Simply Love - the unbelievable conversion of a Slytherin

Draco Malfoy hat endlich das Richtige getan. Er hat sich gegen Voldemort entschieden und kämpft im Krieg auf der Richtigen Seite.
Doch, als er sich gegen Voldemort entscheidet, entscheidet er sich auch gegen seinen Vater und seine gesamte Familie.
Draco steht nun alleine da. Seine Familie und sein Zuhause hat er verloren.
Verzweifelt und verletzt reist er schließlich zu dem einzigen Ort, der ihm in den Sinn kommt. Hogwarts.

Draco hat sich schon darauf eingestellt Weihnachten dieses Jahr alleine zu verbringen, als es gerade die Gryffindorschülerin Hermine Granger ist, die sich seiner annimmt.

Draco ist restlos überfordert. Sein Leben ist gerade vor ihm eingestürzt und nun kommen in ihm Gefühle auf, die er so nie erwartet hätte. Gefühle bei denen auch Hermine eine große Rolle spielt.

Auch Hermine ist überfordert; sie weiß, dass in der nächsten Zeit große Veränderungen anstehen.

Wie werden Lucius und Narcissa mit der Situation umgeben?

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8. 7. Die Würfel sind gefallen oder der innere Kampf

7. Die Würfel sind gefallen oder der innere Kampf

Lucius hatte sich noch immer nicht vor der Stelle gerührt. Angestrengt hatte er den Geräuschen des Nebenzimmers gelauscht. Er hörte sich die verzweifelten Schluchzer Narcissas mit denen Dracos vermischen. Auch seine Brust schmerzte und trieb ihm seichte Tränen in die Augen. Auch er hatte seinen Sohn verloren. Er tat es nicht gerne, doch er hatte keine andere Wahl. Die Enttäuschung über seinen Schützling überschattete jegliche väterlichen Gefühle, die in seinem Herzen wild auf- und absprangen. Ihn daran hindern wollten seinen einzigen Sohn gehen zu lassen. Er wollte ihn nicht verlieren. Doch er wusste, dass es die einzige Möglichkeit war weiteren Schmerz, sowie Enttäuschung zu verhindern. Dafür musste er ihn bewusst von sich zu stoßen. Draco war selbst daran schuld. Er hatte es provoziert; es so gewollt. Lucius ballte seine Hände zu Fäusten. Wieder spürte er diese alles überschattende Wut in sich aufkommen. Er bohrte seine Fingernägel so tief in das Fleisch seiner rauen Handflächen, dass seine Fingerknöchel weiß hervortraten. Wieder drangen Schluchzer an sein Ohr und seine Gefühlswelt stellte sich auf den Kopf.                                                                                                                                                                     

Narcissa war trotz der arrangierten Ehe durch die sie vermählt worden waren, seine große Liebe. Noch heute verliebte er sich jeden Tag aufs Neue in sie. Sie so leiden zu sehen, schnürte ihm die Kehle zu. Zu wissen, dass er einen Anteil an ihrem Leid hatte, brachte ihn fast um den Verstand. Doch es war das Beste. Das Beste für sie und die ganze Familie.

Irgendwann hielt er es einfach nicht mehr aus. Es war ihm, als würde er einen hohen Berg besteigen. Die Luft um ihn wurde immer dünner. Kaum hatte er einen Atemzug genommen, so war er auch schon wieder verflogen. Seine Kehle fühlte sich rau und trocken an. Sein Herz wie ein pulsierender Vulkan, gefüllt mit brodelnder Wut und bittere Enttäuschung. Das schlechte Gewissen leckte dennoch an ihm. Die schmerzlichen Schluchzer Narcissas straften ihn. Wie ein reißender Fluss strömten die Gedanken in seinem Kopf umher und schienen ihn zu Fall zu bringen. Jegliche Klarheit wurde ihm verwehrt.

Eilig schlich er aus dem Zimmer. Zunächst unbemerkt vorsichtig bis ihm einfiel, dass er gar keinen Grund hatte unbemerkt bleiben zu wollen. Es war schließlich sein Anwesen, andere hatte auf ihn Rücksicht zu nehmen, nicht umgekehrt. Er war schließlich ein Malfoy, ein Reinblüter! Ein würdiger Vertreter seiner Vorfahren. Nicht wie sein Sohn. Nein, er hatte keinen Sohn. Wer auch immer der blonde Sprössling war, den er in seinem Manor beherbergte. Es war nicht sein Sohn. Nicht mehr.

In seinem Arbeitszimmer mit einem Glas hochprozentigen in der Hand, fasste Lucius Malfoy endlich wieder einen klaren Gedanken. Er konnte sich selbst nicht erklären, was gerade in ihn gefahren war. Sonst war er doch auch nicht sentimental. Pff sentimental, das waren nur schwache Menschen. Schwache, dumme Menschen, die zu einfältig waren, um die Größe der Macht zu erkennen. Und er war keinen Falls schwach oder dumm. Höchstens angeschlagen. Vielleicht hatte ihn ja jemand verhext ohne, dass er es gemerkt hatte. Das musste es sein! Ein fieser Gefühlszauber, der ihn durcheinander bringen sollte. Doch er ließ sich nicht so schnell beirren. Er hatte seine Entscheidung gefällt, endgültig. Die Würfel waren gefallen. Nun gab es kein Zurück mehr.

 

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