Stark - nur für mich

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war.

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30. Du musst noch viel lernen!

"Wenn du nachher ins Büro gehst, nimmst du aber Ron mit!" ruft Tony aus dem Badezimmer.        
"Ach bitte. Was soll der Mann denn da?" gebe ich genervt zurück.       
"Na was wohl? Auf dich aufpassen natürlich."                                                 "Oh mein Gott! Tony, bitte nicht!" flehe ich. Ich hatte echt keine Lust darauf den ganzen Tag von einem breitschultrigen Schatten verfolgt zu werden.                                                      "Doch, er kommt mit! Ich kann mich sonst gar nicht auf meine Arbeit konzentrieren wenn ich dich nicht in Sicherheit weiß."
"Ich bin in Sicherheit. Da passiert mir schon nichts."
Doch plötzlich kommen mir die Bilder von meiner alten Arbeitsstelle in den Sinn und ich wusste das es eine Lüge war. Tony kommt zu mir geschlendert. Er sieht mich mit seinen schönen brauen Augen an und Traurigkeit liegt darin. Ich habe Mitleid mit ihm und spüre wie ich weich werde. Schon sehr viel zärtlicher sage ich "Ich bin doch gut geschützt. Ich habe doch den Anzug und dieses Raketen-Dings-Bums."
"Mir wäre es wirklich lieber wenn ich Ron in deiner direkten Nähe wüsste!" murmelt er.
"Das weiß ich, aber ich fühle mich unwohl bei dem Gedanken auf Schritt und Tritt überwacht zu werden. Außerdem hätte ich ein schlechtes Gewissen, wenn sich meinetwegen ein Mann den ganzen Tag die Beine in den Bauch stehen muss."
"Ich bezahle ihn dafür, musst du wissen." murmelt Tony und drückt seine Stirn gegen meine.
"Hm. Trotzdem. Aber wenn ich jetzt nicht einwillige, lässt du mich heimlich bewachen oder?"
Er sagt nichts. Also, ja.
Ich gebe mich geschlagen und mache mich weiter fertig für die Arbeit. Ich entscheide mich für ein graues Kostüm, Pumps und eine Hochsteckfrisur.
"So, jetzt ist es soweit, Süße - dein erster Arbeitstag." sagt Tony, zieht mich an sich ran und sieht mir tief in die Augen.
"Ja, jetzt ist es soweit. Ich muss dann auch mal los." sage ich zögerlich. "Ich kann nicht verleumden das ich etwas nervös bin." gebe ich zu.
"Das brauchst du nicht! Du bist gut in dem was du machst! Meine Süße rockt das Ding!" macht er mir Mut. Ich danke ihm dafür.
"Ron wird dich hinfahren."
Ich nicke. "Und auch da bleiben." vollende ich den Satz.

Eine Viertelstunde später sitze ich mit meiner neuen Lederarbeitstasche neben mir in meiner eigenen Limousine gemeinsam mit meinem eigenen Bodyguard.

Ron lächelt mir aufmunternd zu. Ich lächle krampfhaft zurück.
Obwohl er jetzt schon einige Monate für uns arbeitet, bin ich noch nicht ganz warm mit ihm geworden.
"Sie müssen wirklich nicht vor meiner Bürotür wache schieben." meine ich einige Minuten später zu ihm.
Er sieht mich forschend an und erwidert dann "Entschuldigen Sie bitte, Miss, aber Mister Stark hat mich engagiert und er ist es auch der die Anweisungen gibt. Und er hat sich sehr deutlich dazu geäußert wie Sie zu bewachen sind."
"Ohje, das hört sich ja an als wäre ich ein Drache der in einer Burg eingesperrt werden müsste." murmle ich. "Oder ein vielleicht treffendere Vergleich: eine Schwerverbrecherin im Hochsicherheitsknast."
"Sie dürfen das nicht so sehen! Er macht sich nur große Sorgen um Sie." springt er für seinen Arbeitsgeber in die Presche.
"Hm, das verstehe ich ja auch, aber es ist doch ziemlich lästig immer jemanden an seinem Arsch kleben zu haben."
Mit einem Seitenblick auf den neben mir sitzenden Ron sage ich "Nichts für ungut, Ron."
"Schon okay, Miss Walters." Er lächelt mir freundlich zu. "Gefahren lauern überall. Keiner weiß das mehr als Mister Stark. Sie sind ihm das Wichtigste deshalb möchte er Sie so gut geschützt wissen."
"Okay. Sie haben mich überzeugt. Ich gebe mich geschlagen. Können wir dann aber, wenn wir beide von nun an so dicke Freunde sein müssen, uns auch so benehmen und Du zueinander sagen?"
Er sieht mich erstaunt an.
"Mit Happy habe ich auch Freundschaft geschlossen." erkläre ich noch.
Seine Mine hellt sich auf. "Okay. Ich müsste deswegen aber noch mit Mister Stark sprechen."
"Ach quatsch Ron! Sie sind doch augenscheinlich ein erwachsener Mann und können doch wohl eigene Entscheidungen treffen." nörgle ich. "Hm, stimmt schon." sagt er zögerlich. Ich ergreife die Initiative und sage "Ich bin Susan!" und halte ihm die Hand hin.
Er lächelt, ergreift sie und sagt "Ich bin Ron."
Von nun an habe ich einen neuen Bodyguard und Freund.

"Hi Susan! Hattest du ein schönes Wochenende?" begrüßt mich Steve. Er empfängt mich in Foyer des Verlags und begleitet mich nach oben in mein Büro.
Dieses teile ich mir mit drei anderen. Steve ist unser Teamleiter und die Tatsache das er der Sohn der Chefin ist, ist es geschuldet das er sein eigenes Büro neben dem unseren hat. Sie sind mit einer Verbindungstür verbunden.
"Das ist dein Schreibtisch." sagt er und deutet auf einen freien Tisch ganz ohne die typischen persönlichen Gegenstände hinten links vor dem großen Panoramafenster. "
"Cool! Danke." sage ich freundlich und beginne sogleich mich häuslich einzurichten. Naja, sehr viel hatte ich ja nicht dabei zum einrichten. Ich stellte meinen Kaffeebecher auf die Tischplatte und fuhr den PC hoch. Dann kamen die anderen in den Raum gepoltert. Ein junger Mann mit roter Hornbrille und quietsch bunten Klamotten, Molly und Mary.
Sie unterhielten sich, verstummten jedoch als sie mich entdeckten.
Ich stehe auf, gehe auf sie zu und sagte zu dem Mann den ich noch nicht kenne "Hallo. Susan Walters. Ich bin Ihre neue Kollegin."
Er ergreift meine ausgestreckte Hand und schüttelt sie. "Hi, Robert. Schön wieder Verstärkung zu haben jetzt wo Jenn im Babyurlaub ist!"
Ok deswegen war hier eine Stelle frei. Meine Vorgängerin hat ein Baby bekommen.
"So, genug geplauscht. Macht euch an die Arbeit! Es gibt ne Menge zu tun." stachelt Steve uns an. Wir setzen uns alle und beginnen mit der Arbeit. "Susan, auf ein Wort in mein Büro bitte!" ruft Steve bevor er durch die Verbindungstür in seinem Büro verschwindet.
Ich stehe auf, streiche meinen Rock glatt und folge ihm.
"Schließen Sie bitte die Tür." sagte er von seinem Schreibtisch aus.
Ich tue es und gehe zu ihm herüber, unschlüssig bleibe ich davor stehen. Er deutet mir an Platz zu nehmen. "Susan, Sie sind mehr als Qualifiziert für diesen Job. Ich erwarte von Ihnen gute Arbeit. Ihre ersten Manuskripte werde ich ihnen gleich per Mail zukommen lassen. Wenn Sie bitte zum Mittag schon damit anfangen könnten!"
Ich nicke eifrig. "Aber natürlich."
Er sieht mich unverwandt an und schweigt.
"Wäre das jetzt alles? Dann würde ich mich jetzt an die Arbeit machen. Ich kann es ehrlich gesagt, nach einer solch langen Pause, kaum noch erwarten endlich mal wieder meinen Kopf anstrengen zu müssen!" schwärme ich.
Er grinst während ich dabei bin ihm mein Innerstes zu offenbaren. "Natürlich, Susan. Sie dürfen gehen. Viel Erfolg!" wünscht er mich noch und ich verziehe mich wieder an meinen Schreibtisch um mein neues Arbeitsleben zu starten.

Ich sitze hier in meinem riesigen Büro in der 10. Etage im Tower und schaue aus meinen Panoramafenstern und was soll ich sagen - mir ist Arsch langweilig.
Was sie wohl gerade macht?
Ich sollte mich jetzt eigentlich um die Trinkwasserversorgung in Oklahama City kümmern.
Da hat es einen Tornado gegeben, viele Menschen sind obdachlos, die Trinkwasserversorgung ist unterbrochen. Stark Industries schickt Maschinen zum Brunnenbau oder so ähnlich.
Ich sollte mich jetzt wirklich darum kümmern, doch mich interessiert jetzt viel mehr,
nimmt Ron seine Pflichten als Susans Bodyguard wirklich ernst?
Ist sie da wo sie jetzt ist in Sicherheit? "Was machst du so?" schreibe ich ihr in einer Nachricht.
Während ich auf eine Antwort warte, mache ich mir einen Espresso und trinke ihn mit Blick aus dem Fenster auf New Yorks Straßen.
Pling.
"Ich hab zu tun, Schatz."
Wie, das war's? Ich starre die kleine Scheibe in meiner Hand an.
Ich schreibe "Ich auch."
"Schön. Dann bis nachher." schreibt sie zurück.
"Schön." antworte ich.
Ein klein wenig eingeschnappt bin ich ja schon, das gebe ich zu, da macht es noch einmal Pling und eine Nachricht von Su komm rein.
"Ich liebe dich!"
Ich grinse und schreibe "Und ich dich erst!"
Mit einem Grinsen auf den Lippen wende ich mich meinem PC zu. Pepper betritt mein Büro, ohne anzuklopfen, und meint "Was ist los? Warum grinst du so blöd?"
"Och... Ist doch ein herrlicher Tag heute." druckse ich.
Pepper schaut aus dem Fenster auf die Regenwolken und meint nur "Ach ja?"

"Tony ich habe hier einige Unterlagen die du unterzeichnen musst. Und willst du dich nicht mal bald eine neue persönliche Assistentin zulegen? Wir haben einige geeignete Kandidatinnen in der Warteschleife. Du müsstest dir nur mal ihre Bewerbungen ansehen."
Und damit sitzt sie schon vor meinem PC und öffnet mein Postfach, damit ich gezwungen bin mir die Bewerbungen der vielen sicherlich attraktiven Frauen anzusehen.
"Ich will nicht!" sage ich bockig. "Ich will mir jetzt keine anderen Frauen anschauen!"
Pepper rollt mit den Augen. "Benimm dich nicht wie ein 4 jähriges Kind, Tony! Du sollst dir ja keine zum heiraten aussuchen, nur eine persönliche Assistentin." erklärt sie genervt.
"Ich habe schon eine." murmle ich. "Ja, eine Frau zum heiraten. Hier geht es aber um deine Assistentin." erklärt sie und sieht mich an als würde sie befürchten das ich wahnsinnig geworden bin.
"Tony, du brauchst hier Hilfe. Kannst du nicht mal hier deine Susan vergessen?"
"Ich kann sie nicht vergessen." flüstere ich kaum hörbar und sehe wieder zum Fenster raus.
Pepper stellt sich vor mich und sieht mir direkt in die Augen. "Tony, hör zu! Du bist der Vorsitzende des größten Technologiekonzerns der Welt, benimm dich bitte auch so!" "Pepper, ich kann nicht. Ich kann nur an sie denken."
"Deinen Dackelblick brauchst du bei mir nicht anwenden, Schatz.
Tony, dich hat es ja wirklich erwischt. Aber bitte, kümmere dich ein kleines bisschen auch um deine Firma! Ich nehme dir ja schon den größten Teil der Arbeit ab."
Ich lege meine Hände auf ihre Schultern und gebe ihr einen Kuss auf die Wange "Dafür bin ich dir auch unendlich dankbar!" flüstere ich. Pepper geht einen Schritt zurück, streicht sich die Haare glatt und sagt "Okay. Trotzdem, nimm dich bitte etwas zusammen!"
Sie geht zur Tür. "Unterschreibe die Unterlagen, sieh dir die Bewerbungen an und, Tony, heute Abend siehst du sie doch wieder."
Lächelnd verlässt sie mein Büro.
Ich sehe noch kurz den Regentropfen an der Fensterscheibe zu wie sie daran herunter laufen, dann setze ich mich wieder vor meinen PC und beginne mit der Arbeit.

"Wir wollen wieder etwas essen gehen. Kommst du mit?" fragt Steve als die Mittagspause ansteht.
Ich sehe auf den Bildschirm meines PC's, ein komplettes Manuskript habe ich heute Vormittag schon geschafft durch zuarbeiten. Gut es war nur eine Kurzgeschichte, aber immerhin. "Ich bin gut voran gekommen. Also denke ich hab mir eine Pause verdient." Ich strahle ihn an "Wieder in das Diner?"
"Natürlich." Er lächelt sein umwerfendes Zahnpastalächeln.
Als er sich umdreht um seine Jackett zu holen fragt er noch "Kommt der Gorilla vor deiner Tür auch mit?"
"Du meinst Ron? Ja, er muss mich begleiten." sage ich etwas zerknirscht. Ich habe wirklich Angst von den Kollegen als Snob oder ähnliches abgestempelt zu werden weil ich nirgends hingehen kann ohne meinen Bodyguard.
Noch haben sie keine Fragen gestellt, wie zum Beispiel die, warum ich überhaupt einen Personenschützer nötig habe. Aber das kommt sicher noch!
Steve nickt abwesend und verlässt das Büro.
Fünf Minuten später treffen wir uns im Flur und gehen gemeinsam zum Fahrstuhl.
Ron hält mich kurz am Arm fest und fragt "Sie gehen essen?"
"Du." sage ich knapp.
Ron sieht mich irritiert an.
"Wir haben abgemacht DU zu sagen, Ron." lächle ich. "Aber ja, ich gehe mit meinen Kollegen Mittagessen in einem Diner hier um die Ecke. Du musst nicht mitkommen. Oder du kommst mit und isst auch etwas." "Das darf ich nicht während der Arbeitszeit. Ich komme aber dennoch mit. Ich bleibe einfach draußen stehen."
"Du darfst nicht essen während du auf mich aufpasst? Den ganzen Tag nicht?" frage ich.
Er nickt.
"Moment bitte." sage ich mit erhobenen Zeigefinger, verschwinde kurz in meinem Büro und hole den Kommunikator hervor um Tony eine Nachricht zukommen zu lassen.
Ich tippe "Du besorgst mir einen Bodyguard - Schön!
Du bezahlst ihn - Schön!
Er ist aber den ganzen Tag mit mir zusammen - also mache ich die Regeln.
Der Mann soll den ganzen Tag nichts essen dürfen? Nichts da!
Ron ist mein Bodyguard, ich bestimme ab jetzt über ihn!"
Ich ziehe meinen Mantel über, verlasse im selben Moment das Büro, hake mich bei dem völlig verdutzten Ron unter und ziehe ihn mit zum Fahrstuhl wo die anderen noch immer auf mich warten.
"Leute, darf ich euch Ron vorstellen? Ja, er ist mein Bodyguard und ja, er muss mich überall hin begleiten. Aber ich verspreche euch, er wird uns nicht stören."
Und damit betrete ich vor allen anderen die Fahrstuhlkabine.
Molly, Mary und Steve schauen mich überrascht und Robert schaut Ron interessiert an.
Ron folgt mir als erstes, mit einem schrägen Grinsen auf den Lippen. Die anderen folgen schließlich und Mary raunt mir zu "Warum brauchst du eigentlich einen Bodyguard, Susan?" Die Fahrstuhltüren schließen sich und wir fahren abwärts.
Ich sehe sie mit einem verschwörerischen Blick an und flüstere ihr zu "Hast du Bodyguard gesehen?" Sie nickt eifrig.
"Da siehst du's. Es ist einfach ein unglaublich erregendes Gefühl zu wissen, da ist ein Mann der für dich sterben würde. Deswegen."
Ich lächle böse über meine gute Story und Ron kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Das war jetzt etwas peinlich! Er hatte alles mit angehört. Mist!
Aber Mary macht einen wissenden Gesichtsausdruck und starrt zuerst Ron und dann die silberne Fahrstuhltür an.
Beim Diner angekommen wartet Ron nun also nicht draußen vor der Tür, sondern kommt mit hinein und setzt sich zu uns an den Tisch. Es ist ihm sichtlich unangenehm aber daran würde er sich wohl gewöhnen müssen wenn er weiter für mich arbeiten wollte.
Ich bezog ihn in unsere Gespräche immer wieder mit ein, doch er war abgelenkt, sein Blick streifte dauerhaft im Restaurant umher. "Ron, entspannt dich doch mal!" zische ich ihm zu. "Hier wird schon niemand hervorpreschen und mir plötzlich ein Messer in den Rücken rammen."
"Man kann nie vorsichtig genug sein." raunt er zurück.
Aber noch jemand beteiligte sich heute nicht so recht an den Gesprächen, Mary. Sie war zu sehr damit beschäftigt Ron anzuschmachten, gab sich aber große Mühe es sich nicht anmerken zu lassen. Es fiel mir aber dennoch auf. Nur dem anderweitig beschäftigten Ron eben nicht.
Typisch Mann, könnte man da wieder sagen - wenn man gemein wäre.

"Was soll das heißen? Sie bestimmt über Ron. Ist er ihr Spielzeug oder was?" denke ich aufgebracht als ich ihre Nachricht gelesen hatte.
"Der Mann soll auf sie aufpassen und nicht mit ihr essen gehen. Der ist so was von gefeuert."
Schon bin ich wieder abgelenkt, damit hatte ich mich gerade dazu durchgerungen endlich mal die Bewerbungen durch zusehen.

Den ersten Arbeitstag hatte ich doch ganz erfolgreich absolviert.
Ich bin stolz auf mich! Eineinhalb Manuskripte gelesen, der Verlag ist nicht in die Luft geflogen, ich hatte Ron seine Freiheit geschenkt und Mary ein neues Ziel ihre Träume gegeben. Jetzt musste ich nur noch das Donnerwetter zu Hause bei meinem Mann, das es mit Sicherheit geben wird, überstehen.
Und was sage ich?
Kaum steige ich im Penthouse aus dem Fahrstuhl da steht er auch schon mit verschränkten Armen an der Wand gelehnt und funkelt mich böse an.
"Wo ist der Kerl?" zischt er.
"Falls du von Ron sprichst. Ich brauche meinen Bodyguard heute nicht mehr und habe ihn heim geschickt." gebe ich schnippisch zurück als ich an ihm vorbei in den Wohnbereich gehe. Ich lege meine Tasche auf einen Sessel und ziehe meine Pumps aus. Meine Füße schmerzen ganz schön.
Tony ist mir gefolgt und bleibt vor mir stehen. Er sieht mich stumm an, aber ich kann in seinem Gesicht ablesen was er mir alles sagen wollte. "Ich brauche doch heute keine Personenschutz mehr oder?" frage ich gespielt unschuldig.
"Soll das heißen du hast Angst vor mir?" er ist wirklich schockiert. "Quatsch!" sage ich, gehe zu ihm und umarme ihn. "Darling, ich bin hier sicher. Du bist da und passt auf mich auf und wenn ich unterwegs bin dann übernimmt das Ron. Aber da mache ich dann die Regeln. Verstehst du mich?"
Er sieht mich durchdringend an, antwortet schließlich "Ja, okay. Aber ich werde trotzdem mit ihm sprechen und einiges abklären."
Das sehe ich ein und nicke. "So, und jetzt lass uns den Abend gemütlich ausklingen lassen. Bekomm ich eine Massage?" necke ich ihn.
"Leg dich da hin!" sagt er und deutet auf die größte Couch. Ich tue es nachdem ich mich bis auf die Unterwäsche ausgezogen habe.
Tony zieht die Luft scharf ein, setzt sich über mich und beginnt mit der Massage an meinem Rücken. Irgendwann sind noch meine Brüste dran und so weiter und so weiter. Kurz um, es wurde noch ein gemütlicher Abend mit sportlicher Betätigung.

"Mister Howard, morgen früh, bevor Sie Miss Walters auf Arbeit begleiten, kommen Sie auf ein Gespräch bei mir vorbei. Ich erwarte Sie um 7.30 im Penthouse." schreibe ich ihm noch eine Nachricht bevor ich zu Susan ins Bett gehe.
Ich muss diesem Kerl unbedingt zeigen das ich es bin der ihn engagiert hat, ihn bezahlt und ich mache auch die Regeln. Susan kann ja im Glauben bleiben das sie es könnte, aber darauf verlasse ich mich nicht. Sie ist mir das wertvollste auf der Welt und ich werde alles dafür tun, dass sie sicher ist.

Pünktlich um 7.25 gibt mir Jarvis bescheid das Mister Howard jetzt da ist. Ich bitte ihn in meine Werkstatt zu kommen. Susan soll nichts von dem Gespräch mitbekommen.
Als ich die Treppe herunter in die Werkstatt komme, steht Ron schon da und wartet auf mich.
Sein blondes Haar ist gut frisiert, sein lässiger Drei-Tage-Bart sieht gut aus, gebe ich zu. Er trägt den von mir vorgeschriebenen schwarzen Designeranzug und seine schwarzen Schuhe glänzen.
Er achtet sehr auf sein Äußeres. Genauso will ich das.
Er gehört zu uns und wir geben uns nur mit dem Besten zufrieden!
"Guten Morgen, Mister Stark." grüßt er höflich.
Ich nicke ihm nur zu. Ich bin noch immer sauer.
"Mister Howard Sie sind sich Ihrer Stellung bewusst?" beginne ich.
Er nickt. "Natürlich, Sir."
"Sie wissen weshalb ich Sie eingestellt habe?"
Auch hier nickt er wieder. "Jawohl, Sir."
"Dann frage ich Sie, warum Sie meine Regeln missachten und es sich mit meiner Frau in einem Restaurant gemütlich machen anstatt auf sie aufzupassen?"
Ich muss mich zügeln ihn nicht anzuschreien.
"Sir, es war ihr ausdrücklicher Wunsch. Susan meinte ich könne viel besser auf sie aufpassen wenn ich mich in ihrer unmittelbaren Nähe befinde."
Ich horche auf. "Susan?" "Entschuldigung! Ich meine natürlich Miss Walters." lenkt Ron schnell ein. "Sie dutzen sich? Das ist okay, wenn Susan es so will. Aber die Regeln mache ich! Merken Sie sich das!
Sie braucht ja davon nichts wissen, kann in dem Glauben bleiben sie würde sie machen." beginne ich meinen Vortrag.
Ron nickt erneut und sieht zu Boden. "Also, während meine Frau (das betone ich extra) arbeitet, bleiben Sie vor ihrer Bürotür auf Ihrem Posten! Geht sie Mittags etwas essen oder shoppen oder ähnliches, dann wünsche ich wenn es weiter als 2 Blocks entfernt ist, das Sie Susan mit dem Wagen fahren!
Sie dürfen mit hinein ins Restaurant oder Geschäft gehen, aber nicht mit ihr gemeinsam essen!
Sie wären ja völlig abgelenkt durch die Gespräche oder das essen an sich, so das Sie Gefahren zu spät erkennen würden.
Das dulde ich absolut nicht!
Ist das angekommen?" schließe ich. "Ja, Sir, selbstverständlich! Ich werde mich daran halten! Aber was sage ich Miss Walters?" fragt er.
"Na das Sie eine Nacht darüber geschlafen haben und Ihnen aufgefallen ist, das Sie sich besser auf Ihre Aufgabe konzentrieren können, wenn sie nur dabei statt mittendrin sind." schlage ich vor.
"In Ordnung, Sir." gibt er zurück und sieht mir fest in die Augen. "Entschuldigen Sie bitte meinen gestrigen Ausrutscher!"
Ich deute ihm mit der Hand das er jetzt gehen darf.
"Schon gut. Gehen Sie jetzt! Susan wartet. Aber denken Sie immer daran wessen Frau Sie das beschützen!"
Ich sehe ihm direkt in die Augen.
Für einen Bruchteil einer Sekunde grübelt er, nickt dann aber doch nur stumm und verlässt die Werkstatt Richtung Fahrstuhl.
Nicht ohne vorher noch einen schnellen Seitenblick auf meine Anzüge und die Waffen geworfen zu haben.
Zufrieden sehe ich ihm nach. "Jetzt fühl' ich mich besser!" denke ich.

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