Das Kopfhaus

Neuigkeiten aus meiner erdachten Stadt Shangri La, denn dort ist alles möglich...

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Das Kopfhaus

Sissi war toll. Sissi war wichtig. Wichtig für Nelly.Sissi war eine unsichtbare Freundin, Nellys unsichtbare Freundin.

„Hey Sissi, raus aus meinem Kopf! Ich will dich sehen!“, rief Nelly. Und dann poppte es und Sissi war zu sehen. Natürlich nicht für jeden. Seit 30 Jahren lebte Sissi in Nellys Kopf. Und so lange Nelly niemanden verriet, dass es Sissi gibt, war alles klar.Denn geheime Freunde müssen geheim bleiben, da sie sonst weiterziehen. Nelly machte dieser Gedanke wahnsinnige Angst und ihre imaginäre nannte diesen Gedanken in Nellys Kopf: „Das große schwarze Monster“.

Natürlich wusste es im Prinzip jeder, aber da alle Nelly nett fanden, taten sie so als würden sie nichts, aber auch gar nichts merken. Nellys Mama hatte die Hoffnung, dass ihre Tochter irgendwann die richtige Welt, die Welt der anderen, der normalen betrat. Aber sie wollte, dass Nelly dann dazu bereit wäre.

Mit den Jahren wurde Nelly älter und sehr krank. Sie konnte den Gedanken nicht ertragen das Sissi mit ihr stirbt. Also ließ sie „das große schwarze Monster“ los und sagte: “Mama, ich möchte dir von Sissi erzählen.“

Wenige Augenblicke später schloss sie für immer die Augen. Ihre Seele war frei. Frei weiter zu wandern.“was mach ich nur mit meinem neuen Leben?“

Sie schwebte direkt in ein neu geborenes Baby. Und weil da schon jemand war, würde sie dieses mal eine geheime Freundin werden. Der Jemand war niemand anderes als Sissi, die die Freiheit ihrer Seele ebenfalls zu nutzen wusste und als Erste in das Baby schwebte. Und „das große schwarze Monster“ schien auf einmal kuschlig und süß. Manchmal ist ein Ende nur ein neuer Anfang.

ENDE…….

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