Captured • Luke Hemmings

«Du gehörst jetzt uns, hast du verstanden?» Mein Kopf vollzog eine Tätigkeit, die nicht mehr meiner eigenen Willenskraft unterworfen war; er nickte. «Gutes, Mädchen, so gefällst du uns.» Die Stimme des Unbekannten verzweigte sich mit meinem Inneren und stieß ein Gefühl aus: Vertrauen. «Vᴇʀᴛʀᴀᴜᴇ ɴᴜʀ ᴅɪʀ sᴇʟʙsᴛ – ᴅᴇɴɴ ᴀɴᴅᴇʀᴇ ᴋᴏ̈ɴɴᴇɴ ᴅɪʀ ᴅɪᴇsᴇs Gᴇғᴜ̈ʜʟ ɴɪᴄʜᴛ ɢᴇʙᴇɴ.» Doch es war zu spät; es war hoffnungslos und unwiderruflich geschehen. ©Chrissyssecret, July 2014

2Likes
0Kommentare
219Views
AA

4. •tres•

•03•

ƲєяƖαηgєη: ɗαѕ Ɓєgєняєη, ɗєη ѕєєƖιѕcнєη Aηтяιєв zυя Ɓєнєвυηg єιηєѕ MαηgєƖєяƖєвєηѕ мιт єιηєм ɗαмιт νєявυηɗєηєη Aηєιgηυηgѕωυηѕcн, ɗαяυηтєя αυcн ѕρєzιєƖƖ ɗιє ѕєxυєƖƖє Lυѕт

Seine Bewegungen nahmen zu. Seine andere Hand strich meinen Oberschenkel auf und ab, ließ mich unter seinen Berührungen erschauern. Wieso konnte ich meinen Körper nicht einfach selbst steuern und ihn nicht so hoffnungslos übergeben?

Alles verkrampfte sich in mir; jedoch im positiven Sinne. Meine Gefühle drehten sich, ließen den Adrenalinspiegel steigen. Ich hatte mich nicht mehr unter Kontrolle; ich hatte sie in wortwörtlich in die Hände eines Jungen, der nichts Gutes vorhatte, gelegt. Ich war ihm vollkommen ausgeliefert, doch ich verspürte keinen Drang, mich zu wehren.

Ein leises Stöhnen entfloh meiner Kehle. „Mhm.“ Ich schloss die Augen. Es war angenehm und abstoßend zu gleich.

Er hörte nicht auf, seine Hände strichen die Seiten meines Körpers auf und ab, und mit jedem Stöhnen meinerseits gewann seine Bewegung an Geschwindigkeit. „Das gefällt dir was?“ seine Worte prallten mit voller Wucht auf mich ein. Seine Hände wanderten zu meinem Po, pressten seine Fingerspitzen leicht in ihn.

Vorsichtig, als wäre ich eine Porzellanpuppe wurde ich hochgehoben. Seine Hände verließen dabei keine Sekunde meinen Körper. Wie automatisiert schlang ich meine Füße um seine Hüften.

Jede seiner Berührungen waren die Auslöser dafür, dass meine Knie weich wurden und Schmetterlinge ihre Runden im Innenraum meines Bauches drehten.

Noch nie zu vor durchfloss mich eine derartige Lust: das Gefühl kannte ich nicht – hatte ich lediglich in einigen Büchern gelesen. Doch die Vorstellungen waren anderes, als das was nun der Realität entsprach.

Ich war verwirrt. Was tat ich gerade? WORAUF ließ ich mich in diesem Augenblick ein.  

 „Das hier war schon lange fällig.“ Seine Stimme klang bedrohlich, wurde jedoch durch seinen verachtendes Lachen abgerundet.

Ruckartig streifte er mich von seinem Körper ab und presste mich mit voller Wucht gegen die gegenüberliegende Betonwand. „Hannah.“ Er stöhnte meinen Namen in mein linkes Ohr, als würde er mich hier und jetzt nehmen wollen.

In diesem Moment war ich wie gelähmt: erstarrt zu Angst. Warum ließ ich diese Berührungen über mich ergehen.  

 „Süße.“ Seine Hände wanderten auf meine Hüften zu und wurden anschließend von seinen muskulösen Armen in einen starken Griff gezogen. Die Türe wurde ruckartig mit seinem Fuß geschlossen und ließ somit den Lichtkegel verschwinden. Wieder dominierte die Dunkelheit in diesem Raum.

Feuchte Küsse wurden auf meinem entblößten Nacken entstellt, während seine Hand unter mein T-Shirt wanderte und es Schrittweise nach oben zog. Ich schauerte unter jeder einzelnen seiner Bewegungen. Es entschließ ein Gefühlschaos in mir: eine Mischung aus Gut und Böse, wobei das Schlechte die Überhand an sich riss.

 „Jetzt habe ich dich genau hier, wo ich die schon lange haben wollte, Liebes.“ Er flüsterte mir diese Worte so verführerisch in mein Ohr, dass ich für einen kurzen Augenblick den Ort um mich herum vollkommen ausgeblendet hatte.

Ich hab dich genau hier, wo ich die schon lange haben wollte, Liebes die Zahnräder im inneren meines Gehirns rattern die Aussage immer wiederkehrend auf und ab. Schien somit gefallen an jedem Buchstaben gefunden zu haben, obwohl die Bedeutung eine vollkommen andere Sprache sprach.

Ich befand mich noch immer hier in diesem Keller. Mit einem Jungen, der in einer Art und Weiße mein Freund – Exfreund – war; doch der mich entführt hatte und festhielt.

Vorsichtig und bedacht begann er an der empfindlichsten Stelle meines Körpers zu knabbern: meinem Ohrläppchen. Er war langsam und schien genau zu überlegen, wie er vorgehen würde.

Er war schlau, und wusste somit genau, wie er mich weich bekommen würde. Ich war Jacob vollkommen übergeben und gab mich somit seinen Berührungen hin.

In seiner Nähe fühlte ich mich derartig bedrängt und eingeschlossen, doch auf der anderen Seite konnte ich nicht ohne ihn und seine Nähe; ich hatte seine Atmung in meinem Nacken, seine kratzige raue Stimme und seine Berührungen, die mein Herz jedes Mal wie in einem Schleudergang drehten, vermisst.

Ich hatte ihm nichts verziehen: weder die Sache mit Liah, noch das er mich als seine Gefangene hielt.

Er stoppte plötzlich. „Ich hab es gewusst, du bist eine dieser Schlampen.“ Sein Körper entfernte sich, ließ somit die Wärme seines Körpers in Sekundenschnelle verschwinden und meinen Körper mit Kälte ummanteln.

Seine Wortwahl war immer dieselbe und beinhaltete kaum Abschweifungen: hatten somit ein und denselben Hintergrund, der alles andere war, als gutgemeint.

Ruckartig drehte ich mich um, blickte ihm somit tief in seine Augen, der einst so wunderschöne braun Traun war verschwunden und wurde durch einen tiefen schwarz Stich abgelöst. Doch ich hatte keine Angst mehr, ich war wütend.

„Verschwinde.“ Ich schrie so laut ich konnte und mit einer Kraft, von der ich im ersten Moment selbst überrumpelt war. „Ich hasse dich.“ Damit bestärkte ich meine Aussage und beendete sie somit.

Doch ich hatte damit gerechnet, dass Jacob diese Worte nicht auf sich sitzen lassen würde und somit wurde ein Schlag auf meine linke Wange ausgeübt. Mein Kopf schallte ruckartig auf die gegenüberliegende Seite.

Das Blut sammelte sich an der Stelle, an der sich vor einigen Sekunden noch seine Handfläche befunden hatte. Sie war heiß und pochte.

Er hingegen strahlte nur so von Kälte: sein gesamtes Wesen war wie ausgewechselt. Er schlug mich, er beschimpfte mich und er ließ dann wieder so wohltuende Worte einrieseln. Ich war vollkommen durcheinander.

„Schlampe.“ Er zog seine rechte Augenbraue in die Höhe und trat einen Schritt auf mich zu. „Sieh mich an.“ Jacobs Worte befahlen mir eine Tätigkeit, die ich nicht ausführen wollte. „Sieh mich verdammt nochmal an.“ Seine Stimme nahm mit jedem Wort an Höhe und Volumen zu.

Ich reagierte auf keine seiner Worte. Ich hasste ihn. Nein, ich verabscheute ihn.

Niemand hatte das Recht mich so behandelten, wie er es tat, und noch weniger hatte er das Recht mich zu schlagen. Er hatte mich in den letzten Minuten sowohl körperlich, als auch psychisch verletzt. Er war krank: letztendlich kam ich zu diesem Entschluss.

Er war krank in seinem Kopf, anders konnte ich diese Situation nicht mehr erklären, doch genau aus diesem Grund stießen kleine Mitbewohner in meinem Körper Warnsignale aus. Ich wusste nicht wozu dieser Junge noch in der Lage sein würde.

Was wenn er mich töten wollteNein Hannah, schlag dir das aus deinem Kopf, er würde dich nicht töten mein Unterbewusstsein sprach und sprach, doch es schien den Ernst der Lage vollkommen außer Sicht gelassen zu haben.

Ich dachte, ich würde ihn kennen, doch ich kannte ihn nicht mehr. Ich kannte lediglich sein altes Ich, was aber in den letzten Minuten kein einziges Mal zum Vorschein kam.

„Wie du willst, Miststück.“ Er zischte die Worte zwischen seinen zusammen gebissenen Zähnen heraus, als würden sich mich am liebsten auf der Stelle in der Luft zerreißen.

Wieder trat er ein Stück näher auf mich zu. „Du wirst es büßen, Liebes.“ Ein bestialisches Lachen entfloh ihm und ließ seine Kehle im Takt der Worte vibrieren.

Bevor ich realisieren konnte, was er vorhatte, wurde auf meine rechte Wange ein sanfter Kuss platziert, welcher noch Sekunden nach der Berührung seinen Zauber auf mich hatte. Ich konnte ihm nicht entkommen, auch wenn ich es wollte.

„Wir sehen uns wieder, Kleines.“ Er bewegte sich auf die Türe zu und umschloss die Klinke mit seiner Hand, ehe er mir ein letztes Mal zuzwinkerte und mir eines von seinen spitzbübischen Lachen schenkte.

„Sehr bald, sogar.“ Sagte er mit einem zweideutigen Unterton, und öffnete die Türe, ehe sie anschließend mit einem lauten Knall in Schloss geworfen wurde.

Und was für ein Wunder – sie wurde geschlossen.

Wieder war ich alleine, gefangen und eingeschlossen. Gefangen von einem Psychopathen und seinen Freunden. Würde ich jemals wieder frei kommen? Was hatten die mit mir vor?

Doch noch immer beschäftigte mich eine Frage: Was verdammt nochmal hatte ich getan?

So sehr ich auch meine Gedanken zurück spulte, wollte mir nichts einfallen, was ich getan hatte. Was der Auslöser hierfür war.

Vorsichtig löste ich mich aus meiner Position und versuchte aufzustehen, um zurück ins Bett zu gelangen. Ich wollte einfach nur mehr schlafen und so schnell wie möglich aus diesem kranken Albtraum erwachen.

Das Bett war zwar nicht das Gemütlichste, doch man konnte auf ihm schlafen […] – was anders blieb mir auch nicht wirklich übrig, ich konnte nirgends hin oder hatte eine andere Aufgabe.

Ich wusste nicht mal wie spät es war, ob draußen die Sonne schien oder, ob es regnete – doch die Wetterzustände waren meine kleinsten Probleme.

Ohne mich grob verletzt zu haben (ich hatte mein Schienbein auf der Seite des Bettes angeschlagen – das würde definitiv einen Bluterguss zur Folge haben), ließ ich mich auf der Matratze nieder und vergrub meinen Kopf im Kissen.

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Ich bemerkte wie eine Hand auf meiner Stirn platziert war. „Tu-u-u-t mir leid, ich wollte dich nicht wecken.“ Die Stimme war mir bekannt, es war der Junge, der am Anfang von dem älteren angeschrien worden war. Doch was wollte er?

„Du hast geschrien.“ Seine Stimme klang noch sanfter, als sie es ohnehin schon tat. „Du hattest vermutlich einen Albtraum.“ Er entfernte sich ein Stück, es schien als würde er mich nicht bedrängen wollen.

Erst jetzt bemerkte ich, das der Raum durch und durch mit Licht erhellt war; zu stark für meinen Geschmack, da ich mich noch immer in einem verschlafenen Stadium befand.

Der Raum war viel größer als ich vermutet hatte und was mir sofort ins Auge sprang, es gab ein Fenster: doch es war verriegelt, also keine Chance zu fliehen.

Ich gähnte laut, während ich meine Augen schloss. „Mhm?“ meinen Blick ließ ich auf die Person neben mir schweifen. „Wer bist du?“ fragte ich vorsichtig.

Ich war es gewohnt keine Antworten hier zu bekommen, somit rechnete ich auch nicht wirklich mit einer. „Luke.“ Sagte er. Dieser  Luke schien mir schon vom ersten Eindruck, anders zu sein – schüchtern und zurückgezogen – somit war er das komplette Gegenteil meines Exfreundes Jacob.

Ich zog meine linke Augenbraue nach oben und sah ihn erstaunt an. „Ok, Luke.“ Ich war festentschloss ihm die Frage der Fragen zu stellen. “Wo bin ich hier und wieso?” ich wurde ungeduldig und konnte kaum eine Antwort abwarten.

Er hingegen blieb ruhig und schüttelte nur leicht den Kopf. „Das kann ich dir nicht sagen.“ Er stand auf und lief, um das Bett herum, ließ sich anschließend aber wieder neben mir nieder. Es hätte mir vom Anfang an klar sein sollen, dass er genauso war wie die anderen hier, denn sonst wär er nicht hier und hätte mich entführt.

„Weiß du, ich kann es dir wirklich nicht sagen.“ Ich bemerkte die Besorgnis und den Scham in seiner Stimme, was mich nachdenklich stimmte.

Was, wenn er nie die Absicht zu diesem Vorgang hatte? Was, wenn er gezwungen werden würde?

Er traute sich nicht, mir in die Augen zu sehen. „Ich muss, wieder gehen.“ Er gab mir einen Kuss auf die Stirn und stand ruckartig auf. Die Matratze sprang wieder nach oben und nahm eine flache Stellung ein. „Ich pass auf dich auf, Hannah.“ Er lächelte.

Doch sein Lachen war anders: warmherzig und ehrlich.

Er verließ den Raum.

 

Doch er schloss nicht ab …

 

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

 

Melde dich bei Movellas anFinde heraus worüber alle reden. Registriere dich jetzt bei Movellas und teile deine Kreativität und deine Passion
Lade ...