Stark - nur für mich

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war.

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"Hallo Susan!" begrüßt mich Mary am Morgen im Büro.
Sie war als einzige bisher da. Ich komme jetzt lieber auch immer etwas früher. Ich habe keine Lust mich noch einmal von Steve so runter buttern zu lassen.
"Hi Mary. Wie war dein Wochenende?" grüße ich zurück während ich meine Tasche auf den Boden neben meinem Tisch stelle und mich setze.
"Himmlisch! Mein Freund und ich haben einen Kurztrip nach Maine unternommen."
Ich werde hellhörig.
"Es war zwar noch etwas kühl jetzt im Frühling, aber wir waren eh nicht dort um spazieren zu gehen." plaudert sie weiter.
Ich sehe sie an und nicke.
"Wir sind erst seit 3 Wochen zusammen. Da hat man andere Prioritäten." lacht sie und wird etwas rot.
"Stimmt wohl! Du hast also einen Freund? Das hat man ja gar nicht mitbekommen." lüge ich.
Mary hatte sich verändert. Achtete mehr auf ihr Äußeres im Büro, hat das Parfum gewechselt, alle zwei Tage wurden ihr Blumen durch einen Boten überrascht die sie stets völlig überrascht entgegennahm und verkündete sie wissen ja gar nicht wer ihr da so zugetan sei. Ich lachte in mich hinein, denn ich wusste ja schon länger das sie was mit Ron am Laufen hat. Er blieb stets cool, lies sich nie etwas anmerken. Stand nur da, neben der Tür und schaute geradeaus. Auch wenn wir gemeinsam ins Diner zum Essen gingen gaben die beiden Acht das niemand etwas mitbekam.
Warum nur? Denkt Ron ich hätte etwas dagegen oder er könnte seinen Job verlieren wenn er eine Freundin hat. Gut, er sollte es vielleicht bleiben lassen mit ihr während seiner Arbeitszeit zu schlafen, aber sonst... "Ja, wir wollen es nicht an die große Glocke hängen, deswegen wind wir so vorsichtig." erklärt sie.
"Ist er berühmt?" frage ich.
"Nein, das nicht. Aber..." sie bricht ab und schaut grübelnd auf ihre Hände. "Ja?" dränge ich.
"Also er... er arbeitet für... Ach, ich kann das nicht mehr länger, Susan." bricht es aus ihr raus.
"Susan, Ron und ich..."
Ich sehe sie lachend an und sage "Mary, schon gut. Ich weiß es schon von Anfang an."
Ihre Augen weiten sich. "Was? Du hast es gewusst?"
"Ja, vom ersten Tag an. Ron hatte so etwas angedeutet." erkläre ich.
"Na toll. Und ich gebe mir solche Mühe es geheim zu halten." stöhnt sie.
"Man hat euch auch nichts angemerkt. Ich bin mir sicher die anderen wissen von nichts!"
Sie nickt. "Bisher hat zumindest keiner etwas gesagt."
"Und wenn sie es mitbekommen. Ist doch egal! Ihr könnt doch machen was ihr wollt!" sage ich.
"Ehrlich? Ist das nicht verboten oder könnte irgendwie komisch aufgenommen werden wenn ich mit deinem Bodyguard..." fragt sie unsicher.
"Quatsch! Er hat doch auch ein Privatleben. Und das, meine Liebe, geht mich gar nichts an." ich zwinkere ihr zu.
Mary strahlt über das ganze Gesicht. "Da bin ich jetzt wirklich froh das es raus ist! Endlich hat das Versteckspiel ein Ende!"
"Das glaube ich dir! Wenn du möchtest, dann komm doch heute Nachmittag gleich mit uns mit! Ron hat im Stark Tower auch seine Privaträume."
Ich zwinkere ihr verschwörerisch zu. Sie wird rot, sagt dann aber doch zu. Steve hat heute frei, er sieht es also nicht das wir verfrüht nach Hause gehen. Diesen Luxus nehmen wir uns schon einmal wenn der Chef nicht im Haus ist.

Ich räume noch meinen Schreibtisch auf, schreddere die letzten Seiten eines abgelehnten Manuskripts und wasche meine Kaffeetasse in der Teeküche ab.
Auf dem Rückweg zum Büro sage ich zu Ron "Ron, ich bin gleich fertig. Wir können in fünft Minuten los."
Er nickt und sagt "In Ordnung."
"Ach ja, wir haben heute noch einen Gast." füge ich noch zwinkernd hinzu bevor ich ins Büro zurück kehre und ihn stehen lasse.
"Ja, ist gut." höre ich ihn noch murmeln.
"So, Mary mach dich fertig! In fünf Minuten will ich los!" verkünde ich als ich die Tür hinter mir geschlossen habe. Mary sieht von ihrer Arbeit auf, wirft einen schnellen Seitenblick auf Molly und Robert und nickt.
"In Ordnung, ich bin gleich fertig." flüstert sie.
"Ihr geht zusammen? Wollt ihr aus gehen?" fragt Robert.
"Ja, genau. Ich brauche nach diesem anstrengendem Wochenende dringend Entspannung. Wir wollen in eine Bar gehen. Stimmt doch Mary?" springe ich in die Presche ehe sie irgendwas zusammen stammeln kann.
"Stimmt." sagt Mary leise.

"Können wir?" fragt Ron kurz danach. Ich antworte "Natürlich. Komm Mary!" Ron macht große Augen, sagt aber nichts.
Gemeinsam verlassen wir das Büro. "Bis morgen, Leute." rufe ich noch. Ron und Mary laufen vor mir, ich bemerke wie sie sich verstohlene Blicke zuwerfen und wie sich rein zufällig öfter ihre Hände berühren oder er sie am Arm berührt wenn er uns die Türen aufhält. Ich grinse in mich hinein. Sie sind voll süß zusammen!
Im Wagen lasse ich Mary vorne sitzen, Ron fährt und ich mache es mir auf der Rückbank bequem. Ich nehme den Kommunikator aus der Tasche und schreibe Tony:
"Wollen wir heute zusammen aus gehen?"
Er antwortet nicht sofort. Ist wohl beschäftigt. Dann kommt:
"Heute geht leider nicht, Süße. Ich bin doch mit Rhody unterwegs."
Ach ja, sie wollten heute gemeinsam Tonys Anzug für die Hochzeit kaufen. Das hatte ich ganz vergessen.
Es ist ja nicht so als hätten sie es nicht schon einmal versucht einen Anzug zu finden. Aber keiner war dem exzentrischen Mister Stark gut genug. Ich lache bei dem Gedanken an Tonys übertriebene Beschreibung der langweiligen gewöhnlichen Anzüge. Wahrscheinlich muss ich mich auf einen total schrägen durchgeknallt aussehenden Tony Stark zur Hochzeit gefasst machen!
"Okay, dann werde ich etwas für mich tun und in den Fitnessraum gehen." denke ich.
"Ron, dich brauche ich heute nicht mehr. Du kannst dann jetzt Feierabend machen." rufe ich zu ihm nach vorn.
"Klasse! Danke Susan!" sagt er und wirft Mary einen schnellen Blick zu. "Na, da werden zwei einen schönen Abend zusammen haben." denke ich und sehe grinsend aus dem Fenster.

Im Tower angekommen fahre ich allein bis in das Penthouse. Ich lege meine Tasche ab und gehe hinüber zu der Fensterfront.
Die Sonne scheint und es regnet mal nicht. "Eigentlich viel zu schade um nur drinnen herum zu sitzen." denke ich. "Ich mache heute mal etwas was ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr draußen gemacht habe - ich gehe joggen." Das ewige auf dem Laufband Gelaufe geht mir auf die Nerven. Das ist zwar ganz angenehm im Winter weil man nicht raus in die Kälte muss, aber jetzt ist es Frühling und das Wetter ist gut. Ich gehe also ins Schlafzimmer zum Kleiderschrank und suche meine Laufsachen zusammen.
Ich ziehe meine rote Yogahose, ein grünes T-Shirt und meine Laufschuhe an. Meine langen Haare binde ich mir zu einem Pferdeschwanz und setze mir zusätzlich noch ein Basecap auf. Den Kommunikator lege ich in meine Nachttischschublade. Als ich sie aufziehe rollt mir das Verteidigungs-Dings-Bums was Tony mir zu Weihnachten geschenkt hat ins Blickfeld.
"Na dich werde ich nicht brauchen." sage ich und schiebe sie wieder zu. Die Armbänder lasse ich um. Ich trage sie immer. Geben mir eine gewisse Sicherheit.
Ich starte in meinem Smartphone meine Musik, setze die Kopfhörer auf und stecke das Handy in die Halterung an meinem Oberarm. "Jarvis, ich gehe dann jetzt mal, ein wenig Sport machen." rufe ich, verlasse die Wohnung und fahre mit dem Fahrstuhl nach unten.
Als ich durch das Foyer gehe werde ich von einigen Leuten gegrüßt. Der Wachmann, die Empfangsdame am Tresen und einige andere. Alle kennen mich, wissen wer ich bin.
Ich trete durch die riesige Glastür und bleiben für einige Sekunden auf dem Gehsteig stehen bevor ich langsam und gleichmäßig los laufe Richtung Central Park.
Und über die Kopfhörer höre ich "How can you mend a brokenheart".

Weit ist es nicht. Ich erreiche den Park in geschätzten 10 Minuten.
Auf dem Weg habe ich irgendwie das Gefühl verfolgt zu werden. Aber sicher bilde ich mir das nur ein.
"Ich bin es schon so gewöhnt einen Bodyguard bei mir zu haben das ich mein eigenes Sicherheitsgefühl verloren habe." denke ich.
Als es plötzlich einen lauten Knall gibt zucke ich auch noch total zusammen. Doch es war nur eine große Kiste die einem Mann der gerade Waren aus seinem LKW läd von seiner Sackkarre gefallen war.
Erleichtert registriere ich das keine Gefahr besteht. "Fast hätte ich die Armbänder aktiviert." murmle ich und laufe weiter.
Bei "I will survive" erreiche ich den Park und laufe den sandigen Weg bis zum See entlang.
Eine Runde um den See nehme ich mir vor.
Ich laufe und laufe während ich die Songs auf meiner Playlist anhöre.
Die Sonne geht langsam unter und ihr rotes Licht spiegelt sich hundertfach in den Fensterfronten der New Yorker Skyline wider.
"So, jetzt reicht's aber. Heimwärst." sage ich zu mir selbst und mache mich auf den Heimweg.
Plötzlich höre ich ein Kind schreien, ich sehe mich nach diesem um und renne voll mit einer anderen Person zusammen.
"Oh Verzeihung!" bitte ich und sehe denjenigen an.
Es ist eine blonde Junge Frau. Sie war scheinbar ebenfalls gerade dabei zu joggen, wenn man ihre Kleidung betrachtet.
"Macht doch nichts." sagt sie freundlich. "Ich war auch kurz des Schreies wegen abgelenkt." sagt sie. "Schönen Abend Ihnen noch!" wünscht sie und läuft weiter.
"Danke! Ihnen auch!" rufe ich ihr noch nach. "Komisch, die kam mir bekannt vor. Doch woher nur?" denke ich noch als ich weiter laufe. Aber manchmal ist es ja so das einem jemand bekannt vorkommt, obwohl man demjenigen niemals begegnet ist, nur weil er oder sie jemanden den man kennt ähnlich sieht.
So etwas überlege ich noch als ich wieder in unsere Straße einbiege. Noch eine knappe Meile dann habe ich es geschafft. Es wird auch Zeit ich bin ganz schön außer Puste!

Ich laufe an der Einfahrt zu unserer Tiefgarage vorbei und registriere mit einem schnellen Seitenblick einen schwarzen Kastenwagen der da einfach so in der Einfahrt steht.
Dann geht alles ganz schnell.
Eine vermummte Gestalt springt hinter einem großen Müllcontainer hervor auf mich zu.
Ich stoppe.
Die hintere Tür des Wagens wird geöffnet.
"Scheiße!" denke ich.
Ich schreie "Hil..." Da hat mir auch schon die vermummte Gestalt die behandschuhte Hand auf den Mund gepresst und zerrt mich zu dem geöffneten Wagen.
Ich strampel mit den Beinen, doch gegen ihn komme ich nicht an. Ja, es muss ein Mann sein, er ist einfach zu stark für mich.
Ich werde hoch gehoben, eine zweite Person ist plötzlich da und nimmt meine Beine. Gemeinsam werfen sie mich auf die Ladefläche des Wagens und knallen die Türen zu.
Ich aktiviere meine Armbänder.
Da rollt der Wagen auch schon los. Kurz darauf höre ich mehrere Schläge gegen die Außenhaut des Autos. Es klingt so wie wenn Metall auf Metall trifft.
"Das war dann wohl mein Anzug. Scheiße scheiße scheiße!" fluche ich innerlich.
Ich rapple mich hoch, komme zum stehen. Es ist gar nicht so leicht zu stehen in einem davon rasenden, die Kurven zu schnell nehmenden Auto. Ich falle während einer Kurve gegen die Wand und stoße mir den Arm, doch ich registriere es kaum.
"Hey, was wollt ihr von mir?" schreie ich und trommel mit den Fäusten gegen die Wand hinter der der Fahrer und sein Komplize sitzen.
"Lasst mich hier raus!" schreie ich als der Wagen zum stehen kommt. Ich habe die Hoffnung, das wenn ich nur laut genug schreie Passanten draußen auf mich aufmerksam werden. Doch diese Hoffnung erfüllt sich nicht.
Ich gebe nicht auf und schreie aus vollem Hals.
"Ihr wisst ja gar nicht mit wem ihr euch da angelegt habt!"
Später. "Mein Mann ist Iron Man. Er wird euch töten. Und dann kommen noch die restlichen Avengers und töten euch gleich noch einmal!" drohe ich verzweifelt.
Da öffnet sich eine kleine Klappe in der Wagenwand und das vermummte Gesicht eines der Männer erscheint. "Hör mal zu Süße! Wir wissen genau wer du bist und wer dein Mann ist. Und jetzt halt die Fresse oder ich muss dir weh tun." droht er mit dunkler Stimme.
"Versuch es doch! Ich habe keine Angst! Ihr werdet so dafür bezahlen für das was ihr hier macht!" drohe ich weiter.
"Halt mal an!" sagt der Mann.
Kurz danach hält der Wagen tatsächlich. Es ruckelt kurz dann öffnet sich eine Tür.
Ich höre schwere Schritte um den Wagen herum gehen.
Mein Herz schlägt mir bis zum Hals. "Ich habe Angst! Hilf mir Tony!" denke ich verzweifelt.
Ich wappne mich dafür was jetzt kommt.
Da öffnet sich schon die Tür und der Mann steigt zu mir auf die Ladefläche.
Er tritt vor mich und schaut mich an. Diese Augen... Ich kenne sie irgendwoher.
"Ich... ich habe keine Angst..." flüstere ich schwach.
"Ich hatte dich gewarnt. sagt er düster und schlägt mir mit der Faust ins Gesicht.
Mir wird schwarz vor Augen ich sehe nur noch Sterne, falle hin und lande hart auf dem kalten harten Boden. Sofort schmecke ich Blut in meinem Mund.
"Bist du jetzt brav und verhältst dich still?" fragt er.
Ich schüttel den Kopf, da zieht er mich an den Haare nach oben, legt eine Hand um meinen Hals und drückt mich gegen die Wand. Er schiebt mich in die Höhe, so das meine Füße ein kleines bisschen über dem Boden zappeln. Ich merke wie ich immer weniger Luft bekomme und sich mein Verstand verabschiedet wegen des Sauerstoffmangels.
"Und, willst du jetzt endlich brav sein?" fragt er wieder.
Ich möchte ihm sagen das ich es nicht sein werde, oder zumindest den Kopf schütteln doch beides ist mir in der jetzigen Situation völlig unmöglich, da er meine Kehle zudrückt und mich eisern festhält.
Ich wimmere.
"Hey, das reicht jetzt!" ruft von vorn der Fahrer des Wagens, der andere gehorcht und wirft mich einfach in eine Ecke.
Dort knalle ich voll auf den Boden, stoße mir den Kopf und die Knie.
Ich bleibe wimmernd und nach Luft ringend liegen.
"Hilfe mir doch, Iron Man!" verstummt mein Schrei.
"So ist es brav. Du bleibst jetzt liegen! Wir machen keinen Spaß. Sei brav dann passiert dir auch nichts!" sagt er noch bevor er die Ladefläche wieder verlässt. Kurz darauf fährt der Wagen wieder los.

"Rhody was hältst du von dem hier?" frage ich meinen besten Freund und halte mir einen rot golden karierten Anzug vor.
Er dreht sich zu mir um und fällt fast hinten über. "Das willst du doch nicht wirklich anziehen? Der ist schrecklich!" ruft er lachend.
"Nein?" frage ich. Ich besehe mir den Anzug auch noch einmal und meine dann "Stimmt. Der geht nicht." "Warum machen wir das hier eigentlich? Warum lässt du dir nicht auch einfach einen Anzug schneidern?" fragt Rhody mich.
"Hm, stimmt auch wieder." gebe ich zu. Das war mir noch gar nicht in den Sinn gekommen.
"Ich meine ja nur, dann hättest du einen Anzug ganz nach deinen Vorstellungen und wir beide müssten uns das hier (er macht eine ausholende Geste) nicht antun." "Okay. Dann mache ich das eben so." lenke ich ein. "Es ist noch früh am Abend. Su habe ich gesagt das ich mit dir unterwegs bin. Also was machen wir mit dem angebrochenen Abend?" "Lass uns was trinken gehen. Ich kenne da eine kleine Bar." schlägt Rhody vor.
"Gut, los geht's!"

Auf dem Weg zur Bar, den wir zu Fuß bestreiten da es nicht weit ist, erinnert mich Rhody daran das ich aber wenigstens um keinen Ärger zu Hause zu bekommen Susan bescheid geben sollte das wir etwas trinken gehen.
"Ist gut." sage ich, hole meinen Kommunikator aus dem Jackett und beginne eine Nachricht zu tippen.
Die Bar ist recht voll für einen Montag Abend. Aber hey, wir sind schließlich in New York.
Happy organisiert uns einen Tisch direkt neben der Tanzfläche der Tänzerinnen.
Eine leicht bekleidete brünette Schönheit räkelt sich gerade an der Stange als wir Platz nehmen.
Mit einem Blick checke ich sie ab. Früher hätte sie voll in mein Beuteschema gepasst, doch heute sieht die Welt anders aus. Früher hätte ich bei ihrem Anblick gedacht, wieviel muss ich ihr bezahlen das sie mir in ihrer Garderobe einen bläst, heute kann ich sie ansehen und empfinde nichts.
Ich habe meine Traumfrau zu Hause! Durch ihre hohen Overknees Stiefel hat sie extrem lange Beine und ihre knappen Dessous zeigen mehr als das die etwas verdecken.
Sie geht vor uns in die Hocke und beugt sich zu mir vor.
Ihre Augen strahlen und sie lächelt mich an.
"Hi." ruft sie gegen die laute Musik an. "Hi." antworte ich kurz angebunden. "Hast du Lust auf Gesellschaft?" fragt sie mich und sieht mich unverwandt an, während ihre Hände sich auf meine Schultern legen.
Sie wiegt ihre Hüfte im Takt der langsamen Musik.
Rhody sieht uns belustigt zu sagt aber nichts.

"Soll das hier eine Probe sein oder was?" denke ich.
"Ähm, ich..." beginne ich. Sie lässt nicht locker, kommt immer näher bis ihr Mund an meinem Hals ist und ich ihren Atem spüren kann.
Sie duftet verführerisch.
Ich spüre wie sich in meiner Hose etwas regt und ich mich immer schlechter zusammen reißen kann. Sie küsst meinen Hals und mein Ohrläppchen.
Ein kleines Stöhnen kann ich mir nicht verkneifen.
Ich muss sie los werden, bevor es zu spät ist. In mir tobt ein Kampf.
Sie krallt sich an meinem Hemdkragen fest, zieht mich noch näher an sich heran. Ihre Lippen schweben nun über meinen, ich muss nur zugreifen.
Ich kämpfe dagegen an. Sie weiß ganz genau was sie da tut, was sie machen muss um mich oder jeden anderen Mann rum zu kriegen.
Ich kann nicht mehr, gebe den Widerstand auf.
Ich vergrabe meine rechte Hand in ihrem Haar drücke sie an mich und küsse sie fordernd aggressiv.
Sie lässt mein Hemd nicht los, klammert sich an mich.
"Ähm Tony..." lässt sich da Rhody vernehmen.
Sofort komme ich zurück in die Wirklichkeit, stoße die Brünette von mir weg und sehe sie genau wie sie mich entsetzt an.
"Sorry." murmle ich, drehe mich um und renne so schnell ich kann aus der Bar.
Kurz darauf stehen auch Happy und Rhody neben mir auf dem Gehweg vor der Tür.
Ich raufe mir die Haare. "Scheiße! Ich habe Mist bebaut Rhody!" schreie ich. "Das weiß ich, ich war dabei." erwidert dieser nüchtern.
"Was mache ich jetzt?" Ich bin verzweifelt, laufe hin und her. "Beruhig dich mal! Es war nur ein Kuss, Tony." versucht Happy mich zu beruhigen.
"Nur ein Kuss? Nur ein Kuss?" brülle ich ihn an. "Scheiße! Happy. Wenn sie nur mal so einen anderen küssen würde, würde ich durchdrehen." Happy stellt sich mit verschränkten Armen vor mich. "Es war nur ein Kuss."
"Und sie hat dich auch wirklich hart bearbeitet. Du hattest keine Chance." wirft jetzt Rhody ein.
"Na und?" rufe ich und sehe ihn an. "Rhody, ich hätte stark bleiben müssen. Scheiße! Ich hätte nicht nachgeben dürfen! Schon immer haben sich die Frauen mir reihenweise an den Hals geworfen und ich habe auch einige abgewiesen. Da hätte ich doch genug Übung haben müssen?"
"Sie hat es auf dich abgesehen. Hat alles drauf angelegt. Mensch Tony, das ist ne verdammte Stripperin, die verdient ihr Geld damit Männer rum zu kriegen. Du hattest keine Chance!" erklärt er.
"Man hat immer eine Chance." sage ich traurig.
Ich schäme mich so sehr, kann Su so nicht unter die Augen treten.
Ich aktiviere meine Armbänder, sofort legt sich mein Anzug um mich und ich starte durch.

Nach einer Runde über das nächtliche New York City um wieder ruhiger zu werden, beschließe ich diese Nacht einiges in der Werkstatt zu erledigen. Da gab es noch diesen Prototypen einer Rakete den ich bearbeiten muss.

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