Anticipated

Visionen, Prophezeiungen und seltsame Ereignisse. Was passiert mit Hermines Leben? In ihrem Kopf herrscht reines Chaos, Gefühle stehen über Kopf und sie kann ihre Gedanken nicht ordnen. Etwas bahnt sich heran, etwas was sie sich niemals erträumt hätte.

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1. Albtraum

 Es war dunkelste Nacht, als ich aufschrak. Der Mond war hinter einer großen Wolke verschwunden und kein Stern war am Himmel zu sehen. Neben mir nahm ich die gleichmäßigen Atemzüge von Ginny war, vertraut. Alles schien ruhig zu sein, keine Spur von einer Gefahr. Dann war es doch nur ein Traum gewesen. Beruhigt legte ich meinen Kopf wieder auf mein Kissen und schloss die Augen. Ich würde eine Portion Schlaf brauchen, jetzt wo die Prüfungen anstanden. Langsam und bedächtig ging ich das letzte Kapitel über Werfölfe und andere dunkle Wesen durch. Professor Snape, welcher jetzt Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste war, gab uns ziemlich viel Lernstoff auf. Plötzlich wurde das Zimmer hell erleuchtet. Einen Moment später grollte ein ohrenbetäubender Donner über dem Schloss. Wieder schoss ich hoch. "Nur ein Gewitter Hermine, nichts gefährliches" beruhigte ich mich. Kleine Regentropfen prasselten gegen die Fensterscheiben und verzerrten die Sicht aus den Fenstern. Meine Finger tasteten nach meinem Zauberstab. "Lumos" flüsterte ich.  Ein leichtes Licht erhellte den Raum. Ein Blick zur Seite bestätigte mir, dass Ginny immer noch fest schlief. Langsam streifte ich die Bettdecke nach hinten und schwang meine Beine über die Bettkante. Der Boden fühlte sich unter meinen nackten Füßen kälter als sonst an. Ich ging zum Fenster und öffnete es einen Spaltbreit. Der Regen war heftiger geworden, nun ein dichter Schleier aus Millionen von Tropfen, sodass man jetzt nichts mehr erkennen konnte. Leise setzte ich mich aufs Fensterbrett und genoss für einen Augenblick die frische Luft. Leider war es kalt draußen, daher schloss ich das Fenster wieder. Leise schlich ich zurück ins Bett und machte es mir bequem. Doch etwas kam mir merkwürdig vor, als ich einschlafen wollte. Ich lauschte. Der Regen prasselte wie ein endloser Trommelwirbel an das Fenster. Alles schien normal. Doch plötzlich bemerkte ich, dass Ginny nicht mehr zu hören war. Ich wollte zu meinem Zauberstab greifen, um Licht zu machen, aber stattdessen stieß ich mein Wasserglas um. Fluchend tastete ich weiter. Etwas knallte von außen gegen die Fensterscheibe. Ich zuckte zusammen und suchte hektisch immer weiter. Doch plötzlich erhellte ein Blitz das Zimmer. Auf dem Boden, von Blut umgeben lag Ginny und neben ihr kniete eine Kaputzengestalt. Sie wendete den Kopf zu mir. Ein paar rot glühender Augen starrte mich an, und die Gestalt bewegte sich langsam auf mich zu. Ich konnte zwei lange weiße Zähne ausmachen, von welchen eine rote Flüssigkeit tropfte. Schreiend erwachte ich.

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