Stark - nur für mich

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war.

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17. Aufhören ihr Trottel!

Um kurz nach 1 Uhr komme ich bei Steves Haus an.           
"Hoffentlich ist er überhaupt noch wach!" denke ich mir als ich das dunkle Haus sehe, in dessen Auffahrt wir gerade vorfahren.
Nachdem das Taxi wieder weg gefahren ist gehe ich zur Eingangstür um anzuklopfen. Klingeln haben ja die meisten Häuser in Amerika nicht. Man muss klopfen.
"Na hoffentlich klopfe ich laut genug um gehört zu werden!" murmle ich. Ich hämmere gegen den Holzrahmen der Gläsernen Eingangstür.
Kurz darauf geht im Innern ein Licht an und jemand kommt zur Tür gelaufen.                                                                                      Steve öffnet und herrscht mich an "Was soll das?"
Ich erschrecke wegen seiner Reaktion und taumel zwei Schritte rückwärts. Er scheint mich nun zu erkennen und sagt freundlich
"Susan. Was tust du hier?"
Ja, was genau tue ich hier eigentlich? Genau genommen fragte ich mich das selbst gerade. "Ich ähm..." beginne ich. "Darf ich rein kommen? Es ist etwas frisch hier draußen."
Er geht zur Seite um mich eintreten zu lassen. Mit einem freundlichen Lächeln gehe ich an ihm vorbei ins Innere des Hauses.                            
Als ich so nah an ihm vorbei gehe, bemerke ich wie er duftet. Sein muskulöser Oberkörper glänzt leicht vor Schweiß. Ich merke wie meine Gedanken abdriften. Na klar hat er Muskeln! Er ist ein Superheld - hallo. Aber das er so gut gebaut ist, dass hätte ich nicht vermutet.                                                                                           Ich sauge seinen Duft tief ein. Hmmm. Steve wirft die Tür schwungvoll ins Schloss und folgt mir.
"Vorne links." sagt er. Ich entdecke dort die Küche. Eine rustikale aber dennoch modern wirkende Küchenzeile mit einem riesigen Küchenblock in der Mitte des Raumes.
"Willst du einen Kaffee?" fragt er.
Ich nicke und er steckt eine Kapsel in die Maschine, drückt den Kopf. Dann lehnt er sich an den Küchenblock und sieht mich mit verschränkten Armen an. Ich kann nicht anders als auf seine Brust- und Armmuskeln zu starren.
"Wie geht's dir" fragt er.                                                                "Alles gut überstanden." gebe ich zurück und füge hinzu "Dank dir Steve. Danke noch dafür!"                                                             "Klar doch. Gern geschehen. Ist schließlich meine Aufgabe." gibt er lässig zurück.
Ich muss grinsen. "Woher wusstest du das da eine Jungfrau in Nöten war?" will ich wissen.
"Ich war gerade in der Nähe." erwidert er mit einem Schulterzucken.
Dann widmet er sich wieder unserem Kaffee. Als die zwei Tassen fertig sind nimmt er sie und trägt sie ins Wohnzimmer. Ich folge ihm.
Wir setzen uns auf seine Couch. Steve fletzt sich seitlich hin, legt den Arm auf die Lehne hinter mir und sieht mich an.
"Und jetzt sag endlich warum du mitten in der Nacht hier bei mir aufkreuzt! Weiß Stark wo du bist?" "Nein, weiß er nicht. Ich bin nach einer Meinungsverschiedenheit abgehauen. Musste den Kopf frei bekommen. Habe Sport gemacht." stammle ich.
"Okay. Warum habt ihr euch gestritten?"
"Er hat der versammelten Presse vor dem Club vorhin mitgeteilt das er mich heiraten möchte."
So wie er mich ansieht hat er es nicht verstanden.
"Ich muss dazu sagen, ich wusste nichts davon das er mich heiraten möchte."
Jetzt fällt der Groschen. Steve sagt "Typisch Stark. Hauptsache im Rampenlicht stehen. Du hättest ihm als Antwort vor dem Club eine rein hauen sollen."
"Ich habe ihm keine Antwort gegeben. Zumindest dort noch nicht." "Sondern?"
"Später zu Hause. Ich habe nein gesagt."
"Okay. Dann dürfte sein übergroßes Ego ganz schön angekratzt sein." rät er.
"Bestimmt. Er hat wohl eine Glastür zerschlagen." erwidere ich.
Steve grinst. "Gut das es nur eine Tür war! Sonst hätte ich ihn noch zur Räson bringen müssen."
"Gib zu, das hätte dir gefallen!" grinse ich ihn frech an.
"Dem Blechmann eine rein zu hauen? Klar doch!" Jetzt lacht er auch.
Wir sehen uns an und plötzlich lacht keiner von uns mehr. Unsere Lippen nähern sich. Ich schließe die Augen, meine Hand wandert wie von selbst auf seinen Oberschenkel. Seine weichen vollen Lippen treffen auf meine und dann spüre ich förmlich wie die Funken sprühen. Der Kuss ist elektrisierend. Er küsst unwahrscheinlich gut! Fordernd aber auch irgendwie schüchtern.
Doch plötzlich spüre ich in meiner Brust so ein beklemmendes Gefühl. Ich sehe Tonys Gesicht vor meinem inneren Auge. Ich löse mich von ihm und stoße ihn etwas weg. "Entschuldige. Ich kann nicht." versuche ich mich zu erklären.
"Ist schon gut. Mir tut es leid Susan! So etwas tut man nicht mit der Frau eines Freundes."
Ich sitze da und starre auf den Fußboden. "Er hat einen schönen flauschigen, roten Teppich." denke ich. Warum denke ich jetzt so einen Scheiß?
"Wir sollten jetzt besser schlafen gehen. Du kannst gerne mein Bett nehmen, ich lege mich auf die Couch." bietet er mir an und ich willige ein. Steve zeigt mir noch wo das Bad und das Schlafzimmer im oberen Stockwerk sind, dann geht er wieder hinunter.
"Gute Nacht und Danke, Steve!" rufe ich ihm noch nach.
Er kommt kurz zurück, bleibt im Türrahmen stehen und sagt "Gerne Su!"
Als er mich bei meinem Kosenamen nennt, muss ich wieder an Tony denken. Er fehlt mir! Klar, er ist egozentrisch, narzisstisch und gemein, aber ich liebe ihn genau so wie er ist! Als ich schließlich im Bett liege, nehme ich meinen Kommunikator. "Jarvis zeig mir bitte ein Bild von Tony!"
Ich hätte eher mit einem Foto gerechnet, aber stattdessen projeziert Jarvis mir ein Hologramm von Tony. Er sitzt auf dem Sessel vor unserem Kamin im Tower und starrt in die Flammen. In der Hand hält er ein Glas mit irgendeiner Flüssigkeit. Plötzlich wirft er es in den Kamin. Ich erschrecke doch schon etwas.
"Jarvis, was genau ist das?"
"Dies ist ein Livebild von Mister Stark."
"Oh okay. Danke." Ich schaue weiter auf das Hologramm, dann fällt mir ein "Kann er mich ebenso sehen?" "Nein, Miss, denn es gibt wo Sie sich zur Zeit befinden keine Kameras in die ich mich hacken könnte." erklärt er mir.
Mir kommt schon wieder eine Idee. "Jarvis, kannst du ihm bitte eine Sprachnachricht von mir übermitteln?"
"Natürlich. Sprechen Sie einfach in den Kommunikator. Ich zeichne es auf und spiele es zusammen mit einem Bild von Ihnen Mister Stark vor."
"Tony, es tut mir leid! Ich habe überreagiert. Ich liebe und vermisse dich!" spreche ich in das Gerät.
Dann beobachte ich wie Tony von Jarvis die Nachricht übermittelt bekommt.
Er lässt sich nichts anmerken. Doch plötzlich steht er auf und geht zum Fenster. Tony schaut hinunter zu dem bunten Treiben auf New Yorks Straßen. Er murmelt "Wo bist du nur?"
"Mister Stark hat Ihre Nachricht erhalten, Miss Walters. Was nun?" "Hm." Ich überlege. "Zeige ihm auf seinem Kommunikator meinen Standpunkt!"
Ich sehe wie Tony zu einem Tischchen neben dem Sessel geht auf dem er eben noch gesessen hat und sich seinen Kommunikator nimmt. Er schaut darauf, scheint kurz zu überlegen, dann streckt er seine Arme aus, zieht sich seinen Anzug an. Von dem Balkon aus startet er.
Ich weiß er braucht weitaus weniger Zeit um hier her zu kommen als ich vorhin mit dem Taxi.
Ich laufe die Treppe hinunter und verlasse das Haus. Da sehe ich schon in der Ferne den hellen Lichtpunkt am dunklen Nachthimmel.
Genau in diesem Moment beginnt es zu regnen. Ein regelrechter Platzregen, ich bin binnen Sekunden völlig durchnässt.
Er landet direkt vor mir auf der gekiesten Auffahrt. Er stürmt auf mich zu, sein Helm verschwindet, er greift mit beiden Händen nach meinem Gesicht, zieht es zu sich heran und küsst mich leidenschaftlich. Ich erwidere den Kuss ebenso leidenschaftlich.
Der Regen strömt auf uns nieder, die Tropfen hinterlassen auf seiner Rüstung ein ähnliches Geräusch wie auf einem Regenschirm. Die Luft ist herrlich frisch und es duftet nach Erde. Eben noch habe ich gefröstelt, doch jetzt ist mir nur noch heiß.   
"Du kommst aber auch immer zu spät, Blechdose." hören wir Steve's Stimme hinter uns.
Tony dreht sich um und sieht den halb nackten Steve. Zuerst scheint er voller Wut auf ihn los gehen zu wollen, doch dann besieht er sich eines besseren und fragt "Was hast du mit ihr gemacht?"
"Sie getröstet." gibt dieser zurück. "Was?"
Es geht so schnell. Tony schleudert mit seinem Pulsor einen Blitz auf Steve der deswegen nach hinten durch seine Haustür geschleudert wird.

"Aufhören! Sofort!" schreie ich.
Tony setzt wieder seinen Helm auf, da tritt auch schon Captain America, zumindest ein halber, aus dem Haus. Er setzt seinen Schild als Schutz ein während er immer weiter auf Tony zu geht. Dieser schleudert einen Blitz nach dem nächsten auf ihn.
Ich versuche es erneut "Aufhören! Hört endlich auf ihr Trottel!" Zumindest erreiche ich das sie kurz aufhören um mich anzusehen.
Da wird Steve von einem Blitz getroffen und zurück geschleudert. "Jetzt bin ich echt verärgert." ruft er während er auf Iron Man zugerannt kommt. Er wirft seinen Schild auf ihn und trifft hart. Es macht ein lautes Geräusch was es eben macht wenn Metall auf Metall trifft.
Und nun tat ich etwas unvernünftiges, blöd ich weiß, aber ich rannte zwischen die beiden. Prompt wurde ich von einem Blitz getroffen, zum Glück nur ein schwacher.
Ich hob vom Boden ab und flog durch die Luft. Aber nicht nur ich flog da rum, sondern auch der Schild. Er traf mich am Arm. Die Schmerzen lassen mich aufschreien.

Plötzlich hörten wir einen schrillen Schmerzensschrei. Er kam über Susans Lippen.
Ich flog blitzartig zu ihr und fing sie auf ehe sie auf dem Boden aufschlagen konnte. Cap's Schild fiel bleiern zu Boden. Auch er rannte zu mir der ich gerade mit der bewusstlosen Su landete.
"Scheiße!" ruft er.
"Ja genau. Das ist Scheiße. Das ist sogar riesen große Scheiße!" brülle ich ihn an.
"Bring sie rein!" schlägt Cap vor und läuft voraus. Ich schwebe mit meiner Liebsten auf dem Arm ins Haus und lege sie auf die Couch.
"Su, hörst du mich?" Keine Reaktion. Da fällt mir etwas ein. Ich setze meinen Helm ab, nehme ihn in die eine Hand und hebe mit der anderen ihren Kopf etwas an. Dann setze ich ihr den Helm auf.
"Jarvis, check die Vitalfunktionen!" "Sofort Sir, ich bin dabei."
Ich werfe meinen Kommunikator auf den Couchtisch. Sofort erscheinen Susans wichtigste Werte in Form eines Hologramms.
"Puls ist stark abgefallen. Hirnaktivität fast vollständig normal. Sie ist bewusstlos. Traumatisiert wahrscheinlich." erklärt Jarvis. "Ob es Prellungen oder Knochenbrüche gibt, kann ich nicht sagen, Sir, dazu müsste sie in eines Ihrer Gebäude oder Fahrzeuge."
"Das weiß ich doch." gebe ich genervt zurück.
Steve kommt mit einem kühlen Lappen den er ihr vorsichtig auf die Stirn legt. Mit dem Daumen streichelt er ihr über die rechte Wange.
Ich würde ihm am liebsten schon wieder eine rein hauen. Doch ich reiße mich zusammen.
"Sir, wenn Sie ihr Ihren Anzug anziehen kann ich nachsehen ob sie weitere Verletzungen hat." verkündet Jarvis. Das ich nicht daran gedacht habe. Sofort lege ich ihn ab, lege Su die beiden Armbänder um und sofort legt sich der Anzug um sie. Ich muss sie nur etwas hochheben.
"Ich scanne jetzt Miss Walters Körper. Sie hat leichte Herz-Rhythmus-Störungen. Ihr linker Arm ist stark geprellt. Sie hat Prellungen auf der Brust und Schürfwunden an verschiedenen Körperstellen. Ich empfehle eine ärztliche Behandlung in einem Krankenhaus. Soll ich einen Rettungswagen rufen?"
"Ja, mach das Jarvis!" antworte ich. Während wir warten und Susan noch immer schläft, trinken wir einen Whiskey.
"Da haben wir beide ganz schöne Scheiße gebaut!" gebe ich zu.
"Wir? Eigentlich hast du ja denn Anfang gemacht. Hättest du dich einmal wie ein Gentleman verhalten, dann wäre der Abend echt anders verlaufen." stutzt Cap mich zurecht. Er hat ja recht, das weiß ich schon. Aber ich kann eben nicht so einfach über meinen Schatten springen.
"Ich hätte diesen blöden Heiratsantrag nicht machen dürfen. Damit hat ja alles seinen Anfang genommen."
"Gegen einen Heiratsantrag ist ja eigentlich nichts einzuwenden, wenn du es dir genau überlegt hast."
Er sieht mich fest an. "Doch der Zeitpunkt war wirklich nicht gerade klug gewählt. Frauen stehen auf Romantik."
"Ich weiß. Jarvis hatte mir auch schon einmal so etwas angedeutet."
"Sir, ich hatte Ihnen..."
"Sprache ausstellen!" befehle ich knapp und es herrscht Ruhe.
"Wie kann ich es wieder gut machen?" frage ich meine schlafende Freundin.
"Mach es gut in dem du für sie da bist. Verwöhne sie. Macht gemeinsam Urlaub oder so!" schlägt Steve vor.
Ich nicke stumm.
Kurz darauf hören wir die Sirene und sehen das Blaulicht.
Su wird auf einer Trage in den Rettungswagen gebracht.
Ich stelle mich zu Cap. "Machs gut, Kumpel. Und danke das du für sie da warst!" Ich schüttle ihm die Hand, lege den Anzug an und fliege dem Rettungswagen hinterher.
Rein, nach New York.

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