etwas enttäuscht das wir beide nie dieses Glück erleben dürfen."
Traurig lehnt sie ihren Kopf an seine Schulter, er streichelt ihr Haar. "Ja, ich weiß, Darling. Ich hätte auch so gern Kinder!"                                    
Ab hier ziehe ich mich aus meinem Versteck hinter einer Säule zurück. Das ist sehr privat da habe ich nicht das Recht zu lauschen.

"Schatz, es wird Zeit dein Geschenk auszupacken!" fordert Su mich auf als sie mich gefunden hat.             
"Noch mehr Geschenke?" tue ich überrascht. Ist ja nicht so als hätte ich das riesen Paket mitten im Wohnzimmer übersehen können. Den ganzen Abend schon überlege ich was da wohl drin ist. "Was ist da drin?" frage ich sie daher.                   
"Mach's auf, dann weißt du's!" sagt sie lächelnd.                                                    Rhody hilft mir und zieht am einen Ende der großen Schleife und ich an dem anderen. Dann reißen wir gemeinsam das goldene Papier herunter. Zum Vorschein kommt eine Holzkiste.      
Ich versuche den Deckel nach oben abzuziehen, doch er ist sehr schwer.
Bevor ich jetzt losziehe um meinen Anzug zu holen, hilft Steve mir mal schnell.                                
Er hebt mühelos den Decke ab und stellt ihn beiseite.                         
Ich sehe ihm zu und blicke plötzlich meiner Susan ins Gesicht. Susan in Öl.                                          
Sie hat sich malen lassen. Wann hat sie denn das gemacht?                       
Es ist ein Meisterwerk! Unglaublich wie der Maler es geschafft hat es so lebensecht zu erschaffen. Das erinnert mich an "Das Bildnis des Dorian Grey" nur hoffe ich das sie nicht ihre Seele dem Gemälde verschrieben hat. Sonst erwartet mich eine böse Überraschung am Ende unseres Lebens.              
Unsere Gäste scheinen ebenfalls begeistert zu sein. Staunende Rufe ertönen und es wird applaudiert.  
Ich drehe mich zu Susan und meine "Wow Schatz! Das ist ja klasse! Wann hast du das machen lassen?" Ich küsse sie dankbar.                 
"Gefällt es dir wirklich?" fragt sie leise.                                                           "Na und ob. Es sieht so real aus. Als würdest du da noch einmal stehen." lobe ich das Gemälde. Sie strahlt und freut sich über das gelungene Geschenk.                                                  "Immer wenn ich mit Ron unterwegs war und du dachtest ich gehe joggen, war ich bei ihm. Drei Mal die Woche, wochenlang." erklärt sie. "Die restliche Zeit hat er nach einem Foto von mir weiter gemalt. Sonst hätte er es niemals bis heute fertig gestellt bekommen."                             
"Das war eine super Idee! Und wir werden das wiederholen sobald das Kleine auf der Welt ist. Ein Familien-portrait." erkläre ich feierlich.    
"So eines wie in meinem Büro hängt. Genau so etwas möchte ich auch haben von meiner Familie!" beschließe ich.
 

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