Stark - nur für mich

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war.

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9. Du gehörst nicht zu uns

Am nächsten Tag nach dem Frühstück will Tony ein wenig in seiner Werkstatt basteln. Keine Ahnung was er da genau macht? Es ist mir etwas zu technisch das Ganze. Allein oben im Wohnbereich rum sitzen und auf den Pazifik starren habe ich auch keine Lust, also beschließe ich shoppen zu gehen. Jetzt eben doch ohne meinen Freund. Da hat er sich ja davor erfolgreich gedrückt.
Ich ziehe mir also mein hellgelbes Kleid an, streife die High Heels über und greife nach meiner Handtasche. Da ruft Tony aus dem Bauch des Hauses zu mir herauf "Happy fährt dich, Süße. Viel Spaß!"
Ich verlasse das Haus und da steht er schon. Wartend vor dem offenen Wagen - Happy.
"Guten Morgen, Miss. Sie wollen einkaufen?"
"Guten Morgen, Happy. Ja genau. Ich kenne mich hier nicht aus, können Sie mir etwas empfehlen?" erwidere ich freundlich.
"Ja das kann ich, Miss. Bitte steigen Sie ein!"
Ich komme seiner Bitte nach, er schließt die Tür und gleich darauf fahren wir los. Happy ist mit mir nach Beverly Hills gefahren, hat mich in einer teuer aussehenden Straße raus gelassen und nun schreite ich ehrfürchtig an den Schaufenstern entlang. Einem Straßenschild entnehme ich das ich mich auf dem Rodeo Drive befinde. Ich schlucke.
Happy wartet im Wagen.
Ich könnte in jedes diese Geschäfte gehen und mir kaufen was und wieviel ich möchte. Tony hat mir seine Platin Kreditkarte gegeben mit unbegrenztem Limit. Doch das bin nicht ich. Ich möchte mir nur das nötigste kaufen.
Ich wähle eine Boutique aus und gehe hinein. Die Kleider die ich auf einen Blick auf den Schaufensterpuppen entdecke gefallen mir schon einmal. Ich stehe unschlüssig da, keine der Verkäuferinnen beachtet mich. Dann versuche ich es eben und gehe auf eine junge, adrett gekleidete Dame zu. "Guten Morgen, Miss. Können Sie mir helfen? Ich suche ein paar Kleider." Sie sortierte gerade Pullover in ein Regal ein und sah von ihrer Arbeit auf.
Sie musterte mich von oben bis unten und sagt dann "Ich denke, Miss, Sie haben sich in der Straße geirrt."
"Ich verstehe nicht." gebe ich zurück, ich bin wirklich verwirrt.
"Ich denke nicht das wir hier etwas führen was Sie sich leisten können. Guten Tag." erwidert sie und deutet mit einem Kopfnicken zur Tür.
Nun habe ich verstanden, drehe mich um und verlasse langsam das Geschäft.
Ich bin abgrundtief traurig und habe gar keine Lust mehr auf shoppen gehen. Langsam gehe ich zum Wagen und zu Happy zurück.
"Stimmt etwas nicht, Miss?" fragt dieser als er meine Miene sieht.
"Naja. Ich gehöre hier nicht her, das hat man mir eben in dem Geschäft da hinten unmissverständlich klar gemacht. Ich habe keine Lust mehr, Happy. Lassen Sie uns nach Hause fahren!"
"Nein Miss Susan. Ich fahre Sie jetzt zu einer echt leckeren Konditorei. Sie mögen doch bestimmt süße Sachen? Da machen wir Sie erst einmal wieder glücklich." Ich willige mit einem Lächeln ein und er fährt mich zu besagter Konditorei. Ich setze mich an einen kleinen Holztisch vor dem Lokal und bestelle mir einen Cappuchino und ein Stück Sachertorte. Meine absolute Lieblingstorte. Happy wartet wieder einmal im Wagen. Obwohl ich ihn gerne für seine Freundlichkeit mir gegenüber eingeladen hätte. Kurz darauf klingelt mein Handy. Ich gehe ran bei unbekannter Nummer.
"Ja. Hallo?"
"Süße. Erstens du brauchst ein neues viel cooleres Kommunikationsgerät. Zweitens: du brauchst meine Nummer. So das du mir mit Hi mein Held begrüßen kannst wenn ich dich anrufe und drittens: ich bin gleich bei dir."
"Äh. Was?" sage ich nur, doch er hat schon wieder aufgelegt. Verwirrt lege ich mein Handy auf den Tisch und trinke einen Schluck von meinem Cappuchino.
Da entdecke ich am Wolkenlosen sonnigen Himmel über L.A. etwas helles auf mich zu rasen. Es ist er - Iron Man. Und natürlich verursacht er sofort nach der Landung einen Menschenauflauf.
"Entschuldigen Sie bitte, aber eine Jungfrau ist in Nöten und wartet auf ihre Rettung durch ... Ja genau, durch mich." Er reckt die Arme in die Luft, die Leute klatschen.
Man, was für ein Auftritt.
"Das mit der Jungfrau hat sich wohl erledigt." begrüße ich ihn als er an meinen Tisch kommt. Er lässt den Anzug irgendwie hinter sich verschwinden. Wie macht er das nur? "Was meinst du damit ich sei in Nöten?" will ich von ihm wissen. "Happy hat mich angerufen."
Das reicht schon als Erklärung.
"Ja, das war blöd. Aber ich gehöre hier eben nicht hin, in diese Schiki-Micki-Welt." sage ich mit einem Hauch Traurigkeit in der Stimme. "Ach quatsch, Süße. Komm mit, zeig mir den Laden!" Er hält mir seine Hand hin und zieht mich vom Stuhl hoch.
Wir fahren zurück in eben diese Straße. Happy hält direkt vor dem Geschäft, steigt aus und öffnet uns die hintere Tür.
Wir hatten beschlossen das ich vor gehen soll, Tony kommt wenig später nach. Ich betrete etwas zögerlich den Laden erneut. Erneut werde ich zunächst nicht beachtet. Doch nachdem ich mich geräuspert habe, fällt der Blick der unfreundlichen Verkäuferin auf mich.
"War ich vorhin nicht deutlich genug? Gehen Sie! Sofort."
Ich drehe mich um, doch da betritt auch schon Tony mit Handy am Ohr das Geschäft. "Ja, genau so machen wir es. Und jetzt müsst ihr ohne mich klar kommen. Ich gehe shoppen..."
Er tut so als ob er mich gerade erst entdecken würde, zieht mich an sich ran und küsst mich innig "...mit meiner Freundin" schließt er den Satz und legt auf.
Der blöden Kuh fällt die Kinnlade runter. Sie und ihre Kolleginnen starren uns an.
"Guten Morgen, Ladys!" ruft er freudig in die Runde.
Es kommt eine Frau mittleren Alters auf uns zu und streckt uns die Hand zur Begrüßung hin. Sie scheint hier die Geschäftsführerin zu sein.
"Oh, Mister Stark. Das Sie uns beehren. Was suchen Sie?"
"Nein. Die Frage muss heißen: was haben Sie gesucht. In Ihrem Laden jedenfalls nichts mehr. Wer meine Frau so behandelt, ist es nicht wert das ich einen größeren Geldbetrag da lasse. Guten Tag." Sagt er und verlässt mit mir gemeinsam das Geschäft.
Wir laufen laut lachend über das dümmliche Gesicht der Verkäuferinnen die Straße entlang. "Komm, Süße, jetzt gehen wir wirklich shoppen! Du musst lernen wie es sich anfühlt wenn du dir um Geld keine Gedanken machen brauchst."
Wir nehmen die erst beste Boutique und gehen hinein.
Entweder liegt es an Tony Ausstrahlung oder daran das ihn jeder kennt, denn sobald wir herein kommen scharen sich die Verkäuferinnen um uns.
"Halt halt halt. Nicht ich möchte etwas kaufen, sondern meine Freundin hier." Er schiebt mich vor sich. "Ich bezahle nur. Und jetzt los! Sie bekommt alles was sie sich wünscht! Verstanden?" befielt er.
Die Verkäuferinnen nicken eifrig und schwirren aus um für mich Kleider raus zu suchen.
Ich komme mir vor wie eine Prinzessin. Es fühlt sich herrlich an! Ich muss mich nur in die riesige Umkleidekabine stellen, sie bringen mir ein Kleid, eine Hose und Pullover nacheinander hinein. Ich probiere nur an was mir wirklich gefällt. Aber sie treffen wirklich gut genau meinen Geschmack.
Ab und an komme ich aus der Kabine heraus um mich Tony zu präsentieren.
Er lümmelt in einem roten Samtsofa und spielt mit einer Art Glasscheibe rum. Seine Beine baumeln über der Lehne. Er benimmst sich wie ein Kind. Ich muss unwillkürlich lächeln. Als ich ein umwerfend sexy rotes Minikleid trage laufe ich zu ihm und beuge mich über seinen Oberkörper. "Na du. hast du Spaß?" ziehe ich ihn auf.
"Hey, heiß!" ruft er und zieht mich zu sich auf den Schoß.
Mit dem Zeigefinger der rechten Hand zieht er den Ausschnitt tiefer. "Schöne Aussichten."
Ich schlage ihm leicht auf die Hand. "Hey Mister. Behalten Sie Ihre Finger bei sich! Ausgepackt wird später." "Hm. Schade! Mir ist langweilig." ruft er wie ein bockiges Kind.
Ich küsse ihn leidenschaftlich und hoffe, ihn so gnädig zu stimmen. Er greift mir in die rote Mähne um mich fest zu halten, während er aggressiv seine Zunge in meinen Mund rammt. Die Damen halten sich diskret im Hintergrund. Ich glaube, selbst wenn wir es jetzt hier direkt auf dem Sofa treiben würden, würden sie daran nichts anstößiges finden.
Wenn man reich ist kann man sich eben vieles raus nehmen.
Doch ich löse mich von ihm, indem ich mich von seiner Brust abstoße. "Genug jetzt! Heb dir den Rest für später auf." lache ich.
Tony tut so als würde er schmollen, widmet sich dann aber doch wieder der Glasscheibe zu.
Gefühlte Stunden später und einem halben Vermögen weniger verlassen wir das Geschäft.
Die Geschäftsführerin begleitet uns noch zur Tür hinaus. "Beehren Sie uns mal wieder! Auf wiedersehen Mister und Mrs. Stark."
Sie geht ab.
Ich sehe Tony an und wir beide lachen. Happy verstaut meine 8 Papiertaschen im Kofferraum und dann geht es zurück zu der Villa.

Im Schlafzimmer zieht Tony die Tür des Kleiderschrankes auf. Zumindest hatte ich dahinter einen Schrank vermutet. Doch stattdessen befand sich da ein begehbarer Kleiderschrank.
Der Traum jeder Frau.
Ich stehe staunend da und rühre mich nicht .
"Schau, hier mache ich dir was frei für deine Sachen. Du solltest wirklich einige Sachen hier haben. Ich bin oft hier..." Er sieht mich an "... und du jetzt auch."
Ich bringe nur ein Nicken zustande. "Meine Haushälterin kümmert sich darum. Komm mit, ich habe jetzt Lust auf baden."
Und so kommt es das ich kurze Zeit später in meinem neuen Bikini, mit meinem unglaublich sexy Mann im Pool plansche und dabei die Aussicht auf den Ozean genieße.
Ja, so lässt es sich leben. Aber wie lange noch?

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